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Immobilienmarkt: FDP-Chef Rösler lehnt Mietpreisbremse ab
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Liberalen-Chef Rösler hat einer Mietpreisbremse eine klare Absage erteilt: "Mit der FDP ist das nicht zu machen." Er geht damit auf Konfrontationskurs zur Union. Diese will die Preisbindung in ihr Wahlprogramm aufnehmen.

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oannes 08.06.2013, 23:17
40. Ja! Mit der FDP ist das nicht zu machen!

Wer hat die Mehrheit?
Ganz klar - die Mieter. Und die werden ihre Stimmen jeder anderen Partei geben, aber sicher nicht der FDP.
Wenn der Rösler sagt: "Mit der FDP ist das nicht zu machen!", dann nimmt er das Wahlergebnis vorweg und gibt seiner Aussage einen völlig anderen Sinn als gewünscht.

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Demokrator2007 08.06.2013, 23:50
41. "Gelbe Gefahr für Deutschland"

Zitat von sysop
Liberalen-Chef Rösler hat einer Mietpreisbremse eine klare Absage erteilt: "Mit der FDP ist das nicht zu machen." Er geht damit auf Konfrontationskurs zur Union. Diese will die Preisbindung in ihr Wahlprogramm aufnehmen.
Jetztz habe ich bereits mind. 2 Todfeinde in der FDP den Gesundheitsminister der es zu verantworten hat, daß Babies und alte Leute sterben, weil in Krankenhäusern so viel eingespart wird, das eine reibungslose Versorgung nicht mehr überall gewährleistet werden kann, während die Pharmaindustrie jeden Schrott als Innovation vermarkten darf.
Die Vermieter die jetzt ihre Bruchbuden luxussanieren können, ohne das ein Mieter das durch Mietreduzierung stoppen kann.

Ich wünsche dieser Partei inzw. fast so leidenschaftlich das Ende wie der NPD.

Wahrlich eine "gelbe Gefahr" für die Demokratie.

Ciao
DerDemokrator

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BettyB. 09.06.2013, 01:43
42. Auch Vermieter und Makler sind Wähler...

Wenigstens das hat Rösler begriffen. Irrgendwie muss man jazu Stimmen kommen, wenn man weiterhin im Bundestag bleiben will...

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ohminus 09.06.2013, 01:50
43.

Zitat von ottohuebner
wenn der staat das will, dann soll er doch wohnraum fuer diese gruppen bauen. ist doch ganz einfach. je mehr je besser. er (der staat) soll das aber nicht auf investoren abwaelzen. so werden jedenfall nicht mehr wohnungen gebaut.

Und wenn der Staat das tut, dann heulen die gleichen Leute, die schreien "soll der Staat doch machen" wiederum "es kann nicht Aufgabe des Staates sein, dem freien Wohnungsmarkt Konkurrenz zu machen".

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ohminus 09.06.2013, 01:55
44.

Zitat von spatzenfüttererin
Ja richtig. Es geht hier aber nicht darum, jemanden vor die Tür zu setzen oder einen bestehenden Vertrag willkürlich utopisch zu erhöhen, sondern um Neuvermietungen. In Vierteln oder Städten, die gerade IN sind, wird es teuer... In anderen dafür wieder günstiger. Da hilft dann nur: mehr Wohnraum. In Berlin z.B. gibt es zahlreiche Wohnungen in bester Lage, die man nur mit WBS (Wohnberechtigungsschein für geringere Einkommensschichten) erhält.
Das hilft dann? Dass Kinder aus ihren Schulen genommen werden, Familien ihr Sozialgefüge verlieren, das HILFT?

Sorry, aber genausowenig wie ethnische Säuberungen irgendwie "helfen" helfen soziale Säuberungen von "IN"-Vierteln. Ausser vielleicht, noch mehr Wohnraum bereitzustellen, der dann wiederum für Luxussanierungen verwendet werden kann. Das asoziale Pack, dass sich mit Niedriglöhnen durchs Leben schlägt wird dann eben in "Aufstocker-Ghettos" verfrachtet. Denn wir wissen ja: Wenn die Eltern es zu nichts gebracht haben, dann bringen's die Kinder auch nicht. Deswegen macht es auch nichts, wenn man den Menschen das Leben gleich so richtig verkorkst.

Es geht um Neuvermietungen? Ja klar - nachdem man die vorherigen Bewohner fein säuberlich "entmietet" hat, wie das so schön heisst.

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schluffi2012 09.06.2013, 02:51
45. optional

In Stuttgart wurden auf dem ehemaligen Messegelände, welches meines Wissens nach Eigentum der Stadt ist, Luxuswohnungen erstellt mit Preisen nicht unter 16 €/m².
Und von kleinen Vermietern wird erwartet, dass sie ihre Mieten niedrig halten? Dass sie ihre Altbauten in nicht ganz so begehrten Lagen für einen Haufen Kohle auf den besten energetischen Standard bringen? Und die Handwerker kosten auch noch genausoviel wie vor 10 Jahren? Die Materialien auch?
Wieviel kostet heute 1 Liter Milch? Und wieviel hat er vor dem Euro gekostet? Milch ist ein Grundnahrungsmittel. Die Preissteigerungsraten sind bei den Mieten auch nicht höher als bei anderen wichtigen Dingen auch. Nur fallen halt 10% von 500 € (Miete) mehr auf als 10% von 80 cent (Milch).

