Forum: Politik
Hauptstadt: Berlin, eine Kippe
FELIPE TRUEBA/ EPA-EFE/ REX

Wenn es gegen unsympathische, mutmaßliche US-Geld-Schwaben-Touristen geht, kann man sich selbst in Kreuzberg schon einmal mit dem Lebensmitteldiscounter Aldi solidarisieren.

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Referendumm 01.04.2019, 20:16
40. @ Ruth aus der Kurpfalz Heute, 17:17

Und Sie sind wirklich sicher, nach Berlin gefahren zu sein? Ehrlich gesagt, nehme ich Ihnen das nicht ab. Weder bzgl. "Hauptstadtflair und Urbanität" noch "große weite Welt" vor allem nicht bzgl. Freundlichkeit von Berlinern. Vielleicht warens auch "nur" Berliner mit tiefem Migrationshintergrund - die sind häufig sehr höflich und nett.

Testen Sie daher mal ein Taxi mit echter Berliner Schnauze - das wird für Sie ein Kulturschock werden. Vor allem, wenns mal eine Fahrt um zwei Häuserblöcke sein soll. Da kann man froh sein, nicht noch eine Backpfeife zu bekommen.

Wenn man / frau "Hauptstadtflair und Urbanität" haben will, fährt man / frau überall anders hin, aber garantiert nicht nach Berlin. Warum wohl sagt man dort JWD - janz weit draußen? Und damit wird / ist nicht etwa das Umland gemeint!

Viel Provinz, aber wenig mehr als nur Provinz gibt es in B doch fast gar nicht. "Hauptstadtflair und Urbanität" - ich lach' mich schlapp.

Man schaue sich allein mal an, was die tolle Hauptstadt Berlin mit dem Teufelsberg oder gar mit dem Spreepark macht bzw. eben nicht macht! Ein Trauerspiel ersten Grades. Milliarden gibts für ein merkwürdiges Fassaden-Stadtschloss oder dem ollen, nie eröffnet werdenden BER. Aber sonst? Gut, viele - manche sagen zu viele - teils tolle Museen gibts. Dafür ist auch immer massig Geld da, welches woanders viel besser angelegt wäre.

Zur Kolumne von Stefan Kuzmany wäre noch anzumerken: Irgendwie fand ich die ganz lustig zu lesen, aber wenn man es genauer analysiert, ist der Text an Arroganz, Überheblichkeit und Fremdenfeindlichkeit kaum mehr zu überbieten. Auf die Idee, die olle Zig-Kippe mal selber in die nächste Tonne zu werfen, kommen manche Menschen inzwischen auch nicht mehr.
Oder, wie ein Forist anmerkte, dann eben ein echtes Kunstwerk daraus zu machen.

Ich war damals strikt gegen Berlin als (aufgeblasene) Hauptstadt, wie sie heute ist. Ich hätte mir zwar Berlin als Hauptstadt gewünscht, aber die überwiegende Mehrheit an Ministerien und Verwaltungen als Verbleib in Bonn erhofft. Mittels eines Transrapides, zwischen Bonn und Berlin regelmäßig pendelnd, wäre das locker zu handhaben gewesen. Als sich jedoch vor allem die Einwohner von Berlin um die allumfassende Hauptstadt laustark rissen, wusste ich sofort: Das wird denen noch alle ganz sauer aufstoßen. Ja, ein wenig mehr als klammheimliche Freude und jetziges Rumfeixen war / ist schon dabei. War doch ganz klar, was das aus der - bis dato einerseits ruhigen und trotzdem voll pulsierenden, sehr lebensfrohen - einmaligen Insel-Hauptsadt machen würde. Damals glich Berlin wie ein Tanz auf einem lebensprühenden Vulkan - heute dagegen regieren kriminelle Clans, Drogen- und andere Schmuggelbanden, die Prostitution ist auf einem Niveau - na, lassen wir das mal usw .pp. ff.

Ja, ab und an fahre ich noch nach Berlin. Ist ab und an ganz lustig; aber ich bin jedesmal nach wenigen Tagen heilfroh, dieser Stadt wieder den Rücken kehren zu dürfen. Die zig Wochen, die ich in den 80ern mal beruflich in B verbringen durfte, bleiben mir in bester Erinnerung. Heute würde ich mich dagegen vehement wehren. Zwei, drei Tage o.k, aber dann reicht es schon.

