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Hintergründe zum Iran-Abkommen: Der Deal, die Drohung, die Sorgen
Zach Gibson/POOL/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Donald Trump will am Dienstag bekanntgeben, ob die USA aus dem Atomdeal mit Iran aussteigen. Welche Folgen hätte ein Bruch des Abkommens?

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pragmat 08.05.2018, 15:09
20. Ok

Bester Forist! Sie sind anscheinend der Einzige, der begriffen hat, dass es sich um zwei Fragen handelt.
Erstens, die Erörterung von Streitfragen wie die oben angebenen. Dabei kommen die Bestimmungen des Atom-Abkommens zur Anwendung, dass diese Fragen letztendlich beim UNO-Sicherheitsrat landen werden.

Zweitens, die Frage der Aussetzung der Sanktionen, wo sich der US-Kongress schon seit Juli 2017 mit dem Gesetz H.R.3364 für eine Beibehaltung ausgesprochen hat und Mr Trump alle 4 Monate zu berichten hat, wie er es denn damit hält. Und nochmals landet die Entscheidung dann nicht bei Mr Trump sondern beim US-Kongress.

Die Fakten tun natürlich den Leuten mit Trump-Paranoia weh, aber wenn Dummheit weh täte, hörte man das bekanntermaßen weiter als bis nach Luzern. Denn hier wird nichts "gekündigt".

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io_gbg 08.05.2018, 15:14
21.

Zitat von bs2509
Seit dem Ende des 2.WK haben alle US-Präsidenten ihr Mißtrauen gegenüber Deutschland erkennen lassen. 1968 gipfelt dies in der Erpressung der Sozial-Liberalen Koalition unter Kanzler Willi Brand, mit der Einführung der "Notstandsgesetze".
Das ist falsch, denn die sozialliberale Koalition unter Brandt gab es erst ab Ende 1969. Die wurde nicht erpresst.
Von einer Erpressung der ersten großen Koalition unter Kiesinger ist aber auch nichts bekannt.

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teflonhirn 08.05.2018, 15:30
22. Das wird den Iran wenig interessieren

Zitat von pragmat
Wer bricht denn das Abkommen, wenn man sich auf die Austrittsklausel beruft? Niemand. Und diese Klausel besagt, dass wenn die vertragsschleißenden Parteien in Streit geraten, eine gewisse Prozedur durchgeführt wird. Dann wird eine Kommission der Vertragspartner tätig, die 30 Tage zur Verfügung hat, um die Streitfragen zu lösen. Wenn keine Einigung zustande kommt, geht die Sache an den UN-Sicherheitsrat. Da kann dann der Iran erklären, warum er sein Atomwaffenprogramm wieder aufnimmt. Und was die Wieder-Aufnahme der Sanktionen gegen den Iran angeht, so entscheidet der US-Kongress. Der hat sich allerdings schon seit Juli 2017 im Gesetz H.R. 3364 eindeutig für Sanktionen entschieden. Wenn die Medien mal ihre Trump-Paranoia aufgeben würden, wäre die Welt einfacher zu verstehen.
Die sind praktisch gezwungen Ihr Atomprogramm wieder hoch zu fahren, sonst schwächen die Ihre Verhandlungsposition.

Der amerikanische Teufel zeigt wieder sein hässliches Gesicht und beweist das den Worten der Amerikanern nicht zu trauen ist - oder so werden die Hardliner argumentieren.

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g.eliot 08.05.2018, 15:31
23.

Zitat von mwroer
Trump ist ein 'Bully'. Der typische Schulhofschubser. Mein Vater hat mir schon in der Grundschule beigebracht wie man mit denen umgeht. Entweder ins Leere laufen lassen oder, wenn er unbedingt drauf besteht, einmal richtig was vor die Glocke hauen. Dann hat man sein Leben lang Ruhe.
Ja, genau so war Donald Trump schon als Kleinkind. Washington Post Journalisten, von welchen die Biografie Trump Revealed verfasst wurde, hatten mit Dutzenden Personen gesprochen, welche Trump als Kind gekannt haben. Als Schulkind war er eben das: ein Großmaul und ein Schulhof-Bully, der andere Kinder drangsalierte und prügelte.
Laut ehemaligen Klassenkameraden konnte der kleine Donald nie zugeben, dass er Unrecht hatte, egal wie unbedeutend der Fall war. Außerdem hatte er die Gewohnheit, alles auszuplaudern, was ihm gerade in den Sinn kam.
Mit acht Jahren schlug er seinem Musiklehrer ein blaues Auge, weil er angeblich nichts von Musik verstand.
Ein ehemaliger Lehrer sagte, dass Trump schon als Schulkind „a little s**t“ gewesen sei.
Even as a child Trump was a horror: Throwing stones at a toddler in a playpen. Boasting he gave his teacher a black eye. Think the president's a bully now? You should’ve seen him as a boy!
http://www.dailymail.co.uk/news/article-4539784/Even-child-Donald-Trump-horror.html

Das Erschreckende: Nachdem etliche Schulhof-Bullys reif werden und sich psychisch weiter entwickeln, scheint Donald Trump diese Entwicklungshase nie überstanden zu haben.

