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IG Metall: Holt euch, was euch zusteht!
DPA

Die IG Metall will streiken. Gut so! Die Gewerkschaften haben zugesehen, wie Deutschland immer ungerechter wurde. Höchste Zeit für eine Umkehr.

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herbert 29.01.2018, 15:11
1. Die Doppelmoral der Gewerkschaften

Seinerzeit mit Schroeder die Agenda2010 abgesegnet, den groessten Sozialabbau und heute tun sie so, als wenn es das nie gegeben hat.

Nicht umsonst sind die Mitglieder weggelaufen !

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blabla55 29.01.2018, 15:14
2. Starke Sprüche

Habe ich schon öffters gehört vor Tarifrunden.Resultat war meistens ernüchtern.

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Hoberg 29.01.2018, 15:15
3.

zu Ende gedacht heißt Ihr Solidaritätsgemeinschaft, dass jeder ähnlich viel verdient, er muss es sich nur holen. Die Stundenlöhne der Metaller wären der Tod der Pflegebranche. Soviel zum Thema Solidarität....

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prince62 29.01.2018, 15:16
4. Die Gewerkschaften versagen bei Tarifverhandlungen seit über 20 Jahren

Allerdings Herr Augstein, das wissen Sie doch ganz genau, daß die Soziale Dividende in diesem Staate seit ca. 25 Jahren nicht mehr existiert, weil die Produktivitätsgewinne einzig und allein auf der Seite der Reichen und Superreichen landen, die schon gar nicht mehr wissen wohin mit dem ganzen Geld, hätten die Gewerkschaften in den letzten beiden Jahrzehnten für die gleichmäßige Verteilung dieser Gewinne auch an die Arbeitnehmer gedacht, dann hätte es z. B. die Finanzblasen 2001 und 2007 erst gar nicht gegeben, weil gar nicht so viel Geld den Finanzverbrechern zur Verfügung gestanden hätte.

Von daher gesehen sind die Gewerkschaften jetzt 20 Jahre zu spät dran und mal abwarten, was bei den Tarifverhandlungen dann wirklich herauskommt, schon die letzten Jahre gab es immer vorher große Sprüche bei IG-Metall und Verdi und dann konnten die Beschäftigten froh sein, überhaupt die Inflationsrate zu erreichen.

Gerade die IG Metall und auch Verdi haben seit 20-25 Jahren jedes Jahr bei ihren Tarifverhandlungen geradezu jämmerlich versagt und sich von den AG über und unter die Tische ziehen lassen.

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Marc Mertens 29.01.2018, 15:23
5. Falsche Adressierung der Klientel ...

Normalerweise mag ich die Kommentare vom Spiegel, aber nach dem Lesen dieses Artikels fürchte ich, dass die falsche Klientel angesprochen wurde. Nicht die IG Metall sollte sich holen was ihr zusteht, sondern vor allem die Gesamtheit der Krankenschwestern, Altenpflegerinnen, Kitabetreuerinnen und ähnliche soziale Berufsstände (jeweils m/w bitte).

Gegenüber den Wünschen der organisierten Mitarbeiter von der IG Metall oder IG Chemie besteht in den Pflegeberufen mehr als nur Nachholbedarf! Von solchen Forderungen sind die dortigen und systemrelevanten Mitarbeiter noch Lichtjahre entfernt. Leider! Dabei überaltern wir jedes Jahr mehr und die Kinder in unserer Leistungsnation, speziell im Handwerk, benötigt trotzdem eine optimal Betreuungszeit. Von der schulischen Vollversorgung mal ganz abgesehen.

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muellerthomas 29.01.2018, 15:23
6.

