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Helsinki-Gipfel: Zum Gruseln
DPA

Männerfreundschaft statt klarer Worte für den russischen Alleinherrscher: Der kumpelhafte Auftritt von Donald Trump mit Wladimir Putin in Helsinki war der Tiefpunkt der desaströsen Europareise des US-Präsidenten.

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ClausB 16.07.2018, 21:44
1. Dem Kommentar

kann ich nur zustimmen: Tatsächlich: "Es ist zum Grusel "
Oder auch: Es kann einem Angst und Bange werden, wenn eine amerikanischer Präsident dem russischen Präsidenten mehr vertraut als seinen eigenen Geheimdiensten !

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joes.world 16.07.2018, 21:45
2. Deutschland mag es gruseln

Zum Gruseln mag das Treffen durchaus gewesen sein. Aber eben mehr für die EU und da speziell für Deutschland, das es seiner Regierungschefin gestattete eine Familienministerin zur Verteidigungsministerin zu machen und nun Jahre später verteidigungspolitisch ziemlich nackt da steht. Da darf man sich schon mal davor fürchten, dass die USA mit Russland und China durchzustarten gedenken. Und man darauf militärisch völlig unvorbereitet ist. Selber schuld, sag ich da mal.

Für die USA hingegen, war der Gipfel ein Erfolg. Es konnte sich keine Freundschaft oder zumindest Vertrautheit zwischen Trump und Putin so wie zwischen Trump und Xi oder Abe entwickeln. Dafür war nicht nur die Zeit zu kurz, dafür wusste Trump einfach zu viel über Putin, als dass er sich auf ihn emotional verbunden einlassen konnte. Und Putin ist keines Staatschefs Freund, er kann das gar nicht, ihm fehlt es dafür an Empathievermögen.

Was vom Gipfel bleibt ist, dass nun die USA in Krisenzeiten mit Russland eine Spur leichter reden werden können. Weil sich in den Stunden Trump und Putin immerhin näher kommen konnten. Und davon kann dann später einmal durchaus auch das schwache und zerstrittene Europa profitieren. Wenn Putin mal wieder ein Land destabilisiert und die EU die USA zur Hilfe rufen.

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widower+2 16.07.2018, 21:46
3. Gute Überschrift

Trump ist einfach zum Gruseln. Und das jenseits und unabhängig von diesem Treffen mit Putin. Trump ist intellektuell, charakterlich und moralisch die schlimmste Fehlbesetzung für das Amt des Potus und somit im Moment nicht nur der mächtigste, sondern auch der gefährlichste Mann der Welt.

Wie lange dauert es noch, bis die angeblichen Checks and Balances in den USA greifen und der Typ aus dem Amt entfernt wird? Jeden Morgen wache ich auf und denke: Das war nur ein Albtraum, dass Trump Präsident ist. Dann holt mich die Wirklichkeit leider schnell wieder ein.

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Galgenstein 16.07.2018, 21:47
4. Wie der Herr...

Der Schüler und sein Lehrer, der ihm Noten gibt. Eine sehr eigenartige Presseerklärung, Putin sagt, was er gut an Trump findet und was nicht, gibt ihm ein paar Hausaufgaben mit auf den Weg. Der Schüler bedankt sich mit dem Hinweis, dass er nicht glaube, dass der Lehrer zu seinen Gunsten im Wahlkampf geschummelt habe. Er glaube lieber Putin, als als auf seine Spezialisten zu hören. Der ganze Auftritt ist einfach nur schräg.

Dazu passt übrigens auch, dass Putin Trump warten ließ. Das ist in Russland eine Machtdemonstration dessen, der an der Spitze steht. Warten lässt man nur die, auf die man herabschaut.

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Sonia 16.07.2018, 21:53
5. Tanzt der Ami nicht

nach der deutschen Pfeife? Was ist das für eine Überschrift? Europa sollte endlich mal seine eigenen Probleme anpacken, bevor es weiterhin glaubt, dem mächtigsten Präsidenten der Welt Verhaltensregeln in den Block zu diktieren.Größenwahn kommt immer vor dem Fall.

