Forum: Politik
Hunger in Syrien: Das Versagen der Weltgemeinschaft
AFP

Millionen Syrer leiden Hunger, das Regime konfisziert selbst Babymilch. Ab diesem Mittwoch wollte die internationale Gemeinschaft Lebensmittel abwerfen. Doch kein Staat macht mit.

Seite 1 von 7
leopold123 31.05.2016, 23:33
1.

Ernstgemeinte Frage: was stellen sich die Grünen unter dem Einsatz der Bundeswehr in Syrien vor? Genügend Personal für humanitäre Aufgaben werden in Form der UN Truppen genügend vor Ort sein. Gegen den Willen der syrischen Armee wird da sowieso nichts laufen, außer die UN / Bundeswehr riskiert den Abschuss von Flugzeugen. Was soll also die Bundeswehr bewirken? Außer einen Krieg zu führen. Ist es das was die Grünen wollen?

Beitrag melden
sag-geschwind 31.05.2016, 23:38
2. Wann ?

Fand das Versagen vielmehr nicht bereits statt, als in Syrien aus geostrategischen Gründen ein Bürgerkrieg angezettelt werden konnte?

Beitrag melden
geando 31.05.2016, 23:39
3. Ich verstehe es nicht

Es ist doch spätestens seit letztem Jahr bekannt, das das Elend des Syrischen Bürgerkriegs auch unmittelbare Auswirkungen auf Europa und die Stabilität der EU hat. Aber anstatt eine effektive Hilfe für Millionen Menschen in Syrien, der Türkei und dem Libanon zu etablieren, versorgt man lieber einen kleinen Teil derer, die den Weg nach Deutschland genommen haben mit ordentlichen Hartz-4 Beträgen. Was könnte man mit den vielen Milliarden vor Ort alles bewegen? Wo ist das THW, wo ist die gesamte deutsche Katastrophenhilfe-Maschinerie? Man könnte auch die BW-Pioniere und angeheuerte Baufirmen an der Syrischen Grenze geschützte Städte und Dörfer für die Flüchtlinge aus dem Boden stampfen lassen, mit Schulen, Moscheen und Werkstätten. Sogar die Türken haben das schon vorgeschlagen. Stattdessen tischt man hier lieber nach wie vor das Märchen der "Flucht" über 8-10 verschiedene sichere Länder (bis nach Deutschland) auf und nutzt dieses Argument der Humanität für eine chaotische Zuwanderungsagenda. Ich verstehe es einfach nicht.

Beitrag melden
lulu_lukonskaja 31.05.2016, 23:56
4. Die übliche Heuchelei

Man sollte erst mal die Wirtschaftssanktionen gegen Syrien aufheben, die produzieren nämlich auch massenhaft Hungertote, mitten im Krieg. Die Heuchelei kennt keine Grenzen mehr hierzulande.

Beitrag melden
magier 31.05.2016, 23:58
5. Zehntausende

sind in Falludscha seit Monaten eingeschlossen und von Energie und Nahrung abgeschnitten. Zudem werden sie von der US-Allianz bombardiert. Über das Elend und die toten Zivilisten hören und lesen wir hier nichts. Denn dort belagern die "Guten" eine Stadt und die Zivilisten leiden.

Beitrag melden
oceanspill 01.06.2016, 00:12
6. Eine Katastrophe

Es ist sehr traurig zu sehen, dass Menschen Hunger leiden. Besonders wenn diese Menschen sich zuvor sehr wohl selbst ernaehrt haben. Syries war eines der wenigen unabhaengigen Laender (naruerlich hat das Oel dabei geholfen

Beitrag melden
nordschweizer 01.06.2016, 00:18
7. Sanktionen nach wie vor in Kraft

Nachdem die meisten im Jahre 2011 eingeführten Sanktionen nach wie vor noch in Kraft sind, ist es wohl nicht sehr weit her mit der Bereitschaft der Zivilbevölkerung zu helfen.
Man will Assad weghaben, hat aber keinen blassen Schimmer wer das enstehende Vakuum einnehmen/füllen soll. Und so geht eben das politische Seilziehen weiter unter dem vorallem die Zivilbevökkerung zu leiden hat.

Beitrag melden
g.raymond 01.06.2016, 00:21
8. Die syrische Tragödie

Es ist grauenhaft, was in Syrien passiert. Aber auch in dieser Situation sind Akzente wichtig. Wenn die Autorin sagt:". Der Chefunterhändler der syrischen Opposition war zuletzt enttäuscht über die mangelnden Fortschritte zurückgetreten.“, dann bleibt unerwähnt, dass Mohammed Allusch und sein jüngst gefallener Vetter Sharan Allusch zu den von Saudi Arabien massiv unterstützten fanatischen Rebellen gehören, die eine Liquidierung der Aleviten propagieren. Der von Saudi Arabien wirtschaftlich allzu abhängige Westen schafft es immer noch nicht, die destruktive Rolle Saudi Arabiens im Syrienkrieg zu beenden. Dass auch Daraya ausgehungert wird, wo 2011 die Proteste begannen, ist übrigens tragisch. Noch mal in der New York Times nachlesen, dass Assad sich 2011 bei den Eltern getöteter Demonstranten entschuldigte, den Bürgermeister von Daraya absetzen liess und seinen Innenminister schickte, um Reformen einzuleiten. Warum die nichts wurden? Weil der Fanatismus der Salafiten nicht dialogfähig ist, sondern nur schwarz-weiss denken kann. Das Vorkriegs-Syrien war eine Diktatur, aber eine pluralistische.

Beitrag melden
tailspin 01.06.2016, 00:21
9. Abgeworfen wird immer

Dann schon lieber Bomben abwerfen statt Lebensmittel.
Trifft ja nur andere.

Einige NATO Mitglieder tun sich hier hervor. Technisch fuehrend aber mit ansonsten verkuemmerten Gehirnwindungen.
Humanismus war mal. Friedensnobelpreise gibts aber immer noch.

Beitrag melden
Seite 1 von 7
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!