Forum: Politik
Immobilienblase: Die nächste Krise
DPA

Wer den Koalitionsvertrag liest, gewinnt den Eindruck, dass Deutschland unverwundbar ist. Dabei entsteht am Immobilienmarkt gerade eine gewaltige Blase - eine Gefahr für das ganze Land.

Seite 1 von 33
Fata Morgana 22.02.2018, 16:40
1. Wirklich?

Seit mehreren Jahren spekuliert man über eine Immobilienblase, nur ich lese von fehlendem Wohnraum allerorten außer in strukturschwachen Gebieten. Mir fehlt der Glaube an ein Platzen der Blase, denn das würde ja auch eine Senkung der Mieten bedeuten.
So lange aber Zuzug herrscht, kann es nicht zu einem Platzen der Immobilienpreise kommen.
Nehmen wir das Rhein-Main-Gebiet, dort werden die Mieten noch weiter steigen wegen des Brexit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tiggowich 22.02.2018, 16:43
2. Nein.

Blasen entstehen vor allem dadurch, dass man sie krampfhaft versucht herbeizureden. Statt von Blasen zu reden, könnte man einfach den Begriff „Marktsanierung“ bzw. „Rückkehr zur Normalität“ verwenden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
claus7447 22.02.2018, 16:43
3. Blase halte ich für übertrieben

Denn dazu gehört neben einer deutlichen Überteuerung (was in einigen Großstädten bis zu einem gewissen Grad vorliegt) auch dann leerstand. Das haben wir aber keinen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
arr68 22.02.2018, 16:45
4. Die Banken sind sich doch sicher

dass sie bei einem Platzen der nächsten Blase wieder aus Steuermitteln gerettet werden, schließlich soll ja kein Bänker ohne "Dach" über dem Kopf bleiben. Und auch bei diesem Koalitionsvertrg steht nichts zum Thema "Verantwortung" oder gar "Haftung" bei den "systemrelevanten" Branchen. Schade für die Familien,die demnächst in die Insolvenz gehen dürfen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Crom 22.02.2018, 16:46
5.

Eine Blase würde vorliegen, wenn gebaut würde, aber nicht die entsprechende Nachfrage nach Wohnraum gegeben wäre. Dies ist aber nicht der Fall. Im Grunde gleichen sich die Immobilienpreise in Deutschland schlicht den in Rest-Europa an.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Pfaffenwinkel 22.02.2018, 16:47
6. Immobilienpreise sind zu hoch

Ein Bekannter verlangt für seine 120-qm- ETW, einem umgebauten Keller mit nur zwei Fenstern (!) in Obb. stolze 500 000 Euro. Das ist einfach verrückt. Bis jetzt hat er aber keinen Dummen gefunden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rm9 22.02.2018, 16:49
7. Beweise?

Ist es nicht ein bisschen wenig, seine Argumentation auf den eigenen anekdotischen Erlebnissen bei einer Hausbesichtigung aufzubauen? Von einer Blase kann eigentlich keine Rede sein, zumindest nicht in den Großstädten. Es mag sein, dass der ein oder andere Probleme bekommt bei steigenden Zinsen, aber die Nachfrage nach Immobilien ist derart hoch, dass die Banken bei einer Zwangsversteigerung nur geringe Abschläge in Kauf nehmen müssen (gilt nur für urbane Gebiete). Alleine die ansteigenden Zinsen werden nicht dazu führen, da bräuchte es schon einen formidablen Crash in der Finanzwelt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Mister Stone 22.02.2018, 16:49
8. Ich gewinne einen anderen Eindruck

Wer den Koalitionsvertrag liest, gewinnt den Eindruck, dass Deutschland unverwundbar ist.

Ich habe ihn gelesen und gewinne einen ganz anderen Eindruck, dass nämlich die Menschen in unserem Land nach Strich und Faden verarscht werden sollen. Eine Sammlung von vagen Beliebigkeiten, von unverbindlichen allgemeinen Absichtserklärungen, deren Realisierung - wenn überhaupt - erst für die nächste oder übernächste Regierung aktuell werden könnte. Und dann prahlen Scholz, Nahles, Scharping, Schröder & Co davon, das "viel gutes" drin stehen würde, der Vertrag (?) könne "sich sehen lassen". Viel gutes für Merkel, ja: Merkel kann praktisch tun und lassen, was sie will, ohne sich an irgendwelche Verpflichtungen halten zu müssen - es gibt nämlich keine, außer der, dass Deutschland noch mehr Milliarden in die EU pumpt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Strothi 22.02.2018, 16:50
9. Kann sein...kann aber auch nicht sein

immerhin kann man auch sagen, dass solange die Zinsen so sind wie jetzt (oder auch noch wenn sie bis 3 % steigen) niemand, der jetzt neu finanziert Probleme bekommt. Somit gehen 10jährige Immobilien momentan kaum an den Markt (außer Scheidungshäuser). Dieses Marktpotential bleibt unerschlossen, somit müssen sich die Interessenten um andere Objekte bemühen. Wenn dann in 10 Jahren die Zinsen gestiegen sind, sind aber auch die Preise (Mieten etc.) gestiegen. Dementsprechend sollte ein Handwerker dann auch ein paar Euro im Monat mehr in der Tasche haben, selbst als Mieter wird er diese bezahlen müssen. Immer bei solchen Berechnungen auch die Vergangenheit mit einbeziehen, denn alle die jetzt finanzieren sind zumindest 10 Jahe "sicher". Und was in 10 Jahren an Inflation und ähnlichem passiert, kann niemand voraussehen. Vielleicht geht er aufgrund von Inflation in 10 Jahren zur Bank und sagt, den Rest machen wir als Ratenkredit in 5 Jahren auch noch weg. Monatliche Rate von 5000 Euro ist kein Problem. Solange das Angebot hinter der Nachfrage her läuft, ist alles gut. Und Häuser aus den 50er sind denke ich nicht mehr sanierbar und somit abrissreif. Das wird das Angebot, wenn de Senioren nicht mehr dort wohnen auch nicht deutlich vergrößern. AKtuell ist Wohnraum halt knapp.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 33