Forum: Politik
Ihre Meinung: Wie privat dürfen Politiker sein?

In einem Radio-Interview hat die baden-württembergische SPD-Spitzenkandidatin Vogt unbefangen auf Fragen zu ihrem Sexualleben geantwortet. Dafür kassierte sie aus der eigenen Partei sogleich Kritik. Wie privat dürfen sich Politiker in der Öffentlichkeit geben?

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SaT 23.03.2006, 17:16
30. als Täuscherin,Exibitionistin und als Dumm geoutet

Zitat von lis
die laut Umfragen schon einen Orgasmus vorgetäuscht haben, konnte sie in aller Ruhe "Ja" anworten.
Sie hätte natürlich auch sagen können „klar, sonst hört der ja nie auf“.
Zitat von lis
"Nein" hätte der braven Ute eh keine/r geglaubt und "Ja" zeigt nur: Eine Frau wie alle anderen.
Wieso eine Frau wie alle anderen? Jetzt komme ich aber wirklich ins Grübeln. Da muss ich doch mal meine Frau fragen....
Mal im Ernst: ein Politiker ist nicht verpflichtet, auf jede Frage zu antworten. Hätte Sie das Studio verlassen, hätte sie meinen Respekt und den vieler anderer gehabt – ich hätte gedacht: die macht halt nicht jeden Blödsinn mit, nur um ihren Bekanntheitsgrad im Wahlkampf zu steigern. So denkt man sich: die täuscht also vor – hmm, wie war das mit den Wahlversprechen. Mit dem „Ja“ hat sie sich nicht nur als Täuscherin und Exibitionistin sondern auch als Dumm geoutet – auf solche Fragen antwortet einfach kein vernünftiger Mensch.

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Sachzwang 23.03.2006, 17:26
31.

Ich hätte da noch Zusatzfragen:

Waren ihre Tränen beim Münte-Abschuß vorgetäuscht? Und hatte sie in Wahrheit nicht einen machtpolitischen Orgasmus?

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ares 23.03.2006, 17:36
32.

Zitat von Marodeur
Vielleicht sollte man Berufspolitiker verbieten und nur noch "normale" Menschen zu lassen und diese auch nur für eine, maximal zwei Legislaturperioden. Und als Bezahlung nur einen Mindestlohn :-)) und Fahrtkostenertattung. Aber das wird ein Traum bleiben
Klingt wirklich wie ein Traum da auch Politiker nur Menschen sind und wenn man Ihnen einen Mindeslohn gibt. die Gefahr von Koruption doch sehr hoch wäre, denn jeder ist sich nunmal selbst am nächsten und wenn man die Folgen absehen kann sagt man nicht nein zu einer Entscheidungshilfe.

Bezüglich des Radiobeitrags ist meine Meinung das müssen Politiker sowie jeder andere für sich selbst entscheiden und ob das Wahlkampfteschnich von Vorteil ist stellt sich so wie ich den Artikel verstanden habe nicht als Frage da ja Vertreter alle Parteien an dieser Woche der Wahrheit teilnehmen.

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TheBear 23.03.2006, 17:45
33.

Zitat von SaT
... ein Politiker ist nicht verpflichtet, auf jede Frage zu antworten.
Natürlich nicht *verpflichtet*. Aber wenn ein Bundes-Politiker auf eine Frage zu seiner Einstellung zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr, oder ein Landes-Politiker auf eine Frage zu seiner Einstellung zum Ver.di Streik keine Antwort geben will, oder eine nichtssagende Anwort gibt, halte ich das für inakzeptabel.

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Hallo Pinoccio 23.03.2006, 17:53
34.

Zitat von Rainer Helmbrecht
Abgesehen davon, dass mich gerade ihr Sexleben nicht interessiert, stört mich persönlich das ganze Thema Sex. Ich finde, dass wir das Thema wirklich abgelutscht haben, leider hat es nichts genutzt. Wenn jetzt noch alle einschlägig bekannten Politiker (Friedmann) ihre Unappetitlichkeiten zusätzlich zur Politikwerbung benutzen, ist der Moment zum Auswandern gekommen (vielleicht genügt ja schon das Fernsehen zu kappen);o).
Das ist wahr gesprochen. Als eine schöne private Geschichte zwischen zwei Menschen gehört es einfach nicht in die Öffentlichkeit. Es wird nur platt und hässlich dadurch. wenn es jetzt noch verpolitisiert wird, (glaube, das Wort gibt es noch gar nicht) dann - ist kein Wunder, dass die Deutschen aussterben (haben die Nase voll)

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Hallo Pinoccio 23.03.2006, 17:56
35.

Zitat von Kunigunde
...mit seinem eigenen Sexualleben meint Wahlkampf machen zu müssen, beweist schlechten Stil und legt den Verdacht nahe, daß er in der politischen Sache nichts auf der Pfanne hat. Viele Grüße Kunigunde
Ja, für manche kann man das Niveau gar nicht tief genug ansetzen. Ich denke, sie wird inzwischen auch nicht mehr glücklich sein, über ihre "Offenheit", die ja eh keiner glaubt.

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littlegermany 23.03.2006, 18:03
36. Vergleich

Zitat von TheBear
Natürlich [sind Politiker] nicht *verpflichtet* [auf jede Frage zu antworten]. Aber wenn ein Bundes-Politiker auf eine Frage zu seiner Einstellung zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr, oder ein Landes-Politiker auf eine Frage zu seiner Einstellung zum Ver.di Streik keine Antwort geben will, oder eine nichtssagende Anwort gibt, halte ich das für inakzeptabel.
Fragen und Antworten zu offensichtilich Politik verwandten Themenkomplexen wie Afgahnistan oder Tarifpolitik, sind wohl kaum mit Fragen zu sexuellen Vorlieben gleichzusetzen.

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Stefan Albrecht 23.03.2006, 18:15
37. Privatleben und Einfallslosigkeit

Die Darstellung von dem sogenannten Privatleben ist für mich reine Show, und zwar eine äusserst schlechte, ein Schmierentheater. Ich glaube nicht, daß solche Politiker wirklich private Dinge erzählen, sie tun nur so um Aufmerksamkeit zu erheischen und davon abzulenken, dass sie eigentlich keinen blassen Schimmer haben, wie man tatsächliche vorhandene Aufgaben angeht und löst.

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Diarra 23.03.2006, 18:20
38.

Was soll man Politiker sonst fragen? Denn wo noch könnte man ihnen Kompetenz und Handlungsfähigkeit zusprechen?

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adsum 23.03.2006, 19:00
39.

Zitat von sysop
In einem Radio-Interview hat die baden-württembergische SPD-Spitzenkandidatin Vogt unbefangen auf Fragen zu ihren Sexualleben geantwortet. Dafür kassiere sie aus der eigenen Partei sogleich Kritik. Wie private dürfen sich Politiker in der Öffentlichkeit geben?
Was für eine Spießergesellschaft sind wir doch geworden, aus einer solchen Kleinigkeit soviel Aufhebens zu machen.
Sollte das zu Simmenverlusten führen.
Gratulation Genossin Vogt!

Froh sein von solchen kleinkarierten Spießern nicht gewählt worden zu sein! Du bist eine ehrliche Haut und das gefällt mir. Nur aufpassen! Manche wollen einen bei so einer Frage nur verarschen! Politiker müssen auch manchmal Lügen, dass die Balken sich biegen. Das will das Wahlvolk leider auch manchmal.
Gruß
adsum

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