Forum: Politik
Hilfe für Kurden: Syrische Rebellen wollen 1300 Kämpfer nach Kobane schicken
REUTERS

Die Freie Syrische Armee will den kurdischen Verteidigern von Kobane zur Hilfe eilen. Dafür soll die US-Armee den Anti-Assad-Kämpfern den Weg frei schießen. Das Pentagon ist optimistisch, dass der IS zurückgedrängt werden kann.

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elveda 24.10.2014, 17:07
70. Wasser-WCs (Bidets)

Zitat von Hamberliner
Zu meiner Belustigung hat es der SPIEGEL geschafft, daneben passend zum Thema Reklame für ein Produkt zu schalten, das nach meiner Lebenserfahrung ausschließlich von mutmaßlichen Salafisten benötigt wird. Ich habe nur in den hinterwäldlerischsten Ecken der Türkei erlebt, dass man auf der Toilette von hinten nassgespritzt wird, was weder hygienisch noch zweckmäßig ist, da Wasser kein Fett löst. Zivilisierte Menschen benutzen stattdessen Toilettenpapier, dass es auch feucht (mit Reinigungslösung statt Wasser) gibt. Ich empfehle dem Hersteller, seine fromme Nassspritz-Anlage den Salafisten im IS anzubieten, damit das Geschäft mit dem Geschäft Umsatz generiert.
@Hamberliner, dann waren Sie noch nie in Japan, auch die haben Bidets.

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dbbkmorg 24.10.2014, 17:10
71.

Zitat von adal_
PYD hat mit Assad kooperiert: Stillhalteabkommen von 2012, zugleich wurden die YPG-Einheiten als Quasi-Armee des Kurdengebietes aufgestellt, von Assad geduldet. Mit der Zusammenarbeit war es vorbei, als Assad auch in den Kurdengebieten Fassbomben abwarf. Mit der FSA lieferte sich die YPG zeitweise Feuergefechte, weil die FSA zunächst nicht anerkennen wollte, dass die Kurden ihr Gebiet autonom verwalten.
Ganz sicher wurde die YPG nicht durch Assad aufgestellt! Die PKK ist seit vielen Jahrzehnte dort auf kurdischem Gebiet aktiv und hatte Strukturen geschaffen, auf denen YPG sofort zugreifen konnte... Das wusste auch Assad. Und Assad konnte nichts dulden, denn er musste seine Soldaten zurückziehen und konnte sich keinen Kampf gegen Kurden leisten... Und es war die Türkei, die von den Kurden verlangten, gegen Assad zu kämpfen, wobei die von der Türkei unterstützte FSA zu keine Zugeständnisse an Kurden bereit war... Und nochmal, was hätten denn die Kurden davon gehabt, gegen Assad zu kämpfen? Nämlich gar nichts und deshalb wollten Kurden sich auch nicht instrumentalisieren lassen und zwar von der Türkei... Und genau dieses kurdische NEIN zum Kampf gegen Assad wird von der Türkei als Parteinahme für Assad gewertet... Dabei hatte Assad nie viele Freunde bei den Kurden, denn schliesslich wurden Kurden sehr unterdrückt und vieles mehr... Die Kurden hatten also nichts für Assad übrig und als er sich zurückgezogen hatte, war er auch keine Gefahr mehr für die Kurden... Es war nur richtig, dass sich die Kurden der FSA und co. nicht angeschlossen haben, denn diese waren nie bereit, die Kurden auch nur anzuerkennen.

Die Sache ist also viel komplizierter als einfach zu sagen, YPG habe mit Assad zusammengearbeitet, nur weil diese sich geweigert haben, für die Interessen anderer gegen Assad zu kämpfen.

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HeisseLuft 24.10.2014, 17:22
72. Ach, wirklich?

Zitat von karlomari
Welche FSA Kämpfer sollen den aus dem Raum Aleppo kommen? Dort ist der ISIS bestimmend. Außerdem haben die Kurden die Hilfe schon "dankend " abgelehnt, was in dem Artikel mal wieder verschwiegen wird.
Ach karlomari, tatsächlich?

Also erstens ist im Raum Aleppo nicht die ISIS bestimmend, sondern östlich davon. Weil sie in monatelangen Kämpfen die FSA zurückgedrängt haben. In trauter Einigkeit mit Syrischen Truppen...

