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Holocaust-Gedenken: Erinnerung ist Kampf um die Zukunft
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Rechtspopulismus will die Verantwortung für die Vergangenheit und die Solidarität für heute Hilfsbedürftige abschaffen. Das können sie nur, wenn wir uns nicht mehr daran erinnern, welche Folgen das hat.

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Mara Cash 27.01.2019, 20:47
10. @6 Vera gehlkiel

Die Juden in Deutschland waren vor Hitlers Machtübernahme in der Regel bestens integriert, oftmals sehr intelligent, oftmals Leistungsträger, deshalb oftmals auch Neidobjekte und wurden aus ideologischen Gründen geächtet, vertrieben oder ermordet. Der Antisemitismus an sich ist jedoch noch viel älter und geht noch viele Jahrhunderte bis weit ins Mittelalter zurück. Integrationswillen ist nach ihrer Ansicht eher vom Umfeld abhängig, nach meiner Ansicht eher eine Frage des Charakters und -in Sachen Berufsausübung- auch der (vielleicht in Deutschland zu sehr fehlenden) materiellen Notwendigkeit. „Von nichts kommt nichts“ ist die beste Anleitung für eine erfolgreiche Integration - diese gilt für Deutsche und Migranten und zwar weltweit. Das Schul-/ und Bildungssystem in Deutschland ist jedem frei zugänglich, offene Stellen gibt es reichlich. So what?

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Igelnatz 27.01.2019, 20:48
11. #6 Vera Gehlkiel

Hallo, wurden Sie wirklich ganz persönlich. von Herrn Meuthen als linksgrünversifft bezeichnet, oder fühlen Sie sich nur allgemein angesprochen? Ich kann Ihren Beitrag ohne diese Zusatzinfo wirklich gar nicht einordnen??? Frage wäre ob lgv - linksgrünversifft - von eigenen oder Meuthens Gnaden? Grüße und Schmatz - Igelnatz

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fortelkas 27.01.2019, 20:50
12. Was die AfD bei der Knobloch-Rede

....hätten tun sollen? Sitzenbleiben und sich die Rede anhören! Die AfD-Abgeordneten in allen Palamenten sind nicht kleinlich, wenn es gilt, auszuteilen, und ein gewisser Höcke ist da nur einer von vielen. Das Wegrennen ist nur ein Teil der kollektiven Verdrängungskultur, wenn es um die Themen "Auschwitz oder "Holocaust" geht. Das hat im Nachkriegsdeutschland Tradition und begann schon nach Kriegsende. Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer musste den Auschwitz-Prozess praktisch allein auf den Weg bringen und wurde dafür im eigenen Haus angefeindet. Von 170.000 Beschuldigten, die an diesem gewaltigen Verbrechensprozess beteiligt waren, wurden nicht einmal 7000 veurteilt, eine Schande für die deutsche Nachkriegsjustiz. Aber kein Wunder: Der größte Tei der Juristen, die in den 60-iger Jahren handelten, hatte ja noch aktiv für die Nazis gearbeitet unbd gingen höchst zögerlich gegen die Täter vor. Aber zurück zum Verhalten der AfD-Parlamentarier
während der Knobloch-Rede. Das kann man nur als beschämend bezeichnen. Vestigia terrent -Die Spuren schrecken!
Erwin Fortelka (Klarname)

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Steini 27.01.2019, 20:56
13.

Was soll ich sagen toller Beitrag.

Wobei das ja mit dem Denkmal der deutschen Schande gar nicht so falsch ist.
Das soll es ruhig sein bei vielen Millionen Opfern des rassistischen Größenwahns und so vilene Menschen die so etwas zuließen.
Schade nur, das das was ich sah, dieser Schande nicht gerecht wird.
Mitten in Berlin hätte man besser eine Pyramiede errichtet, je 1m³ für ein Opfer, es wäre wohl das größte Bauwerke der Menschheit.
Ein Mehrfaches der schlappen 2'592'968.4m³ der Cheops-Pyramide wäre angebracht gewesen.

So aber wird es wohl wenig die Dimension der Schande verkünden und eher zum Indikator werden, ab wann vergessen wurde oder Menschen welche die Schande nicht ertragen wollen es abreißen..

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niska 27.01.2019, 21:11
14.

Zitat von Igelnatz
Hallo, wurden Sie wirklich ganz persönlich. von Herrn Meuthen als linksgrünversifft bezeichnet, oder fühlen Sie sich nur allgemein angesprochen? Ich kann Ihren Beitrag ohne diese Zusatzinfo wirklich gar nicht einordnen??? Frage wäre ob lgv - linksgrünversifft - von eigenen oder Meuthens Gnaden? Grüße und Schmatz - Igelnatz
Das ist doch völlig irrelevant für die Einordnung des inhaltlich guten Beitrages.

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gatsue 27.01.2019, 21:16
15. Wie bitte?

