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Höhere Mehrwertsteuer: Habeck lehnt Fleischpläne aus der eigenen Partei ab
Sean Gallup/ Getty Images

Grüne Agrarpolitiker fordern eine höhere Mehrwertsteuer auf Fleisch. Doch Grünen-Chef Robert Habeck geht der Vorschlag aus der eigenen Partei nicht weit genug. Die Reaktionen.

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Müllerin von der Au 07.08.2019, 15:52
1. Mehr Tierwohl, wie soll das aussehen?

Der Preis ist sekundär. Am Anfang muss ich mir doch die Frage stellen, wie man Tiere halten kann und wie besser nicht.
Wenn wir da etwas verbessern, Vorgaben für mehr Tierwohl machen, wird die Konsequenz automatisch sein, dass Fleisch teuerer wird. Oder die Haltung wird intelligenter umgesetzt. Wer sagt, dass bei einer klugen Herangehensweise kein Win-Win möglich sein kann?

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Indiana.Jones 07.08.2019, 15:57
2. Grotesken

Grundsätzlich hat Herr Ostendorff Recht, jetzt aber das Fleisch als Aufhänger zu nehmen, ist schon merkwürdig.

Vielleicht sollte er sein Bundestagsmandat nutzen, um den Mehrwertsteuerkatalog grundsätzlich zu überarbeiten. Warum sind auf Hundekekse 7% Mehrwertsteuer, auf Kinderkeksen 19%? Riesengarnelen 7%, Mineralwasser 19%? Obst 7%, Obstsaft 19%? Pommes am Drive-In-Schalter 7%, im Lokal 19%?

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interessierter10 07.08.2019, 15:58
3. Die Düngeverordnung wurde Anfang der 90er

Jahre von einem gewissen Seehofer gekippt. Danach konnte die Massentierhaltung erst entstehen. Dass Klöckner hier zum Wohle der Menschen und Tiere etwas ändert, ich sicher nicht zu erwarten.

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Andersstern 07.08.2019, 16:07
4. Absurdistan

Interessant, dass der Vertreter der Grünen das Beispiel Hafermilch bringt. Bedeutsamer wäre hier vielleicht die Babynahrung, die ebenfalls mit 19% besteuert wird, während Tierfutter wiederum mit 7% belastet wird. Das ganze System der Umsatzsteuer ist von vorne bis hinten unsystematisch und durchzogen von Lobbyinteressn, die zu diesen absurden Steuersätzen geführt haben. Sich aber ausgerechnet das Fleisch rauszusuchen um damit eines der Lieblingsthemen der Grünen, den Kampf gegen die industrielle Landwirtschaft, auf die politische Agenda zu setzen ist fadenscheinig.

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dasfred 07.08.2019, 16:08
5. Warum das Pferd von hinten aufzäumen?

Die Bedingungen für Nutztiere müssen gesetzlich verbessert werden. Keine Massentierhaltung in engen Boxen etc. Der höhere Erzeugerpreis kann dann auch an den Verbraucher weitergeben werden. Wenn gleichzeitig die Packungsgrößen im Supermarkt schrumpfen, ist der höhere Preis auch für Leute mit wenig Einkommen aufzufangen. Gibt's eben mehr Beilagen, Salat und Gemüse. Das senkt dann auch ungesund hohen Fleischverzehr. Das Geld für mein Schnitzel muss dem Bauern erlauben, das Schwein anständig zu halten. Nicht, um noch mehr Bürokratie zu finanzieren. Wir konnten uns schon von Käfighühnern trennen, jetzt müssen wird dort weitermachen.

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andraschek 07.08.2019, 16:09
6. Ein nicht wirklich durchdachter Vorschlag

um den Fleischkonsum zu senken und das Trierwohl anzuheben. Das einzige was passiert ist das der Druck auf die Fleischproduzenten, günstiger zu produzieren, noch mehr wächst. Viel besser wäre es doch die Gülleproduktion zu reglementieren. Die geringere Fleischproduktion und die höheren Preise kommen dann von selbst und als schönen Nebeneffekt haben wir noch weniger Nitrat im Grundwasser.

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Sapere aude 1 07.08.2019, 16:12
7. Endlich..

kommt die Ansicht durch, dass es nur über den Preis funktionieren kann...und die CDU/CSU ist natürlich dagegen!
Sie sind gegen fast alles, was vernünftig ist und dem Tierwohl und einer ökologischen Landwirtschaft dient.

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ptb29 07.08.2019, 16:12
8. Die Lenkungswirkung der MwSt sollte weiter genutzt werden

Wird die MwSt für Hotelübernachtungen wieder auf 19% erhöht, müssten die Preise steigen und die Leute würden weniger reisen. Bei der Senkung der MwSt auf 7% sind die Preise so tief gesunken, dass ein Reiseboom eingesetzt hat. Quatsch, die Preise sind geblieben und das Frühstück zählte ab jetzt zur Übernachtung. Ich hätte nichts gegen höhere Fleischpreise, da ich das Fleisch direkt vom Züchter zu ordentlichen Preisen kaufe. Die Frage ist ja eher, wo versickern die Mehreinnahmen, etwa im Tierschutz?

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Geopolitik 07.08.2019, 16:12
9. Einfach mal machen

Ja sicher muss mehr gemacht werden. Aber die Angleichung der Mehrwertsteuer für das Fleisch wäre einfach machbar, logisch - und die Einnahmen könnten zielgerichtet für den klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft verwendet werden. Wäre alles schon zum 1.1.2020 machbar. Aber man will wohl auch bei den Grünen keine potentiellen Wähler vergraulen. Denn kosten darf das ja alles nicht mehr Bürgern als die oberen 1%...

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