Forum: Politik
Hisbollah-Invasion in Syrien: Rebellen drohen mit Boykott der Friedenskonferenz
AFP

In Syrien eskaliert der Krieg - deshalb stellt die Opposition vor der geplanten Friedenskonferenz Bedingungen: Solange die Hisbollah mit dem syrischen Regime kämpfe, werde man nicht teilnehmen. Russland, die USA und die Uno wollen sich kommende Woche zu einem Dreiergipfel treffen.

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neu_ab 30.05.2013, 16:48
60.

Für die Stabilität dieser Regionen wäre es allemal besser gewesen, die sogenannten Diktatoren zu unterstützen, anstatt eine Terrororganisation wie Hizbollah funanziell & mit Waffenlieferungen zu unterstützen. Der Grund dafür ist einfach: den Leuten ging es unter all diesen Diktatoren noch besser, als es ihnen unter der Scharia gehen wird. Das lässt sich ableiten aus praktisch allen Fallbeispielen, wo der Staat schon zu Ungunsten eines failed state gekippt ist, also allen Ländern, in denen die Islamisten das Sagen haben.

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alwoody 30.05.2013, 16:48
61.

Aha, endlich wird hier von Rebellen geredet - also nicht mehr von Aufständischen - was für mich einen grossen Unterschied macht. Nächste Woche, wenn Assad noch mehr Waffen von der UdSSR geliefert bekommen hat wird dann wohl das richtige Wort für die Rebellen genannt - nämlich Terroristen. Kurzum, wir haben leider nur sehr wenige und gefiltere Informationen aus Syrien. Fakt ist aber dass Assad ein gewählter Präsident ist der durch Gewalt aus seinem Amt vertrieben werden soll. Was glauben Sie was los wäre wenn Obama von islamistischen Gruppen aus seinem Amt gezwungen werden soll? Bitte immer daran denken dass dort eine Regierung zu Fall gebracht werden soll die über lange Jahre für Stabilität in diesem Land gesorgt hat. Warum soll man deshalb den Rebellen helfen? Weil sie so nette Leute sind die nur das islamische System einführen wollen - also völlig harmlos sind? Der Westen hat schon genug Fehler gemacht - im Irak, Afgahnistan, Lybien, Ägypten u. v. m. - da muss ich Putin leider loben dass der nicht tatenlos zusieht wie noch ein Staat zugrunde gerichtet werden soll. Die einzige Möglichkeit dort Frieden zu stiften ist dass sich das Ausland gänzlich aus dem Konflikt raushält und dass die Parteien das unter sich ausmachen. Dann ist dort nämlich bald Ruhe und das Leid für die Bevölkerung wird endlich beendet - denn wir sollten nicht vergessen dass die einfachen Leute die Leidtragenden eines solchen Konflikts sind!

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neu_ab 30.05.2013, 16:48
62.

Für die Stabilität dieser Regionen wäre es allemal besser gewesen, die sogenannten Diktatoren zu unterstützen, anstatt eine Terrororganisation wie Hizbollah finanziell & mit Waffenlieferungen zu unterstützen. Der Grund dafür ist einfach: den Leuten ging es unter all diesen Diktatoren noch besser, als es ihnen unter der Scharia gehen wird. Das lässt sich ableiten aus praktisch allen Fallbeispielen, wo der Staat schon zu Ungunsten eines failed state gekippt ist, also allen Ländern, in denen die Islamisten das Sagen haben.

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a.peanuts 30.05.2013, 16:48
63.

ok , Deal angenommen :
3000 Hislbolas gehn und die 100.000 geht aber auch

Assad: In Syrien kämpfen 100 000 ausländische Milizen
http://de.ria.ru/politics/20130530/266214746.html

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Mogamboguru 30.05.2013, 16:49
64. Verräterische Sprache

Der Krieg in Syrien "eskaliert" nicht, sondern die Terroristen der FSA / al-Nusra kriegen von der syrischen Armee und den Hesbollah-Kämpfern die Hucke voll.

Aus einer solchen Position stellt man keine Forderungen.

Das ist der durchsichtige versuch der FSA / al-Nusra, die Verhandlungen in genf platen zu lassen.

Sei's drum. Am Ergebnis ändert sich nichts. Bis zum Herbst ist die FSA / al-Nusra Geschichte.

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immernachdenklicher 30.05.2013, 16:50
65. Der Name..

Zitat von kölschejung72
Wer hat denn für die "Rebellen" gesprochen? Waren das die durch nichts legitimierte Exilregierung im Westen? Oder ein Sprecher von Al Nusra, die gerade von Hisbollah bekämpft wird? Seltsam nicht: Normalerweise würde da ein Mensch ein Interview geben und sich in die Kameras stellen.
ist George Sabra, Cheffe von der Syrian National Coalition.
Aber so was kann sich auch schnell ändern.

