Forum: Politik
Historische TV-Debatte: Clinton führt Trump vor
REUTERS

Erst Angriff, dann Absturz: Für Donald Trump verläuft die erste TV-Debatte gegen Hillary Clinton überraschend verheerend. Der Milliardär ist fahrig und unsicher, gegen Ende nimmt ihn seine Rivalin regelrecht auseinander. Aber wird's ihr helfen?

Seite 12 von 15
gegenpressing 27.09.2016, 12:45
110.

Zitat von Steve Holmes
Von Donald ist keiner enttäuscht wenn er lügt. Man erwartet es erst gar nicht anders.
Das ist so ziemlich das vernichtendste Zeugnis, was ich jemals über einen Politiker gehört habe - aber ja, Sie haben natürlich recht! Jeder weiß, dass Trump der größte Lügner aller Zeiten ist. Traurig genug, dass es den Leuten offenbar vollkommen egal ist.

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danenffm 27.09.2016, 13:09
111. Glaubwürdigkeit

Interessant finde ich, dass sich Trump mit der Fed ( Federal Reserve ), der NATO und den von den großen Geldgebern abhängigen Leitmedien offen anlegt. Die Clintons sind und bleiben für viele Wähler vorgeschobene und sorgfältig aufgebaute Figuren eines Macht- und Geldkartells. Das Hillary Clinton ihre "Fakten" zu 90% vom Blatt abgelesen hat, während Trump frei sprach, macht sie nicht glaubwürdiger.......

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biobayer 27.09.2016, 13:31
112.

Zitat von muellerthomas
Die L.A. Times auch, CBS auch,....
Und in Germany natürlich n-tv. Die stehen auch auf derselben Gehaltsliste wie der Partnersender CNN.

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vera gehlkiel 27.09.2016, 13:47
113.

Für mich war Clinton Klasse! Sie nutzte das Format vollständig aus, kriegte die Grundzüge und Überzeugungen ihrer Politik, auch im klaren Kontrast zu den Vorstellungen der Republikaner, glasklar und scharf herausgearbeitet, aber ohne je zu langweilen. Es machte Spass, ihr dabei zuzuhören. Sie versäumte dennoch nicht, Trump als äusserst bedenklich darzustellen; liess sich null von seinen schrägen Einwürfen dazu animieren, in sinnlose Wortgefechte einzusteigen, aber stellte seine schwachen Argumente doch unverdrossen mit Entschiedenheit vom Kopf auf die Füsse. Das tat sie mit einem gelegentlich hinreissenden Charme. Wenn sie in ihren Solo-Passagen schmallippig war, auch dozierte, wurde aber durchaus vermittelt, dass es eben um viel mehr gehen sollte als um die gelungene Fernsehperformance; und man sah die machtbewusste, hochkomplex strategisch denkende, gelegentlich strenge Politikerin durch und durch. Ihr klares Werben für eine nicht-isolationistische Aussenpolitik war eine weitere Markierung, die sie klar und gut begründet gegenüber Trump positionierte. Der hatte fast nichts, arbeitete sich, seltsam praepubertär wirkend, und zunehmend ohne Glaubwürdigkeit, vorwiegend mit daherratternden Floskeln an der Kandidatin der Demokraten ab. Was zuweilen, es mag eine Geschmacksfrage sein, ans tatsächlich Alberne grenzte. Sein unbeherrschtes Schnauben, das stakkatoartige Hämmern seiner eindimensionalen Selbstbelobigungen, dieser seichte See von Allgemeinplätzen, auf dem er immer wieder mit aller Kraft im Kreis ruderte, als Kraftprotz ohne Mass und Mitte; die zusammengekniffenen Augen, seine plumpe Art, sich im Wechsel immer wieder an Clinton heranzuwanzen, um sie dann angeblich zu konfrontieren, was aber auch nicht einmal klappte. Sein Herumeiern bei der Steuererklärung und beim Vorhalt, er habe in seinen Firmen eine schlechte Zahlungsmoral - all dies wirkte, als sei er völlig unvorbereitet dorthin gekommen, und so war es wahrscheinlich sogar. Für mich lagen schlicht Welten zwischen beiden Kandidaten. Wo Clinton, durch die Situation des Duells und ein Gegenüber sogar angeregt wurde, wirkte Trump schlicht davon überfordert. Zuweilen hatte man das Gefühl, er hat regelrecht Angst vor der Frau, respektive eine klammheimliche Bewunderung für ihre Könnerschaft. Für mich wurde deutlich: Hillary muss es einfach schaffen! Sie wird als eine würdige, womöglich sogar als eine grosse erste US-Präsidentin am Beginn des dritten Jahrtausends in die Geschichte eingehen! Sie wird einen neuen Massstab setzen, für alle Frauen dieser Welt, und vielleicht sogar, in Kontinuität zu Obama, aber mit einem sicher ganz eigenständigen Profil, ein besseres Amerika schaffen.

