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Initiative im Bundesrat: Rot-Rot-Grün will Mindestlohn durchsetzen
DPA

Die von der SPD geführte Mehrheit im Bundesrat will eine einheitliche Lohnuntergrenze von 8,50 Euro durchsetzen - gegen die schwarz-gelbe Bundesregierung. Das Gesetz ist nach einem Zeitungsbericht fertig ausgearbeitet, doch das Vorhaben dürfte scheitern.

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Cassandra105 21.02.2013, 12:17
90.

Zitat von cabeza_cuadrada
wenn ich 50€ / h verdiene , verdient mein Arbeitgeber entsprechend an mir. Bei 5€ ist es das gleiche... Eine Arbeit ist genau soviel wert wie ein AG bereit ist dafür zu zahlen
Dann muss Drogenhandel u.ä. ja unglaublich wertvoll sein. *didum*

Der Wert von Arbeit erschließt sich aus dem Wert, den diese erzeugt. Und der bestimmt sich nicht indirekt (durch Geld), sondern direkt.

Ich könnten Sie simpel mit irgend einer Form von Gewalt (auch Gesetzen, wie einem SGB2) dazu zwingen, dass Sie für mich Diamanten in einer Mine abbauen und dafür bekommen Sie Brot, Wasser und etwas Stroh zum schlafen. Und mit Ihrer Logik dürften Sie sich darüber nicht aufregen, denn da sich der Wert Ihrer Arbeit nach der Entlohnung richtet, sind Sie und Ihre Arbeit offensichtlich nicht mehr wert als eben Brot, Wasser und Stroh.

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balmy_matrix 21.02.2013, 12:18
91.

Zitat von Cassandra105
Ein Lohn hat nichts zu lenken. Ein Lohn hat Arbeitsleistung zu entlohnen. Nicht mehr und nicht weniger. Wer meint, dass die eine Arbeit 5€ pro Stunde wert ist, die andere 50€, der sollte zuerst einmal beweisen, dass die Leistung sich tatsächlich um den Faktor 10 unterscheidet (was unmöglich sein wird, aber versucht es ruhig).
Ich behaupte mal rotzfrech wenn es in Deutschland morgen eine Million zusätzliche Investmentbanker gäbe, das die Durchschnittsentlohnung in diesem Wirtschaftsbereich in der nächsten Dekade deutlich nach unten tendieren würde, weil sich die Verhandlungsposition der Arbeitsnachfrager deutlich gebessert hat. Natürlich sind Lohnentwicklungen nicht perfekt, sondern kommen eher unvollkommen zustande, jedoch so zu tun als ob der Arbeitslohn nicht die Relation von Angebot und Nachfrage abbildet/ abbilden soll ist für mich unverständlich. Das war schon immer so, hoher Beschäftigungstand=hohe Löhne, niedriger Beschäftigungsstand=geringere Löhne.

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Cassandra105 21.02.2013, 12:19
92.

Zitat von moistvonlipwik
Muss man nicht versuchen. Das Austauschverhältnis von Verträgen ist das Ergebnis der Vertragsverhandlungen. Das Ergebnis von Vertragsverhandlungen spiegelt die Verhandlungsmacht wider. Und Verhandlungsmacht ist die Macht, die Verhandlungen abzubrechen. Wer die nicht hat, kann ansonsten noch so tüchtig sein - er bekommt nichts für seine Leistung. Wer sie hat, kann auch seine Faulheit verkaufen. Macht - und nichts anderes - wird honoriert.
Richtig. Hat halt mit dem Wert der Arbeit nichts zu tun und ist zutiefst verfassungs- und menschenrechtswidrig.

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merenlähellä 21.02.2013, 12:21
93.

Zitat von Cassandra105
Ein Lohn hat nichts zu lenken. Ein Lohn hat Arbeitsleistung zu entlohnen. Nicht mehr und nicht weniger. Wer meint, dass die eine Arbeit 5€ pro Stunde wert ist, die andere 50€, der sollte zuerst einmal beweisen, dass die Leistung sich tatsächlich um den Faktor 10 unterscheidet (was unmöglich sein wird, aber versucht es ruhig).
Das ist natürlich Unsinn. Der Arbeitnehmer wird auf der Basis seines Leistungswerts entlohnt. Wenn er dem Arbeitgeber mindestens 50 Euro in der Stunde einbringt, kann er ein entsprechendes Gehalt verlangen. Das ist aber nur eine Sache zwischen den beiden Beteiligten, da gibt es nichts "zu beweisen".

Sie können sich allerdings sicher sein, dass man so etwas zur Not auch berechnen kann.

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hardliner1 21.02.2013, 12:22
94. Zustimmung

Zitat von dieter1965
gehen Sie nach Frankreich oder ins UK. Dort gibt's flächendeckende Mindestlöhne. Ich wette mit Ihnen, dass Sie dann bald realitätsgenährt ;) wieder unter uns in D weilen
Sie haben vollkommen recht. Über den Zaun blicken bei uns immer weniger Menschen. Nur so ist es möglich, dass so viel lamentiert wird.

