Forum: Politik
Historikerkommission: BND vernichtete Personalakten früherer SS-Leute

Dem Bundesnachrichtendienst steht ein Skandal ins Haus. Historiker*haben*entdeckt, dass der Dienst 2007 Personalakten von Mitarbeitern vernichtet hat, die einst SS und Gestapo angehörten. Nun drängt sich ein Verdacht auf: Torpedieren BND-Leute die Politik ihres Chefs?

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Umbriel 29.11.2011, 17:53
1. Transparenz

Ist bekanntlich sehr wichtig in der Demokratie. Je mehr Geheimniskrämerei, desto undemokratischer.

Ich wünsche mir eine akkurate Aufstellung für die Öffentlichkeit:

Sämtliche Parlamentarier, Spitzenbeamte, politische Beamte in Bund, Ländern und Gemeinden; sämtliche Spitzenleute in wichtigen Ämtern, in den ö.r. Medien:

Also die Leute, die letztlich die Geschicke des Landes entscheiden:

Liste mit Peronalien, Ämtern, Mitgliedschaften in politischen Vereinigungen aller Art, Mitgliedschaften in Geheimdiensten aller Art

***
Das wird hoch spannend!

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msmt 29.11.2011, 18:04
2. Konzertierte Aktion von rechts!

Wie gut passt diese Nachricht zu all den Ermittlungspannen-Nachrichten, die wir in der letzten Zeit lesen mussten. Natürlich, es ist alles nur aus Versehen, rein zufällig und gar nicht gewollt passiert. Wird eine Aufklärung möglich sein? Werden BND-Angehörige zur Rechenschaft gezogen werden? Wohl eher nicht! Und gottseidank, was weg ist ist weg! Und jeder Rechte kann wieder gut schlafen.

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horstjuergen 29.11.2011, 18:05
3. Wen wundert`s?

Zitat von sysop
Dem Bundesnachrichtendienst steht ein Skandal ins Haus. Historiker*haben*entdeckt, dass der Dienst 2007 Personalakten von Mitarbeitern vernichtet hat, die einst SS und Gestapo angehörten. Nun drängt sich ein Verdacht auf: Torpedieren BND-Leute die Politik ihres Chefs?
Also heißt es doch nicht umsonst: "Regieren oder so, bis zur Haftunfähigkeit"

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wahlossi_80 29.11.2011, 18:05
4. ...

Wie sagte Nils Minkmar kürzlich so schön in der FAZ: "Die offene Gesellschaft unterhält eine geschlossene und wundert sich nun." Und geschlossene Gesellschaften bleiben gern unter sich und wenn sie eines nicht mögen, dann fremdes Herumschnüffeln in ihren Angelegenheiten.
Der BND war (und ist?) braun wie sonstwas. Der Weltfeind Kommunismus rechtfertigt ja heute noch braune Terrorbrigaden, die geschützt vor der Justiz agieren können.
Der Fall der Aktenvernichtung zeigt mal wieder, was Geheimdienste besser als alles andere können: vertuschen. Neben Lüge und Terror beherrschen sie diese Strategie vorzüglich, ist sie doch überlebensnotwendig in einer Gesellschaft, die sich auch noch eine offene leistet. Leider wissen wir alle, dass seit den ungeklärten (aber raffiniert vertuschten) Anschlägen des Jahres 2001 die offene Gesellschaft von einer Überwachungsmaschinerie bedroht wird, die von ebensolchen Dunkelmännern betrieben wird, die über eine braune Vergangenheit allzugern schweigen. Sollten wir statt von STASI 2.0 nicht lieber von GESTAPO 2.0 sprechen?

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JensDD 29.11.2011, 18:06
5. ...

Zitat von sysop
Dem Bundesnachrichtendienst steht ein Skandal ins Haus. Historiker*haben*entdeckt, dass der Dienst 2007 Personalakten von Mitarbeitern vernichtet hat, die einst SS und Gestapo angehörten. Nun drängt sich ein Verdacht auf: Torpedieren BND-Leute die Politik ihres Chefs?
Der Informationsverlust über die Gründungsmitglieder dieser demokratischen Organisation dürfte zu verschmerzen sein - gab es da eigentlich jemand der NICHT bei Gestapo, SS oder ähnlichen Vorgängern war?

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maximixa 29.11.2011, 18:07
6. sofort losschicken

die archive des bnd müssten noch heute nacht von hundertschaften der polizei gesichert werden. wer weiss, was da noch so alles an unappetitlichen sachen modert und der illegalen vernichtung harrt.

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tyler.edge 29.11.2011, 18:17
7. BND, VS...was kommt als nächstes?!

Während sich also insbesondere die konservativen Spitzen seit 20 Jahren das Maul über Ex-Stasi IM's in irgendwelchen meist niedrigeren Positionen echauffieren, arbeiten oder vielmehr arbeiteten hunderte Altnazis beim Bundesnachrichtendienst? Passt ja ganz gut zum aktuellen Verfassungsschutz Skandal und seinen aktiven Terroristen V-Männern.

Also mal ganz im Ernst, hier ist doch wirklich etwas ganz faules im Gange.

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diwoccs 29.11.2011, 18:26
8. und

Zitat von JensDD
Der Informationsverlust über die Gründungsmitglieder dieser demokratischen Organisation dürfte zu verschmerzen sein - gab es da eigentlich jemand der NICHT bei Gestapo, SS oder ähnlichen Vorgängern war?
und wie sieht das aus mit ehemaligen STASI Mitarbeitern ?
Sind die heute noch beim BND ?

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Rainer Helmbrecht 29.11.2011, 18:27
9. .

Zitat von sysop
Dem Bundesnachrichtendienst steht ein Skandal ins Haus. Historiker*haben*entdeckt, dass der Dienst 2007 Personalakten von Mitarbeitern vernichtet hat, die einst SS und Gestapo angehörten. Nun drängt sich ein Verdacht auf: Torpedieren BND-Leute die Politik ihres Chefs?.......
Die Frage ist, wer beeinflusst überhaupt, das was die Öffentlichkeit erfahren kann/darf. Wenn ich jetzt dieses "Erschrecken" über die Vorkommnisse im Osten bezüglich der "neuen Nazis" sehe, könnte ich mich selbst besteigen;o).

Wer hat den z.B. die Wehrsportgruppe Hoffmann mit Bundeswehrmaterial ausgerüstet? Da wurden Kettenfahrzeuge in Waldgebieten frei gegeben. Die Mitbürger die diese Vaterlandverteidiger um Nürnberg herum angetroffen haben, haben bei der Polizei nachgefragt, ob das überhaupt erlaubt ist.

Jetzt kommen die Verantwortlichen aus dem Mußtopf und staunen darüber, dass es überhaupt Nazis gibt. Seit 8 Tagen werden wir veralbert und jeder Politiker der etwas auf sich hält, macht ein erschrockenes Gesicht.

Ich bin allerdings auch erschrocken, aber vor Allem darüber, für wie Blöde man den ganz normalen Bürger so hält. Man sollte uns dieses Gefühl ersparen. Alle Parteien haben nicht geschlafen, sondern die Augen fest zugemacht, in der Hoffnung, dass der Bürger nicht die Absicht bemerkt.

MfG. Rainer

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