Forum: Politik
Hilfsorganisationen in Syrien: Assads Feldzug gegen die Retter
AFP / Syrian TV

Tonnen von Hilfsgütern stehen in Homs bereit - doch das Rote Kreuz wird seit Tagen an der Zufahrt in die syrische Rebellenhochburg gehindert. Angeblich sollen die Helfer so vor Sprengsätzen bewahrt werden. In Wahrheit will die Assad-Armee offenbar keine Zeugen bei ihren "Reinigungsaktionen".

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citropeel 05.03.2012, 14:55
1. Absolt inakzeptabel

Zitat von sysop
Tonnen von Hilfsgütern stehen in Homs bereit - doch das Rote Kreuz wird seit Tagen an der Zufahrt in die syrische Rebellenhochburg gehindert. Angeblich sollen die Helfer so vor Sprengsätzen bewahrt werden. In Wahrheit will die Assad-Armee offenbar keine Zeugen bei ihren "Reinigungsaktionen".
Für mich ist die Weigerung Chinas und Russlands Assad am Mord an der syrischen Bevölkerung mittels einer Resolution zu hindern absolut inakzeptabel. Jedes machtpolitisches Taktieren ist einfach nur noch fehl am Platze.

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fussball11 05.03.2012, 15:14
2.

Ich wünschte man hätte sich damals nur annähernd so viel Sorgen um Falludscha gemacht .
Waren die Rebellen in Falludscha von der gleichen Gesinnung wie die heute in Syrien?
Ich weiß es nicht, Informationen sind heute trotz Internet Mangelware und man ist auf die vorgefertigten Meinungen der Medien angewiesen um dann zwischen den Zeilen zu lesen was wohl wirklich passiert.
Eine Übung mit der unsere Mitbürger aus den neuen Bundesländern einfach mehr Erfahrung haben :-)

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adal_ 05.03.2012, 15:22
3. Bab Amr - das Srebrenica Syriens?

In Wahrheit will die Assad-Armee offenbar keine Zeugen bei ihren "Reinigungsaktionen".
Zitat von citropeel
Für mich ist die Weigerung Chinas und Russlands Assad am Mord an der syrischen Bevölkerung mittels einer Resolution zu hindern absolut inakzeptabel. Jedes machtpolitisches Taktieren ist einfach nur noch fehl am Platze.
Nun, die Sicherheitsratsresolution - wäre sie zustande gekommen - hätte die Verbrechen wohl kaum verhindert.

Immerhin haben die Chinesen und Russen die Gelegenheit verpasst, die Verbrechen des Regimes zu ächten. Sie haben sie damit indirekt gerechtfertigt und das Regime ermuntert, damit skrupellos fortzufahren.

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adal_ 05.03.2012, 15:29
4.

Zitat von fussball11
Waren die Rebellen in Falludscha von der gleichen Gesinnung wie die heute in Syrien? Ich weiß es nicht
Aha. Sie wissen zwar nicht, was die syrischen Rebellen von den Falludscha-Brigaden im Irakkrieg unterscheidet, setzen sie aber trotzdem gleich.

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tinosaurus 05.03.2012, 15:40
5. Taktieren

Zitat von citropeel
Für mich ist die Weigerung Chinas und Russlands Assad am Mord an der syrischen Bevölkerung mittels einer Resolution zu hindern absolut inakzeptabel. Jedes machtpolitisches Taktieren ist einfach nur noch fehl am Platze.
Dieses machtpolitische Paktieren bedeutet eben auch, dass man auch viele Tote in Kauf nimmt. Russland und China haben halt kein Problem, ihr wahres Gesicht zu zeigen.

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Kalleblom 05.03.2012, 16:01
6. Vergleiche!

Zitat von fussball11
Ich wünschte man hätte sich damals nur annähernd so viel Sorgen um Falludscha gemacht . Waren die Rebellen in Falludscha von der gleichen Gesinnung wie die heute in Syrien? Ich weiß es nicht, Informationen sind heute trotz Internet Mangelware und man ist auf die vorgefertigten Meinungen der Medien angewiesen um dann zwischen den Zeilen zu lesen was wohl wirklich passiert. Eine Übung mit der unsere Mitbürger aus den neuen Bundesländern einfach mehr Erfahrung haben :-)
Man kann wohl die derzeitige Situation in Syrien, gerade in Anbetracht der Art und Weise wie die Opposition mit dem Ausland kommuniziert, nicht mit der Situation in Falludscha oder auch damals in Somalia vergleichen!
Jedenfalls habe ich gerade nicht in Erinnerung, dass die Shabab-Milizen nach Hilfe gerufen haben!

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markus_wienken 05.03.2012, 16:02
7. .

Zitat von tinosaurus
Dieses machtpolitische Paktieren bedeutet eben auch, dass man auch viele Tote in Kauf nimmt. Russland und China haben halt kein Problem, ihr wahres Gesicht zu zeigen.
Ach...und der Westen handelt da so grundlegend anders?

Darf ich mal an Indien erinnern wo jedes Jahr rund 1,5 Millionen Babys und Kinder an Unterernährung sterben?
Wir machen sehr gute Geschäfte mit diesem Land, geostrategisch auch nicht unbedeutend, Kritik konnte ich von den politischen Führungsriegen weltweit nicht erkennen. Auch das Recht auf genug Nahrung ist ein Menschenrecht und es liegt sicher nicht am Geld dass dort so viele Menschen verhungern.
ca. 10.000 Menschen in Syrien, 1,5 Mio/Jahr in Indien. Das Wort Peanuts will mir bei Menschenleben nicht über die Lippen kommen, aber schaut man sich die Zahlenverhältnisse an, so möge man mir doch bitte nicht mit der (verlogenen) moralischen Überlegenheit des Westens kommen.
Geht es um unsere Interessen handeln wir nicht wirklich immer nach unserern eigenen Prinzipien.

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citropeel 05.03.2012, 16:11
8. Falscher Thread

Zitat von markus_wienken
Ach...und der Westen handelt da so grundlegend anders? Darf ich mal an Indien erinnern wo jedes Jahr rund 1,5 Millionen Babys und Kinder an Unterernährung sterben? Wir machen sehr gute Geschäfte mit diesem Land, geostrategisch auch nicht.....
Hier geht es um die Greueltaten des Assadregimes in Syrien, nicht um Hungertote in Indien. Darüber kann man in einem anderen Thread disktuieren - bitte.

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markus_wienken 05.03.2012, 16:15
9.

Zitat von citropeel
Hier geht es um die Greueltaten des Assadregimes in Syrien, nicht um Hungertote in Indien. Darüber kann man in einem anderen Thread disktuieren - bitte.
Es geht auch um das generelle Verhalten Rußlands und China im Vergleich zu den Verhalten der Ländern des Westens, daher ist die Ausweitung auf Menschenrechtsverletzungen in Indien nicht unangebracht und auch nicht fehl am Platz.

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