Forum: Politik
Hat Europa genug getan, um Griechenland zu helfen?

Die griechische Wirtschaft steht nach den jüngsten Wahlen und vielfältigen internationalen Hilfsaktionen immer noch am Abgrund. Über die Art, den Umfang und die Effizienz der Maßnahmen wurde viel diskutiert. War die Strategie der Griechenlandhilfe richtig? Hat Europa wirklich genug getan, um Griechenland zu helfen?

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schlob 19.05.2012, 09:57
50.

Zitat von makuzei
So könnte man bspw auf den Lohn 30% mehr Steuern erheben. Dann hätte man den gleichen Effekt,dass der Lohnabhängige 30% weniger hat,den man erreichen würde,wenn man den Lohn bspw in Drachme auszahlt- und die Drachme ist um 30% abgewertet.- Nun müsste man noch sehen,dass das Unternehmen quasi den Lohn in wertloser Drachme zahlt- also 30% weniger.Das wäre mit dem Euro so zu erreichen,dass das Unternehmen eine Lohnsummenzulage von 30% bekäme.Dass Unternehmen wäre dann also genau so konkurrenzfähig,als wenn es den Lohn in Drachme auszahlt.- n.
Praktisch wäre das ausserordentlich einfach zu machen.Das Unternehmen behält einfach 30% des Lohnes ein-

aber eben nicht als Lohnkürzung,sondern als Steuer-

und behält es gleich als staatlichen Zuschuss in gleicher Höhe.Einfacher geht’s nicht.

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Wollilein 19.05.2012, 11:13
51.

Schöne Mengenlehre... aber nur wenn der Unternehmer nun auch noch seine Preise um eben diese 30% senkt.

Tut er das auch? Ich meine nur es ist doch der selbe der heute noch nicht mal Steuern zahlt.

Griechenland hat sich durch Konsum in die Pleite manövriert. Konsum, dem nicht annähernd ein Exportanteil gegenüberstand, diesen zu rechtfertigen. Das ging nur, weil der Zinsfaktor mit Aufnahme in die Eurozone gefünftelt wurde.

Für einen Erfolg durch Währungsabwertung .z.B. duch Einführung der Drachme brauchts aber nun mal Export und zwar mehr als Import. Sonst gilt der Umkehrschluß, weil alles für dann teure Euros eingekauft werden muß.

Die Preisfrage lautet also: Was hat Griechenland zu verkaufen ?

Achja...der Tourismus! Stimmt aber nur halb, weil sich das Land zwar allnächtlich auf den Angriff seines Natopartners Türkei einstellt und entsprechend militärisch aufgerüstet hat, aber eben noch nicht dahintergekommen ist, wie die es schaffen, auch einen Wintertourismus zu etablieren.

Meinen Informationen nach kann sich das Land noch nicht einmal selbst ernähren.

Also: Verschont uns mit dem halbjährlichen Gedöns der wirklich ganzganz bestimmt alleraller letzten Rettungsmaßnahme und konzentriert euch auf die Einrichtung einer vermittelbaren Transferunion. Darauf läuft es doch eh hinaus.

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NK1-Marcel 22.05.2012, 09:06
52. Griechenland muss Verantwortung übernehmen

Europa/ Deutschland hat genug getan!

Europa spendete viel Geld an Griechenland und Merkel hofft auch weiter auf die Unterstützung der Banken, doch meiner Meinung nach sollte Griechenland der € verwehrt bleiben.
Griechenland muss seine Probleme in den Griff bekommen und Verantwortung übernehmen.

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kdhms 22.05.2012, 14:43
53. Griechenland

Zitat von achim-bonn
Ich denke doch, daß Europa genug getan hat, es sind Milliarden geflossen, Europa hat bei Bilanzfälschungen beide Augen geschlossen, musste sich anhören, daß geschlossene Verträge nun nicht eingehalten werden und Schulden nicht zurückgezahlt werden sollen. Ein derart agierender Gläubiger wird zum Offenbarungseid zu recht gezwungen und bekommt auch keine Kredite mehr. Es wird Zeit, daß Europa zur Kenntnis nimmt, daß das Maß endgültig voll ist.
Ich bin der Meinung das bei soviel Fehlverhalten der GR-Regierung kein Geld mehr aus den anderen Mitgliedsstaaten der EU mehr fliesen darf.
Die GR Regierung sollte erst mal die aus dem Land gebrachten Schwarzgelder zurueckfordern dann kann man sich selbst helfen. Wieso sollen wir fuer die GR-Misswirtschaft aufkommen und werden dann in den Abwaertssoggezogen wo wir schon mittendrin sind.

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-Philipp- 28.05.2012, 15:44
54. drachme(n)

Einfache Geschichte. Griechenland braucht Achtung und Respekt. Aus eigener Kraft nach vorne gehen. Das ist nur mit der Drachme möglich.
Europa und Griechenland haben bis dato stabil an ihrem Grab gearbeitet.

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marco.kiel 28.05.2012, 16:13
55.

