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Homosexuelle Paare: Union und FDP streiten über steuerliche Gleichbehandlung
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Kanzlerin Merkel will die Diskussion zur steuerlichen Gleichstellung homosexueller Paare vertagen. Doch dagegen regt sich Widerstand in der Koalition: Die FDP fordert, nicht auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu warten - eine Entscheidung müsse noch in diesem Jahr fallen.

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Plasmabruzzler 27.08.2012, 10:54
10.

Zitat von Crom
Das Ehegattensplitting ist keine "Förderung" sondern Konsequenz daraus, dass Ehegemeinschaften, die in der Summe das Gleiche verdienen, auch gleich zu besteuern sind.
Sie haben meinen Kommentar zu Frau Schröders Aussage nicht richtig verstanden/nicht richtig gelesen:
Zitat von Schröder
Der Staat solle es fördern, "wenn zwei Menschen füreinander lebenslang Verantwortung übernehmen".
Zitat von ich
Auch wenn es auf den ersten Blick merkwürdig erscheinen mag: warum sollten Partnerschaften an sich gefördert werden? - es gibt schließlich immer mehr Single-Haushalte.
Ich präzisiere es noch einmal: Warum sollen Partnerschaften gefördert werden? Warum werden Singles nicht gefördert? Wer oder was hat etwas davon, wenn Partnerschaften gefördert werden?

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cabane 27.08.2012, 11:09
11. Wahlkalkül ?

Das Grundgesetz wurde mit dem Grundsatz der besonderen Schutzwürdigkeit der Ehe 1949 verabschiedet. Zu der Zeit war Homosexualität noch strafbar. Nun die CDU/CSU hinkt nun mal der Zeit hinterher. Und Herr Schäuble wird dann eben die jetzt gesparten Milliarden in einem Zug zurückzahlen müssen. Ach, vielleicht doch nicht; denn es gibt ja noch Wahlen und heute verhagelt ihm vielleicht ein solches Gesetz seinen ausgeglichenen Haushalt ? und vergrätzt ausserdem konservative Stammwähler.

Ist doch viel einfacher keine Meinung kund zu tun, und alle Schuld auf das BVerf.G zu schieben. Politischer Mut sieht anders aus.

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Acerb 27.08.2012, 11:41
12. Wert

Zitat von sysop
Kanzlerin Merkel will die Diskussion zur steuerlichen Gleichstellung homosexueller Paare vertagen. Doch dagegen regt sich Widerstand in der Koalition: Die FDP fordert, nicht auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu warten - eine Entscheidung müsse noch in diesem Jahr fallen.
Steuerliche Förderung nichtreproduktionsfähiger Lebensentwürfe?

Hauptsache, Singles werden weiter für ihr Leben bestraft.

Wenn hier kritische Posts verboten sind, dann markiert den Artikel gefälligst als Werbung.

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markus_wienken 27.08.2012, 13:07
13. .

Zitat von Acerb
Steuerliche Förderung nichtreproduktionsfähiger Lebensentwürfe?
Es gibt durchaus auch homosexuelle Paare mit Kindern.
Wenn Sie also "nichtreproduktionsfähige Lebensentwürfe" durch "nichtreproduktionwillige Lebensentwürfe" ändern (ich kenne ne Menge heterosexueller Paare die bewust keine Kinder haben wollen) bin ich bei Ihnen.

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heidi1-preiss 27.08.2012, 19:24
14. saurer apfel "homo-ehe"

Zitat von markus_wienken
Es gibt durchaus auch homosexuelle Paare mit Kindern. Wenn Sie also "nichtreproduktionsfähige Lebensentwürfe" durch "nichtreproduktionwillige Lebensentwürfe" ändern (ich kenne ne Menge heterosexueller Paare die bewust keine Kinder haben wollen) bin ich bei Ihnen.
ich verstehe das ganze getue hierüber überhaupt nicht. die sache "homo-ehe" ist doch im grunde schon vor jahren entschieden worden. als nämlich der notorisch klamme staat wieder einmal nach möglichkeiten suchte, den bürgern in die tasche zu greifen. menschen, die unverheiratet zusammenlebten, sollten gefälligst füreinander aufkommen. man kann doch nicht mann und frau, die ein nicht verheiratetes paar sind, anders behandeln als frau und frau und mann und mann, die ebenfalls ein nicht verheiratetes paar sind. und außerdem gibt es so etwas wie einen gesellschaftlichen klimawandel. dass adenauers außenminister schwul war, das wurde noch strikt verheimlicht, der späte nachfolger westerwelle nimmt seinen partner händchenhaltend mit auf staatsbesuche. also, warum sollen die gerichte der politik schon wieder sagen müssen, was sache ist und was sich von amtswegen gehört. man könnte ja auch ganz konservativ sagen: je mehr ehe, desto besser.

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annalüse 27.08.2012, 21:24
15.

Zitat von sysop
Kanzlerin Merkel will die Diskussion zur steuerlichen Gleichstellung homosexueller Paare vertagen.
Da gibt es doch nichts zu vertagen. Das ganze ist ein riesen Popanz.

Ehegattensplitting betrifft nur diejenigen, bei denen einer der Partner wesentlich weniger als der andere verdient. Dann kann man das gemeinsame Einkommen zusammen veranschlagen und der Mehrverdiener zahlt weniger Steuern, der Wenigerverdiener mehr. Wenn einer gar nichts verdient, wird das Ehegattensplitting als "gerecht" empfunden. Bedient wird hier die heute nicht mehr aktuelle Hausfrauenehe, in der einer arbeiten geht und der andere zu Hause bleibt.

