Forum: Politik
Hinrichtung von Geistlichem: Irans Führer droht Saudi-Arabien mit der "Rache Gottes"
AFP/ Khamenei.ir

Im Konflikt um die Exekution des Schiiten al-Nimr durch Saudi-Arabien verschärft sich der Ton: Riad werde die Hand Gottes zu spüren bekommen, meldet sich auch Irans Revolutionsführer Khamenei zu Wort. Weltweit wächst die Sorge über die Spannungen in der Region.

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kevinschmied704 03.01.2016, 13:23
170. also wenn wir das jetzt als moralischen maastab nehen.

dann müssen wir aber so einige Beziehungen kappen und würden am ende ziemlich allein da stehen.
wir sind halt nun mal in erster Linie ein kriegerische Gattung. seht es ein oder eben nicht, in der Geschichte der Menschheit gab es kein Jahrhundert ohne einen großen krieg oder viele klein kriege. und ja wir werden auch in diesem Jahrhundert einen erleben! weil wir nun mal Menschen sind! gruss

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chilischweiz 03.01.2016, 13:27
171. Hinrichtungen relativ zur Bevölkerung...

... da ist der Unterschied zwischen Iran und Saudi-Arabien nicht so gross und China zeigt, dass es sich nicht um ein spezifisch muslimisches Problem handelt

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Hamada 03.01.2016, 13:28
172. Nordkorea vs Saudi-Arabien

Nordkorea steht im Westen auf einer Schwarzen-Liste die dem Land Sanktionen und Isolation beschert haben. Das ist auch richtig so und begründet. Saudi Arabien müsste auch auf diese Liste kommen, wird es aber nicht. Warum? Weil der Westen die Saudis braucht.

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-Cahira- 03.01.2016, 13:33
173. Wenn ich jetzt an die Reaktionen der Politiker...

...seinerzeit denke, als in Ägypten Mursi zum Tode verurteilt wurde (der ja immer noch lebt und vermutlich auch nie hingerichtet wird) und sie mit denen vergleiche, die nun vereinzelt heraustropfen nachdem ein einfacher Kleriker einer Minderheit geköpft wurde, weil er offenbar friedlich gegen das repressive Regime Saudi-Arabiens demonstriert hatte und das auch noch während des tollen arabischen Frühlings, in dem die westliche Hemisphere ja sozusagen jede Ameise wegen der Menschenrechte mit Waffen ausrüstete, dann bekommt das Wort Heuchelei gigantische Dimensionen. Ebenso vielsagend auch die Essenz der Mehrheit der neunmalklugen Spon-Leserkommentare, die sich in ihrem üblichen "Alle-Religionen-sind-scheiße-Geschwurbel" verbeißen und dabei das große Ganze verkennen. Nein, ich bin nie ein großer Fan des Iran gewesen und würde als freiheitlich geprägte Frau des vermaledeiten Westens nicht unbedingt dort leben wollen, auch gibt es an der Mullahkratie wahrlich einiges zu kritisieren. Fakt ist jedoch, dass der Iran weder die größte Terrorgruppe, die die Welt seit den Nazis gesehen hat, ideologisch oder finanziell unterstützt. Der Iran bleibt mit seinen repressiven Ansichten doch weitestgehend innerhalb der eigenen Landesgrenzen, er sponsert meines Wissens jedenfalls nicht wie Saudi-Arabien Moscheen für Hasspredigten in der ganzen Welt und stellt damit bis dato kaum eine Gefahr für irgendwen sonst dar. Wenn ich mir also die Schwarz-Weiß-Meinungen hier ansehe, dann muss ich sagen, dass die Propaganda der letzten Jahre (Jahrzehnte?) in vielerlei Hinsicht außerordentlich gefruchtet hat und das könnte einen durchaus traurig stimmen. Noch dazu würde ich sagen, dass man Khameneis Twitter Zitat sehr ambivalent deuten könnte und um es ganz platt zu sagen: der Iran hat hier nicht angefangen. Wem nützt es eigentlich, wenn die Perser immer wieder provoziert werden? Ein augenscheinlich friedfertiger Mensch, der, etwas waghalsig vielleicht, für mehr Rechte eintreten wollte, dem wurde die Rübe abgehauen und seine Freunde regen sich auf. Aber ehe wir die verurteilen, die den Säbel geschwungen haben, finden wir lieber gleich beide Parteien blöd. Sind ja alles nur ewiggestrige Religionsfuzzis und aufregen muss man sich im Grunde über solche Verbrechen nur, wenn sie von denen begangen werden, die die Leute in Glotze und Zeitschriften eh schon immer als finster und nicht vertrauenswürdig portraitiert haben...

