Forum: Politik
"HoGeSa" in Hannover : Hooligans treten Rückzug früher an als geplant
DPA

3000 Hooligans und Rechtsextreme, fast genau so viele Gegendemonstranten, mindestens 5000 Polizisten: Die Stimmung in Hannover war aggressiv, die "HoGeSa"-Demo verlief aber ohne schwere Zwischenfälle.

sarkasmis 15.11.2014, 19:25
1.

"Das ist ein tolles Signal der Stadtgesellschaft , dass sie gegen Rassismus eintritt."
Dieser Schwarz-Weiß-Denken "Bunt statt Braun" hat erst dazu geführt, dass sich Salafisten hier breit machen konnten.
Wer Multikulti nicht toll findet ist ein Nazi.
Wer verlangt, dass sich Einwanderer dem Einwanderungsland anpassen statt umgekehrt, ebenfalls.

Resultat einer solchen Politik sind 5.000-6.000 Salafisten in Deutschland von denen 500 mittlerweile nach Syrien gegangen sind um Tod und Vernichtung zu verbreiten.

Sich dagegen zu wehren, dass Rechte sich an dem Thema profilieren ist völlig richtig. Aber es kann nicht sein, dass man deswegen umgekehrt erst recht die Augen vor den Problemen des Islamismus zukneift nur um denen keine Munition zu bieten. Das ist schlicht Verrat an der freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

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etude 15.11.2014, 19:36
2. Alles richtig gemacht

Die Stadt Hannover - möge man ihr sonst was auch immer vorwerfen - hat alles richtig gemacht. Die einzigen kleineren Zusammenstöße gingen von Linksautonomen aus, die ebenfalls (und das wird hier verschwiegen) aus der ganzen Republik anreisten. Obwohl ich mich heute über weiträumige Sperrungen geärgert habe, hat das wirklich massive Polizeiaufgebot Schlimmeres verhindert. Die linken Chaoten waren nur da, um die rechten Chaoten zu behindern, und nicht um der Sache (nämlich dem Protest gegen den IS-Terror) dienlich zu sein. Auch wenn und gerade weil der Impuls zu Demonstrationen gegen religiösen Fanatismus von den Falschen ausging, so sollten wir uns als politisch denkende Europäer mit dem Gedanken vertraut machen, in Zukunft auch Flagge zu zeigen und das nicht den Chaoten der äußeren Lager zu überlassen.

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Diskutierender 15.11.2014, 19:52
3. Schön wäre es

Schön wäre es, wenn die Hooligans wirklich den Mut hätten, gegen Salafisten vorzugehen. Da wäre ich sofort auf deren Seite.

Schlimmer finde ich aber, dass linke Gegendemonstranten sich nur gegen die Hooligans und nicht auch gegenüber Salafisten positioniert haben. Was Salafisten anrichten können, sieht man jeden Tag in den Nachrichten aus dem Irak oder Syrien.

Aber heute ist ja schon derjenige, der sich über eine Störung beschwert, der böse Bube, und nicht derjenige, von dem die Störung ausgeht. So etwas habe ich erst letzte Woche erlebt, als ich mich mit einer Frau stritt, die mich im Zug in der Reihe direkt vor mir mit ihrem 15-minütigen Handy-Geplapper belästigte. Am Ende wurde ich noch von anderen Fahrgästen angeschnauzt, ich solle doch die Frau in Ruhe lassen. So weit ist es in Deutschland inzwischen gekommen.

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enni3 15.11.2014, 20:14
4.

Zitat von sarkasmis
"Das ist ein tolles Signal der Stadtgesellschaft , dass sie gegen Rassismus eintritt." Dieser Schwarz-Weiß-Denken "Bunt statt Braun" hat erst dazu geführt, dass sich Salafisten hier breit machen konnten. Wer Multikulti nicht toll findet ist ein Nazi. Wer verlangt, dass sich Einwanderer dem Einwanderungsland anpassen statt umgekehrt, ebenfalls. Resultat einer solchen Politik sind 5.000-6.000 Salafisten in Deutschland von denen 500 mittlerweile nach Syrien gegangen sind um Tod und Vernichtung zu verbreiten. Sich dagegen zu wehren, dass Rechte sich an dem Thema profilieren ist völlig richtig. Aber es kann nicht sein, dass man deswegen umgekehrt erst recht die Augen vor den Problemen des Islamismus zukneift nur um denen keine Munition zu bieten. Das ist schlicht Verrat an der freiheitlich-demokratischen Grundordnung.
Bunt satt braun? Ohne wenn und aber.

