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Hartz-IV-Streit: Seehofer bietet SPD Mini-Zugeständnis an

Der CSU-Chef wirbt um die SPD: Horst Seehofer hat beim Streit über die Hartz-IV-Reform Entgegenkommen signalisiert. So könne das Bildungspaket auf mehr Menschen ausgedehnt werden. Eine Absage erteilt er dagegen jedem weiteren Zuschlag beim Regelsatz.

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bithunter_99 01.01.2011, 13:57
30. Titel???

Zitat von Realo
Bitte bei der ganzen Hartz IV Rechnerei eines nicht vergessen: Es ist Money for nothing ! Ob es nun 50,- € mehr werden, oder nur 5,- €, wie es sich auch immer aufteilen mag. Das Geld muss erstmal verdient werden und durch Steueraufkommen refinanziert. Eines weiss ich sicher, ich würde mit dem Geld nicht auskommen, und deswegen reisse ich mir jeden Tag den Ars** auf. Dann kommt der Staat und nimmt mir 42% zwecks "Umverteilung nach Oben und Unten" sowie für seine hoheitlichen Aufgaben wieder weg..... Finde ich auch nicht so prickelnd ! Frohes neues Jahr.
ich würde sagen: Such dir ne Frau, heirate sie und mach ein Kind mit ihr. Dann bekommst du zusätzlich Elterngeld, Kindergeld und kannst in die Lohnsteuerklasse 3 rein. Vergiss aber nicht, aus der Kirche auszutreten, das macht auch noch mal 8-9 Prozent von deinem Brutto aus.

Hartz4 Empfänger haben nichts vom Elterngeld bzw Kindergeld

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klaus1201 01.01.2011, 14:08
31. -

Zitat von Realo
Bitte bei der ganzen Hartz IV Rechnerei eines nicht vergessen: Es ist Money for nothing ! Ob es nun 50,- € mehr werden, oder nur 5,- €, wie es sich auch immer aufteilen mag. Das Geld muss erstmal verdient werden und durch Steueraufkommen refinanziert. Eines weiss ich sicher, ich würde mit dem Geld nicht auskommen, und deswegen reisse ich mir jeden Tag den Ars** auf. Dann kommt der Staat und nimmt mir 42% zwecks "Umverteilung nach Oben und Unten" sowie für seine hoheitlichen Aufgaben wieder weg..... Finde ich auch nicht so prickelnd ! Frohes neues Jahr.
Daß die derzeitige Regelung durch HartzIV, EinEuroJobs, die Dumping-Regeln im Leiharbeitsgewerbe, das schnelle durchreichen von der Arbeitslosigkeit in HartzIV fast alle Löhne nach unten ziehen, wollen einfach die meisten nicht begreifen.
Wer nach niedrigen HartzIV-Leistungen schreit, schreit in Wirklichkeit auch nach niedrigeren Löhnen.
Zitat von
"Unternehmen, deren Existenz lediglich davon abhängt, ihren Beschäftigten weniger als einen zum Leben ausreichenden Lohn zu zahlen, sollen in diesem Land kein Recht mehr haben, weiter ihre Geschäfte zu betreiben. Mit einem zum Leben ausreichenden Lohn meine ich mehr als das bloße Existenzminimum - ich meine Löhne, die ein anständiges Leben ermöglichen."

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Kommentator33 01.01.2011, 14:17
32. Verklärung der Vergangenheit

Zitat von klaus1201
Versuchen Sie doch nicht, hier im Nachhinein HartzIV zum Erfolg zu verklären. Eine ganze Menge an sinnvollen Entscheidungskriterien, die sich im Laufe der Zeit in der Sozialhilfe entwickelt hatten, wurden mit einem Schlage abgeschafft. Nur einer winzigen Minderheit von HartzIV-Empfängern hat die Umwandlung genutzt, der großen Mehrheit an Anspruchsberechtigten aber nur geschadet. Vor allem die psychologischen Folgeschäden, die HartzIV hinterlässt sind mit dem Anspruch des GG auf einen sozialen und demokratischen Bundesstaat nicht vereinbar.
Das hört sich vorallem nach einer Verklärung der Vergangenheit an. Die damalige Trennung zwischen Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe führte zu jeder Menge Probleme. Da kam es öfter vor, dass Hilfsbedürftige aufgrund Abstimmungsprobleme ohne Geld dastanden. Die Regelsätze wurden von den Ländern nach Gutdünken festgesetzt. Das war aber damals nicht Gegenstand der Diskussion. Zahlreiche Bescheide der Gemeinden waren damals ebenfalls fehlerhaft.

Interessant wäre auch, sich vorzustellen, die Sozialhilfe wäre beibehalten worden. Ich kann mir gut die Diskussion vorstellen, die jetzt zu Gunsten der Gemeinden geführt würde, deren Kassen die Leistungen nicht hergeben würden. Da würde ein Senkung gefordert.

Die von Ihnen angeführten Entscheidungskriterien haben in der Praxis dazu geführt, demjenigen mehr Mittel zu verschaffen, der sich im System auskannte und sich um Ausreizung der gebotenen Möglichkeiten bemühte. Das wurde von bestimmten Personen als eine Art Beruf betrieben.

Nur mit den psychologischen Folgen gebe ich Ihnen Recht. Die sind aber nicht auf die Änderung zurückzuführen sondern auf die überdrehte Diskussion über die Änderungen. Dabei wurde ein Katastrophenszenario ausgebreitet, das so nie eintreten konnte. Dabei hat sich auch die deutsche Presse nicht hervorgetan, sondern die lauteste Formulierung abgedruckt und ist auch sehr oft parteiisch vorgegangen.