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Emderfriese 01.04.2019, 20:17
41. Icke dette kieke mal

Zitat von Ruth aus der Kurpfalz
Ab und zu brauche ich Hauptstadtflair und Urbanität. Den Duft der großen weiten Welt. Deshalb fahre ich (wohnhaft in Heidelberg) immer wieder mal gerne nach Berlin. Das verbreitete Berlin-Bashing finde ich nicht ok. Meine Erfahrungen sind völlig anders. Überraschend finde ich stets, wie freundlich die Berliner sind. Jederzeit zu einem netten Gespräch bereit. Es ist gemütlich und menschlich in Berlin. Von Hektik keine Spur, sehr zugewandt und ausgesprochen höflich. Allerdings passe ich mich auch an, ich bemühe mich z.B., berlinerisch zu sprechen, mit "wa", "det" "icke" und so. Das kommt bei den Berlinern an. Man muss sich als Gast anpassen. Man kann ja nicht erwarten, dass die Berliner kurpfälzisch verstehen.
"...Allerdings passe ich mich auch an, ich bemühe mich z.B., berlinerisch zu sprechen, mit 'wa', 'det' 'icke' und so. Das kommt bei den Berlinern an..."
Gesetzt, Sie wollen nicht ironisch sein, sollten Sie vielleicht mal auf das anschließende Gelächter hören, dass ertönt, wenn Sie gehen...

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tomlex27 01.04.2019, 20:31
42. Vieles ging kaputt...

... aber die Hundescheisse ist geblieben. Meine Schwägerin wohnte nach der Wende in Friedrichshain. Hat sich mit ihrem Freund einfach eine Wohnung gekrallt, wobei der Balkon nicht betreten werden durfte. Es gab nichts außer dem Conmox, ein Eckkino wurde auch zur Hipster-Kneipe umgebaut. Wir trieben uns an der Spree rum, Hummelsburg. Es war eine ganz tolle Zeit. Berlin-Mitte, auch mit der Vereinsbrille auf, ein Ort extremer Hässlichkeit, war damals schon fertig mit der Welt. Friedrichshain war Leben. Ebenso Prenzlauer Berg. Geht man heute durch beide Stadtteile könnte man heulen. Künstlich beatmete Welten mit richtig unsympathischen Bewohnern. Arschlöcher, die die alten Kiez- Bewohner rausgeekelt haben. Aber die Strafe folgt auf dem Fuss. Unter die Deutschstrebern, die ihre provinzielle Angepasstheit mit nach Berlin gebracht haben, mischen sich Clan-Arschlöcher und anderes Ganovenpack. Waschen ihr Geld. Die alten Kiezer hätten mit solchen Typen kurzen Prozess gemacht, aber der Streber aus Stuttgart schlägt sich nicht. Lieber, weil er von der Natur ohne Rückgrat ausgestattet wurde und ein Feigling ist, wählt er grün und guckt beim allgegenwärtigen Drogenhandel weg. Angst hat er nur um seine Kinder, dass die hoffentlich keine Drogen kaufen. Ansonsten simuliert er heile Welt und regt sich höchstens über die Hundescheisse auf.

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eenberlina 01.04.2019, 21:18
43. Ach wat...

Zitat von elfaro
mich stören in Berlin weder Schwaben noch Bayern, sondern Tausende Migranten, die herumlungern, dealen, betteln, stehlen und die Stadt verdrecken. Und letztlich die arroganten und völlig unfähigen Berliner selbst, die mit ihrer Nehmernentalität bei den anderen Bundesländern schnorren, aber selbst nichts auf die Reihe bekommen. Ich habe eine Zeitlang aus beruflichen Gründen in Berlin gelebt und verachte seither diese Stadt und ihren chaotischen RRG-Senat.
Ihre widerliche Hetze gegen "Migranten" (wow, offensichtlich können Sie ja Menschen, deren Herkunft und Lebenssituation auf Grund ihres Aussehens zu 100% klassifizieren) können Sie sich sonst wohin stecken.

Zur "Nehmermentalität":

Berlin war Gründungsort und Heimat von Weltkonzernen wie Siemens oder Allianz.
Diese Verlagerten nach dem 2. WK ihre Hauptsitze aus der nun geteilten (und im Falle Westberlins umschlossenen) Stadt.

Dies wurde u.a. auch gefördert durch die Besatzungsmächte, die das ehemalige Preussen deindustrialisierten, damit von Preussen nie wieder eine militärische Gefahr für die Nachbarn ausgeht.

Fun Fact: Viele dieser Firmen wurden u.a. ins damals ländliche Bayern verlagert!

Dies war einer der Hauptgründe, warum Berlin Jahrzehnte brauchte, um wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen.