Zitat von herbert
Die Doppelmoral der Gewerkschaften Seinerzeit mit Schroeder die Agenda2010 abgesegnet, den groessten Sozialabbau und heute tun sie so, als wenn es das nie gegeben hat. Nicht umsonst sind die Mitglieder weggelaufen !
Na mit der Argumentation müssten die Gewerkschaften nun also immer wieder Sozialabbau mittragen, damit es keine Doppelmoral ist?
Seien Sie doch froh, dass die Gewerkschaften aus Fehlern lernen.

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derhey 29.01.2018, 15:24
7. Reichlich spät

und zu wenig, was die IG Metall an Lohnzuwachs fordert. Letztendlich werden so um die 3 - 3,5 % rausspringen. Ja, Porsche und Daimler-Mitarbeiter bekommen zum Jahresende, aber nur vielleicht eine Gewinnbeteiligung ab aber nur die Stammbelegschaft und die wird immer mehr ausgedünnt.
Andererseits werden aber auch die kleineren Zulieferer geknebelt, bis nichts mehr geht und denen dann auch tatsächlich bei 3% mehr Lohn fast die Luft ausgeht.
Solange sich die Gewerkschaften aber immer wieder mit der sog. Arbeitsplatzsicherheit erpressen lassen, wird nicht viele dabei rumkommen. Was die Sicherheit Wert ist sieht man ja bei Siemens nun, nämlich nichts oder auch bei GE, erst Lohnverzicht dann dicht.

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flopi3 29.01.2018, 15:26
8. Unfassbar, Herr Augstein!

Sorry Herr Augstein, aber Sie plädieren für einen reinen Sozialismus, der noch niemals funktioniert hat. Arbeitgeber können nicht die Rolle der Sozialämter übernehmen!
Eine gerechte Verteilung halte ich übrigens für völlig richtig. Aber das geht auch mit Augenmaß und etwas nüchternem Nachdenken. Leider haben Sie und Ihre Kollegen das wohl verlernt. Sonst würden Sie (die Medien) einmal vernünftige Vorschläge machen, über die es sich lohnt nachzudenken. z.B. eine maßvolle Lohnerhöhung i.H.v. 2,5-3% und dazu eine Erfolgsbeteiligung. Damit kann es dann - je nach Lage der einzelnen Firma - auch mal eine Lohnerhöhung von bis zu 10% im Jahr geben, wenn es richtig gut läuft. In einer Krise wird dann eben wieder weniger verteilt.
Und zum Thema Arbeitszeit: eine Flexiblisierung finde ich prima, gerade wenn es um kleine Kinder geht oder die Pflege von Angehörigen. Für 2 Jahre dann mal in eine 25 Stunden-Woche zu wechseln, ist das richtige Konzept. Und danach geht es dann für 2 Jahre in die 45-Stunden-Woche, um die Minderstunden (zur 35-Std. Woche) wieder auszugleichen. Damit haben die Arbeitnehmer während den ersten 2 Jahren keine Gehaltseinbussen und arbeiten im Anschluss nach.
Also: gegen eine faire Verteilung spricht nichts, aber diese pauschale Neiddebatte ist völlig fehl am Platze - ganz besonders im Rahmen der Metallindustrie, in der eh vernünftige Löhne gezahlt werden!

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muckusch 29.01.2018, 15:26
9. Kalte Progression, Solidaritätsabschlag?

alles richtig, sehr geehrter Herr Augstein, doch wenn Arbeitnehmer zu hunderttausenden um ihren Mindestlohn betrogen werden, wo bleibt der Staatsanwalt, der gewerbsmässigen Betrug in diesem Umfang von Amts wegen zu verfolgen hat, wie er es bei blossem Ladendiebstahl geringwertiger Gegenstände (unter salvatorischer Bejahung des > besonderen öffentlichen Interesses < daran) oder bei Schwarzfahrten mit Leidenschaft tut?

Und wieviel von den zu erstreitenden 6 % streicht der Staat durch Progression, kalte Progression und den (weithin als verfassungswidrig angesehenen) Solidaritätsabschlag seinerseits leistungslos ein?

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