Forum: Politik
Im Oktober in Paris: Die Vier von Minsk vereinbaren neuen Ukraine-Gipfel
DPA

Die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, der Ukraine und Russland treffen sich am 2. Oktober in Paris. Bei dem Gipfel wollen sie einen neuen Anlauf zur Lösung des Ukrainekonflikts unternehmen.

Seite 7 von 7
localpatriot 10.09.2015, 14:01
60. Ein dunkler Schatten über der deutschen Politik

Zitat von Robert_Rostock
Was hat das jetzt mit meinem Beitrag zu tun? Was wollen Sie mir vorwerfen? Zur Operation Barbarossa kam es doch damals, obwohl (oder vielleicht auch weil) man damals meinte, die Wünsche Nazideutschlands "um des lieben Friedens willen" zu erfüllen.
Operation Barbarossa war ein Alleingang Hitlers und alle ehemaligen Regionen der Sovietunion litten unter diesem Ueberfall, die Ukraine, Russland, Weissrussland, sogar der heutige Zankapfel, die Krim.

Wer immer als Vertreter des heutigen Deutschlands dasteht muss sich dieser historischen Last bewusst sein denn in den Opferstaaten bleibt man sich der schweren Verluste an Menschenleben der Zerstörung voll bewusst.

Beitrag melden
hdwinkel 10.09.2015, 14:10
61. Nato

Zitat von Robert_Rostock
"Die Nato hat sich vergrößert" ist schon mal zumindest tendenziös formuliert. Es sind Staaten freiwillig, in völliger Übereinstimmung mit dem Völkerrecht und der auch von Russland bzw der UdSSR unterzeichneten Schlussakte von Helsinki der Nato beigetreten.
Es geht weniger darum, ob sich die osteuropäischen Staaten anschließen wollten, sondern darum, warum die NATO sie aufgenommen hat.
Was genau war das Interesse der NATO, z.B. die baltischen Staaten aufzunehmen, deren Bevölkerung nur deshalb mehrheitlich für einen Beitritt zur NATO stimmte, weil man dort vorher die meisten Russen einfach mal so ausgebürgert hatte?
Ist das jetzt ein Gewinn internationaler Stabilität, oder eher ein zusätzliches Risiko nun doch in einen Atomkrieg zu schlittern, der in der Zeit des Kalten Krieges mit viel Glück nicht stattfand?

Beitrag melden
stonecold 10.09.2015, 14:12
62.

Zitat von Beat Adler
Tuerkei und Nord-Zypern: Der Einmarsch erfolge 1974, d.h. im 20. Jhd. Ich bezog mich auf das 21. Jhd. Die Tuerkei hat Nord-Zypern NICHT annektiert. Der Fall ist also mit der Ukraine NICHT vergleichbar. Die Beispiele aus ex Jugoslawien sind Alle NICHT mit dem Einmarsch der gruenen Maennchen, der von Putin gelobten russischen Armeeinheiten, zur Besetzung strategisch wichtiger Lokalitaeten, auf der Halbinsel Krim vergleichbar. Kurdistan wurde ebenfalls nicht von auslaendischen Truppen besetzt, um eine Farce einer Volksabstimmung durchzufuehren. Auch dieses Beispiel geht daneben. Wenn Kurdistan einmal auch de jure, nicht nur de facto, so wie aktuell im Noden des Irak, unabhaengig wird, dann muss der UNO Sicherheitsrat zustimmen. Kurdistan kann allerdings auch ohne Zustimmung des UNO Sicherheitsrates Mitglied der UNO Vollversammlung werden. Siehe Parallelfall Palestina. Wer sich ans Voelkerrecht haelt, sichert den Frieden. Wer Nachbarterritorien ueberfaellt und annektiert, tut dies nicht. mfG Beat
Sie stecken Ihre Grenzen gerade so, wie Sie es brauchen, um Ihre Illusion des allgemeingültigen Völkerrechts aufrechtzuerhalten bzw. im Fall Russland-Krim ein außerordentliches "Völkerrechtsverbrechen" herbeizukonstruieren.

Weil der Einmarsch in Zypern nicht erst in diesem Jahrhundert erfolgte, hat er keine Relevanz? Die Türkei hat dieses Gebiet quasi-annektiert, nach wie vor sind dort 36.000 türkische Soldaten stationiert. Selbst wenn Ihr lächerlicher Verweis auf den Zeitpunkt des Ereignisses relevant wäre- dann wäre es doch jetzt, im 21. Jahrhundert aber höchste Zeit, endlich Sanktionen gegen den Völkerrechtsbrecher Türkei zu verhängen, oder?

Die Loslösung des Kosovo kam natürlich durch grüne Männchen zustande, durch NATO-Soldaten, die diese Loslösung gegen den Widerstand des "Mutterlandes" durchsetzten. Übrigens ohne UN-Mandat, und ohne irgendeine Abstimmung der Bevölkerung.

Diese "Farce einer Volksabstimmung", die Sie auf der Krim herbeikonstruieren, bildet die Meinung der dortigen Bevölkerung ab, übrigens eine Meinung, die seit 1991 mehrfach durch Referenden, Abstimmungen, Initiativen zum Ausdruck gebracht wurde, die von Kiew jeweils unter Androhung militärischer Gewalt negiert wurden. Die überwältigende Mehrheit der Krimbewohner ist mehr als zufrieden damit, nicht mehr zur Ukraine zu gehören. Das zeigen mehrere durchgeführte Meinungsumfragen westlicher Institute.

Wo liegt eigentlich Ihr Hauptproblem in Bezug auf die Krim? Im Völkerrechtsbruch per se? Das geschieht jedes Jahr durch die „Großmächte“, zuvorderst durch die „Führungsmacht der westlichen Welt“. Oder darin, dass Ihrer Meinung nach die Bevölkerung der Krim nicht zu Russland gehören will?