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Farhad 16.07.2018, 21:54
6. Russland ist näher zu Europa als Trump

Die ersten Zeichen sprächen dafür, dass Russland nicht bereit ist, in irgendeiner Weise Europa zu destabilisieren und mit den USA gegen Europa zu koalieren. Russland ist zwar kein einfacher Akteur. Dafür bleibt aber Russland in rationalen Rahmen und ist in einigen wichtigen Themen kooperativ mit Europa. Was Trump anbelangt, kann man seine Versuche als gescheitert erklären, Europa und Russland gegeneinander spielen zu lassen. Trump bleibt somit weiterhin ein unberechenbarer Akteur mit gefährlichen Netzwerken hinter sich. Die Welt ist dabei, sich neu zu gestalten. Die BRD und Europa können zusammen mit anderen Akteuren wie Asien inkl. China, Japan, Südkorea sowie Kanada und weiteren Nationen neue Chancen kreieren.

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widower+2 16.07.2018, 21:58
7. Das kann man nur hoffen

Zitat von Sonia
nach der deutschen Pfeife? Was ist das für eine Überschrift? Europa sollte endlich mal seine eigenen Probleme anpacken, bevor es weiterhin glaubt, dem mächtigsten Präsidenten der Welt Verhaltensregeln in den Block zu diktieren.Größenwahn kommt immer vor dem Fall.
Wenn Größenwahn vor dem Fall kommt, ist sowohl für Trump als auch für Putin der Fall gewiss. Außerdem diktiert niemand dem POTUS Verhaltensregeln in den Block, sondern Journalisten in einem freiheitlichen Rechtsstaat machen von ihrem Recht Gebrauch, ihre Meinung zum Verhalten des POTUS in einer freien Presse zu äußern.

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n.strohm 16.07.2018, 22:06
8. and the winner is : Putin

@ joes.world
"Da darf man sich schon mal davor fürchten, dass die USA mit Russland und China durchzustarten gedenken."

USA mit China durchstarten ? Ja was die Zölle angeht, da geht's echt ab.
USA mit Russland durchstarten ? Gerade eben hat Trump versucht den lupenreinen Demokraten wieder in die Gesellschaft rückzuführen - nur in welche eigentlich? Jawohl, in Trumps eingeschränkte Weltsicht.

Putin selbst ist viel zu clever, um Trump ernst zu nehmen. Er benutzt und instrumentalisiert Trump nur für seine Zwecke und freut sich, dass einer die westliche Allianz gerade in Trümmer legt und das ganz ohne Krieg. Jawoll, das kann Trump.


Ich glaube Sie (oder vielleicht doch nur ein bot) haben dieselbe getrübte Wahrnehmung wie ihr Präsident.

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hollens 16.07.2018, 22:07
9.

Ich wundere mich, daß der Spiegel noch immer nicht aus dem "darf der das?"-Modus heraus ist. Die Europa-Reise von Trump zeigt doch genau, wie gut er inzwischen auf dieser Klaviatur der Provokationen spielt. Während alle wie wild umeinanderlaufen und jeden Schritt Trumps im Sinne von "darf der das?" oder "oh je - er zertrümmert alles, was wir gewohnt sind!" - Manier kommentieren, zieht er sein Ding durch. Wenn er auch völlig unerfahren und scheinbar auch politisch und geschichtlich ungebildet zu sein scheint... das beherrscht er perfekt. Die Presse und die Öffentlichkeit gut genug zu beschäftigen, während er sein Ding macht. Das scheint ein geradezu teuflischer Instinkt zu sein. Die Presse ist dabei ein einer Falle, aus der sie nicht entwischen kann. Berichtet sie nicht, um ihm die Befriedigung seines Narzissmus zu verwehren, dann hat sie für die Nachwelt die Augen verschlossen vor dem Aufstieg des Populismus. Berichtet sie, empört oder von Abscheu erfüllt, wie der Spiegel, dann gefällt das zwar all jenen, die auch so denken. Aber für die Populisten bieten sie sich so als wunderbaren Sündenbock dar, Stichwort Fake News. Ich bin jetzt bald 44 Jahre alt. Als Jugendliche schrieben wir im Geschichte-Leistungskurs lange Aufsätze darüber, wie es zum Aufstieg des Populismus und Nationalismus/Faschismus in den 20er Jahren kam. Es überwiegte ein abgeklärtes Gefühl der Sicherheit, daß das heute nicht mehr passieren kann, weil wir ja wissen, wie es lief. Beängstigend ist es nun zu sehen, daß dem offenbar nicht so ist. Wer hätte gedacht, daß wir eine ähnliche Situation noch mal erleben und genau so wenige Mittel dagegen haben, wie vor fast 100 Jahren?

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