Forum: Politik
Hasnain Kazim über die Türkei: Ein schmerzlicher Abschied
Janna Kazim

SPIEGEL-ONLINE-Korrespondent Hasnain Kazim musste die Türkei verlassen, weil er keine Presse-Akkreditierung mehr bekam. Hier schildert er seine Erfahrungen mit der Pressefreiheit unter Präsident Erdogan und beschreibt seine unfreiwillige Ausreise.

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boingdil 19.03.2016, 07:49
1. Einfach nur bitter

Das Zeitalter der Rechtspopulisten ist massiv da und Erdogan ist der Meister von ihnen allen. Es ist beschämend und bestürzend wie die Erdogans, Orbans und wie sie alle heißen offen und ohne nennenswerten Widerstand halbwegs funktionierende Demokratien in Diktaturen rückverwandeln.

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Spoonfan 19.03.2016, 07:54
2. Danke

Danke für die vielen Berichte!

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jojkl 19.03.2016, 08:03
3.

Ich finde es erschreckend, wie eine Regierung die Informationsfreiheit so einschränken kann und dabei noch von Europa anscheinend "unterstützt" wird. Europa sollte geeint auftreten und gegenüber der Türkei klar und deutlich zum Ausdruck bringen, dass es so lange keine Aussicht auf einen Beitritt gibt, solange die Presserreiheit in einem Land so eingeschränkt wird. Das gibt der türkischen Regierung quasi einen Freifahrtschein, sich über europäische Werte und Gesetze hinwegzusetzen und sie mit Füßen zu treten. Ich hoffe, das Wegsehen in diesem Fall ist ein politischer Schachzug, ohne den eine Einigung in der Flüchtlingskrise nicht möglich gewesen wäre.

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alaba27 19.03.2016, 08:04
4. Der reinste Horror

Und so etwas wird von Merkel hofiert und mit Geld überhäuft, um ihre selbstverschuldeten Probleme zu lösen. Unfassbar.

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claude 19.03.2016, 08:09
5. ein paar schöne Jahre

Freuen Sie sich auf die paar verbleibenden schönen freien Jahre in Europa. Türkei, Ungarn, Polen, rechtspoulistische Parteien mit hoher Zustimmung auch in Westeuropa, die Einschläge kommen immer näher. Nur eine Frage der Zeit bis auch in Westeuropa die Rechtspopulisten der Pressefreiheit ein Ende setzen, allein Sprachfloskeln wie "Lügenpresse" lassen schon erahnen was mit Journalisten passieren würde, wenn eben jene Rechtspopulisten in Deutschland ans Ruder kämen.

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insideman 19.03.2016, 08:10
6. Immerhin

Seien sie froh, dass sie raus sind aus diesem totalitären Staat. In anderen Ländern ist es auch reizvoll und man muss sich nicht mit solchen Clowns rumschlagen. Wenn man erstmal Familie hat, bekommt das alles eine andere Perspektive. Beschämend mit anzusehen wie die EU gerade ihre Ideale an die Türkei verkauft und auch noch hohe Summen an dieses Land transferiert, von denen jeder weiß in welchen Taschen sie landen.

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berndschlüter 19.03.2016, 08:13
7. Ein Kämpfer für die Informationsfreiheit

Ich habe alle Artikel von Haznan Kazim gelesen, die ich in die Hände bekam. Er ist einer von wenigen, die Hintergründe der heutigen Auseinandersetzungen gut recherchierten und veröffentlichten. Natürlich sind solche Korrespondenten Erdogan nicht genehm. Haznan ließ sich nicht erpressen und blieb standhaft. Im Gegensatz zu anderen ließ er sich nicht auf einen Handel mit dem engeren Kreis um Erdogan ein. Ich weiß, welchem Druck Korrespondenten des Spiegel in anderen Fällen ausgesetzt wurden. Ich erfuhr es von den Korrespondenten selbst.

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leser008 19.03.2016, 08:13
8. Guten Morgen

"Wir sind raus aus der Türkei". Herr Kazim muss frohsein, dass er da unbeschadet rausgekommen ist. Ein furchtbares Land. Ich habe mich schon zweimal geweigert dorthinzufahren. Einmal für einen Vortrag zu europarechtlichen Fragen und zuletzt für einen Urlaub. Die kommende Visafreiheit finde ich unfassbar.

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phiasko76 19.03.2016, 08:20
9. Wo keine..

..Demokratie ist, kann auch keine in Gefahr sein.

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