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Im Fall eines harten Brexits: Irland könnte Hunderte Millionen von der EU fordern
OLIVIER HOSLET/EPA-EFE/REX

Scheitert Theresa May im Parlament mit dem Austrittsvertrag, droht nicht nur Großbritannien ein wirtschaftliches Desaster. Auch die irische Regierung fürchtet einen Brexit ohne Abkommen.

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michael.mittermueller 03.01.2019, 19:46
10.

Irland könnte ja auch die Steuern erhöhen. Für Internetkonzerne.
Stattdessen finanziert es diese Unternehmen und die durch sie verursachten Steuerausfälle ganz einfach durch EU Umlagen.
Man ist so etwas wie das eigene Jersey oder Gibraltar. Oder ein etwas größeres Zypern.

Sponsored By the EU, steht auf jedem zweiten Einkaufszentrum und fast jedem Golfplatz. Auch das ist Strukturpolitik.

Und dann noch etwas. Irland hätte es in der Hand gehabt, sich sowohl in der Immigrationsfrage als auch in den Brexit Verhandlungen auf die Seite Großbritanniens zu begeben. Sich stattdessen aber als Opfer zu bezeichnen ist schon stark. Hier ein Beitrag von Bloomberg zum Thema:

https://www.bloomberg.com/news/features/2018-12-14/how-ireland-outmaneuvered-britain-on-brexit

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Wal-Ire 03.01.2019, 19:48
11.

Zitat von sok1950
Warum zum Teufel sollte GB horrende Zölle für eingeführte Lebensmittel erheben? Diese Panikberichterstattung ist nur peinlich. Ebenso das Jammern einzelner Industriezweige. Selbst ohne Exit-Vertrag steht es der EU völlig frei, keine Zölle auf Waren aus GB zu erheben. Auch "Zollkontrollen" sind kein Argument. Wer hindert GB Lieferungen aus der EU einfach "durchzuwinken". Niemand kann GB zwingen irgendwelche Zölle zu erheben oder Kontrollen durchzuführen. (gilt übrigens auch für die EU)
Doch. Die WTO verlangt die Erfassung von Warenströmen. Wie sollte man sonst die Schedules ermitteln?

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eifrigerleser 03.01.2019, 19:51
12. GAnz ehrlich....

wen jucken ein paar Hundert Millionen Euro im Haushalt der EU? Dieser Artikel ist die Summe nicht wert!

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maynard_k. 03.01.2019, 19:51
13. Ein paar hundert Mio sind unproblematisch

GB zahlt jährlich(!) ca 5 Milliarden Euro netto. Diese müssen nun auf Empfängerseite getrichen werden! Wenn Deutschland diesen Betrag (anteilig) nun ebenfalls tragen soll sind ein paar hundert Mio an Irland unser kleinstes Problem.

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pepe-b 03.01.2019, 20:03
14. @ sok1950

Schon mal was von WTO gehört? Es ist ja nicht so, dass es nach einem harten Brexit keine Regeln gäbe. Man sollte sich schon zumindest rudimentär in dem auskennen, worüber man spricht.

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ramuz 03.01.2019, 20:03
15. @ sok1950 "die Berichterstattung ist hanebüchend [sic!]

Zitat von sok1950
Warum zum Teufel sollte GB horrende Zölle für eingeführte Lebensmittel erheben? [...] Selbst ohne Exit-Vertrag steht es der EU völlig frei, keine Zölle auf Waren aus GB zu erheben. Auch "Zollkontrollen" sind kein Argument. Wer hindert GB Lieferungen aus der EU einfach "durchzuwinken". Niemand kann GB zwingen irgendwelche Zölle zu erheben oder Kontrollen durchzuführen. (gilt übrigens auch für die EU)
Nein - aber Ihr Beitrag ist es: Hanebüchen eben.
Wenn GB hier nicht tut, also keine Zölle erhebt, darf es das laut WTO-Regeln auch gegenüber anderen nicht tun. Australien, Neuseeland, Indien, China, USA, um mal Fleisch als Importware beispielhaft zu nehmen.
GB wird sich hüten, hier in IR/NIR KEINE (!) Zölle zu erheben.