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tuscan40 30.05.2013, 16:52
66. Ignoranz oder Realitätsverlust?

Zitat von abc-xyz
Man sollte sich keine Hoffnungen bezüglich dieses Scheingespräches machen, da die Assaddespotie ihren Herrschaftsanspruch nicht aufgeben will. Es ist auch nicht verwunderlich, sonst müsste Assad sich für seine Taten verantworten. Da ist es einfacher das ganze Land in den Strudel des Chaos und der Vernichtung zu ziehen. Ne, dieser Diktator wird nicht freiwillig gehen. Man muss ihn dazu zwingen.
Sagen Sie mal, sind Sie noch bei uns oder negieren Sie, die einseitige Ablehnung von Verhandlungen seitens der "Opposition"?

Ich glaube Sie schreiben einfach drauf los, ohne die Realität zu berücksichtigen. Also, nochmal Wort für Wort den Artikel lesen!

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adal_ 30.05.2013, 16:54
67.

Zitat von roskipper
Irgendwie kann ich Assad auch verstehen, wenn er sich von außerhalb nicht reinreden lassen will, die Zukunft seiner Nation zu gestalten.
Sie machen mir Spaß. :-)
Das Assad-Regime sucht seine Überlebenschance in der totalen Abhängigkeit vom Iran und den Waffenlieferungen Russlands.

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adal_ 30.05.2013, 16:55
68.

Zitat von roskipper
Irgendwie kann ich Assad auch verstehen, wenn er sich von außerhalb nicht reinreden lassen will, die Zukunft seiner Nation zu gestalten.
Sie machen mir Spaß. :-)
Das Assad-Regime sucht seine Überlebenschance in der totalen Abhängigkeit vom Iran und von den Waffenlieferungen Russlands.

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tuscan40 30.05.2013, 16:55
69. Zu diesem Thema mal das:

Zitat von erasmus89
Wie sollen denn 2000 Hisbollah-Kämpfer die Macht in Syrien übernehmen? Das Geschrei über deren Beteiligung ist doch völlig scheinheilig. Es ist ihr gutes Recht, die Grenzen zu Syrien abzuriegeln, da seit Aufstandsbeginn Dschihadisten mit samt Waffen und Ausrüstung über den Libanon nach Syrien gekommen sind. damit ist nun Schluss. Die syrische Armee hat wohl über 150.000 Soldaten und Milizen, die 13 von 14 Provinzhauptstädte einschl. Damaskus kontrollieren.
Ausgerechnet die Vertreter jener Nationen, die mittels ihrer Geheimdienste tausende ausländische Kämpfer – vornehmlich aus dem dschihadistischen Spektrum – nach Syrien brachten, sprechen von Schamlosigkeit. Diese Heuchelei geht einher mit einer Überhöhung der Rolle, die die Hisbollah in dem Konflikt tatsächlich spielt. Die „Intervention“ der Hisbollah beschränkt sich auf die an der Grenze zum Libanon gelegenen Dorfschaften rund um die Stadt Al-Kusair, die vor Tagen zum Großteil von der syrischen Armee zurückerobert wurde. Die Dörfer befinden sich zwar auf syrischem Staatsgebiet, deren Einwohner sind aber vornehmlich libanesische Schiiten und Christen. Die französische Staatsmacht hatte dort in den 1930er Jahren willkürlich eine Grenze gezogen und so die libanesische Bevölkerung auf syrisches Territorium verbannt. Die Hisbollah hat nie einen Hehl daraus gemacht, in dieser Region die Bevölkerung vor Angriffen der „Rebellen“ zu schützen. „Die Dörfer gehören verwaltungstechnisch zur libanesischen nördlichen Bekaa-Ebene, die von der Hisbollah regiert wird. Viele Bewohner sind Anhänger oder Mitglieder der Hisbollah, was deren militärisches Engagement in Al-Kusair erklärt“, so die aus Damaskus berichtende deutsche Journalistin Karin Leukefeld über die Hintergründe.

Es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass die Hisbollah außerhalb dieses Gebietes an Kämpfen auf Seiten der syrischen Armee teilnimmt, auch wenn die Propagandaorgane der „Rebellen“ das seit zwei Jahren behaupten.

Die westliche Interventionsgemeinschaft bauscht die Rolle der Hisbollah auch deshalb auf, um die eigene Unterstützung ausländischer Kämpfer in Syrien zu kaschieren beziehungsweise zu rechtfertigen.

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