Forum: Politik
Hongkong: Demokratie-Aktivist erneut zu Haftstrafe verurteilt
REUTERS

Weltweit hatte die Inhaftierung von Joshua Wong für Empörung gesorgt. Nachdem der Anführer der "Regenschirm-Proteste" im Oktober auf Kaution frei kam, muss er laut einem Urteil nun erneut ins Gefängnis.

dereuropaeer 17.01.2018, 12:54
1.

Dieses Urteil ist zu milde. Diese Rebellen haben Teile der Stadt und viele arme Bürger in ein Chaos gestürzt. Folgen waren Ladenschließungen und Pleiten von vielen kleinen Geschäften. Diese Chaoten haben nur für sich selbst in höchst egoistischer Weise gehandelt. Friedliche Demonstrationen sind in Hong Kong erlaubt, aber die jungen Chaoten haben die Gewalt gesucht und müssen nun dafür zur Rechenschaft gezogen werden, mit aller Härte der Justiz

Beitrag melden Antworten / Zitieren
The Restless 17.01.2018, 13:40
2. @1 dereuropaeer

Ich sehe nicht, was daran egoistisch wäre, mehr Demokratie für alle einzufordern. Dazu reicht es nicht, ein paar Sprechchöre anzustimmen, denn die demokratischen Hebel, mit denen tiefgreifende politische Änderungen allein über Mehrheitsverhältnisse erzielt werden könnten, existieren in Hong Kong einfach nicht. Erst wenn es gelingt, das wirtschaftliche Leben zum Stillstand zu bringen, besteht hier überhaupt noch die Möglichkeit, sich politisches Gehör zu verschaffen, denn China braucht für sein Wachstum ein Hong Kong, das funktioniert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Wunderläufer 17.01.2018, 13:51
3. Erwartbar

Es ist kein Geheimnis, dass die Chinesen mit unserer Vorstellung von Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit etc. nichts am Hut haben. Der Vertrag mit GB aus 1997 ist geduldig und lässt sich nicht einklagen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mariomeyer 17.01.2018, 15:28
4. Yo

Je mehr Zeit vergeht, desto mehr sieht es für mich so aus, als habe die britische Regierung die Bewohner der (ehemaligen) Kronkolonie Hongkong an die Chinesen verraten und verkauft. Was tut man in London, um das Regime in Peking daran zu erinnern, dass man gemeinsam einen Vertrag unterschrieben hat, in dem den Hongkongern gewisse Rechte zugestanden wurden - die aber zunehmend deutlicher mit Füßen getreten werden? Für mich ein katastrophales Politikerversagen und unentschuldbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
neanderspezi 17.01.2018, 16:54
5. Demokratie auf Abruf und unter strenger Aufsicht

Nach dem Verständnis der KPCh ist alles was in Richtung Demokratie weist von Übel, die Bevölkerung könnte die Entscheidungen der Partei zu stark hinterfragen. Der Spielraum in Sachen Demokratie, den die Partei für Hongkong vorgesehen hat, ist so eng gefasst, dass außer einer braven Protestparade mit gehauchten verbalen Kundgebungen und nichtssagenden Plakaten, sich nichts abspielen darf, was Gemüter erregen könnte. Hiermit wird die Bevölkerung wohlwollen instruiert, dass die Partei in ihrer großen Güte durchaus einen demokratisch geschmückten Umzug zu dulden bereit ist und dies wenigstens solange, bis die demokratischen Auswüchse nach ihrem Zeitplan komplett ausgeräumt werden können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ruhrpottsonne 18.01.2018, 03:11
6. mmmhhh...

Zitat von The Restless
Ich sehe nicht, was daran egoistisch wäre, mehr Demokratie für alle einzufordern. Dazu reicht es nicht, ein paar Sprechchöre anzustimmen, denn die demokratischen Hebel, mit denen tiefgreifende politische Änderungen allein über Mehrheitsverhältnisse erzielt werden könnten, existieren in Hong Kong einfach nicht. Erst wenn es gelingt, das wirtschaftliche Leben zum Stillstand zu bringen, besteht hier überhaupt noch die Möglichkeit, sich politisches Gehör zu verschaffen, denn China braucht für sein Wachstum ein Hong Kong, das funktioniert.
Ich weiß ja nicht, mit wievielen Demonstranten Sie damals gesprochen haben. Jedenfalls trat bei meinen Gesprächen ein recht bizarres Demokratieverständnis bei meinen Gesprächspartnern zutage. Fest steht, daß die Mehrheit der Bevölkerung die Blockaden im Zentrum Hong Kongs spätestends nach 3 Wochen massiv ablehnten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren