Forum: Politik
Hebron-Massaker 1994: "Er schoss wahllos und ausgiebig"
AFP

Der jüdische Arzt und Siedler Baruch Goldstein erschoss 29 Muslime in einer Moschee in Hebron. Die Tat vor 25 Jahren machte Hebron zum Mikrokosmos des Nahost-Konflikts - der Mörder wird bis heute verehrt.

korrekturen 25.02.2019, 18:02
1.

Ein sehr interessantes Buch, das über diesen Vorfall in Hebron spricht, ist das Buch von Elliott Horowitz über Purim: Reckless Rites (Princeton University Press). Er war Professor an der Bar Ilan Universität und ist leider 2017 zu früh gestorben.

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s-achte 25.02.2019, 19:16
2. Wieso ist das so?

Egal ob Religionen oder Ideologien: Sie sind alle aus irgendwelchen Nöten heraus entstanden, mit dem positiven Ziel, den Dreck, aus dem man kam, nie wieder erleben zu müssen! Und alle wurden/werden binnen kurzem (in geschichtlichen Dimensionen) pervertiert, korrumpiert, ausgenutzt und gewalttätig mißbraucht! Warum?

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tariktell 25.02.2019, 20:05
3. So bedrückend

die Stimmung im von der israelischen Armee kontrollierten Teil der Stadt ist, so menschenverachtend der Umgang, den die israelischen Besatzer mit den Arabern pflegen, so erstaunlich ist die Lebensfreude der Palästinenser und der trotz aller Demütigungen ungebrochene Widerstandswille. Ich habe vor zwei Jahren einige Wochen in Hebron verbracht, die zu den interessantesten Erfahrungen meines Lebens gehörten. Das Unrecht, das dort geschieht und das die internationale Gemeinschaft trotz stetiger Lippenbekenntnisse kaum berührt, wird nicht ewig so weiter bestehen, die Situation wird, früher oder später, unhaltbar und explodieren.

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zedernholz 25.02.2019, 20:55
4. Geisteskrankheit

Die Entscheidung zu solchen Taten kommt aus einem Kopf, der jahrzehnte lang indoktriniert wurde. Solange man nicht Frieden und Versöhnung im Kopf hat, ändert sich nichts in dieser Gegend.

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fabische 26.02.2019, 03:20
5. Ultraorthodoxe gefährden die Existenz Israels wie sonst niemand

Danke für diesen Text über ein viel zu lange totgeschwiegenes Unrecht.
Ich habe Hebron besucht und erlebte die Stadt als zutiefst schockierende Karikatur eines Besatzungsregimes über eine Zivilbevölkerung. Die abgeriegelte Altstadt mit den ständigen Militärpatrouillen erweckt Erinnerungen an den Nordirlandkonflikt. Das israelische Militär wird dazu missbracht, die fortschreitenden Besetzungen von palästinensischen Häusern durch ultraorthodoxe Israelis militärisch abzusichern. Währenddessen werden die palästinensischen Einwohner vertrieben und im Alltag schikaniert.
Nie vergessen werde ich, wieso über vielen Gassen mit palästinensischen Einwohnern Gitter und Dächer gespannt sind: Sie dienen als Schutz vor Müll und Fäkalien, die die Ultraorthdoxen von ihren obenliegenden besetzten Häusern regelmäßig auf die Bevölkerung ergießen. Es ist bitter zu erkennen, dass auf lange Sicht niemand die Existenz des Staates Israels mehr gefährdet, als die außer Rand und Band geratenen religiösen Ultraorthodoxen von Hebron.

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müller44 26.02.2019, 09:44
6. Ich sehe berechtigte Israelkritik wird vom Spiegel zensiert.

Also ist der Spiegel für die Menschenrechtsverletzungen gegen das palästinische Volk, die selbst die UNO verurteilt.
Mich interessiert, wieso der Spiegel Israel kritische Beiträge unterdrückt. Hätte ich nie erwartet.
Haben Sie wenigstens den Mut und nennen mir die Gründe.

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thor.z1367 03.03.2019, 08:50
7. Was vor 25 Jahren passierte ist Hide überall in Israel alltäglich

Sehen wir uns die Amtssprachen letztes Jahr wurde arabisch abgeschafft, Ost-Jerusalem werden Häuser enteignen wenn es der Sicherheit dient,oder der Mauern, diese wurde nicht auf israelischen Gebiet gebaut sondern auf Palästinensischen Gebiet gebaut, Die Zerstücklung der Gebiete der Palästinenser dort gibt es kein Selbstständiges Leben, es erinnert eher an die Reservaten der Indianer oder das Warschauer Ghetto. Dies wird beweißt so gemacht. Vieles steht dort im Talmud was zeigt wie man sich gegenüberstehen Nichtjudenverhalten sollt.Frühers hätten es nur ein kleiner Teil der jüdischen Bevölkerung, aber heute wird dich von fast allen geteil. Israel ist nicht mehr das gelobte Land , sonder der Vorhof der Hölle wie in Deutschland in den Jahren 1933-45.Ich hoffe das den Bunten nicht das passiert was wir Deutsche durchgemacht haben.Aus Opfern werden Täter und das mit den selben Begründungen wie damals bei uns.

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