Forum: Politik
Henning Scherf zur Bremen-Wahl: "Die große Mehrheit ist für Rot-Rot-Grün"
Carmen Jaspersen/ DPA

Mehr als 40 Prozent holte die Bremer SPD bei Wahlen mit Henning Scherf. Davon ist die Partei heute weit entfernt. Hier spricht der Altbürgermeister über die Krise der Genossen, mögliche Koalitionen und Kevin Kühnert.

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tomxxx 14.05.2019, 11:33
90. @Aberlour A ' Bunadh

Bayern erhielt von 1950 bis 1987 insgesamt (ohne Inflationskorrektur) 3,4 Mrd., zahlt aber heute PRO JAHR 6 Mrd. Wenn sich Bremen daran orientieren würde....

Zudem: Der pro-Kopf-Schuldenstand in den letzten 10 Jahren (!) ist in Bremen um 33,5% gestiegen (auf 30800€ pro Kopf) in Bayern um 17,5% gesunken (auf 2360 pro Kopf). Ja.... der Beitrag von euro-paradies ist vollkommen richtig!!!

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mostly_harmless 14.05.2019, 11:56
91.

Zitat von olaf77
will rot-rot-grün. Die große Mehrheit in Bremen hat sich halt an Hartz 4 und an eine Stadt die Pleite ist wohl gewöhnt...
Die Kombination des Postens eines Kommentars, ohne den Artikel gelesen zu haben mit dem Verzapfen von vollkommen abstrusen Behauptungen ist immer wieder erheiternd.

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friedrich_eckard 14.05.2019, 12:49
92.

Zitat von Kurt2.1
Na, wenn die Mehrheit für RRG ist, kann sich Herr Scherf ja beruhigt zurücklehnen. HB wäre ein gutes Experiment dafür, zuzusehen, die RRG das Bundesland endgültig in die Grütze fährt. Danach schließt man sich vielleicht Niedersachsen an und verzichtet auf diese größenwahnsinnige Selbständigkeit als Bundesland.
Da sollte man als Einwohner des Bundeslandes Kahrsistan aber doch ein kleinwenig vorsichtiger sein... ob sich die Daseinsberechtigung dieses Stadtstaates als eigenständiges Bundesland stichhaltiger begründen lässt als diejenige des Bundeslandes Bremen scheint mir doch zweifelhaft, und der Umstand, dass Hamburg bisher ohne Mitwirkung der LINKEN regiert worden ist und regiert wird ist als alleinige Begründung doch wohl etwas arg dürftig.

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charlybird 14.05.2019, 15:06
93. Was rechnen Sie sich denn zusammen ?

Zitat von tomxxx
ein Kopf der betrügerischten Polit-Clique in Deutschland! Bremen zockt den Rest der Republik immer mit ihrer angeblichen Armut ab. Dann gibt es die Story vom angeblichen ungerechten System (man zahlt die Steuer am Wohnort, nicht am Arbeitsort), vergessen wird dabei schon, dass das eine Bundessteuer ist, bei der das Land nur einen Anteil hat. Die Gegenrichtung (Menschen die in Bremen wohnen und woanders arbeiten) wird nicht gegen-gerechnet. Dann gibt es so etwas wie eine Bundesergänzungszuweisung (aber wer will da schon drüber reden....) und ganz am Ende muss man auch nicht darüber reden, dass Bremen pro Kopf ca. 6000 Euro Steuereinnahmen hat... Bayern etwas über 3000 Euro.... man sieht also der Rest von Deutschland muß Bremen Geld in den H... schieben, dass dann in irgendwelche Klientelzirkel umgeleitet wird...
In der 6000 pro Kopf Besteuerung sind der LFA, der Konsolidierungszuschlag und so was wie Stadtstaatenzuschlag u.ä. enthalten, des weiteren kommen da die Gemeindesteuern (Gewerbe, Grund...etc) hinzu.
All das ergibt einen Betrag von knapp 3000 Euro, plus die dann erhobenen Lokalsteuern, so what ?
Übrigens die EK Steuer beträgt pro Kopf in Bayern ca. 1500 Euro, in Bremen nur ca. 1000.
Was sagt uns das ? Sicherlich u.a., dass in Bayern teilweise mehr Lohn gezahlt wird, wahrscheinlich aber nicht überall, doch der Fairness halber sollte eben festgestellt werden, dass in dem kleinen Stadtstaat, ca. 40-45 000 AN ihre EK Steuern zunächst in Niedersachsen abführen, bevor sie zu einem deutlich geringerem Anteil in Bremen gegengerechnet werden, wenn ich da richtig informiert bin. Das fehlt eben.
Und halten Sie mal ein bisschen inne mit dem Bremen Bashing, ich bspw. möchte selbst nicht als EK-Millionär, wenn ich einer wäre, in München tot überm Zaun hängen. :-)
Aber auch in Bremen ist nicht alles toll, im Gegenteil, und ja, es gibt einen SPD Filz.
Aber raten Sie mal was es in Bayern gibt ?

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Revisor 14.05.2019, 16:41
94. Meines Wissens hat Bayern schon weit mehr zum

Zitat von PeterMüller
Erstens haben die Bayern auch über 40 Jahre lang viel Geld aus dem Länderfinanzausgleich bekommen, zu der Zeit, als auch von Bremen durchgefüttert wurden, als in den Häfen, dem Stahlwerk, der Autoindustrie etc. noch mit viel Personal, vielen Arbeitern gearbeitet wurde. Zum zweiten hätte Bremen auch kein Problem, wenn die Lohnsteuern wieder in das Bundesland flössen, in dem sie erwirtschaftet werden, so wie es bis 1969 war. Hans Koschnik hat seinerzeit den riesigen Fehler begangen, einer Änderung zuzustimmen, weil er annahm, dass immer genug Arbeit da wäre. Heute fließt die Lohnsteuer von 40.000 Pendlern netto (also Reinpendler vs. Rauspendlern) in die niedersächsischen Umlandgemeinden, denen es bis auf Delmenhorst auch ziemlich gut damit geht. Aber sich mit Detailfragen auseinanderzusetzen, statt darüber pauschal zu schimpfen, dass es an "sozial Schwache verprasst" würde, ist natürlich einfacher. Oder wie es Karl Lauterbach so schön formulierte: unterkomplexe Argumentation.
Finanzausgleich beigetragen, als es jemals erhalten hat. Darum finde ich Ihr erstes Argument "unterkomplex".

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im_ernst_56 14.05.2019, 16:47
95. Die Zeiten ändern sich

Die Zeiten, als das kleine Bundesland Bremen den Automobilhersteller Borgward übernahm (statt die Firma in Konkurs gehen zu lassen) um mit Steuergeldern Industriearbeitspätze zu retten, sind lange vorbei. So mancher SPD-Politiker in Bremen trauert diesen Zeiten genauso nach wie den Zeiten, als Werder Bremen um die deutsche Meisterschaft mitspielte und einer von ihnen, Willi Lemke, Werder managte und sich gern verbal mit dem schwarzen Uli Hoeness anlegte. Und Radio Bremen mit dem Beatclub, dem Musikladen sowie Rudi Carrell der Vorreiter in der Fernsehunterhaltung war. Am großen Rad drehen, in der Wirtschaftspolitik, im Sport und der Kultur, das würden sie immer noch gern bei der Bremer SPD. Dass Bremen bei Schulvergleichstests wie PISA regelmäßig auf den letzten Plätzen landet, geschenkt. Die Zeiten ändern sich und eigentlich ist Bremen als eigenes Bundesland gar nicht mehr lebensfähig.

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