Berlin erwirtschaftet mittlerweile einen Haushaltsüberschuss.

Aber klar, "der Berliner" ist schuld!

Berliner sind arrogant?

Ich zitiere Sie bescheidenen Nicht-Berliner hier mal:

"die arroganten und völlig unfähigen Berliner selbst, die mit ihrer Nehmernentalität bei den anderen Bundesländern schnorren, aber selbst nichts auf die Reihe bekommen"

Merken Sie noch was, Sie Witzfigur?

Sie können auch gerne weiter weg bleiben, Typen wie Sie möchten wir in unserer Stadt so oder so nicht haben.

Ich wünsche Ihnen von Herzen einen schlechten Tag!

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neurobi 01.04.2019, 21:38
44. Endlich mal wieder ein Lässterstrang zu Berlin

Zitat von eenberlina
Ihre widerliche Hetze gegen "Migranten" (wow, offensichtlich können Sie ja Menschen, deren Herkunft und Lebenssituation auf Grund ihres Aussehens zu 100% klassifizieren) können Sie sich sonst wohin stecken. Zur "Nehmermentalität": Berlin war Gründungsort und Heimat von Weltkonzernen wie Siemens oder Allianz. Diese Verlagerten nach dem 2. WK ihre Hauptsitze aus der nun geteilten (und im Falle Westberlins umschlossenen) Stadt. Dies wurde u.a. auch gefördert durch die Besatzungsmächte, die das ehemalige Preussen deindustrialisierten, damit von Preussen nie wieder eine militärische Gefahr für die Nachbarn ausgeht. Fun Fact: Viele dieser Firmen wurden u.a. ins damals ländliche Bayern verlagert! Dies war einer der Hauptgründe, warum Berlin Jahrzehnte brauchte, um wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen. Berlin erwirtschaftet mittlerweile einen Haushaltsüberschuss. Aber klar, "der Berliner" ist schuld! Berliner sind arrogant? Ich zitiere Sie bescheidenen Nicht-Berliner hier mal: "die arroganten und völlig unfähigen Berliner selbst, die mit ihrer Nehmernentalität bei den anderen Bundesländern schnorren, aber selbst nichts auf die Reihe bekommen" Merken Sie noch was, Sie Witzfigur? Sie können auch gerne weiter weg bleiben, Typen wie Sie möchten wir in unserer Stadt so oder so nicht haben. Ich wünsche Ihnen von Herzen einen schlechten Tag!
Hatte wir ja schon lange nicht mehr.
Und immer wieder das gleiche.
Die eine lässtern, die anderen wehklagen, dass die Stadt es nach dem 2 WK. so schwer hatte.
Werner Siemens war Hannoveraner, aus einem Land das Preußen im 19.Jahtzundert annektiert hat, genau wie viele andere deutsche Länder.
Man könnte also sagen wie gewonnen, so zerronnen.

Berlin ist wohl die einzige Hauptstadt Europas, die nicht in der Lage ist sich selbst zu finazieren. Aber man muss auch anerkennen, dass sie ihren Absturz aufhalten konnte und langsam wieder etwas aufholt. Von einm Niveau wie Stuttgart, Hamburg, Frankfurt oder München ist man noch weit entfernt. Aber immerhin kein Detroit mit Hauptstadttitel.
Und Berlin ist wohl eine der wenigen Hauptstädte in Europa, die im Ausland beliebter ist als im eigenen Land. Über die Gründe wurde ja schon geschrieben.

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jan07 01.04.2019, 22:08
45.

Zitat von eenberlina
Ihre widerliche Hetze gegen "Migranten" (wow, offensichtlich können Sie ja Menschen, deren Herkunft und Lebenssituation auf Grund ihres Aussehens zu 100% klassifizieren) können Sie sich sonst wohin stecken. Zur "Nehmermentalität": Berlin war Gründungsort und Heimat von Weltkonzernen wie Siemens oder Allianz. Diese Verlagerten nach dem 2. WK ihre Hauptsitze aus der nun geteilten (und im Falle Westberlins umschlossenen) Stadt. Dies wurde u.a. auch gefördert durch die Besatzungsmächte, die das ehemalige Preussen deindustrialisierten, damit von Preussen nie wieder eine militärische Gefahr für die Nachbarn ausgeht. Fun Fact: Viele dieser Firmen wurden u.a. ins damals ländliche Bayern verlagert! Dies war einer der Hauptgründe, warum Berlin Jahrzehnte brauchte, um wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen. Berlin erwirtschaftet mittlerweile einen Haushaltsüberschuss. Aber klar, "der Berliner" ist schuld! Berliner sind arrogant? Ich zitiere Sie bescheidenen Nicht-Berliner hier mal: "die arroganten und völlig unfähigen Berliner selbst, die mit ihrer Nehmernentalität bei den anderen Bundesländern schnorren, aber selbst nichts auf die Reihe bekommen" Merken Sie noch was, Sie Witzfigur? Sie können auch gerne weiter weg bleiben, Typen wie Sie möchten wir in unserer Stadt so oder so nicht haben. Ich wünsche Ihnen von Herzen einen schlechten Tag!
Da hat wohl einer voll ins Schwarze getroffen!

