Forum: Politik
Hoffnung für Hartz-IV-Empfänger?

Union und FDP wollen Hartz-IV-Empfänger entlasten. Darauf verständigte sich nach Angaben der Generalsekretäre die große Koalitionsrunde. Ein Hoffnungsschimmer für die Betroffenen?

Seite 173 von 198
Michel 03121964 22.11.2009, 21:48
1720.

Zitat von meinnameistschallundrauch
Allein im letzten Jahr haben 18% mehr Menschen als im Vorjahreszeitraum ihren Job verloren. Am stärksten hiervon betroffen ist das verarbeitende Gewerbe. Knapp 20% der aus dem ersten Arbeitsmarkt Entlassenen landet direkt in Hartz-IV.
...die Tugend, spare in der Zeit, dann hast Du in der Not, vermisse ich. Da wird konsumiert und in Urlaub gefahren auf Teufel komm raus. Aber nach drei Wochen Arbeitlosigkeit sich beschweren, weil das Geld vonm Amt noch nicht da ist, und selbst kein Geld gespart wurde, um die Miete zu bezahlen.

Andererseits ist man heutzutage ja blöd, wenn man was spart. Dann bekommt man ja kein Stütze. Schade, dass unsere Politiker nur Geld verdienen wollen, und sich nicht um solcherlei Probleme kümmern bzw. abstellen.

Beitrag melden
Michel 03121964 22.11.2009, 21:55
1721.

Zitat von Friedrich
Gesetzt, unsere neue Regierung folgt ihrer Auffassung; was soll man mit diesen Leuten, die die Sozialgemeinschaft nicht wert sind, dann tun? Im England des 16. bis 17. Jahrhunderts hatte man das Problem auch; nachdem der Umbruch in der Landwirtschaft erfolgt war und die Bauern ihre Existenz verloren hatten, gab es entsetzlich viele herumstreunende Arbeitslose. Damals wurde öffentlich aufgehängt oder zur Kriegsmarine gepreßt, wer keine Arbeit nachweisen konnte. Das wurde logisch und einleuchtend begründet; die Massenkriminalität war nicht zu beherrschen (man lese Fielding, Pope usw.). Es waren schlechthin einfach zu viele nutzlose Menschen da. Mit dem aufkommenden Manchester-Kapitalismus entspannte sich die Situation, nun wurden Fabrikarbeiter gebraucht. Dergleichen ist nicht in Sicht. Heute wären es Hunderttausende Hinzurichtende (die Kinder mögen unschuldig sein, aber was soll man mit denen anfangen, zumal sie vermutlich bereits verdorben sind). Bei einer solchen Zahl wäre der - sicher unbestreitbare - Unterhaltungswert öffentlicher Hinrichtungen schnell vergangen, und zu allem Überfluß verbietet das GG dergleichen gegenwärtig noch. Wegsperren hilft auch nicht. Ein Gefängnisinsasse kostet weit mehr als nur 500 € monatlich; man müßte denn über billigere und ertragreichere Haftformen nachdenken. Erfahrungen damit gibt es immerhin. Sie sehen: Einfache Lösungen für Ihren Vorschlag gibt es nicht.
...in 80% anderer Staaten in der Welt funktioniert dies. SLUMS ist hier wohl die Lösung. Lebenslang Abfallahaufen durchwühlen, dann klappts auch mit dem Umweltschutz.

Beitrag melden
Dylan Hunt 22.11.2009, 22:33
1722. soweit richtig

@Michel 03121964

Stimme ich zu.Hinzuzufügen ist das viele gedacht haben nie in eine solche Situation zukommen.

Beitrag melden
pssst... 22.11.2009, 23:39
1723.

Zitat von Roter Teufel
Die Ärmsten beziehen nicht ALG-II a la SGB II, sondern die Ärmsten sind im SGB XII, da sind die "Grusi-Rentner" und die Kranken, Behinderten zusammengefasst. Die haben als Einkommen nur die Grundsicherung. Der erwerbsfähige ALG-II-Bezieher hat die Möglichkeit sich etwas anrechnungsfrei hinzuzuverdienen!
blabla...U25jährige haben gar keinen Anspruch auf HartzIV,
weder krank, noch gesund.

Im weiteren haben 5 Mio. HartzIVopfer und 3,5 Mio. ALG I
MÖGLICHKEITEN , nur dummerweise keinen Arbeitsplatz, weil
die nicht da sind.

Ich habe auch die MÖGLICHKEIT im Poker zu gewinnen...warum
ist Poker in Deutschland eigentlich verboten ?
Im Lotto hat man auch die MÖGLICHKEIT 'nen 6er zu gewinnen... Möglichkeiten hat es zuweilen viele...

HartzIV jedoch ist ein Grundgesetzkonflikt:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...656402,00.html

Beitrag melden
pssst... 23.11.2009, 00:10
1724.

[QUOTE=Roter Teufel;4537174

Ihre so grandiosen Bewerbungskosten werden im übrigen voll erstattet, wenn vorab beantragt.[/QUOTE]

Wo habens das denn her ?
max. 260 € pro Jahr werden erstattet.

Aber 5 Bewerbungen pro Woche verlangt !

Beitrag melden
pssst... 23.11.2009, 00:18
1725.

