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Im Fall eines harten Brexits: Irland könnte Hunderte Millionen von der EU fordern
OLIVIER HOSLET/EPA-EFE/REX

Scheitert Theresa May im Parlament mit dem Austrittsvertrag, droht nicht nur Großbritannien ein wirtschaftliches Desaster. Auch die irische Regierung fürchtet einen Brexit ohne Abkommen.

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lathea 03.01.2019, 22:23
30. Dann soll die EU einfach.....

......auf argentinisches Rindfleisch Zoll erheben und Irland mehr Rindfleisch in die übrigen EU-Länder liefern. Argentinien kann ja dann dafür mehr nach GB liefern. Gleicht sich wieder aus und ist für Irland noch besser. Argentinien gehört nicht zum Binnenmarkt.

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standinside 03.01.2019, 22:27
31.

Die Iren haben von Anfang an den Brexit zu einer Frage des Friedens in Nordirland erklärt, was zu der EU-Forderung einer Rücksicherung an Großbritannien im Falle einer Nicht-Einigung in einem künftigen Trade Deal geführt hat. Das kompromißlose Festhalten der Iren hat die EU und Großbritannien in die Sackgasse geführt. Strategisch gesehen, ist es riskant für das kleine Land. Die guten Beziehungen zwischen den Iren und Briten, die seit dem Good Frieda Agreement von beiden Ländern gepflegt wurden, sind jetzt hin. Also jetzt weinend zu der EU mit ausgestreckter Hand bittend ist absolut unehrenhaft.

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guttmensch 03.01.2019, 22:34
32. Irisches Steuermodell

Irland hat ja ein problematisches Steuermodell zum Schaden der anderen Mitgliedstaaten der EU. Wenn Irland also Geld braucht, dann ist das eine gute Nachricht und eine schlechte für Steuervermeider mit dem Dutch Sandwich über Irland wie Amazon, Microsoft, Google, Apple usw. Früher oder später muss der Sumpf trockengelegt werden.

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Lektorat Berlin 03.01.2019, 22:37
33. Zynismus

Zitat von Wal-Ire
Irland raus aus der EU. Am besten ans UK verschachern. Haben wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Wir sind das Problem los und der Bürgerkrieg als Folge wird das UK schwächen. Geniale Lösung.
ist aber auch nichts, was uns in der Diskussion inhaltlich weiterbringt, oder? Die Argumentation Ihres Vorforisten hatte hingegen, wie ich fand, durchaus Hand und Fuß. Auf der einen Seite mit Dumpingsteuern das Steuersubstrat anderer Mitgliedstaaten absaugen und dann, wegen des Brexit, von der EU Ersatzgelder haben wollen? Das ist nun wirklich reichlich schräg, oder? Mit dieser "Forderung" mögen sich die Iren dann, wenn überhaupt an irgendjemanden, an die Brits wenden.
Nach dieser Logik müsste ja dann D Ausfallgelder beantragen können für die ganzen Autos, die es dann nicht mehr auf die Insel exportieren kann. Und erst noch due ganzen Gelder, die deutsche Firmen in England investiert haben (BMW allein ABERMILLIONEN)!!! Alles ausgleichszahlungsbedürftig? Nee, da sind die Iren mächtig auf dem Holzweg. Und Sie auch.

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Rüdiger IHLE, Dresden 03.01.2019, 22:47
34. Irland könnte Hunderte Millionen von der EU fordern

Tausend Millionen sind auch mal grade nur ne Milliarde ..
Also das scheint mir keine Dimension zu sein, wegen der sich die EU Sorgen zu machen braucht!

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Lektorat Berlin 03.01.2019, 22:54
35. echt?

Zitat von artep
Da hüpfe ich hin und her und bin mir gar nicht sicher, ob die Briten es richtig oder falsch gemacht haben mit ihrer Brexit- Entscheidung. Was ich derzeit sehe, ist eine martialische EU mit martialischen Drohungen. Und ich frage mich, ob man nicht besser die ganze Kiste vor die Wand fahren lassen sollte und dann im Hemd neu anfangen sollte, eingedenk aller Fehler, die man vorher gemacht hat. Nur so ein Gedanke...
Ich sehe nicht eine einzige - und schon gleich gar keine "martialische" Forderung der EU, und Drohungen hatves sowieso schon gleich gar nicht gegebrn, ganz im Gegenteil! Die EU-Regularien waren klar (im ünrigen von GB mitgestaltet) und die EU ist der Insel wie IMMER in all den Jahren zuvor auch sehr entgegengekommen.
Die Brits selbst sind es, die nicht wissen, was sie wollen und sich untereinander zerfetzen. Da kann die EU ja nun nichts für, die haben nicht pro brexit gestimmt und auch nicht im Vorfeld des Referendums die Halbgebildeten des Landes aufgehetzt.
Weshalb nun deshalb aber die EU "an die Wand fahren" sollte, ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Vielleicht können Sie das erläutern?