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Izmir.Übül 01.01.2011, 14:18
33. Divide et Impera

Zitat von klaus1201
Das eigentliche Problem ist aber doch, daß immer mehr Menschen, selbst mit einem reguären Job, in diesen Regionen und sich von einer, im Gelde so langsam erstickenden, auch noch das Märchen erzählen lassen, nicht ihre Löhne seine zu niedrig, sondern HartzIV zu hoch. Und daß diese sich diese Sicht auch noch zu eigen machen.
Stimmt! Das machiavellische Prinzip "Teile und herrsche" funktioniert immer, besonders bei einer (gefühlten) Mittelschicht, die nicht ganz unbegründete Sozialabstiegsängste hat.

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Kommentator33 01.01.2011, 14:20
34. Was ist steuerpflichtig

Zitat von Izmir.Übül
Dann müssten Sie eigentlich auch dafür plädieren, dass die Einkommenssteuer auf eine breitere Bemessungsgrundlage gestellt wird, anstatt diese fast ausschließlich bei den "abhängig Beschäftigten" abzukassieren.
Dass die Einkommensteuer nicht nur von abhängig Beschäftigten erhoben wird, zeigt ein Blick in § 2 Abs. 1 EStG.

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Izmir.Übül 01.01.2011, 14:31
35. Theorie & Praxis

Zitat von Kommentator33
Dass die Einkommensteuer nicht nur von abhängig Beschäftigten erhoben wird, zeigt ein Blick in § 2 Abs. 1 EStG.
Das weiß ich selbst! Ich kenne aber auch die "steuerlichen Gestaltungsspielräume" für selbstständige Vermögende (das zeigt ein Blick in die Realität, falls die einen überhaupt interessiert).

http://www.youtube.com/watch?v=kM8a7g-YiC0

http://www.youtube.com/watch?v=2Bpwif7-G9M

http://www.youtube.com/watch?v=PWgZlxrVslg

http://www.youtube.com/watch?v=9-Eq-8YXFPg

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Izmir.Übül 01.01.2011, 14:34
36. Theorie & Praxis

Zitat von Kommentator33
Dass die Einkommensteuer nicht nur von abhängig Beschäftigten erhoben wird, zeigt ein Blick in § 2 Abs. 1 EStG.
Das weiß ich selbst! Ich kenne aber auch die "steuerlichen Gestaltungsspielräume" für selbstständige Vermögende (das zeigt ein Blick in die Realität, falls die einen überhaupt interessiert).

http://www.einsfestival.de/highlight...01&tag=gestern

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fw116 01.01.2011, 16:16
37. ..

"es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres volk als das deutsche. keine lüge kann grob genug ersonnen werden, die deutschen glauben sie. um eine parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre landsleute mit größerer erbitterung, als ihre wirklichen feinde."

napoleon I. aus "proklamation an die völker"

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SPr 01.01.2011, 16:35
38. .

Zitat von weltbetrachter
Neben dem Regelsatz erhalten Hartz-IV-Bezieher weitere Unterstützung für Miete etc. Wenn da so mancher Arbeitnehmer mal die Vergleichsrechnung mit seinem NETTO-Einkommen macht und diese Kosten, die der Hartz-IV-Bezieher extra bekommt, auch abzieht so ist es oft so, das am Ende w e n i g e r als der Regelsatz zum Leben übrig bleibt. ...
Schon wieder so einer, hier muss ein Nest sein ...

Schreiben Sie es sich hinter die Ohren:

Wenn ein Arbeitnehmer netto weniger verdient als er nebst seiner Familie Hartz IV bekommen würde, dann kann er das aufstocken und hat damit wieder mehr, als wenn er nur Hartz IV beziehen würde.

Den Begriff Aufstocker haben Sie doch schon einmal gehört oder gelesen, oder? Das sind genau die Fälle, über die sich oben echauffieren! Das sind Menschen, die arbeiten und dafür so schlecht bezahlt werden und/oder nur so wenige Stunden arbeiten dürfen, dass sie trotzdem Hartz IV beziehen müssen.

Denen ist nicht geholfen, wenn bei Hartz IV massiv gekürzt wird, was unsere Politiker gerade wieder tun. Die haben dann nämlich auch weniger.

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JaguarCat 01.01.2011, 16:37
39. Einkommensteuer

Zitat von Izmir.Übül
Dann müssten Sie eigentlich auch dafür plädieren, dass die Einkommenssteuer auf eine breitere Bemessungsgrundlage gestellt wird, anstatt diese fast ausschließlich bei den "abhängig Beschäftigten" abzukassieren.
Welchen Blödsinn schreiben Sie hier? Gerade die gut verdienenden Selbständigen zahlen überproporitional viel Einkommensteuer! Laut Wikipedia zahlt das oberste Zehntel der einkommenstärksten Bürger Deutschlands über die Hälfte der gesamten Einkommensteuer - obwohl diese "nur" ein Viertel des Gesamteinkommens verfügt. Gerade die Einkommensteuer ist also extrem "reichenlastig". Und ja, seitdem regelmäßig Steuer-CDs gekauft werden, trauen sich auch weniger Reiche als früher, ihre Einnahmen am Fiskus vorbei in Steueroasen zu transferieren.


Jag

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