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Atheist_Crusader 08.05.2018, 15:41
24.

Zitat von mwroer
Der Vertrag ist gut!
Der Vertrag ist in Ordnung.

Ganz zähmt er den Iran nicht, aber das war auch nie das Ziel. Wäre auch gar nicht durchsetzbar. Schon gar nicht während man deren Todfeinde die Saudis schalten und walten lässt wie es ihnen passt.

Man kann nicht die iranisch unterstützen Kräfte in Syrien und Jemen kritisieren, während man nicht auch über die saudisch unterstützen Kräfte eben dort redet. Trump wird das aber wahrscheinlich anders sehen: die Saudis haben ihn eine leuchtende Kugel anfassen lassen und kaufen Waffen von ihm, damit sind sie die Guten - und die Iraner sind eben die Bösen.
Mit einem derart simplistischen Weltbild lassen sich keine guten Verträge schließen.

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burlei 08.05.2018, 15:49
25. Was soll schon groß passieren?

Trump verkündet großmäulig seinen Bruch des Abkommens, die EU nickt brav dazu, um ihre Wirtschaft nicht zu schädigen, Merkel will dazu "das Volk" nicht noch mehr verärgern, Russland und Cina werden nicht gefragt. Die UNO interessiert doch einen Trump nicht, genau so wenig wie Tatsachen. Für so ein kompliziertes Regelwerk wie so einen Vertrag zwischen Iran, USA, EU, China, Russland und dem ganzen Pipapo reicht die Aufmerksamkeitsspanne unseres amtierenden US-Präsi eher nicht, sind das doch mehr als 140 Zeichen. Vielleicht findet sich ja jemand oder eine Organisation, die ihm das in kurzen einfachen Worten erklären kann. Aber in diesem Fall, also wenn alles dafür spricht, dass sich der Iran auf das Komma genau an den Vertrag hält, dann gehen wir mal eben im Iran nachgucken, ob das tatsächlich so ist. Natürlich nicht persönlich, aber die dort unten stehenden Soldaten aller Nationen sowie die Bundeswehr, die ja auch dort rumirrt. Wäre doch gelacht, wenn ein Republikaner keinen anständigen Krieg vom Zaun brechen kann.

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nahal 08.05.2018, 15:56
26.

Nur das, was Macron sagt:
Der Vertrag ist in "unverzichtbaren" (indispensable) Aspekten verbesserungsbedürftig.
Ist leicht zu verstehen.

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spon-facebook-1365088535 08.05.2018, 16:00
27. Einfach nur ein Witz

Wie soll den Nord Korea an ein zuverlässiger Vertrag glaube?
Und warum sollte sich Iran in Syrien anders verhalten? Wieso soll Iran in Syrien das tun was der Westen will? Strategisch ist es nur vernünftiges an der Seite von Russland zu kämpfen und das tut der Iran auch!

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KingTut 08.05.2018, 16:04
28. Augenblicklich ...

... scheint sich der Iran an das Abkommen zu halten. Die diesbezüglichen Aussagen der Atomenergiebehörde sind eindeutig und werden regelmäßig von den USA abgenickt. Aus diesem Grund sollte man am Abkommen festhalten, aber immer mit einem Damoklesschwert über den Mullahs, das sie daran erinnert, was im Falle des Vertragsbruchs passiert. Ich hoffe, wir sind uns alle einig, dass dieses schlimme Regime niemals Atomwaffen besitzen darf. Auch nicht Saudi-Arabien, das sofort nachzöge. Ich würde an Trumps Stelle nicht als derjenige dastehen wollen, der die Mullahs von ihren vertraglichen Pflichten zum Verzicht auf Atomwaffen befreit hat.

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joachim.stiller 08.05.2018, 16:17
29. Der Deal wird platzen

Ich gehe schwer davona us, dass Trump den Deal einfach wider bessen Wissens platzen lassen wird... Sonst hätte er das ganze gefakte Tehater ja nicht zu inszenieren brauchen... Meines Erachtesn sind speziell die Amerikaner, und teilweise auch die Israelis im Nahen Osten auf einem komplett flaschen Dampfer...

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