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Infografik der Woche: Deutschland altert - trotz Zuwanderung
Statista, SPIEGEL ONLINE

In der Flüchtlingskrise suchen vor allem junge Menschen in Deutschland Zuflucht. Kann das die Vergreisung der Bevölkerung stoppen? Die Infografik der Woche zeigt unterschiedliche Prognosen.

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kumi-ori 24.01.2016, 17:54
20.

Langer Rede sehr kurzer Sinn: eine Binsenweisheit. Natürlich werden auch Flüchtlinge älter, egal wieviele und woher sie kommen, und rutschen mit Zeit in der Pyramide weiter nach oben. Natürlich hängt die Bevölkerungspyramide allein von der Fruchtbarkeit ab, wenn Kindersterblichkeit, Kriege und Katastrophen zum Glück ausbleiben. Außerdem verstehe ich nicht, warum die Balken über 65 Jahre zusammengefasst werden, und nicht wie die anderen Altersstufen 10 Jahre-weise unterteilt werden.

Das alles muss auch gar kein Problem sein, schließlich ist ja der Normalbürger mit 67 Jahren noch kein Pflegefall, sondern die Menschen sind fit bis über 80 und sterben irgendwann mit 90. Zum Einen können die Menschen sicher länger arbeiten als bis 67 (und nein, jetzt bitte nicht wieder den Dachdecker. Die allerwenigsten arbeiten heute noch rein körperlich). Zum anderen können die Erbschaften von nicht direkten Abkömmlingen (also z. B. Neffen und Nichten) stärker besteuert werden. So bezahlen die Kinderlosen quasi post mortem für die Pflege durch Personen, zu deren Aufzucht sie selbst nicht beigetragen haben. Ein absolut schmerzfreies Verfahren.

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Der_Franke 24.01.2016, 17:55
21. Bei uns ist es genau umgekehrt

Zitat von fredotorpedo
Viele Deutsche zahlen ein halbes Leben lang an einem Häuschen oder einer Eigentumswohnung ab. Später soll das Teil der Altersicherung und noch später Erbe und finanzielle Sicherheit die Kinder sein. Doch man sieht jetzt schon, wie in vielen Gegenden von Deutschland die Preise für Immobilien in den Keller gehen. Ohne deutliche Zuwanderung werden schon in 10 bis 20 Jahren noch deutlich mehr Objekte unverkäuflich sein. Und das nicht nur im Osten Deutschlands sondern auch in der Mitte, wie z.B. in Salzgitter oder im Harzvorland. Aus dieser Sicht müßte sich eigentlich zumindest die Mittelschicht über eine permanente und deutliche Zuwanderung erfreuen. Nur so wird der Werterhalt ihrer Immobilien einigermaßen gesichert.
Die Immobilienpreise explodieren. Selbst ein altes und nicht großes Einfamilienhaus mit deutlichen Sanierungsbedarf ist nicht unter 400.000 bis 500.000 Euro zu haben. Die Straßen und öffentlichen Verkehrsmittel sind voll und die Infrastruktur hält den Bevölkerungszuwachs nicht aus. Wir müssten schrumpfen. Können wir nach Salzgitter etwas abgeben. Z.B. Leute die hier keine Wohnung finden. Oder Arbeitsplätze? Oder gibt es die in Salzgitter auch nicht?

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säkularist 24.01.2016, 17:56
22.

Zitat von HaraldKönig
25% weinger Konsumenten bedeutet 25% weniger Umsatz, d.h. da der Gewinn eine Konstante iist, alles wird 25% teurer.
Da müssten ja alle Preise in kleinen Ländern wie Luxembourg 100 mal so hoch sein wie in Deutschland.
Denken Sie nochmal über Ihre abenteuerliche These nach.
Vielleicht ist es einfach so, dass bei einem Einbruch des Umsatzes um 25 % schlich 25 % der Unternehmen dicht machen und ansonsten alles gleich bleibt?

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jan07 24.01.2016, 17:59
23. Willkommenskultur für deutsche Kinder

Auf Dauer können wir uns eine Geburtenrate von 1.4 pro Frau nicht leisten, aber zwischenzeitlich schon. Wir leben heute in einer der dichtbesiedelsten Regionen der Welt. Da ist eine gewisse Schrumpfung ganz gut, auch wenn es zwischenzeitlich zu Problemen in den Sozialsystemen führt. Aber die sozialen Verwerfungen und Kosten durch ungesteuerte Masseneinwanderung sind eindeutig weit höher als ein gewisser Schrumpfungsprozess.
Aber wie gesagt: auf lange Sicht (und die Demographie denkt in langen Zeiträumen) brauchen wir mehr Willkommenskultur für deutsche Kinder!