[QUOTE=Roter Teufel;4542547] Zitat von gutefreunde
Solche schlimmen Fälle gibt es im öffentlichen Dienst leider reichlich. Man denke nur an die luxuriöse Entsorgung der, nach der Privatisierung der DP, überflüssigen Beamten über die Frühpensionierung. Da muss man sich wirklich nicht wundern, wenn der normale professionelle Langzeitarbeitslose das "Bedingungslose Grundeinkommen" fordert. Gleiches Recht für alle. Zur Zeit läuft ja gerade wieder ein Versuch vor dem BVerfG das BGE durch die Hintertür einzuführen, indem der Kläger ein soziokulturelles Existenzminimum fordert(Für Erwerbsunfähige halte ich dies auch für überfällig). Bin mal gespannt, ob die hohen Richter sich auf diese Leimspur begeben.
Ihre Ahnungslosigkeit müssen Sie hier nicht belegen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...656402,00.html

Beitrag melden
Roter Teufel 23.11.2009, 12:33
1726. Hinzuverdienstregeln ebenfalls kontraproduktiv

Zitat von rumsfallera
Man sollte jedem gesunden Hartzer eine gemeinnützige Arbeit auferlegen, so 6h täglich, an der sich aber niemand, ausser den Hartzern mit so 2€ die h netto, bereichern darf.
Die Regeln für den anrechnungsfreien Hinzuverdienst sind zur Zeit eher kontraproduktiv geregelt.
Anstatt das man diejenigen belohnt, die im sozialversicherungspflichtigen Bereich arbeiten (also ab 401 Euro aufwärts) gibt es derzeit die grösste Vergünstigung im Bereich bis 400 Euro - nämlich erst einmal 100 Euro pauschal frei und für den Rest 20%. Maximal sind so 160 Euro anrechnungsfrei möglich.
Das dies extrem anziehend ist, sieht man an den aktuellen Oktober-Zahlen.
4.9 Mio Alg-II-Empfänger.
Davon 45% ( 2.2 Mio.) arbeitssuchend registriert. Die anderen 55% stehen dem Arbeitsmarkt aus diversen Gründen nicht zur Verfügung.

1.4 Mio haben einen Hinzuverdienst. Davon sind 750.000 im Bereich von 400 Euro tätig. Und hier liegt der Einkommensschwerpunkt bis 200 Euro/mtl.

Man sollte zur alten Regelung zurückkehren. Da gab es 30 Euro Versicherungspauschale und ca 10 - 15 % auf den Verdienst.

Wenn man ab 401 Euro den Hinzuverdienst großzügiger organisieren würde, hätten die Fleissigen wenigstens was davon.

Zur Zeit kommt jemand mit einem Netto-EK in Vollzeit von 1200 Euro auf einen anrechnungsfreien Hinzuverdienst von 270 Euro. Im Vergleich zu den 160 Euro ist das lachhaft.

Beitrag melden
staatsbuerger 23.11.2009, 13:23
1727.

Zitat von raess2007
Ich hätte kein Problem damit ihnen das Hirn rauszupusten, wenn es um meine Existenz ginge. Abfallhaufen sind nicht so meins...
Dieses Niveau ist wirklich beeindruckend ;-(

Aber ganz im Ernst: Hoffnung für Hartz-IV-Empfänger gibt's natürlich immer, die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt. Nur mit echter Hilfe sieht's nicht so dolle aus. Das bedingungslose Grundeinkommen wäre ein wirklich hilfreicher Ansatz, allerdings nicht finanziert nach Methode Werner. Vielmehr sollte zur Finanzierung neben höheren Mehrwertseuersätzen insbes. für Luxusgüter, Umweltverpestern und Krankmachern auch entsprechende Steuern für Großverdiener, Wohlhabende und Unternehmen (insbesondere Banken und sonstige Spekulanten) herangezogen werden.

Beitrag melden
raess2007 23.11.2009, 15:40
1728.

Zitat von staatsbuerger
Dieses Niveau ist wirklich beeindruckend ;-(
Nun, so wie es in den Wald hineinruft... Ich stelle mir aber ganz ernsthaft die Frage, wie ich mich in der von dem Foristen kolportierten situation verhalten würde und ich würde nicht elendig verhungern, während er beim 7 gänge Menue sitzt. Und da ist mir dann in dieser existenzbedrohenden Lage das Leben des Herrn vollkommen egal. Das ist die Realität in weiten Teilen der Welt, denn da will er ja hin zu den 80%.

Und was meinen sie mit Niveau? Ernst gemeinte Frage. Es ist immer so lange in Ordnung wie auf H4lern herumgedroschen wird, doch sollte mal einer der "Linken" klar stellen, wohin die Reise führen würde, hätte man solche Verhältnisse wird immer das Niveau beschrien. Seltsame Einstellung.

Zitat von staatsbuerger
Aber ganz im Ernst: Hoffnung für Hartz-IV-Empfänger gibt's natürlich immer, die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt. Nur mit echter Hilfe sieht's nicht so dolle aus. Das bedingungslose Grundeinkommen wäre ein wirklich hilfreicher Ansatz, allerdings nicht finanziert nach Methode Werner. Vielmehr sollte zur Finanzierung neben höheren Mehrwertseuersätzen insbes. für Luxusgüter, Umweltverpestern und Krankmachern auch entsprechende Steuern für Großverdiener, Wohlhabende und Unternehmen (insbesondere Banken und sonstige Spekulanten) herangezogen werden.
Die Situation der H4ler in idesem Land ist mir sehr wohl und sehr genau bewusst. An dieser Situation wird sich auch nicht viel ändern und mal so nebenbei:

Wenn ich mir die Prozentzahlen der Wähler der FDP und CDU aus den Reihen der Arbeitslosen so anschaue, hält sich mein Mitleid mittlerweile arg in Grenzen.

Beitrag melden
samsonax 18.12.2009, 00:30
1729.

Zitat von rumsfallera
Man sollte jedem gesunden Hartzer eine gemeinnützige Arbeit auferlegen, so 6h täglich, an der sich aber niemand, ausser den Hartzern mit so 2€ die h netto, bereichern darf.
Sehe ich auch so.

Beitrag melden
Seite 173 von 198
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!