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ManBearPig 09.06.2013, 05:27
46.

Zitat von marthaimschnee
Und wie möchte Herr Rösler den Wohnungsbau motivieren? Mit staatlichen Subventionen?
Jedenfalls nicht mit einer Mietpreisbremse.

Die Politik sollte sich nun wirklich nicht um jeden kurzfrist Trend kümmern und die Freiheit der Bürger, ja auch Immobilieneigentümer sind Bürger, immer weiter einschränken.

In ein paar Jahren wird die Demographie und geändertes Ansiedlungsverhalten dazu führen, dass top sanierte Wohnungen zu einem Spotpreis angeboten werden (müssen), weil es ein Überangebot gibt. Wird die Politk dann auch eine Mietpreisuntergrenze einführen, um die Wohnungseigentümer nicht über Gebühr zu belasten?

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ManBearPig 09.06.2013, 05:45
47.

Zitat von shran
Man kann nicht sagen, das macht jetzt nur der Markt", sagte Laumann ---------------------------------------------------- Na klar kann man das sagen ! Der Markt regelt meiner Erfahrung nach Angebot und Nachfrage sowie knappe Güter am Besten. Alles andere ist staatliche Flickschusterei, die mittelfristig mehr kaputt macht als sie nutzt und meist nur zu noch mehr Regulierung und Flickschusterei führt. Der Anstieg der Mietpreise in Städten ist a.) In Teilen gerechtfertigt, da die Mietpreise in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern extrem niedrig sind b.) Schuld der EZB, weil die Geldschwemme irgendwo investiert werden muss. Die EZB soll einfach den Leitzins erhöhen, oder wir aus dem EURO aussteigen und zumindest dieses Problem wäre erledigt. Und hätten wir wirkliche freie Märkte dann wären die Zinsen auf Anleihen für Sparer auch wesentlich höher. In auch in vielen anderen Bereichen haben unsere "tollen" Politiker inzwischen Angebot und Nachfrage ausgehebelt. Wann kapieren Politiker was für Schäden sie anrichten wenn sie andauernd gegen ökonomische Grundprinzipien regieren. Wirklich freie Märkte (mit Haftung !!) funktionieren wunderbar. Der feudale Staatskapitalismus jedoch versagt immer wieder wegen Fehlanreizen, Fehlsteuerungen und Fehlentwicklungen, verursacht durch unfähige und bornierte Politiker, die meinen sie verstehen ganz genau wie bestimmte Märkte funktionieren.
100% Zustimmung.

Es ist ein großer Fehler von Politiker zu glauben, sie könnten gegen den Markt, also den Ausgleich von Nachfrage und Angebot, gesetzlich intervenieren, ohne dass es zu Verwerfungen kommt.

Die einzig wirklich sinnvolle Methode ist auch für den Staat die Angebots- oder Nachfrageseite mit Geld zu beeinflussen. Natürlich muss dies auch intelligent passieren.

Ein freier Markt bedeutet übrigens nicht ein völlig unregulierter Markt, denn auch Marktteilnehmer können die Freiheit des Markts einschränken und müssen durch Wettbewerb- und Kartellrecht eingeschränkt werden. Genauso wird die Angebots- und Nachfrageseite gleichermaßen durch Umwelt- und Verbraucherschutzgesetze eingeschränkt, aber auch hier ist ein sinnvolle Abwägung nötig.

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ManBearPig 09.06.2013, 05:51
48.

Zitat von 002614
Hat denn die FDP - von den anfänglichen Hotel-Benefits - viel in der Koalition durchsetzen können? Gegen die CDU/CSU nicht. Deshalb wäre das Unglück nicht so groß. - Und wie "progressiv" war Rot/Grün während ihrer 7 Jahre Regierungszeit? Haben die damals tolle Soziale Veränderungen gemacht (machen können)? - Also keine Panik... und nicht verzweifeln.
Vor Rot-Grün hätte ich jetzt auch nicht unbedingt Angst, denn gegen die Realität können die, wie man 1998-2005 gesehen hat, auch nicht regieren.

Das einzig ärgerliche wird dann so ein Unsinn wie Frauenquote hier und dort sein und wahrscheinlich eine weitere Verteuerung von Strom und anderen Energieträgern.

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ManBearPig 09.06.2013, 05:57
49.

Zitat von dröhnbüdel
Recht hat, er, der Rösler. Der Markt wird das auch weiterhin regeln, im Sinne der Vermieter, gegen deren Markt-Macht der Normalverdiener ohnmächtig ist. Alles, was auch nur entfernt nach sozialer Gerechtigkeit riecht, wird von der FDP torpediert.
Also die Marktmacht haben ja wohl die Mieter. Kein Vermieter kann Preise verlangen, die irgendein ein Mieter nicht bereit ist zu zahlen.

Wer in beliebten Gegenden wohnen will muss nun mal dafür zahlen. Das mag zwar manchen Neidgefühle entwickeln lassen, aber ich sehe da überhaupt keinen politischen Handlungsbedarf.

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