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Initiative im Bundesrat: Rot-Rot-Grün will Mindestlohn durchsetzen
DPA

Die von der SPD geführte Mehrheit im Bundesrat will eine einheitliche Lohnuntergrenze von 8,50 Euro durchsetzen - gegen die schwarz-gelbe Bundesregierung. Das Gesetz ist nach einem Zeitungsbericht fertig ausgearbeitet, doch das Vorhaben dürfte scheitern.

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52er 21.02.2013, 10:11
1. Ein flächendeckender Mindestlohn

trennt die Spreu vom Weizen. Unternehmen, die diese Lohnhöhe (die gering genug ist) nicht stemmen können, sind am Markt chancenlos, schlecht geführt oder im Umgang mit ihren Mitarbeitern skrupellos. Erfolgreiche Unternehmen können diesen Lohn locker bezahlen, den Rest sollten wir uns in Deutschland schenken !

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daldner 21.02.2013, 10:12
2. das macht dann

nach Adam Riese gut 1000 Euro netto pro Monat oder habe ich mich verrechnet? Dass man dafür überhaupt "kämpfen" muß und es dann noch an die große Glocke hängt, ist doch der eigentliche Witz.

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lemming51 21.02.2013, 10:13
3. Ach nein......................

Zitat von sysop
Die von der SPD geführte Mehrheit im Bundesrat will eine einheitliche Lohnuntergrenze von 8,50 Euro durchsetzen - gegen die schwarz-gelbe Bundesregierung. Das Gesetz ist nach einem Zeitungsbericht fertig ausgearbeitet, doch das Vorhaben dürfte scheitern.
...........das kann und darf doch gar nicht angehen, dass in dieser Republik ALLE Arbeitnehmer von ihrer Arbeit leben können, auch ohne "große" Ansprüche zu haben. Schließlich kann man ja aufstocken lassen............
Man WILL NICHT von des Steuerzahlers Geld leben, sondern von seiner gerecht bezahlten Arbeit !!!!!!

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Vanagas 21.02.2013, 10:18
4. Ein Schlag ins Gesicht

Zitat von sysop
Die von der SPD geführte Mehrheit im Bundesrat will eine einheitliche Lohnuntergrenze von 8,50 Euro durchsetzen - gegen die schwarz-gelbe Bundesregierung. Das Gesetz ist nach einem Zeitungsbericht fertig ausgearbeitet, doch das Vorhaben dürfte scheitern.
Selbst ein Mindestlohn von 8 , 50 € sind ein Schlag ins Gesicht von Arbeitnehmern .
Das bedeutet einen Netto - Monatslohn bei 160 Std . für einen Ledigen von ca . 800 € .

Kann man davon ein anständiges Leben führen ?
Das ist ein Hohn + eine Beleidigung für den Wert geleisteter Arbeit !

Was ich mich nur frage ist ,
warum wir uns solche Sauereien noch gefallen lassen ?

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tuegel18 21.02.2013, 10:22
5. Mindestlohn

Durch einen bundesweiten Mindestlohn werden die Arbeitslosenzahlen steigen. Viele Minnijobber (bis 450 ?) können dann nicht mehr kurzzeitig arbeiten gehen. Frankreich zeigt, was ein Mindestlohn bringt. Und zwar immense Jugendarbeitslosenzahlen! Das brauchen wir nicht!!!

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WRM58 21.02.2013, 10:29
6. Mindestlohn nur, wenn er auch für Selbständige gilt!

Mindestlohn ist gut gemeint, aber in der mir bekannten Form schlecht gemacht. Kleinunternehmer, die statt arbeitslos zu sein und statt öffentlichen Hand auf der Tasche zu liegen sich ihre Einkommen erkämpfen, werden damit komplett aus dem Rennen geworfen. Wer selbst nicht einmal auf 5 Euro die Strunde kommt und 70 Stunden die Woche arbeiten muss, um zu überleben, der kann sich dann im Krankheitsfall oder im Urlaub keine Aushilfe mehr leisten und steht trotz allem bemühen um Eigenverarnwortung am Ende des Skala - noch hiter Hartz-IV-Aufstockern. Darum: Mindestlohn nur dann, wenn für kleinunternehmer der Jahresgewinn auf eien 8,50 Euro entsprechenden Stundenlohn aufgestockt wird. Sonst haben wir in vielen Regionen zum Beispiel keinen Fach-Einzelhandel mehr.