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m.gu 03.01.2016, 13:43
174. Das haben Sie bestimmt in den zensierten Beiträgen der türkischen Medien erfahren

Zitat von osmanian
Iraner sind Weltmeister beim blöffen. Aber von Türken brauchen die keine Hilfe im Zukunft hoffen, sondern das Gegenteil. Denn das Sie die PKK unterstützen und dazu mit den Russen/Esad bis nach Aleppo vorgerückt sind um Türkmenen in der Gegend auszulöschen wird man das nicht so einfach hinnehmen. Weltweit werden die Schiiten von den Sunniten verachtet, weil Sie genau das gegenteil sind als was Sie vor der Bühne zeigen!
In den türkischen Medien werden ähnliche Beiträge, zensiert verbreitet, siehe Quelle: "Türkei: Zensur im weltgrößten Gefängnis für Journalisten." Die Regierungen Saudi Arabiens und der Türkei haben erst vor wenigen Tagen ihre Zusammenarbeit gefestigt. Nicht verwunderlich, siehe Quelle: "Die Terrorarmee "Islamischer Staat" wird von drei der..." Wer den IS aufgebaut hat, heute nachweisbar weiterhin aktiv unterstützt, siehe Quelle: Türkei und IS-Terroristen machen gemeinsame Sache." will die Spannungen im Nahen Osten weiterhin erhöhen. Es droht jetzt sogar eine Ausweitung des Krieges, nachweisbar durch die Türkei inszeniert, siehe Quelle: "Eskalation: Krieg zwischen der Türkei und dem Irak ist..." Vielleicht kann eine Ausweitung der Kämpfe im Nahen Osten durch die Russen verhindert werden. Sie haben jetzt die Initiative ergriffen, indem sie mit den Kurden Syriens und der FSA gemeinsam den IS und ähnliche Rebellengruppen, wie NUSRA Front, aktiv bekämpfen. Siehe Quelle: "Russlands Militär unterstützt im Kampf gegen IS auch Syriens gemäßigte Opposition."

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-volver- 03.01.2016, 13:46
175. :-)

dieser fall zeigt deutlich, dass wirtschaftliche Interessen über allen anderen stehen.
die saudis können sich, was die Menschenrechte anbelangt, mit Nordkorea die hände schütteln. auch wenn nur einer der beiden zu achse des bösen gehört.

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pandorawirkommen 03.01.2016, 13:47
176. Zum Glück

hat unsere westliche Wertegemeinschaft genügend Waffen an Saudi-Arabien geliefert. Wenn diese nun auch eingesetzt werden, wird der Nachschub unsere Konjunktur richtig in Fahrt bringen. Natürlich werden wir auch Friedemsappelle satt liefern. Bisschen Folklore gehört eben dazu.

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thorsten35037 03.01.2016, 13:47
177.

Auch wenn das nichts mit der Headline zu tun hat (entsprechende Foren gibt`s ja nicht): das ganze Chaos und Flüchtlingselend lässt sich zurückführen auf die miesen, feigen Angriffskriege (Zitat: G. W. Bush "Wir Kreuzritter..."). Die Folgen haben wir Europäer auszubaden: Flüchtlingswelle, ungeregelte Einwanderung, Überfremdung, Anschläge aus Rache, etc,). Ich wäre dafür, die ganze ehemalige Bush Administration (Er selber, Dick Cheney, Rice, Powell und noch andere Verbrecher) zu kidnappen und dem IS zum Fraß vorzuwerfen. Ich denke, das würde deren Bestialität besänftigen. Im Übrigen gehören die ganzen Kriegsflüchtlinge in die USA-den Verursachern- und nicht nach Europa!

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sitcom 03.01.2016, 13:47
178. Aufklärung

Das was der ganze Nahe Osten benötigt ist eine Phase der Aufklärung und das dieser ganze Religions-Mist den Status bekommt den er verdient... das des Privat-Vergnügens...

Die Türkei war in der Vergangenheit schon auf dem richtige Weg... leider sorgt jetzt ein Möchte-Gern-Kalif und seine Anhängerschaft für den Schritt zurück in die Vergangenheit.

Immerhin muß man sagen das der Westen, etc. mehrere hundert Jahre Kriege benötigt hat um auf den Stand von heute zu kommen... es wäre schön wenn der Nahe Osten nicht den gleichen weg gehen müsste.

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neanderspezi 03.01.2016, 13:49
179. Vielleicht sollte sich Europa auch mal über die Eigenschaft einer

… um zu begreifen, was hier eigentlich gespielt wird

Der eigentliche Grund für die Feindseligkeiten zwischen Sunniten und Schiiten beruht nicht auf unterschiedlichen Auslegungen des Korans, sondern auf die Nachfolge Mohammeds im siebten Jahrhundert. Ein Teil der Muslime, eine Minderheit und Anhänger der Partei Alis, der Schia, bestanden darauf, einen Verwandten aus der Familie Mohammeds für die Nachfolge zu bestimmen, seinen Vetter und Schwiegersohn Ali. Dieser wurde während seines Kalifats von seinen Gegnern in Kufa im Jahr 661 ermordet, was seine Anhänger ihn zum Märtyrer stilisieren ließ, während seine Gegner diese Verherrlichung strikt ablehnten. Die Mehrheit der Muslime, die den fähigsten Heerführer zum Nachfolger Mohammeds bestimmen wollten, Anhänger der Sunna, Volk der Tradition, wählten jedoch Abu Bakr, einen Gefährten Mohammeds, zum ersten Kalifen. Dies führte zu permanenten Auseinandersetzungen zwischen den Anhängerschaften, die sich für und wider Ali positionierten und die in der Gegenwart an Schärfe auch noch zugenommen haben, was die Friedfertigkeit dieser Religionsausübung auffällig kennzeichnet. Sunniten und Schiiten sitzen teilweise auf gigantischen Ölfeldern, welche ihnen schon längere Zeit gestatten, mehr Energie in ihren religiösen Zwist zu investieren, als in intellektuelle Anstrengungen allgemeiner Art, abseits von religiöser Unduldsamkeit. Europa darf nun dank unzähliger Flüchtige aus dieser Glaubensregion an dieser gesteigerten Unverträglichkeit teilhaben.

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