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_Mitspieler 03.01.2019, 22:56
36. Quasikriminell

hat Irland jahrelang die Apples dieser Welt mit sittenwidrig niedrigen Steuersätzen auf die Insel gelockt. Der EU, zu der Irland immerhin gehört, wurden so Steuereinnahmen in Milliardenhöhe vorenthalten, während im Gegenzug ein kleines Inselvölkchen sich besserstellte. Von ebenjener EU will man in Zeiten der Not, wie auch im Kontext mit der Bankenkrise, bar jeden Skrupels Stütze eintreiben. Die inzwischen von Apple nacherhobenen Milliarden wurden von den Iren auf Sonderkonten geparkt und ein EU-Gerichtsverfahren mit dem Ziel angestrengt, die Gelder wieder an Apple zurückzahlen zu dürfen. Inzwischen sind Jahre ins Land gegangen. Auch die entgangenen Zinsen sollten den Iren bei künftigen Nachschlagsforderungen gegengerechnet werden, wie übrigens auch die positiven Brexit-Effekte aus der Verlagerung britischer Unternehmen nach Irland und die damit verbundenen Mehreinnahmen und Beschäftigungszuwächse.

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aggro_aggro 03.01.2019, 23:20
37. sehe kein Problem

Das Fleisch wird für die britischen Bürger teurer. Die Preisdifferenz sackt der britische Staat ein. Die Briten wollen das so. Also sollte es keine Absatzschwierigkeiten geben, es sei denn der Brite isst weniger Fleisch.
Die Überschüsse müsste Irland dann woanders verkaufen, eventuell für weniger Geld (Angebot und Nachfrage).
Deutsche essen auch Rind, teilweise sogar importiertes.

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DorianH 03.01.2019, 23:58
38.

Zitat von artep
Was ich derzeit sehe, ist eine martialische EU mit martialischen Drohungen.
Das sehen Sie?
Ernsthaft?
Dann sollten Sie dringend zum Augenarzt gehen, denn Ihre Wahrnehmung scheint mir etwas verschoben....

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dietrich.feuser 04.01.2019, 01:12
39. Dann lasst uns einmal nachrechnen

Komisch, dass jeder immer nach deutschen Steuergeldern schreit. denn nichts anderes stellt eine solche Forderung dar. Leider haben es unsere hirnverb....ten Politiker von SPD und Union immer wieder geschafft der EU und deren Vorgängern durch freiwillige Erhöhung der Beiträge den deutschen Steuerzahlern massiv zu schaden. Die Beiträge, welche jetzt nach dem Brexit fehlen sollten nicht von den paar Nettozahlern zusätzlich aufgebracht werden, sondern von den Nettoempfängern, welche ohnehin nur in der EU sind, um Geld ab zugreifen, durch dauerhafte Verringerung der Subventionen ausgeglichen werden. Selbst auf diese simple Idee zu kommen, ist ein hochbezahlter EU Kommissar, Deutscher Unionspolitiker (CDU) einfach nicht intelligent genug. Gleiches gilt für den letzten Verkehrsminister, der zu dumm ist, mit einem Sch...n zu tanzen
Der war nicht einmal fähig, eine Maut durchzubekommen. Wollte er aber auch gar nicht, denn damit hätte er sich ja beschäftigen müssen. Um der ganzen Arbeit aus dem Weg zu gehen, wurde gleich zu beginn getönt, dass den deutschen Autofahrern keine zusätzlichen Kosten entstehen würden, da man die KFZ Steuer um den gleichen Betrag senken würde. Alles nur noch Volksverräter auf allen Ebenen
Wie hoch ist der Export der Irischen Agrarprodukte in Mrd. € nach GB?
Wie hoch ist der Export der Deutschen Industrieprodukte in Mrd. € nach GB?
Wenn Irland eine Kompensation von der EU verlangt, sollte Deutschland das erst recht tun. Da kommt mit Sicherheit weit mehr rüber als ein paar hundert Mio.

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