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Harsche Kritik aus EU-Parlament: Cohn-Bendit nennt Troika "neoliberalen Taliban"

Heftige Kritik aus dem EU-Parlament: Statt Griechenland "kaputt zu sparen", brauche das Land endlich Vorschläge zur Ankurbelung der Wirtschaft. Athen werde von der Troika "erpresst", monierten die Sozialdemokraten. Die Grünen bezeichneten die internationalen Geldgeber als "neoliberalen Taliban".

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BurnOut_Generation 15.02.2012, 18:02
1. nicht Bendit sondern bandit

Zitat von sysop
Heftige Kritik aus dem EU-Parlament: Statt Griechenland "kaputt zu sparen", brauche das Land endlich Vorschläge zur Ankurbelung der Wirtschaft. Athen werde von der Troika "erpresst", monierten die Sozialdemokraten. Die Grünen bezeichneten die internationalen Geldgeber als "neoliberalen Taliban".
Cohn-Bendit hat auch laut nach dem NATO Einsatz in Libyen geschrien..
Und was ist jetzt in Libyen? Freiheit und Demokratie aka Salafismus.

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friedrich_eckard 15.02.2012, 18:08
2. kein Titel!

Da, wie inzwischen gewohnt, die Stellungnahme der LINKEN im Artikel dem Interessierten vorenthalten wird, hier der Link zur Aufzeichnung des Redebeitrags Lothar Biskys Verfehlte EU-Politik umkehren (DIE LINKE. im Europaparlament)

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manschu 15.02.2012, 18:24
3. Was nutzt es?

Das Ziel muss doch sein, den griechischen Haushalt auszugleichen.
Mit der Art der vorgeschriebenen Maßnahmen wird das nicht erreicht.

Man sollte mal wirklich drastisch dran gehen oder die Pleite zulassen.
Wie wäre z.B. vorübergehend eine Einheitsrente von 1000 Euro? Die Reichen werden schon damit zurecht kommen und die armen würden mal ordentlich einkaufen. Der Staat würde wohl Milliarden sparen.
Gibt es solche Ideen überhaupt? Wird das mal durchgerechnet?

Das griechische Defizit wird immer größer, die Wirtschaft schrumpft und gleichzeitig soll das Land sein Tafelsilber verscherbeln. Mich wundert, dass sich die Griechen nicht noch mehr dagegen wehren.
Und wir sind so blöd und setzen immer neue Milliarden auf ein totes Pferd.

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doc 123 15.02.2012, 18:25
4. Abstruse EU- und Merkel-Politik!

Zitat von sysop
Heftige Kritik aus dem EU-Parlament: Statt Griechenland "kaputt zu sparen", brauche das Land endlich Vorschläge zur Ankurbelung der Wirtschaft. Athen werde von der Troika "erpresst", monierten die Sozialdemokraten. Die Grünen bezeichneten die internationalen Geldgeber als "neoliberalen Taliban".
Diese abstruse EU- und Merkel-Politik ist doch einfach NUR noch unfassbar. Die einen will die EU mit Schulz und Konsorten die Griechen nahezu ohne Gegenleistung auf Dauer alimentieren, Merkel dagegen will den Griechen oder anderen EU-Pleite-Länder ein abstruses Sparpolitik überstülpen.

FAKT ist doch jedenfalls ganz sicherlich. Griechenland und das griechische Volk MUSS sich zunächst einmal selbst helfen wollen. Maßnahme wären weitere Privatisierungen, Investition in den privaten wirtschaftlichen Sektor durch ausländische aber auch inländische Investoren, also die Brüger selbst, um den Aufbau einer konkurrenzfähigen Industrie und Wirtschaft überhaupt erst zu ermöglichen, z.B. durch Verzicht auf Konsum und stattdessen Verstärkung der Investitionen durch deutlichen Lohnverzicht etc., Bekämpfung der Korruption, Aufbau eines zeitgemäßen Steuersystems, Aufbau eines Katasteramts, weitere massive Entlassung von Beamten....

Solange das griechische Volk zu diesen sicherlich schmerzlichen Maßnahmen nicht bereit ist, sind weitere Alimentierungen wie auch Sparmaßnahmen vollständig absurd und unsinnig. Dass Griechenland jedoch dazu nicht in der Lage bzw. willens ist, haben die letzten 2 Jahre doch wohl intensivst gezeigt! Lächerliche Show-Veranstaltungen mit Parlamentsdebatten und -abstimmungen über Spar-Maßnahmen dienen doch allenfalls der Volksverdummung

Wenn man das Interesse Griechenlands zudem tatsächlich im Auge hätte, wäre ein Ausscheiden des Landes aus dem Euro ziwgend notwendig, um mit der Abwertung der Drachme mit den Ländern der Region wie der Türkei oder Rumänien wirtschaftlich überhaupt erst in Konkurrenz treten zu können.

Ein Beibehalten Griechenlands oder anderer Pleite-Länder wie Portugal oder Spanien in der Euro-Zone bedeutet jedefanlls sowohl den Ruin dieser Länder als auch in der Folge der EU selbst!