Und die Kinder versorgt... so war das mal explizit gedacht. Das Ganze stammt aus einer Zeit, in der Kinder in einer Ehe geboren wurden, der Vater arbeiten ging, und Mutti sich um Kinder und Haushalt gekümmert hat. Diese Zeiten sind definitiv zu Ende, und wenn Mutti und Vati gleich viel arbeiten und verdienen, dann ist das Ehegattensplitting obsolet.

Zeitgemäß wäre es, ein Familiensplitting wie in Frankreich einzuführen, wo das Einkommen danach gesplittet wird, wieviele Nasen davon zu ernähren sind. Aber dafür haben wir, lt. Schröder, ja nicht genug Geld.

Ich bin gegen das Ehegattensplitting und deswegen auch gegen die Ausweitung des Ehegattensplittings auf Homosexuelle. Das ist überhaupt nicht das Thema.

Ich will das Familiensplitting, und davon würden alle profitieren, die für andere mitzusorgen haben, egal ob hetero- oder homo- oder asexuell.

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kurowski86 28.08.2012, 21:56
16. Splitting für gleichgeschlechtliche Paare

Kanzlerin Merkel will die Diskussion zur steuerlichen Gleichstellung homosexueller Paare vertagen

Merkel will beim Ehegattensplitting abwarten
Wieso fragt eigentlich niemand in der nun schon jahrelangen Diskussion nach dem Sinn einer solchen Steuerförderung. Entstanden ist die Idee des Splittings in einer Zeit als 95% der Ehefrauen spätestens 9 Monate nach Heirat begannen den Kleinbetrieb Haushalt mit mehreren Kindern zu führen und der Mann mit seinem Lohn eben für zwei und mehr Menschen sorgen musste. Eine solche Urzelle der Nation steuerlich zu entlasten war immer angemessen. Für Kinderlose, gleich welcher Ursache, ist dieser Umstand überhaupt nicht vorhanden. Ein Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare ist also sinnig erfüllt, wenn für alle Paare der Splittingvorteil erst bei Geburt/Adoption des ersten Kindes eintritt. Ohne Kind kann jeder Erwachsene schließlich für sich selbst sorgen.
Gerolf Kurowski, Burgwedel

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scandalon 11.09.2012, 13:13
17. Diskriminierung pur - historisch konserviert - Menschen 2. Klasse

Unlogisch - unmoralisch - unglaublich!

Eine Gleichstellung hätte in einer zivilisierten Gesellschaft längst stattfinden müssen.

Homosexuelle übernehmen in ihrer Ehe bzw. Verpartnerung die gleichen Pflichten. Eine Unverschämtheit, dass sie nicht die gleichen Rechte haben.
Unlogisch, wenn es um die Kinder geht, denn viele Homosexuelle haben Kinder und lange nicht alle Heterosexuellen bekommen Kinder!

Es scheint, dass konservatives Gedankengut und religiöser Wahn die Gesetzgebung weiter dominieren.

Die Entscheidung des Bundesgerichtshof zur Abschaffung weiterer Untaten ist überfällig.
Alleine die Diskussion über eine Gleichstellung ist schon ein Armutszeugnis. Ungefähr jede(r) Zehnte Deutsche ist homosexuell und wird somit benachteiligt. Vom Gesetzgeber darf das keinesfalls geduldet werden. Aus den Köpfen wird dieses faschistoid anmutende Gedankengut wohl schwerer zu vertreiben sein.

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kurowski86 16.09.2012, 12:54
18. Splittung ab erstes Kind

Ehegattensplitting
Merkel will beim Ehegattensplitting abwarten
Wieso fragt eigentlich niemand in der nun schon jahrelangen Diskussion nach dem Sinn einer solchen Steuerförderung. Entstanden ist die Idee des Splittings in einer Zeit als 95% der Ehefrauen spätestens 9 Monate nach Heirat begannen den Kleinbetrieb Haushalt mit mehreren Kindern zu führen und der Mann mit seinem Lohn eben für zwei und mehr Menschen sorgen musste. Eine solche Urzelle der Nation steuerlich zu entlasten war immer angemessen. Für Kinderlose, gleich welcher Ursache, ist dieser Umstand überhaupt nicht vorhanden. Ein Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare ist also sinnig erfüllt, wenn für alle Paare der Splittingvorteil erst bei Geburt/Adoption des ersten Kindes eintritt. Ohne Kind kann jeder Erwachsene schließlich für sich selbst sorgen.
Gerolf Kurowski, Burgwedel

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fairytaleandholly 03.11.2012, 08:47
19. Menschen zweiter Klasse?

Sorry, Aber diese ganzen Diskussionen kann man wirklich nicht verstehen. Ich/wir kommen uns ganz schön benachteiligt vor und haben auch die gleichen Pflichten, was ist das Problem diese Gleichstellung durchzusetzen. Es ist doch wirklich egal ob Männlein oder Weiblein. Uns geht monatlich schon einiges aufgrund Steuerklasse I Flöten...wir haben auch eine eingetragene Lebensgemeinschaft und warum sollen gerade wir darunter Leiden ?

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