Forum: Politik
Homosexualität in Palästina: "Es ist besser, du stirbst"
Gil Yaron

Homosexualität ist in Palästina verpönt - wer sich outet, riskiert sein Leben. Von der Familie verstoßen, bleibt Hunderten Schwulen nur die Flucht über die Grenze nach Israel. In Tel Aviv lockt die grenzenlose Freiheit, doch viele scheitern und enden im Elend.

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qranqe 08.04.2012, 08:11
1. Islam

In welcher islamischen Gesellschaft läuft es denn bitteschön anders?

Wir müssen doch sogar beobachten, wie in Europa die Übergriffe wieder zunehmen, weil es eine neue, größtenteils importierte Intoleranz gibt, die wir eigentlich bereits für üebrwunden hielten.

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twister13 08.04.2012, 08:59
2. Exemplarisch

Zitat von sysop
Homosexualität ist in Palästina verpönt - wer sich outet, riskiert sein Leben. Von der Familie verstoßen, bleibt Hunderten Schwulen nur die Flucht über die Grenze nach Israel. In Tel Aviv lockt die grenzenlose Freiheit, doch viele scheitern und enden im Elend.
Braucht es noch eine bessere Beschreibung dessen, warum die islamisch geprägten Staaten nicht aus der Grütze kommen?

Schwul sein ist genetisch und wird vererbt...... Geht's denn noch?

Solange diese Gesellschaften keine Abweichungen von der postulierten Norm dulden, kein Anderssein im Denken, keine Diskussion über eine moderne islamische Gesellschaft und statt dessen verhaftet bleiben in dumpfer Gewalttätigkeit gegenüber allem was auch nur im entferntesten "fremd" sein könnte ist das ständige Scheitern vorprogrammiert.

Sehr schön lässt sich diese monolithische Verharren in der geistigen Dunkelheit exemplarisch auch an der Anzahl Bücher festmachen die aus einem Land oder einem Kulturkreis kommen und in andere Sprachen übersetzt werden.

Seit Jahrzehnten ist die Anzahl der übersetzten Veröffentlichungen aus islamischen Ländern irgendwo im unteren einstelligen Bereich pro Jahr.
Das ist doch die eigentliche Katastrophe. Eine Gesellschaft mit hunderten Millionen von Menschen hat der Welt nichts von Belang zu sagen.

Ein arrivierter, gläubiger Islamforscher nannte mal das Auseinderklaffen zwischen Anspruch, gespiesen durch die Hochzeiten islamischer Kultur vor etlichen Jahrhunderten, und Realität islamischer Gesellschaften das grösste Problem.

Zu sehen wie andere Kulturen die Welt voranbringen und formen, Reichtum generieren und sich weiterentwickeln während islamische Staaten immer mehr zurückfallen und immer mehr Probleme statt Lösungen zu kreieren ist angesichts des postulierten überlegenen Glaubens fast unerträglich.

Der Weg aus dem geistigen Mittelalter in die Neuzeit wird für diese Gesellschaften noch ein länger und beschwerlicher sein. Aber sie werden ihn gehen müssen wenn sie nicht in blutigen Auseinandersetzungen untergehen wollen.

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outsider-realist 08.04.2012, 09:44
3.

Welcher Nobelpreisträger der Literatur erbarmt sich hier?

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svfox 08.04.2012, 09:44
4. Sexueller Missbrauch, nicht homosexuelle Erfahrung

Lieber Gil Yaron,

"13 Jahre war der Palästinenser, als ihn ein fast zehn Jahre älterer Nachbar verführte. Sie wurden erwischt. An diesem Tag endete seine Jugend."

Diese Sprache ist fahrlässig, denn was dieser Junge erlebte, war klassischer sexueller Missbrauch durch wahrscheinlich einen Päderasten, nicht einem Homosexuellen!

Nachdem hierzulande immer mehr über sexuellen Missbrauch aufgeklärt wird, sollte auch der SPIEGEL hier entsprechend die Dinge nicht verharmlosend schildern.

Ansonsten fand ich den Artikel erschütternd und wichtig.

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xvulkanx 08.04.2012, 10:18
5. Erschütternd

Einfach nur erschütternd dieser Bericht. Bei all den europäischen Hilfsgeldern und den vielen Hilfsorganisationen in Palästina, kann man dort nicht auf einen humaneren Umgang mit Homosexuellen drängen.
Warum kümmern die Hilfsorganisationen sich nicht um die schwulen
Palästinenser?

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Eutighofer 08.04.2012, 10:20
6. Kritik an den Palästinesern ?

Zitat von sysop
Homosexualität ist in Palästina verpönt - wer sich outet, riskiert sein Leben. Von der Familie verstoßen, bleibt Hunderten Schwulen nur die Flucht über die Grenze nach Israel. In Tel Aviv lockt die grenzenlose Freiheit, doch viele scheitern und enden im Elend.
Wer interessiert sich schon für muslimische Homosexuelle ? Niemand. Deshalb werden sie weiter verfolgt, gequält ermordet.

Die Palästinenser in ihrem "Freiheitsdrang" unterstützen ? Nicht solange sie ihre Minderheiten so behandeln.

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panzerknacker51 08.04.2012, 10:21
7. Ja und?

Zitat von sysop
Homosexualität ist in Palästina verpönt - wer sich outet, riskiert sein Leben. Von der Familie verstoßen, bleibt Hunderten Schwulen nur die Flucht über die Grenze nach Israel. In Tel Aviv lockt die grenzenlose Freiheit, doch viele scheitern und enden im Elend.
Was ist denn daran neu? Es ist fast schon Allgemeinwissen, daß Homosexualität in arabischen Gesellschaften (offiziell) aufs schärfste gebrandmarkt wird. Aber nebenbei gibt's ein wenig positive Presse für Israel, das unter dem "Unsinn" von Grass zu leiden hat.

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jabor 08.04.2012, 10:33
8. Der letzte Satz

des Artikels ist bezeichnend. Wieviel "Ehre" wird einem Menschen injiziert, dass er trotz eigener (schlimmer) Erfahrungen, Ablehnung und versuchten Mordes an ihm nie sein Volk und sein Land "verraten" würde, indem er israelischer Staatsbürger wird.
Abgesehen davon, ist es wirklich erschütternd wie sich gerade (nicht nur in der islamistischen Welt) die Eiferer erheben und Intoleranz und Diskriminierung wieder vermehrt Einzug halten.

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freiheitsglocke 08.04.2012, 10:45
9.

Zitat von Steinwald
Das mag sein, ändert aber nichts an der Tatsache, daß Israel ein brutales Besatzungsregime ist, das den Palästinenser die Luft zum Atmen nimmt
Wo haben Sie das denn wieder her? Es gibt kaum islamische Länder, in denen die Menschen einen höheren Wohlstand haben, als in Palästina. Können wir dieses Märchen von der ach so grausamen Besatzung mal endlich hinter uns lassen? Es macht doch keinen Sinn, auf Basis von Unwahrheiten zu diskutieren.

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