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Immer weniger Großspenden: Wirtschaft dreht Parteien den Geldhahn zu
DPA

Die deutschen Großunternehmen zeigen sich immer knauseriger, wenn es um die Spenden an Parteien geht. 2012 gingen die Zuwendungen um rund ein Drittel zurück. Die spendabelsten Gönner hatte noch die CSU. Auch die Marxistisch-Leninistischen Partei konnte sich über einen Geldsegen freuen.

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cepp 02.01.2013, 11:15
90. effizienter direkter Einfluss über Beraterverträge

Das abnehmende Spendenvolumen an die Parteiorganisationen scheint mir eine nur natürliche Entwicklung zu sein, wenn über ein zunehmendes "Beratungsgeflecht" bzw. "Landschaftspflege" effizienter Einfluss genommen werden kann. Die Entwicklung dieser Beraterhonorare bzw. Kanzleimandate im Vergleich zu den Parteispenden zu kennen, wäre aufschlussreich.

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schwarzes_lamm 02.01.2013, 11:17
91.

Zitat von sysop
Die deutschen Großunternehmen zeigen sich immer knauseriger, wenn es um die Spenden an Parteien geht. 2012 gingen die Zuwendungen um rund ein Drittel zurück. Die spendabelsten Gönner hatte noch die CSU. Auch die Marxistisch-Leninistischen Partei konnte sich über einen Geldsegen freuen.
Man darf gespannt sein, ob die Parteien das als Chance nutzen werden und eine Politik machen für die, von denen sie gewählt werden: dem Volk.

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SpieFo 02.01.2013, 11:24
92. We chaasch so ä Mischt verzapfe!

Zitat von Badischer Revoluzzer
komplett verboten. Denn es ist, was es ist: Bestechung. Und nichts anderes.
Du willsch a Badener sii, a Revoluzzer gar noch?

Ja glaubsch Du denn, daß de Parteie noch widdermache mit däre Schbendesach? Wurum denn?
De hänn längscht anderi Sache am lauffe, vo dänne mir garnix wisse. De mache einfach ebbis andersch.
So hinterum, mit Gschäftli eebe.
Du waisch doch au, we's bi uns uffm Land isch, mitem Birgamaischda un im Gmaairaad!
Hesch no nix fir de Chindergaarde gschbended, well de hesch ebbis welle?
De Schbende sinn eifach weniger woore, wells besseri un unuffälligeri Methode gitt, de ma nitt veröffentliche mues.
De SPON sott besser do driba schriebe, was dahinder steckt, hinder dene weniger Großspende.
Noch ebbis am Rand:
Bi dere Umfrog zu de nägschde Bundestagswahl vum Handelsblatt sinn bi däne 13% fir'd FDP. Bi alle andere Umfrage sin nur 3-4% fir'd FDP.
Soo siehts uus. Wirdschafft = FDP = Wirdschafft

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abseitstor 02.01.2013, 11:25
93. Treu geblieben

Zitat von sysop
Die deutschen Großunternehmen zeigen sich immer knauseriger, wenn es um die Spenden an Parteien geht. 2012 gingen die Zuwendungen um rund ein Drittel zurück. Die spendabelsten Gönner hatte noch die CSU. Auch die Marxistisch-Leninistischen Partei konnte sich über einen Geldsegen freuen.
So, so: "den Geldhahn zu..." Auch im neuen Jahr haben sich die SPON-Redakteure, insbesondere aber die SPON-Überschriftenmacher die Fähigkeit bewahrt, jeden Sachverhalt ins Negative zu drehen.

Denn eigentlich müsste der Umstand, dass weniger Geld von der pösen, pösen Industrie an die Parteien fließt, doch alle selbsternannten Saubermänner und Korruptionsbekämpfer feuchte Augen kriegen lassen.

Der SPON-Titel dagegen tut geradezu so, als sie die Parteienfinanzierung hierzulande Sache der freien Wirtschaft. Denn das wäre in der Tat ein Skandal.

Aber bei uns haben die Parteien das gar nicht nötig. Denn sie haben uns als Steuerzahler längst zur Geisel genommen, indem sie über alle Parteigrenzen hinweg entschieden haben, dass wir vor jeder Wahl mit den hässlichen Plakaten nicht nur verhöhnt werden, sondern den Quatsch nachher auch bezahlen dürfen.

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rugall70 02.01.2013, 11:27
94. Politik und Volkswille

Zitat von schwarzes_lamm
Man darf gespannt sein, ob die Parteien das als Chance nutzen werden und eine Politik machen für die, von denen sie gewählt werden: dem Volk.
Seehofer wurde unlängst vorgeworfen, er mache zu sehr Politik nach dem Willen des Volkes. Die "Suche nach dem Volkswillen" sei bei Seehofer quasi "zum obersten Prinzip" erhoben worden.