Zitat von sysop
Die griechische Wirtschaft steht nach den jüngsten Wahlen und vielfältigen internationalen Hilfsaktionen immer noch am Abgrund. Über die Art, den Umfang und die Effizienz der Maßnahmen wurde viel diskutiert. War die Strategie der Griechenlandhilfe richtig? Hat Europa wirklich genug getan, um Griechenland zu helfen?
Wenn ich die Berichterstattung über Griechenland verfolge und ganz besonders, bei den meisten Kommentaren die ich hier so dazu lese, finde ich es immer wieder erstaunlich, auf welch hohem Ross viele Deutsche sitzen. Man könnte glatt meinen, hier leben nur Heilige und Gutmenschen, während in Griechenland alle korrupt sind und niemand Steuern zahlt.
Die schwarzen Kassen der CDU? Scheinbar vergessen. Steuersünder-CDs aus der Schweiz? Ach, da war ja was...
Wir haben das große Glück, dass unser Land Exportweltmeister ist und dass einige Reformen rechtzeitig gemacht wurden. Deshalb stehen wir (noch?) ganz gut da. Billionen Schulden haben wir aber auch. Wer weiß, ob nicht auch bei uns irgendwann die Blase platz. Es arbeiten schon immer mehr Menschen im Niedriglohnsektor und die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Sollte sich die Situation bei uns auch einmal deutlich verschlechtern, bin ich gespannt, ob die Leute es demütig hin nehmen, wenn Löhne und Renten um 30% gekürzt werden, so wie man es jetzt von den Griechen erwartet.

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Mikrator 31.05.2012, 14:41
56. Genug ist nicht immer das Richtige.

Zitat von sysop
War die Strategie der Griechenlandhilfe richtig? Hat Europa wirklich genug getan, um Griechenland zu helfen?
Den Griechen oder dem griechischen Staat ? Die Griechen achte ich definitiv, aber nicht dem falsch und ineffizient aufgebauten Staatsunwesen. Mit seinen Milliardären in Steueroasen und schlampiger Vetternwirtschaft. Steuern werden zwar gespart, landen als Schmiergeld in Form von antrainierten Gefälligkeiten wie "Fakelaki" in ranzigen Familienschedulen.

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klauss53 31.05.2012, 19:18
57.

Zitat von Mikrator
Den Griechen oder dem griechischen Staat ? Die Griechen achte ich definitiv, aber nicht dem falsch und ineffizient aufgebauten Staatsunwesen. Mit seinen Milliardären in Steueroasen und schlampiger Vetternwirtschaft. Steuern werden zwar gespart, landen als Schmiergeld in Form von antrainierten Gefälligkeiten wie "Fakelaki" in ranzigen Familienschedulen.

Der deutsche Staat ist da natürlich ganz anders.
Schröder unterschreibt nach seiner Abwahl rechtswidrig eine Milliardenbürgschaft für Gazprom und läßt sich dann von denen bezahlen.
Nachdem er den Finanzmarkt dereguliert hat, verdient z.B. ein Herr Berggruen viel Geld und stellt Schröder dann in einem von ihm gegründeten Institut an und versorgt auch noch Frau Schröder mit einem Aufsichtsratsposten bei Karstadt.
Ein Herr Koch erteilt Hoch-Tief einen Milliardenauftrag beim Frankfurter Flughafen und fängt dann dort an.
usw. usw. usw.

Unsere deutschen Helden Beckenbauer, Schuhmacher, Vettel ...
haben ihren Wohnsitz natürlich nur aus Gründen der landschaftlichen Schönheit in der steuergünstigen Schweiz.

Ich bin stolz ein Bewohner des durch und durch ehrlichen D zu sein.

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krassopoteri 01.06.2012, 17:15
58.

Zitat von klauss53
Ich bin stolz ein Bewohner des durch und durch ehrlichen D zu sein.
Das haben Sie jetzt wirklich schön formuliert, durch und durch EHRLICH.
Im übrigen Koch hat bei Bilfinger & Berger angefangen.

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rabenkrähe 01.06.2012, 19:19
59. jaja

Zitat von marco.kiel
Wenn ich die Berichterstattung über Griechenland verfolge und ganz besonders, bei den meisten Kommentaren die ich hier so dazu lese, finde ich es immer wieder erstaunlich, auf welch hohem Ross viele Deutsche sitzen. Man könnte glatt meinen, hier leben nur Heilige und Gutmenschen, während in Griechenland alle korrupt sind und niemand Steuern zahlt. Die schwarzen Kassen der CDU? Scheinbar vergessen. Steuersünder-CDs aus der Schweiz? Ach, da war ja was... Wir haben das große Glück, dass unser Land Exportweltmeister ist und dass einige Reformen rechtzeitig gemacht wurden. Deshalb stehen wir (noch?) ganz gut da. Billionen Schulden haben wir aber auch. Wer weiß, ob nicht auch bei uns irgendwann die Blase platz. Es arbeiten schon immer mehr Menschen im Niedriglohnsektor und die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Sollte sich die Situation bei uns auch einmal deutlich verschlechtern, bin ich gespannt, ob die Leute es demütig hin nehmen, wenn Löhne und Renten um 30% gekürzt werden, so wie man es jetzt von den Griechen erwartet.
.......

Ein Hauptproblem ist, daß solche Krisen am schnöden Geld festgemacht werden und da wirkt der feiste deutsche Reiche wohl eingebetteter, als der griechische Reiche, der prozentual am griechischen Gemeinwesen sogar einen noch höheren Prozentanteil hat.
Das andere Hauptproblem ist, daß niemand an Otto Normalbürger denkt, schon gar nicht im Krisen-Griechenland. Denen wurde ja auch in keinster Weise geholfen, im Gegenteil, die, die am allerwenigsten hatten, wurden auch noch zu Einschnitten genötigt, damit die Finanzindustrie weiter Gelder verbrennen kann.
Und wenn diese Bürger dann in einer Wahl ihren Protest ausdrücken, herrscht Weltuntergangsstimmung, dabei wäre es wohl selbstverständlich gewesen, die Bürger von vornherein einzubeziehen und, beispielsweise, ein Referendum abzuhalten.
Europa reitet sich durch die einseitige Anlehnung an die Finanzindustrie nicht nur immer tiefer in den Sumpf, sie stellt auch noch die Demokratie in Frage, indem Bürgerbedürfnisse und Bürgerwille nicht nur übergangen, sondern auch noch als störend empfunden werden!
rabenkrähe

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