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wasistdalos 15.02.2012, 18:30
5. Versailler Verdikt

Auch wenn Griechenland keinen Krieg verloren hat, erinnert mich alles an den Vertrag von Versailles.
Die Bevölkerung kann nichts dafür, wenn die Steuereinnahmen verklunkert werden, und die EU-Hilfen gehen am gemeinen Volk vorbei, weil dieses Geld sofort wieder den Gläubigern (den Banken) zur Verfügung gestellt wird. Griechenland lebt uns vor, wie es uns bald ergehen wird.
Kein Stück Holz für den Holzofen, keine Mullbinde für die Verletzung. Das Geld ist natürlich wo anders und besser angelegt. Es lebe die freie Marktwirtschaft

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kaksi 15.02.2012, 18:31
6. Expertin-Stimme aus Dänemark: Griechenland - eine Farce!

Zitat von sysop
Heftige Kritik aus dem EU-Parlament: Statt Griechenland "kaputt zu sparen", brauche das Land endlich Vorschläge zur Ankurbelung der Wirtschaft. Athen werde von der Troika "erpresst", monierten die Sozialdemokraten. Die Grünen bezeichneten die internationalen Geldgeber als "neoliberalen Taliban".
EU-ekspert: Grækenland er en farce - Globalt | www.b.dk

Die dänische EU-Expertin Prof. Marlene Wind von der Universität Kopenhagen bezeichnet das Geschehen um Griechenland als eine Farce und als absurd. Das aktuelle Geschehen sei keine besondere Krise, sondern das hierbei Übliche (business as usual). - Ich nehme an, die meisten Dänen schätzen sich glücklich, dass IHRE Politiker so klug waren, an der eigenen Währung festzuhalten statt diese gegen den EURO einzutauschen. Und UNSERE Politiker quer durch alle Parteien? Die hattem keine Bedenken, Griechenland in die EURO-Zone aufzunehmen! Und jetzt spielen sie sich als Krisenbewältiger auf - na, immerhin mit unterschiedlichen Vorschlägen.

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AuchNurEinNick 15.02.2012, 18:32
7. aaa

Zitat von friedrich_eckard
Da, wie inzwischen gewohnt, die Stellungnahme der LINKEN im Artikel dem Interessierten vorenthalten wird, hier der Link zur Aufzeichnung des Redebeitrags Lothar Biskys
Vielen Dank für den Link!

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c++ 15.02.2012, 18:36
8. .

Ich habe CB im Radio gehört, der ist nur noch peinlich. Das Wort Taliban sollte er lieber nicht benutzen, ich erinnere nur an den von Rotgrün begonnen Krieg gegen die Taliban und die damit verbundene Geldvernichtung.

Für alle, die sagen, man muss den gigantischen überbezahlten Beamtenapparat in Griechenland, die im Verhältnis zu den Löhnen fast doppelt so hohen Renten wie in Deutschland weiter finanzieren, statt zu sparen, der soll man klar sagen, woher das Geld stammen soll. Dazu hört man nie etwas.

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Dumpfmuff3000 15.02.2012, 18:38
9. xxx

Zitat von sysop
Heftige Kritik aus dem EU-Parlament: Statt Griechenland "kaputt zu sparen", brauche das Land endlich Vorschläge zur Ankurbelung der Wirtschaft. Athen werde von der Troika "erpresst", monierten die Sozialdemokraten. Die Grünen bezeichneten die internationalen Geldgeber als "neoliberalen Taliban".
Auch wenns vielen nicht past, hier hat Cohn-Bendit, zu dem man natürlich stehen kann wie man will, einfach ncht ganz unrecht.

Die gegenwärtige Politik dient nur den Interessen der Finanzmärkte, die ihre ureigensten Geschäftsrisiken externalisieren, d.. auf die Allgemeinheit abwälzen. Jeder Abiturient mit ein bißchen Grundwissen über wirtschaftliche Zusammenhänge weiß, daß in einem Land wie Griechenland, mit fast 20% Arbeitslosigkeit, mit Renten, Löhnen und Sozialleistungen im freien Fall, eine eiserne Sparpolitik gigantische Zerstörungen anrichtet. Dafür gfibts doch in der EGschichte genug Beispiele. Thatcher z.B. hat Großbritannien damals kaputtgespart und nicht nur extreme soziale Kälte produziert, sondern die Wirtschaft abgewürgt.

Man hat doch die Lage in Griechenland (zugegebnermaßen mit tatkräftiger Hilfe der greichischen Regierung und Teilen der Bevölkerung) Griechenland vor allem über die Finanzmärkte gezielt in die jetzige Lage gebracht, nicht zuletzt um dem Land Arbeitsmarkt-, Sozial-, Lohn- und Finanzpolitik diktieren zu können. Man hofft auf den großen Ausverkauf von öffentlichem Eigentum. Man tut nichts gegen Steuerflucht und Steuerhinterziehung. Zahlen tun die Krise ausschließlich die Unter- und Mittelschicht.

Und der Vergleich mit den Taliban ist natürlich polemisch und überspitzt, meintewegen auch geschmacklos, aber entbehrt ebenfalls nicht einer gewisen Grundlage. Denn die Politik die wir zur Zeit erleben, vertritt fundamentalistisch die Interessne des Großkapitals, und das Verhalten von Finanzakteuren wie Hedgefonds etc ist schlicht Finanzterrorismus. Wie sonst soll man denn einen gezielten Angriff auf einen Staat via Spekulation nennen?

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