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ruhrpottsonne 27.09.2016, 14:48
114. Wow

Zitat von vera gehlkiel
Für mich war Clinton Klasse! Sie nutzte das Format vollständig aus, kriegte die Grundzüge und Überzeugungen ihrer Politik, auch im klaren Kontrast zu den Vorstellungen der Republikaner, glasklar und scharf herausgearbeitet, aber ohne je zu langweilen. Es machte Spass, ihr dabei zuzuhören. Sie versäumte dennoch nicht, Trump als äusserst bedenklich darzustellen; liess sich null von seinen schrägen Einwürfen dazu animieren, in sinnlose Wortgefechte einzusteigen, aber stellte seine schwachen Argumente doch unverdrossen mit Entschiedenheit vom Kopf auf die Füsse. ...
Sie meinen in Kontinuität mit Kriegen in Osteuropa und Syrien, der Produktion von failed States a la Libyen und regime changes a la Brazil? Haben Sie sich einmal mit der vitae der Dame vertraut gemacht oder wissen Sie wer ihre Sponsoren sind? Nicht, das ich Trump toll finde, aber Clinton geht gar nicht!

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biobayer 27.09.2016, 14:48
115. Der Unterschied

Zitat von Hermes75
BTW: Hat Herr Trump schon einmal persönlich mit Herrn Putin gesprochen? Hat er überhaupt schon einmal politische Verantwortung inne gehabt?
Genau das ist Trumps Vorzug. Hillary Clinton hatte bereits politische Verantwortung - und ihre Bilanz ist verheerend.

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vonlipwig 27.09.2016, 14:58
116.

Zitat von ruhrpottsonne
Sie meinen in Kontinuität mit Kriegen in Osteuropa und Syrien, ...
Sie irritieren mich. Clinton will doch die Präsidentin der USA und nicht die der Russischen Föderation werden.

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Lady Hesketh-Fortescue 27.09.2016, 15:02
117.

Für mich wirkte Trump wie der Sohn, der verzweifelt versucht, seiner herrschsüchtigen Mutter die Meinung zu geigen, während die ihn abbügelt, er solle erstmal erwachsen werden. Fast hatte ich das Gefühl, er würde für mich sprechen - noch bevor ich überhaupt wusste, was er sagt. (Vielleicht ist das sein Geheimnis.) Dabei halte ich ihn für einen üblen Populisten, der die niederen Instinkte im Menschen anspricht (während eines Interviews hat er mal einen Behinderten nachgemacht, nur weil er wusste, dass das die Leute lustig finden würden).

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Celestine 27.09.2016, 15:04
118.

Zitat von smith_o_nean
Also eins scheinen die Medien und Experten mit ihren Scheuklappen völlig zu übersehen: es geht doch nicht darum wer besser debatieren kann sondern wer besser handelt wird und im Falle Clinton gehandelt hat. Da hat sie recht wenig Gutes vorzuweisen. Und eigentlich müssten auch die Experten Clintons Ansagen "wir müssen dies und wir müssen jenes" entlarven....denn wieso .....
Sie haben wirklich keine Ahnung. Hillary Clinton war z.B. nach 9/11 die Senatorin von New York und kümmerte sich vorbildlich um die Rettungskräfte, z.B. für Schadenersatz wegen der Entschädigung der Lunge. Sie kämpfte für diese Menschen, wie kein anderer.
Wenn Sie sich informieren würden, was Sie nicht getan haben, wüssten Sie, was diese Frau geschafft hat in all den Jahren.
Sie war nie US Präsidentin. Trump hat so getan, als ob sie 30 Jahre als Präsidentin die Geschicke der USA in der Hand gehabt hätte.