Und zweites befindet sich längst eine FSA-Einheit in Kobane. Unter einem gewissen Abu Saif.

https://now.mmedia.me/lb/en/reportsfeatures/564212-fsa-fighting-alongside-kobane-kurds

Und drittens koordiniert man sich inzwischen zwischen FSA und Kurden:

http://kurdischenachrichten.com/2014/09/ypg-und-fsa-gruenden-gemeinsames-angriffszentrum/

karlomari, im Ernst, sie sind einfach nur peinlich. Was soll der Mist?

Das Einzige, was daran wahr ist, ist das sich die Kurden in Kobane vermutlich lieber von der PKK oder den Amerikanern helfen lassen.

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thinking_about 24.10.2014, 17:27
73. Auch die Syr. Armee kämpft gegen den IS

Der IS hatte am 24. September den Stützpunkt Dscharrah unter seine Kontrolle gebracht und von dort
drei Kampfflugzeuge entführt (bisher hatten die ja keine Flugzeuge).

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, dass die IS-Milizen drei Kampfjets der Typen MiG-21 und MiG-23 erbeutet hätten. Die IS-Piloten würden von ehemaligen irakischen Soldaten ausgebildet, die noch unter dem früheren Machthaber Saddam Hussein gedient hätten. Augenzeugen hätten die Flugzeuge mehrmals in der Provinz Aleppo fliegen gesehen.

Ein syrisches Flugzeug habe Bomben auf zwei der Jäger abgeworfen, als diese auf dem Stützpunkt Dscharrah im Osten der Provinz Aleppo landeten, teilte Syriens Informationsminister al-Zoubi am Mittwoch nach Angaben der Agentur AP mit. Nach dem dritten eroberten Kampfjet werde gesucht.

Nun berichtete der libanesische TV-Sender „Al-Mayadin“ , daß die syrische Armee von den Extremisten im Distrikt Shaer in der Provinz Homs die Erdölbohrung zurück erobert habe.
Dem TV-Sender zufolge setzen die Regierungstruppen die Offensive fort, um alle Erdöl-Reviere der Provinz, die in Zentralsyrien liegt, von Extremisten zu befreien.

Zuvor war bekannt geworden, dass die USA planen, mit der Bombardierung der syrischen Erdölpipelines zu beginnen, die von dem IS kontrolliert werden, um die Einnahmen der IS-Kämpfer aus dem Erdölverkauf einzuschränken.

Seit dem Beginn der Militäroperation auf dem syrischen Territorium haben Flugzeuge der internationalen Koalition mehrmals Schläge gegen Erdölvorkommen und das gasverarbeitende Hauptwerk des Landes in der Provinz Deir Essor sowie gegen die Erdölraffinerien in der Provinz al-Hasakah im Nordosten Syriens geführt.

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Chiefli1 24.10.2014, 17:27
74. So gesehen...

Zitat von dbbkmorg
.... Türkei, die von den Kurden verlangten, gegen Assad zu kämpfen, wobei die von der Türkei unterstützte FSA zu keine Zugeständnisse an Kurden bereit war... Und nochmal, was hätten denn die Kurden davon gehabt, gegen Assad zu kämpfen....
Genau als Assad gegen die FSA vorging oder später die IS versuchte die TR-Regierung die YPG davon zu überzeugen, dass sie sich auf die Seite der FSA schlagen soll, doch die YPG zog es vor 'neutral' zubleiben...so wie jetzt die TR.

Dein Spiel, mein Spiel....traurig...

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adal_ 24.10.2014, 17:30
75.

Zitat von dbbkmorg
Die Sache ist also viel komplizierter als einfach zu sagen, YPG habe mit Assad zusammengearbeitet, nur weil diese sich geweigert haben, für die Interessen anderer gegen Assad zu kämpfen.
Warum Sie die zeitweise Kooperation der PYD mit dem Assad-Regime leugnen, erschließt sich mir nicht. Wem hilft das Herumgeeire?
An dem, was die Kurden im Nordirak wollen, zweifelt hier eh keiner: Sie wollen ihre Ruhe und Autonomie.

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andreatv 24.10.2014, 17:49
76.

Zitat von Quarz
Erdogan spielt eine sehr unrühmliche Rolle indem er die Kurden quasi verbluten lässt und dabei auch noch ruhig zusieht.
Nicht nur Erdogan. Auch die EU und USA betrachtet die die YPG als terroristische Organisation. Die Bundesregierung hat zwar die irakischen Kurden mit Waffen beliefert, aber weigert sich genauso wie Ankara, die syrische YPG oder die PKK zu unterstützen.