Siehe hier: Ex-Staatssekretär Weiß und seine Wutschrift - Abrechnung mit Seehofer - Bayern - Süddeutsche.de

Was denn nun?

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der_nachdenkende 02.01.2013, 11:35
95. Etwas daneben

Zitat von hadroncollider
Das wundert nicht und ist konsequent, denn schließlich mehren sich auch bei der Union und der FDP die Stimmen, die nicht diejenigen als Diebe bezeichnen, die ausgerechnet die Arbeitsplätze schaffenden und Sozialtransfers ermöglichenden Produktivkräfte mit erhöhten Steuersätzen bestrafen wollen, sondern .....
liegen Sie schon mt Ihrer Meinung, oder? Können Sie mir bitte erklären, wie die in die Schweiz verfrachteten Milliarden Arbeitsplätze schaffen und Sozialtransfers erlauben? Ihr Blick geht etwas an der Realität vorbei!

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buntesmeinung 02.01.2013, 12:55
96. Schon richtig,

Zitat von tueftler
Das Gegenteil von gut ist bekanntlich gut gemeint... Es gehört zum Wesen einer Demokratie, dass sich je nach Interessenlage Parteien bilden. Finanzierung der Parteien durch Steuergelder gibt es bereits. Nach jeder Wahl. Nur ist es so, dass diese die kleinen Parteien benachteiligt. Wie würden Sie denn das Geld verteilen wollen? Den Großteil natürlich an die Partei, die Sie gewählt.....
dass es bereits eine Steuerfinanzierung gibt. Ich wollte nur unterstreichen, dass Parteien nur durch ihre Mitglieder (durch Beiträge) und durch den Staat finanziert werden dürfen.
Die Benachteiligung kleiner Parteien gibt es auch bei der Spendenfinanzierung, nur die FDP ist hier eine unrühmliche Ausnahme, was daran liegt, dass ihre Klientel zu den Vermögenderen gehört.

Ihre Empfehlung, bei der Wahl diejenige Partei nicht zu wählen, die mir nicht zusagt, befolge ich bereits. Nur ändert das nichts.
Die etablierten Parteien haben es geschafft (u.a. auch durch Wahlgesetzgebung), sich ihre Pfründe zu sichern.
Ich kann mir weder Politiker noch eine bestimmte Politik kaufen, würde das aber entgegen Ihrer Vermutung (das meiste Geld für "meine" Partei) auch nicht wollen.
Ich will, dass es hier wieder demokratisch zugeht. Das schließt ein, dass eben gerade nicht vor allem meine Interessen vertreten werden.
Die Politik soll zum Wohle des Landes und damit aller seiner Bürger handeln und dort, wo Bürger nicht stark genug sind, deren berechtigte Interessen durchsetzen, also für einen Interessenausgleich sorgen.
Wirklich Wohlhabende brauchen keinen Staat.

Die Idee mit einem Parteienfinanzierungsfonds halte ich gar nicht für so schlecht, nur glaube ich auch, dass die Bereitschaft zu spenden, dann noch weniger ausgeprägt wäre.

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petrasha 02.01.2013, 12:56
97. daumen hoch....

diese elendigen parteispenden waren nur ein korruptionsunterfangen. keiner spendet aus mitgefühl zu einer partei. jeder hat wünsche, die er erfüllt sehen möchte. also schluss mit dem mist.

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buhli1961 02.01.2013, 15:12
98. Politiker kaufen...

Ist Demokratie pur. "...ist das Machtinstrument der herrschenden Klasse." Der Satz ist schon mehr als 150 Jahre bekannt.

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hadroncollider 02.01.2013, 15:19
99. Neider

Zitat von der_nachdenkende
liegen Sie schon mt Ihrer Meinung, oder? Können Sie mir bitte erklären, wie die in die Schweiz verfrachteten Milliarden Arbeitsplätze schaffen und Sozialtransfers erlauben? Ihr Blick geht etwas an der Realität vorbei!
Die Erfolg-Reichen schaffen ihr Geld weg, weil sie hier mit höheren Steuern bestraft werden, genauso wie sie's in Frankreich und sonstwo tun. Gäbe es hier eine gerechte Besteuerung, würden die ihr Geld hier behalten.

Wer schuftet oder klug ist oder einfach nur Glück hatte lässt sich nicht auf Dauer von Neidern belagern.

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