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Celestine 27.09.2016, 15:29
119.

Zitat von vera gehlkiel
Für mich war Clinton Klasse! Sie nutzte das Format vollständig aus, kriegte die Grundzüge und Überzeugungen ihrer Politik, auch im klaren Kontrast zu den Vorstellungen der Republikaner, glasklar und scharf herausgearbeitet, aber ohne je zu langweilen. Es machte Spass, ihr dabei zuzuhören. Sie versäumte dennoch nicht, Trump als äusserst bedenklich darzustellen; liess sich null von seinen schrägen Einwürfen dazu animieren, in sinnlose Wortgefechte einzusteigen, aber stellte seine schwachen Argumente doch unverdrossen mit Entschiedenheit vom Kopf auf die Füsse. Das tat sie mit einem gelegentlich hinreissenden Charme. Wenn sie in ihren Solo-Passagen schmallippig war, auch dozierte, wurde aber durchaus vermittelt, dass es eben um viel mehr gehen sollte als um die gelungene Fernsehperformance; und man sah die machtbewusste, hochkomplex strategisch denkende, gelegentlich strenge Politikerin durch und durch. Ihr klares Werben für eine nicht-isolationistische Aussenpolitik war eine weitere Markierung, die sie klar und gut begründet gegenüber Trump positionierte. Der hatte fast nichts, arbeitete sich, seltsam praepubertär wirkend, und zunehmend ohne Glaubwürdigkeit, vorwiegend mit daherratternden Floskeln an der Kandidatin der Demokraten ab. Was zuweilen, es mag eine Geschmacksfrage sein, ans tatsächlich Alberne grenzte. Sein unbeherrschtes Schnauben, das stakkatoartige Hämmern seiner eindimensionalen Selbstbelobigungen, dieser seichte See von Allgemeinplätzen, auf dem er immer wieder mit aller Kraft im Kreis ruderte, als Kraftprotz ohne Mass und Mitte; die zusammengekniffenen Augen, seine plumpe Art, sich im Wechsel immer wieder an Clinton heranzuwanzen, um sie dann angeblich zu konfrontieren, was aber auch nicht einmal klappte. Sein Herumeiern bei der Steuererklärung und beim Vorhalt, er habe in seinen Firmen eine schlechte Zahlungsmoral - all dies wirkte, als sei er völlig unvorbereitet dorthin gekommen, und so war es wahrscheinlich sogar. Für mich lagen schlicht Welten zwischen beiden Kandidaten. Wo Clinton, durch die Situation des Duells und ein Gegenüber sogar angeregt wurde, wirkte Trump schlicht davon überfordert. Zuweilen hatte man das Gefühl, er hat regelrecht Angst vor der Frau, respektive eine klammheimliche Bewunderung für ihre Könnerschaft. Für mich wurde deutlich: Hillary muss es einfach schaffen! Sie wird als eine würdige, womöglich sogar als eine grosse erste US-Präsidentin am Beginn des dritten Jahrtausends in die Geschichte eingehen! Sie wird einen neuen Massstab setzen, für alle Frauen dieser Welt, und vielleicht sogar, in Kontinuität zu Obama, aber mit einem sicher ganz eigenständigen Profil, ein besseres Amerika schaffen.
Sie haben alles gesagt, was von der Debatte zu sagen ist und haben das auf den Punkt formuliert. Vielen Dank.

Was für mich das Schlimmste war, und damit hat sich Trump vollständig entlarvt, wie er "clever" murmelte, nachdem Clinton ihm vorgeworfen hatte, dass er keine Steuern gezahlt hatte, was sie anhand von Dokumentation: Antrag auf Lizenz für Spielcasino auch belegen konnte. Dass fast die Hälfte der Amerikaner auf diesen windigen und gewissenlosen Geschäftemacher hereinfällt, ist für mich ein Rätsel.

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