Außerdem müssten dann die öffentlichen Stelle ihr Eikaufsverhlaten deutlich ändern. Denn was davon zu halten, wenn selbst offizielle Einkäufer von Landesregierungen Preise durchdrücken, mit denen nicht einemal die Hälfte des jetzt vorgeschlagenen Mindestlohnes gezahlt werden kann?

Das Ganze ist nicht durchdacht und vermutlich nur ein Wahlgeschenk auf Kosten der Allgemeinheit - mit kaum kalkulierbaren Nebenwirkungen.

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kdshp 21.02.2013, 10:30
7. 8,50 Euro vs 10 Euro

Zitat von sysop
Die von der SPD geführte Mehrheit im Bundesrat will eine einheitliche Lohnuntergrenze von 8,50 Euro durchsetzen - gegen die schwarz-gelbe Bundesregierung. Das Gesetz ist nach einem Zeitungsbericht fertig ausgearbeitet, doch das Vorhaben dürfte scheitern.
Ich wäre für 10 euro /std denn davon kann man leben! Warum auch die linken den mindestlohn so niedrig ansetzen ist mir ein rätsel.

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kdshp 21.02.2013, 10:32
8.

Zitat von tuegel18
Durch einen bundesweiten Mindestlohn werden die Arbeitslosenzahlen steigen. Viele Minnijobber (bis 450 ?) können dann nicht mehr kurzzeitig arbeiten gehen. Frankreich zeigt, was ein Mindestlohn bringt. Und zwar immense Jugendarbeitslosenzahlen! Das brauchen wir nicht!!!
UND kein mindestlohn kostet noch mehr weil immer mehr menschen zuschüsse vom staat bekommen WAS denken sie wo DIE herkommen? Wer auf dem markt keinen lohn zum leben zahlen kann sollte nicht vom staat subventioniert werden.

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zudummzumzum 21.02.2013, 10:34
9. Holzauge, sei wachsam!

Zitat von daldner
nach Adam Riese gut 1000 Euro netto pro Monat oder habe ich mich verrechnet? Dass man dafür überhaupt "kämpfen" muß und es dann noch an die große Glocke hängt, ist doch der eigentliche Witz.
Gerade in den Bereichen, in denen die tarifliche Wochenarbeitszeit unter 40 Stunden/Woche ist, wären die genannten 8,50 € noch zu wenig: Ausgerechnet in der gewerblichen Arbeitnehmerüberlassung ("Zeitarbeit") gilt ja eine 35-Stunden-Woche, die beim genannten Stundensatz (152,25*8,50) nur zu einem Brutto/Netto von 1.300 / 977 führen - was nach wie vor zu wenig wäre.

Hoffentlich gibt man im Gesetzentwurf eine Definition von "Vollzeit" und setzt den monatlichen Mindestlohn hierfür bei mindestens 1.460 € an. In Anbetracht der vielen handwerklich schlechten gemachten Gesetze habe ich aber hieran Zweifel!

Ob diese 1.460 € dann mit der 35- oder der 40-Stunden-Woche erreicht werden, ist dann wieder Angelegenheit von Tarifverträgen.

Aber:
"keine Lohnabrechnung mehr unter 1.460 € bei einmonatiger Vollzeit-Arbeit" - das wäre doch schon mal etwas ... Würde also der/die Zeitarbeiter, nach dem Stundenzettel, unter diesem Betrag bleiben, müssten trotzdem mindestens etwas über 1.000 Netto rauskommen. Weil das nicht sein Problem sein darf, sondern das seines "Arbeitgebers".

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