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Hartz-IV-Erhöhung - reichen fünf Euro aus?

Um fünf Euro will die Regierung den Hartz-IV-Satz für Erwachsene anheben - Opposition und Gewerkschaften protestieren. Ist die geplante Erhöhung ausreichend?

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x.adama 27.09.2010, 19:35
1. gegen eine Erhöhung.

Alle Umfragen sind mit Mehrheit gegen eine Erhöhung. Ob das Verfassungsgemäß ist, eine Erhöhung gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung?

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klauss53 27.09.2010, 19:37
2.

Zitat von sysop
Um fünf Euro will die Regierung den Hartz-IV-Satz für Erwachsene anheben - Opposition und Gewerkschaften protestieren. Ist die geplante Erhöhung ausreichend?
Na aber doch wohl dicke.
5 Euro sind 10 DM, wenn man das in Ost-Mark umrechnet, sind das mindestens 50 Mark, und dafür hat man damals 1000 Schrippen bekommen, davon kann man sich ja wohl ein halbes Jahr ernähren.
Wenn das nicht ausreichend ist, was dann?

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NachbarinsFläschchen 27.09.2010, 19:39
3. Hach

Keine Sorge. Die SPD wird den Umfragewerten zuliebe schon draufsatteln. Dann ist sie wieder die Partei der sozialen Wärme und ihre arbeitende Klientel wird das schon schlucken.

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Der__Schinderhannes 27.09.2010, 19:45
4. reichen 5 euro aus ??

ausser trickserei und das mal wieder viel steuergeld ausgegeben wurde für diese 5 euro erhöhung ist nichts geschehen. frau von der leyen sollte sich lieber überlegen wie sie den menschen einen gut bezahlten job besorgt von dem man dann auch leben kann. denn die 500 millionen die diese schwachsinnige aktion gekostet hat, muss der steuerzahler wieder doppelt und dreifach bezahlen. die meisten menschen die von hartz IV leben wollen arbeiten und keine almosen.
denn mal ganz ehrlich frau von der leyen, unterm strich bleibt dem armen hartz Iv 'ler doch eher weniger als er vorher hatte. denn alle kosten und steuern steigen doch eh wieder in den nächsten monaten. aber sei es wie es ist,
der bürger glaubt ihnen diese verlogene heuchlerische politik eh nicht mehr. alle macht dem volk.

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johan83 27.09.2010, 19:47
5.

ich weiss nicjt, wieso jetzt sogar auch spon über diese "erhöhung" rätselt.

davon war nie die rede.

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Achim 27.09.2010, 19:50
6. Mal ne Frage

Da wir noch so früh im Thread sind, dass eine gewisse Chance auf Mitlesen seitens eines SPON-Redakteurs besteht.

Hey, Profi-Journalisten, fragt man die Ministerin, wie viele Rentnerinnen in der Vergleichsgruppe sind. Es wird nämlich seit Jahrzehnten bemängelt, dass die ärmsten 20 % der Einpersonenhaushalte zu einem großen Anteil arme Witwen sind, die sich kaum etwas kaufen. Und wenn man deren durchschnittliche Ausgaben für ÖPNV, Bücher, neue Möbel oder Reparaturen zum Maßstab für den Bedarf eines, sagen wir 38 Jahre alten Diplomingenieurs nach 3 Jahren Arbeitslosigkeit macht, geht das schon mal daneben.

Außerdem verdächtig: weniger als zwei Drittel der Referenzhaushalte zahlen Rundfunkgebühr. Also bestimmt doch zu einem guten Teil das Ausgabeverhalten der jetzigen ALG-II-Empfänger über den Regelsatz der zukünftigen ALG-II-Empfänger. Den was man nicht hat, kann man nicht ausgeben.

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GuraxUbrax 27.09.2010, 19:50
7. SPD = Peinlich

Was die SPD treibt, ist völlig lächerlich. In der Opposition ist es wieder mal gut protestieren, dabei wissen die doch genau so, dass es mit dem Geldregen durch die Mittelschicht in D langsam vorbei ist und damit für im internationalen Vergleich überbordende Sozialgeschenke kein Geld mehr da ist.
Die arbeitende Bevölkerung erstickt bereits unter den hohen Sozialabgaben und darf heute bis 67, irgendwann wahrscheinlich bis 70 buckeln gehen.

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Tall Sucker 27.09.2010, 19:50
8. Theater

Das ganze ist eine reine Inzenierung:
Die Koalition weiß, dass sie mit einer nennenswerten Erhöhung bei ihrer Wählerschaft nicht punkten kann. Sie weiß genauso, dass es bei den bisherigen Sätzen wohl nicht bleiben kann.
Lösung: man macht es trotzdem. Wenn dann die Reform im Bundesrat scheitert und etwas drauf gelegt werden muss, waren es die bösen Roten und Grünen (=Wahlkampfthema). Wenn das das Verfassungsgericht einen Satz anordnet, der noch höher ist, ist das Schicksal (also niemand daran schuld, und man hat es wenigstens versucht).
Dasselbe gilt auch für die SPD: da kann sich ja offensichtlich keiner mehr erinnern, dass Hartz IV zuerst ihre Idee war, insbesondere die in Karlsruhe zuerst abgeschossene Berechnung.
Und an die Grünen: man kann ihnen den Hinweis nicht ersparen, dass sie bei Hartz IV etwas willig mitgemacht haben. Das wollen sie offensichtlich auch nur vergessen machen.
Auch wenn mir die Erkenntnis bitter aufstößt: die einzigen, die sich in dieser Debatte konsinstent zeigen, sind die Linken.

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5mark 27.09.2010, 19:51
9.

Zitat von sysop
Um fünf Euro will die Regierung den Hartz-IV-Satz für Erwachsene anheben - Opposition und Gewerkschaften protestieren. Ist die geplante Erhöhung ausreichend?
Ketzerische Frage.

Die Frage ist, wie hoch ist der tatsächliche Bedarf um das sozioökonomische Existenzminimum plus notwendige Teilhabe zu sichern? Dann kann ich auch sagen ob die momentane Erhöhung ausreicht.

Angesichts dieser Fragestellung, würde ich mal sagen - Ja.

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