Für mich zählt nur, ob sich jemand der in Deutschland lebt, dem deutschen Grundgesetz verpflichtet fühlt.

Und da sind mir die Salafisten genauso ein Dorn im Auge wie Nazis und Hooligans.

Das Problem an den Demos ist, dass da ganz viele Leute rumlaufen, die wirklich nur zwei Schubladen kennen - meine MEinung und die der anderen.

Pluralität verlangt immer nach Differenzierung. Christ, Moslem oder Atheist, hauptsächlich ist, dass die eigene Meinung hinter der Meinungsfreiheit steht. Deswegen toleriere ich auch solche Demos, heiße sie aber nicht gut. Dass muss eine Demokratie aushalten.

Aber Islamismuspauschalisierungen sind genau solch eine Überinterpretation der eigenen Meinung, wie das, was die Salafisten abliefern. Wer freiwillig in die Moschee geht, soll das tun, wie jemand, der in eine christliche Kirche geht.

Das Dumme ist, das die HoGeSa-Teilnehmer sich wirklich kaum von den Salafisten unterscheiden. Ihre Regligion ist die Anarchie, bei der man mit Gewalt seine Meinung durchsetzt. Diese Teilnehmer haben von Demokratie genauso wenig Ahnung wie der Salafist. Beides gehört bekämpft.

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dasguteeinhorn 15.11.2014, 20:19
5. Gegendemonstranten

Hannover hat wirklich anscheinend sehr viel richtig gemacht. Schön das es nicht zu einer Eskalation gekommen ist.

Wie viele von den Gegendemonstranten waren denn nun echte Demonstranten und wie viele Linksextreme Chaoten ?
"Linke Demonstranten beschädigten ein Polizeiauto."
Da wäre Chaoten sicher ein deutlich passendere Begriff.

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dernilsen 15.11.2014, 20:28
6.

Idioten demonstrieren gegen andere Idioten.
Die einen Idioten mögen keine Menschen die andere Fußballclubs gut finden oder aus anderen Ländern kommen.
Die anderen Idioten mögen keine Menschen die einen anderen Gott anbeten.
Auf beide Idioten-Horden kann man eigentlich sehr gut verzichten.

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blauweiss76 16.11.2014, 23:53
7. was leider völlig in Vergessenheit geriet. ..

das es immer noch eine Demonstration gegen Salafisten ist! Das nichts mit Rechts oder ähnlichem zu tun hat! Ich verstehe absolut nicht warum vor der Gründung "hogesa" die gleiche Presse über die Schandtaten und Gefahr der Salafisten betichtete und nun das Thema nicht weiter ausgeweitet wird, sondern sich gegen die Leute stellt die ihre Meinung gegen Salafisten öffentlich kundtun?!
und was die Gegen-Demonstranten angeht... bedeutet es dann nicht dass sie für Salafisten sind?? ist das dann eigentlich nicht schlimmer?

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heinrich-wilhelm 16.11.2014, 09:37
8. Bedauerlich

Ist , dass unser Staat dh.wir das Thema Salafismus durch Untätigkeit diesen Mördern gegenüber der Strasse überlassen haben und sich Schläger und anderes rechtes Gesindel dieses Themas angenommen haben. Und die sog. Linke Szene ist keinen Deut besser , ebenfalls in die Kategorie Gesindel einzuordnen. Wann wacht Herr deMezaire auf und tut seine Pflicht!

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muttis_liebling_13 16.11.2014, 10:22
9. Vielleicht in einer Welt

Zitat von blauweiss76
das es immer noch eine Demonstration gegen Salafisten ist! Das nichts mit Rechts oder ähnlichem zu tun hat! Ich verstehe absolut nicht warum vor der Gründung "hogesa" die gleiche Presse über die Schandtaten und Gefahr der Salafisten betichtete und nun das Thema nicht weiter ausgeweitet wird, sondern sich gegen die Leute stellt die ihre Meinung gegen Salafisten öffentlich kundtun?! und was die Gegen-Demonstranten angeht... bedeutet es dann nicht dass sie für Salafisten sind?? ist das dann eigentlich nicht schlimmer?
in der alles schwarz-weiß ist! Aber nicht in der Realität. Die Gegen-Demonstranten sind gegen Rechtsextreme und nicht "für Salafisten". Das ist ein fundamentaler Unterschied den man eigentlich ganz eindeutig erkennen kann, wenn man sich die Mühe macht zu Differenzieren. Es gibt hier nicht nur für uns oder gegen uns!

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