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skeptikerin007 24.01.2016, 18:04
24. Im Gegenteil

Zitat von fredotorpedo
Viele Deutsche zahlen ein halbes Leben lang an einem Häuschen oder einer Eigentumswohnung ab. Später soll das Teil der Altersicherung und noch später Erbe und finanzielle Sicherheit die Kinder sein. Doch man sieht jetzt schon, wie in vielen Gegenden von Deutschland die Preise für Immobilien in den Keller gehen. Ohne deutliche Zuwanderung werden schon in 10 bis 20 Jahren noch deutlich mehr Objekte unverkäuflich sein. Und das nicht nur im Osten Deutschlands sondern auch in der Mitte, wie z.B. in Salzgitter oder im Harzvorland. Aus dieser Sicht müßte sich eigentlich zumindest die Mittelschicht über eine permanente und deutliche Zuwanderung erfreuen. Nur so wird der Werterhalt ihrer Immobilien einigermaßen gesichert.
Die Preise der Immobilien in unseren Gegend sind in fünf Jahren 30% gestiegen. In Köln, Hamburg oder Berlin genauso. Die Preise gehen in Keller in der Stadtteilen wo kaum ein Deutsche mehr wohnt oder in der verlassenen teilen, wo mangels Arbeit die große Abwanderung begann.
Merkel und Co kann Millionen Neubürger bringen, Arbeit kann sie ihnen nicht herzaubern, Schafhirte braucht niemand.
Wenn die 3D Drucker bezahlbar werden, verschwinden wichtige Industriezweige und qualifizierte Arbeitsplätze, ersetzt mit einem ode zwei hochqualifizierten Mitarbeiter.
Eine vernünftige Geburtenregelung wäre die einzige Alternative. Das geht aber nicht, eine gute Muslima muss 18 Kinder gebären.

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urvogel 24.01.2016, 18:10
25. da ist ein Problem oder gar mehrer...

Ich lese hier, der Bevölkerungsrückgang sei kein Problem. Stimmt leider nicht, in dem Ausmaß leider schon, schließlich werden wir alle mal Renter und Rentnerinnen... Ich lese, man solle als Alternative zur Einwanderung kräftig Familienpolitik machen... naja, bei stolz verkündeten 2 Euro KIndergelderhöhung, vielleicht nicht ganz falsch. Aber man sollte nicht vergessen, dass da schon lange dran gebastelt wird. Das teure Elterngeld hatte z. B. null Einfluss auf die Geburtenrate... Ich lese, die Einwanderer bringen nix. Ist übertrieben, wenigstens machen sie das Problem etwas kleiner. So und wer jetzt noc meckert, soll doch rasch mal die Geburtenrate auf 2,1 Kinder pro Frau erhöhen und dann werde ich ihm sagen, dass wir Einwanderung wegen der demographie nichtmehr brauchen, dass aber Menschen in Not natürlich zu helfen ist. Krächz

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AundZwanzig 24.01.2016, 18:12
26. Richtig, und sehr gut beschrieben

Zitat von wutbürger2010
Was wäre denn eigentlich so schlimm daran, wenn die Bevölkerung in den nächsten Jahrzehnten sinken würde? Ein Deutschland mit 60 Millionen Einwohnern im Jahr 2060, warum denn eigentlich nicht? Computer, Roboter und in der modernen Welt wegfallende Tätigkeiten verlangen doch auch viel weniger Arbeitnehmer. Die Weltbevölkerung explodiert und die Deutschen zeigen, wie es gehen kann: Konsequent weniger werden.
Das heutige wirtschaftliche System wird sich so oder so nicht in der zweiten Hälfte des aktuellen Jahrhunderts halten lassen, da deutlich weniger arbeitende Menschen benötigt werden.

Ich werde das zwar mit Sicherheit nicht erleben, aber das Land hier ist reichlich bevölkert. Wenn man mit dem Auto mal durch Frankreich fährt, dann sieht man, wie schön eine Landschaft mit vielen unbewohnten Gebieten zwischen den Ortschaften ist. Im Gegensatz dazu ist es wohl nur für Modelleisenbahn-Fans interessant abends im Flugzeug sitzend über Frankfurt zu kreisen, weil überall ein Lichtermeer zu sehen ist

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arrache-coeur 24.01.2016, 18:13
27.

"Wirksamer wäre zudem eine höhere Geburtenrate. Läge diese bei 2,1 Kindern je Frau, würde die Einwohnerzahl Deutschlands laut der Prognose langfristig sogar steigen - auch bei einer Nettozuwanderung von nur 100.000 Menschen pro Jahr." - Und genau hier liegen die Fehler der Familien- und Beschäftigungspolitik der letzten Jahrzehnte. Es wurde seitens der jeweiligen Regierungen nur mangelhaft gegen den laufenden demografischen Wandel gearbeitet.

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citizen01 24.01.2016, 18:13
28. 71 Mio., warum nicht?

Wo steht eigentlich geschrieben, daß Deutschland mind. 80 Mio. Einwohner haben muß? Könnte doch sein, daß angesichts der Zukunft mit weniger Arbeitsplätzen eine geringere Bevölkerungszahl besser ist.

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Baal 24.01.2016, 18:16
29. Ohne Arbeitsplätze die

allen Menschen eine anständige Rente (keine Grundsicherung!) ermöglichen ist diese Diskussion doch völlig sinnlos.
Ob man nun Menschen importiert oder in D selbst produziert ist völlig unerheblich.
Wenn sich in Bezug auf die, von unseren Regierungen stillschweigend tolerierten Ansammlung von Vermögen in den Händen einer kleinen Bevölkerungsschicht nichts ändert sehe ich schwarz für den sozialen Frieden.
Ein Placebo-Mindestlohn ändert daran auch nichts.

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