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dbbkmorg 24.10.2014, 17:50
77.

Zitat von HeisseLuft
Ach karlomari, tatsächlich? Also erstens ist im Raum Aleppo nicht die ISIS bestimmend, sondern östlich davon. Weil sie in monatelangen Kämpfen die FSA zurückgedrängt haben. In trauter Einigkeit mit Syrischen Truppen... Und zweites befindet sich längst eine FSA-Einheit in Kobane. Unter einem gewissen Abu Saif. https://now.mmedia.me/lb/en/reportsfeatures/564212-fsa-fighting-alongside-kobane-kurds Und drittens koordiniert man sich inzwischen zwischen FSA und Kurden: http://kurdischenachrichten.com/2014/09/ypg-und-fsa-gruenden-gemeinsames-angriffszentrum/ karlomari, im Ernst, sie sind einfach nur peinlich. Was soll der Mist? Das Einzige, was daran wahr ist, ist das sich die Kurden in Kobane vermutlich lieber von der PKK oder den Amerikanern helfen lassen.
Soweit ich weiß, kooperiert die YPG nur mit einer bestimmten Fraktion der FSA... Und diese FSA-Fraktion ist die kurdische Fraktion.
Und die PKK hilft schon wo sie kann, denn schliesslich sieht sich die PKK für ganz Kurdistan verantwortlich... Die YPG ist deshalb in so kurzer Zeit so erfolgreich aufgebaut worden, weil sie sofort die Strukturen der PKK nutzen konnten. Die YPG kämpft mit der gleichen Ideologie wie die Kämpfer der PKK... Denn beide beziehen sich auf die selbe Quelle: Abdullah Öcalan.

Und die PKK würde nie mit Islamisten Seite an Seite kämpfen... Genau so wird auch YPG nicht. Kurden kämpfen nicht für die Religion, sondern für die Menschen... Deshalb braucht sich auch niemand bei den Kurden aufgrund seiner Religion zu fürchten.

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dbbkmorg 24.10.2014, 17:57
78.

Zitat von adal_
Warum Sie die zeitweise Kooperation der PYD mit dem Assad-Regime leugnen, erschließt sich mir nicht. Wem hilft das Herumgeeire? An dem, was die Kurden im Nordirak wollen, zweifelt hier eh keiner: Sie wollen ihre Ruhe und Autonomie.
Es gab für die Kurden gegen Assad nichts zu holen! Warum hätten die Kurden gegen Assad kämpfen sollen für die Interessen anderer? Die Kurden hätten mit der "Opposition" Seite an Seite gekämpft, wenn diese den Kurden eine Perspektive zugestanden hätten... es wurde schnell deutlich, dass die "Opposition" nur eine Marionette ist und bei Machtübernahme die Kurden genauso unterdrücken würden wie Assad. Und wenn Assad sich "friedlich" zurückgezogen hat, dann kann es den Kurden doch nur recht sein! Oder? Und ja, die Kurden in Südkurdistan wollen ihre Ruhe und Autonomie... Auch die Kurden in Westkurdistan wollen ihre Ruhe und Autonomie.

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dbbkmorg 24.10.2014, 18:03
79.

Zitat von Chiefli1
Genau als Assad gegen die FSA vorging oder später die IS versuchte die TR-Regierung die YPG davon zu überzeugen, dass sie sich auf die Seite der FSA schlagen soll, doch die YPG zog es vor 'neutral' zubleiben...so wie jetzt die TR. Dein Spiel, mein Spiel....traurig...
Falsch... Denn die Kurden verlangten nach einem Plan für danach... Also was käme nach Assad? Die Türkei und FSA bzw. die syrische Opposition waren sich einig, dass Kurden nichts bekommen werden... Und trotzdem verlangten die Türkei und die syrische Opposition, die Kurden mögen doch gegen Assad kämpfen... Wofür? Weil die Türkei Assad unbedingt weg haben wollte? Wobei Assad kurz davor der beste Freund von Erdogan war?
Man wollte, dass sich die Kurden opfern und zwar für nichts... Und genau das haben Kurden richtigerweise abgelehnt.
Der nahen Osten ändert sich gerade gewaltig und die Kurden werden nicht mehr die Bauernopfer sein, sondern aktiv mitbestimmen, wohin es gehen wird...

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