Zur Völkerrechtswidrigkeit von Sanktionen ohne UN-Beschluss haben Sie keine Position?

Beitrag melden
graf1972 10.09.2015, 14:15
63. Annektion

...darf nicht anerkannt werden denn: Dann hätte Deutschland das Recht Ostpreußen, Schlesien, Elsaß usw. ebenfalls zu annektieren. Die Polen würden sich den Teil holen den die Russen sich einverleibten ab 1945. Die Griechen sich ihren Teil der türkisch ist zurückholen, Spanien alte Kolonien und vor Jerusalem stünden wieder Kreuzritter da es ja mal christlich war. Wer hat Anspruch auf was ? Der Krim eigentliche Ureinwohner, die Ukrainer, die Russen, die Türken ? Fangen wir damit an dann haben wir überall Krieg. Um den Frieden zu bewahren müssen Grenzen unantastbar sein. Lässt man das Russland durchgehen wird es weitere Gebiete annektieren. Russland ist eine Gefahr für die europäische Sicherheit, unsere. Meine Kinder sollen nicht in den Krieg ziehen müssen.

Beitrag melden
lamprechtm 10.09.2015, 14:47
64.

Zitat von graf1972
...darf nicht anerkannt werden denn: Dann hätte Deutschland das Recht Ostpreußen, Schlesien, Elsaß usw. ebenfalls zu annektieren. Die Polen würden sich den Teil holen den die Russen sich einverleibten ab 1945. Die Griechen sich ihren .....
Und Russland bzw.die Sowjetunion hat das Grossdeutsche Reich 1941 uberfallen ,Sie sollten gerade als Deutscher Ihre Meinung uberdenken , und nicht die Ansichten eines "Jazenjuk"vertreten , und versuchen eine "Neue Geschichte" zu etablieren ,. MFG.

Beitrag melden
msvanessacheng 10.09.2015, 14:53
65.

Zitat von Beat Adler
Ohne EU laege die Ukraine bereits heute am Boden. Das Potential der Ukraine, gut ausgebildeter Bevoelkerungsdurchschnitt, Landwirtschaft, Konsumenten, Arbeitskraefte, Erdgas aus ....
Haben Sie diesen Beitrag vor 2 Jahren geschrieben oder wollten Sie ihn erst nach vielen Jahren veröffentlichen? Mann, ich renne nun sofort zur Bank, hole was ich habe und kaufe ukrainische Staatsanleihen. Win für mich - win für die Oligarchie, und eine todsichere Investition obendrauf ...

Beitrag melden
Schönwetterfrosch 10.09.2015, 16:13
66. zweifelhaft

"Der Kreml hob in seiner Erklärung die Notwendigkeit hervor, schwere Waffen aus dem Konfliktgebiet abzuziehen."
dann möge der Kreml seine schweren Waffen sofort abziehen und alles wird wieder gut
"Der Kreml weist die Vorwürfe der Ukraine und des Westens zurück, die prorussischen Rebellen militärisch zu unterstützen."

da es keine prorussischen Rebellen gibt, sondern nur russisches Militär, das in der ukraine krieg führt, ist diese Behauptung nicht mal eine der üblichen russischen Propagandalügen.

Beitrag melden
Olaf 10.09.2015, 16:27
67.

Zitat von regula2
Zweck des Treffens kann es eigentlich nur sein, eine Vereinbarung mit Russland zu treffen. Was aber kann deren Sinn sein, wenn der Vertragspartner nicht nur die wesentlichsten völkerrechtlichen Verträge der letzten 40 Jahre gebrochen hat, sondern frank und frei wissen lässt, auch in Zukunft so zu verfahren ?
Eine Lösung im syrischen Bürgerkrieg ist nur mit den Russen möglich.

Angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen und den wachsenden Schwierigkeiten mit dem IS, ist bei den Europäern also das Interesse groß, den Konflikt um die Ukraine durch Zugeständnisse endlich zu beenden.

Beitrag melden
Schönwetterfrosch 10.09.2015, 16:51
68. nein ganz falsch

Zitat von hdwinkel
Es geht weniger darum, ob sich die osteuropäischen Staaten anschließen wollten, sondern darum, warum die NATO sie aufgenommen hat. Was genau war das Interesse der NATO, z.B. die baltischen Staaten aufzunehmen, deren Bevölkerung nur deshalb mehrheitlich für einen Beitritt zur NATO stimmte, weil man dort vorher die meisten Russen einfach mal so ausgebürgert hatte? Ist das jetzt ein Gewinn internationaler Stabilität, oder eher ein zusätzliches Risiko nun doch in einen Atomkrieg zu schlittern, der in der Zeit des Kalten Krieges mit viel Glück nicht stattfand?
natürlich geht es um den willen der Staaten, die alle nicht wieder in eine zwangsgemeinschft mit den russen wollen und das deutlich erklärt haben.

wenn sie das freiwillig wollen dann geht das klar.

eine Annexion wie Russland das mit der Krim gemacht hat, geht nicht klar, da diese unter waffendrohung geschah.

und pütin argumentiert gerne mit der Geschichte.
stalin hat die krimtartaren von der Krim verschleppt und dort Russen angesiedelt und in vielen anderen ehemaligen udssr-staaten auch.
dass also diese angesiedelten russen, die oft nicht der sprach mächtig sind, nicht darüber abstimmen dürfen, was mit der Krim oder den baltischen Staaten oder polen passier, geht folglich in Ordnung.
dass jetzt wieder krimtartaren verschleppt und gefoltert werden, weil sie bei der ukraine bleiben wollen, ist verabscheuenswürdig.

Beitrag melden
Seite 7 von 7
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!