Ich bin selbst Historiker und habe heute eine Stunde mit meinem Sohn zahlreiche Details der Vernichtung der Juden debatiert. Ich muss der Autorin dahingehend recht geben, dass in den Schulen leider viel zu wenig Geschichte gelehrt wird. Aber hier in Berlin wollen die sogenannten RRGler ja aus naheliegenden Gründen gerne Geschichte ganz an den Rand drängen. Dabei habe ich meinem Sohn auch gelehrt, dass die Wahrheit umfassender ist als das, was uns Frau Zadoff hier präsentiert: Die Vernichtung der Juden und die Vernichtung von Menschen die von totalitären Gesellschaftssystemen als Gefahr oder Minderwertig angesehen wurden ist im 20. Jahrundert unvergleichlich und umfass nicht nur das Deutsche Reich. Aber darauf wird mit keinem Wort hingewiesen. Es mag sein, dass die Autorin sich bewußt auf Deutschland beschränkt, warum auch immer in diesem Zusammenhang. Dann hätte sie allerdings den Begriff Holocaust nicht verwenden dürfen. Diese Verwendung ist falsch! Hier hätte sie die kommunistischen Diktaturen in Russland und China und andere miteinbeziehen müssen. Die alleinige Reduzierung auf die Nazis ist falsch, unhistorisch und ideologisch und sie sollte daher auch besser keine Literaten, vor allem keine postmodernistsichen Kommunisten wie Camus, und Bürgerbewegungen zitieren, sondern Historiker! Sie wird mit diesem Ansatz dem wahren Ausmaß der Vernichtung der Juden nicht gerecht, ganz zu schweigen davon dass sie 100 Millionen Tote verschweigt. Warum? Geschichte ereignet sich in einem Kontext! Warum schreibt sie, dass sie das versteht, ohne es dann anzuwenden? Es wird höchste Zeit, dass auch dieses Schweigen endet und die Lehre der Geschichte wieder der Wahrheit verpflichtet ist und keiner ideologischen Dummheit. Egal von rechts oder links. Geschichte ist nicht Eigentum einer Ideologie.

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stollm 27.01.2019, 21:19
16. Das hat die Knobloch gut gemacht.

wenn man etwas genauer beobachtet wie die AFD vorgeht so kommt man zwingend zum Schluss eines Vorforisten dass nach dem Drehbuch 1933 bis 1945 vorgegangen werden soll. Derzeit ist noch die Weimarer Republik dran. Wenn jetzt eine wirtschaftliche Rezession kommt sind wir ganz schnell bei 1933.
Man darf den Fehler nicht wiederholen die AFD als normale demokratische Partei zu behandeln. Die AFD handelt auch nicht so, sondern bekämpft die Demokratie in Deutschland nach Kräften und versucht dem System zu Schaden wo es geht Am deutlichsten sieht man das bei der Aufdeckung der diversen Finanzaktionen die bekannt geworden sind. Bei normalen Parteien würde man das Wort korrupter Haufen benutzen. Bei der AFD hat der Betrug Sytem. Er dient als Mittel das demokratische Sytem zu beschädigen. Und es ist auch nur ein Baustein zur Errichtung eines neuen tausendjährigen Reiches. Man muss den Leuten, auch den sogenannten Protestwählern, volle Verachtung zeigen und alle Fehltritte der Mitglieder sofort bis ins kleinste Untersuchen.
Der Rechtsstaat hat die Mittel sich zu wehren. Man muss es aber auch wollen. Politische Korrektheit gegenüber AFD Abgeorneten und Mitläufern ist total unangebracht. Es sind Nazis schlimmster Prägung und sonst nichts.

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wahnbert 27.01.2019, 21:19
17. andere Ansicht

Ich weiß aus Erzählungen meiner Mutter, Jahrgang 1910, beide Eltern Arbeiter.
Heute würde man sie und ihre 7 Kinder zum sogenannten Prekariat zählen. Sie haben sich einfach nur eine Verbesserung ihrer, in der Wirtschaftskrise sehr schlimmen, Lebensverhältnisse gewünscht. Für diese Leute waren Menschen anderer Natur nicht die Schuldigen. Sicher gab es Vorbehalte gegen Fremde, das ist wohl auch in anderen Völkern nicht so selten. Ermordet hätten die nie Irgendwem.
Anders eher Angehörige des Bürgertums, die sich zum Erhalt ihrer Privilegien teilweise über Nacht den Nazis angeschlossen haben.
12 Jahre Krieg und Verfolgung mußten und wurden technologisch gelöst. Dafur wurde Wissen benötigt, das konnte der viel beschworene braune Sumpf nie leisten.
Vermutlich typischer Lebenslauf ab dieser Zeit : Nazi, Kommunist und dann überzeugter Demokrat.
Das sollte auch der jungen Generation bewußt sein. Da muß man aufpassen.

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cosgrove83 27.01.2019, 21:31
18. @Tropfstein

Warum sollte Frau Knobloch nicht ansprechen dürfen, was Wahr ist? Wenn eine Partei vom "Mahnmal der Schande" spricht oder den Nationalsozialismus als "Fliegenschiss der Geschichte" abtut, versuchen sie den Holocaust du verharmlosen oder zumindest vergessen zu lassen. Der Lack von der AFD ist doch schon längst ab. Die brauchen den Schein doch gar nicht mehr wahren und deren "Empörung" war provoziert und kalkuliert.
Aber hey, es geht um eine Mahnrede um den Holocaust und wer ist hier das Opfer, die AFD? Lächerlicher kann es auch nicht mehr werden.

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macarthur996 27.01.2019, 21:33
19. Denken

zum Historiker Gatsue Albert Camus war sicher kein postmoderner Kommunist. Er war ein freier Denker und Schriftsteller und gehört nicht in ihre Schublade. im übrigen, ja die Nazis waren böse Verbrecher, aber die anderen auch. So geht relativierende Historie.

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