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Das Pferd 01.04.2019, 22:16
46.

Zitat von Byrne
Das war keine Entscheidung des Senats. Es hatte reichlich Gegner dieser Ansiedlung gegeben und Google hat deswegen selber Abstand von dem Standort Berlin genommen.
https://twitter.com/f_schmidt_BB z.B.

das ist der zuständige Baustadtrat. Klar nimmt Google bei solchen Rahmenbedingungen Abstand. Und wenn müller solche Traumtänzer(das ist einer von denen, die mit bayrischem Geld Wohnungen zu Mondpreisen aufkaufen wollen) duldet, gehört das zu seiner Bilanz. Ein paar hysterische Anwohner hatte Google natürlich eingepreist, die haben sicher vorher gegoogelt was Kreuzberg ist.

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eenberlina 01.04.2019, 22:23
47. Hmmm...

Zitat von jan07
Da hat wohl einer voll ins Schwarze getroffen!
Falls Sie damit meinen, der von mir zitierte Author hätte bei mir ins Schwarze getroffen, stimmt dies in dem Sinne, dass ich das dumpfe, beleidigende Gebabbel von Berlin-Hassern (interessanterweise häufig mit mehr oder weniger dezentem Verweis auf die diverse Bevölkerungsstruktur Berlins) einfach nurnoch ermüdend finde und mich dazu äussern wollte.

Sollten Sie jedoch glauben, dass auf meiner Seite emotionale Erregung eine Rolle gespielt hat, kann ich Sie beruhigen, ich sitze ganz entspannt mit einer Tasse Tee und entspanne. Muss ja morgen wieder früh raus (als Berliner? unerhört!). ;-)

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eenberlina 01.04.2019, 22:49
48.

Zitat von neurobi
Hatte wir ja schon lange nicht mehr. Und immer wieder das gleiche. Die eine lässtern, die anderen wehklagen, dass die Stadt es nach dem 2 WK. so schwer hatte. Werner Siemens war Hannoveraner, aus einem Land das Preußen im 19.Jahtzundert annektiert hat, genau wie viele andere deutsche Länder. Man könnte also sagen wie gewonnen, so zerronnen. Berlin ist wohl die einzige Hauptstadt Europas, die nicht in der Lage ist sich selbst zu finazieren. Aber man muss auch anerkennen, dass sie ihren Absturz aufhalten konnte und langsam wieder etwas aufholt. Von einm Niveau wie Stuttgart, Hamburg, Frankfurt oder München ist man noch weit entfernt. Aber immerhin kein Detroit mit Hauptstadttitel. Und Berlin ist wohl eine der wenigen Hauptstädte in Europa, die im Ausland beliebter ist als im eigenen Land. Über die Gründe wurde ja schon geschrieben.
Oh, Wehklagen wollte ich nicht. Ich trauere nicht der Vergangenheit nach oder spiele Hätte-Wäre-Wenn-Spielchen, die Dinge sind, wie sie sind.

Ich denke nur nicht, dass der heutige allgemeine Zustand Berlins durch "den faulen Berliner" verursacht wurde. Das waren ganz andere Mächte am Werk.

Die Aussage zu Berlin als Stadt, die sich nicht selbst finanzieren kann:

https://www.tagesspiegel.de/berlin/finanzen-hoechster-ueberschuss-aller-zeiten-fuer-berlin/20827982.html

Ich denke, Berlin ist auf einem guten Weg.

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Farguard 01.04.2019, 23:07
49. Zugegeben, die Ladenöffnungszeiten in Berlin...

gefallen mir, da man da Sonntags nicht überall "tote Hose hat" als Westler schon etwas besser, aber das ist Geschmackssache (London und Schweden sind natürlich noch deutlich andere Hausnummern, aber Berlin muss ja auch noch aufholen).

Dauerhaft in Berlin wohnen muss aber auch nicht sein. Dann doch lieber Samstags alles einkaufen ;)

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