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GSYBE 21.02.2013, 12:23
95.

Zitat von mundi
Nur in wenigen Staaten. Dort gibt es aber eine deutlich höhere Arbeitslosigkeit.
Sie haben keine Ahnung und Ihre Aussage ist nicht richtig.

Es gibt einen nationalen Mindestlohn und es steht jedem Bundesstaat frei, einen höheren (nicht niedrigeren) festzulegen. Hiervon machen auch einige Gebrauch, wobei der höchste Mindestlohn derzeit in WA festgelegt ist (soweit ich weiss).

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Ghanima22 21.02.2013, 12:26
96.

Zitat von Cassandra105
Wie gesagt, Sie sind ein Schwätzer. Mit Sklaverei bringe ich die Arbeitlosigkeit schlagartig auf 0. Dann werden Sie aber der erster Sklave sein, der in Ketten sein Leben in wenigen Monaten aushaucht, gebrochen durch alles, was man Ihnen aufzwingt. Stehen Sie doch wenigstens vollends zu Ihrer Einstellung, Ihrem Welt- und Menschenbild. Was Sie wollen sind Sklaven. Stehen Sie dazu, das könnte man noch eher akzeptieren als diese Heuchelei.
Ach wissen Sie, das deckt sich nun eher mit ihrem Weltbild wonach die Menschheit ihre Zeit ausschliesslich damit verbringen sollte, für ihr Ueberleben zu arbeiten. Ihr Zitat:"Arbeit gab es schon lange, lange, lange vor der ersten Münze. Zu behaupten, ohne finanzielle Investition, ohne Gewinn über den eigentlichen Wert hinaus, gebe es keine Arbeit mehr, ist einfach völliger Unsinn." Und auch dann habe ich recht, dafür brauchen sie überhaupt keinen Lohn, noch nicht mal einen Mindestlohn.
Solange sie in einer Gesellschaft leben, in der Löhne gezahlt werden, damit die Produkte dieser Arbeit konsumiert werden können, solange bringt ihnen ein Mindestlohn überhaupt nichts. Wenn jemand 8.5 Euro pro Stunde nicht wert ist, dann stelle ich ihn auch nicht ein.
Wollen Sie mehr Arbeit und mehr wirtschaftliche Aktivität, dann hören sie damit auf, den Staat jeden Fliegenfurz regulieren zu lassen. Sorgen sie lieber dafür, das er seinen Bürgern Bildung zugänglich macht. Dann kann eine Gruppe von Arbeitern auch bei einem vernünftigen Lohn z.b. ein Medikament herstellen. Ihre Sklaven sind dafür aber auch nicht zu gebrauchen und liesen sich wohl eher an ein Entertainment Segment für irgendeine Dschungelcamp Folge verkaufen als an eine moderne Industrie mit ihren Bedürfnissen.

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mundi 21.02.2013, 12:28
97. Die Ausbeuter

Zitat von L.Archer
darf ich es Ausbeutung nennen, ohne Linke-Wähler zu sein?
Wir alle beuten uns gegenseitig aus. Geiz ist geil!

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merenlähellä 21.02.2013, 12:30
98.

Zitat von Cassandra105
Dann muss Drogenhandel u.ä. ja unglaublich wertvoll sein. *didum* Der Wert von Arbeit erschließt sich aus dem Wert, den diese erzeugt. Und der bestimmt sich nicht indirekt (durch Geld), sondern direkt. Ich könnten Sie simpel mit irgend einer Form von Gewalt (auch Gesetzen, wie einem SGB2) dazu zwingen, dass Sie für mich Diamanten in einer Mine abbauen und dafür bekommen Sie Brot, Wasser und etwas Stroh zum schlafen. Und mit Ihrer Logik dürften Sie sich darüber nicht aufregen, denn da sich der Wert Ihrer Arbeit nach der Entlohnung richtet, sind Sie und Ihre Arbeit offensichtlich nicht mehr wert als eben Brot, Wasser und Stroh.
Sie widersprechen sich innerhalb von zwei Absätzen. Schon gemerkt?

Der Wert der Arbeit richtet sich nicht nach der Entlohnung. Es ist genau umgekehrt.

Und nein, Sie könnten niemanden zwingen, Diamanten für Sie abzubauen. Schon gar nicht simpel.

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Cassandra105 21.02.2013, 12:31
99.

Zitat von merenlähellä
Das ist natürlich Unsinn. Der Arbeitnehmer wird auf der Basis seines Leistungswerts entlohnt. Wenn er dem Arbeitgeber mindestens 50 Euro in der Stunde einbringt, kann er ein entsprechendes Gehalt verlangen. Das ist aber nur eine Sache zwischen den beiden Beteiligten, da gibt es nichts "zu beweisen". Sie können sich allerdings sicher sein, dass man so etwas zur Not auch berechnen kann.
Wie gesagt, es ist unmöglich, dementsprechend werfe ich es Ihnen nicht einmal vor, dass Sie versuchen, sich rauszuwinden.

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