Und nochmal Nein: es steht auch der EU nicht frei, KEINE Zölle zu erheben. Ihr Satz: "Niemand kann GB zwingen irgendwelche Zölle zu erheben oder Kontrollen durchzuführen. (gilt übrigens auch für die EU)" ist natürlich Unsinn. Wenn Sie nicht selber drauf kommen, warum, fragen Sie gerne nach, dann wird es Ihnen erklärt. Hat was mit u.a. Einwanderung, Qualität, Zöllen, Gesetzen, Verträgen zu tun, so viel schon mal vorab....

Machen Sie sich mal schlau, fangen Sie z.B.hier an und folgen auch den Links der Links ... ist ein interessantes Thema jenseits des populistischen Gedröhns ".. völlig frei...":
https://de.wikipedia.org/wiki/Meistbegünstigungsprinzip

PS: Der Zwang nun "gilt übrigens auch für die EU" .... ;-))

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ramuz 03.01.2019, 20:05
16. Ich verstehe nicht,

Zitat von HARK
Nach allen Prophezeiungen drohen dem UK bei einem harten Brexit Liefer-Engpässe bei frischen Lebensmitteln bzw. Preissteigerungen. Warum also sollte die britische Regierung Einfuhrzölle für die begehrte Ware erheben und den Zorn der Verbraucher auf sich ziehen. Die werden alle Waren möglichst schnell durchwinken... Eine selten schlechte Argumentation, um Subventionen abzugreifen.
.. wie man sich Tatsachen und Kenntnissen so verweigern kann wie Sie das tun? WTO, Meistbegünstigung? Schon mal gehört, gelesen, verstanden? Nein, nicht wahr?

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Wal-Ire 03.01.2019, 20:06
17.

Zitat von michael.mittermueller
Irland könnte ja auch die Steuern erhöhen. Für Internetkonzerne. Stattdessen finanziert es diese Unternehmen und die durch sie verursachten Steuerausfälle ganz einfach durch EU Umlagen. Man ist so etwas wie das eigene Jersey oder Gibraltar. Oder ein etwas größeres Zypern. Sponsored By the EU, steht auf jedem zweiten Einkaufszentrum und fast jedem Golfplatz. Auch das ist Strukturpolitik. Und dann noch etwas. Irland hätte es in der Hand gehabt, sich sowohl in der Immigrationsfrage als auch in den Brexit Verhandlungen auf die Seite Großbritanniens zu begeben. Sich stattdessen aber als Opfer zu bezeichnen ist schon stark. Hier ein Beitrag von Bloomberg zum Thema: https://www.bloomberg.com/news/features/2018-12-14/how-ireland-outmaneuvered-britain-on-brexit
Irland raus aus der EU. Am besten ans UK verschachern. Haben wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Wir sind das Problem los und der Bürgerkrieg als Folge wird das UK schwächen. Geniale Lösung.

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artep 03.01.2019, 20:11
18.

Wieder ein Grund mehr, bei den anstehenden Europawahlen eine EU- kritische Partei zu wählen ! Die Summe machts nicht, der verdammte Filz und die Zwänge für die Nationalstaaten machen es.

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aurichter 03.01.2019, 20:33
19. Welchen Film

schauen wir eigentlich? Wieso muss die EU für die zu erwartenden Ausfälle aufkommen, wenn die Briten ungeordnet den Verein verlassen? Muss man dies wirklich noch verstehen? Die Iren suchen sich den bequemsten Absatzmarkt und nun soll die EU und somit der EU Bürger die Ausfälle durch Zahlungen kompensieren. Das muss Satire sein.

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