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Initiative im Bundesrat: Rot-Rot-Grün will Mindestlohn durchsetzen
DPA

Die von der SPD geführte Mehrheit im Bundesrat will eine einheitliche Lohnuntergrenze von 8,50 Euro durchsetzen - gegen die schwarz-gelbe Bundesregierung. Das Gesetz ist nach einem Zeitungsbericht fertig ausgearbeitet, doch das Vorhaben dürfte scheitern.

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Altesocke 21.02.2013, 12:33
100. Lang lang ist es her

Zitat von echo0815
bestens. Man will uns das nur einreden. Denn dann würde Leiharbeit drastisch reduziert werden müssen und der ganze unsägliche Niedriglohnsektor wegfallen (Gastronomie, Hotellerie, Verkäufer und, und und). Übrigens hochinteressant: Selbst in Thailand soll ein Mindestlohn eingeführt werden !
Sie leben hinterm Mond:
Thailand hat seit gefuehlt 'ewig' einen Mindestlohn.
Deutschland ist einer von weniger als 30 Staaten, weltweit die keinen Mindestlohn haben!
Zurueck zu Thailands Mindestlohn:
Der lag bis zum 01.01 dieses Jahres je nach Provinz (Richtig, es gab diverse Regionen in Thailand, wo Mindestlohn mehr oder weniger war, als in anderen Regionen) zwischen ~175 Baht-300 Baht (seit 01.04.12 wurden diese 300 Baht in 7 Provinzen gezahlt).
Seit 01.01 ist dieser Mindestlohn Thailandweit auf 300 Baht angehoben.
Dumm nur: pro Tag, nicht pro Stunde.
(Nur mal zum ueberlegen, wenn man gewillt ist, in dem Land westliche Preise zu bezahlen, obwohl nur oestliche Gehaelter angeboten werden.)
Mindestlohn fuer Universitaetsabsolventen ist, unabhaengig vom Job, nochmal 100 (oder 200, da gibt es unterschiedliche Aussagen von Beschaeftigten ;-) Baht mehr am Tag.
Und angeblich hat diese Mindestlohnerhoehung schon ueber 50.000 Thais den Job gekostet.
Nebenbei gibt es natuerlich viele Wege, diesen Mindestlohn zu umgehen. Es duerfen geldwerte Ergaenzungen (Unterkunft, Verpflegung) gegengerechnet werden. Raten sie mal, was alles teurer wurde. Zusaetzlich zu all den sachen, die kaeuflich erworben werden muessen. Der Mindestlohn wird zwar nicht ueberall gezahlt, aber jeder erhoeht seine Preise, mit dem hinweis auf hoehere Mindestloehne.
Nun sind allerdings auch einige Millionen mehr Thais vom Mindestlohn betroffen, als Arbeitnehmer in Deutschland. In Thailand wird ungerne mehr bezahlt, als noetig. Und Gewerkschaftsjobs koennen toeten!

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Cassandra105 21.02.2013, 12:34
101.

Zitat von Ghanima22
Ach wissen Sie, das deckt sich nun eher mit ihrem Weltbild wonach die Menschheit ihre Zeit ausschliesslich damit verbringen sollte, für ihr Ueberleben zu arbeiten. Ihr Zitat:"Arbeit gab es schon lange, lange, lange vor der ersten Münze. Zu behaupten, ohne finanzielle Investition, ohne Gewinn über den eigentlichen Wert hinaus, gebe es keine Arbeit mehr, ist einfach völliger Unsinn." Und auch dann habe ich recht, dafür brauchen sie überhaupt keinen Lohn, noch nicht mal einen Mindestlohn. Solange sie in einer Gesellschaft leben, in der Löhne gezahlt werden, damit die Produkte dieser Arbeit konsumiert werden können, solange bringt ihnen ein Mindestlohn überhaupt nichts. Wenn jemand 8.5 Euro pro Stunde nicht wert ist, dann stelle ich ihn auch nicht ein. Wollen Sie mehr Arbeit und mehr wirtschaftliche Aktivität, dann hören sie damit auf, den Staat jeden Fliegenfurz regulieren zu lassen. Sorgen sie lieber dafür, das er seinen Bürgern Bildung zugänglich macht. Dann kann eine Gruppe von Arbeitern auch bei einem vernünftigen Lohn z.b. ein Medikament herstellen. Ihre Sklaven sind dafür aber auch nicht zu gebrauchen und liesen sich wohl eher an ein Entertainment Segment für irgendeine Dschungelcamp Folge verkaufen als an eine moderne Industrie mit ihren Bedürfnissen.
Sie sind also gegen den Staat, gegen die Machtbasis des Volkes, gegen Demokratie.

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Ghanima22 21.02.2013, 12:34
102.

Zitat von Cassandra105
Schließlich könnte der Arbeitgeber auch jemanden finde, der ihre achso anspruchsvolle Arbeit auch für 5€ erledigt - und dann können Sie die 1 bei Ihren 10€ streichen.
Das schafft er aber wirklich nur mit deutschen Arbeitnehmern. An jedem anderen Ort der Welt, bleibt die Stelle solange unbesetzt, bis er einen anständigen Lohn bietet.

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mundi 21.02.2013, 12:35
103. Es ist wie es ist

Zitat von mundi
Zunächst ist festzustellen, dass der Arbeitgeber den Lohn zahlt, den ihm die Arbeit wert ist und nicht mehr. Auch wir zahlen im Kaufhaus für eine Ware nur so viel wie nötig. Ob das Kaufhaus und die Angestellten mit den Preisen überleben können, interessiert uns genau so wenig, wie den Arbeitgeber das Überleben seiner Mitarbeiter.....
Zitat von GSYBE
Ich nehme mich da schon mal aus, ergo bitte ich Sie, nicht den Plural zu verwenden (es sei denn Sie verfassen Ihre Beiträge grundsätzlich im `pluralis majestatis´). Spricht auch nicht sonderlich für Sie respektive Ihre Einstellung, Ihr Beitrag.
Ich bewerte den Zustand nicht, ich stelle nur eine Diagnose. Sie ist nicht unbedingt angenehm.
Aber: "Es ist wie es ist". (Allan in "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand")

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merenlähellä 21.02.2013, 12:35
104.

Zitat von Cassandra105
Wie gesagt, es ist unmöglich, dementsprechend werfe ich es Ihnen nicht einmal vor, dass Sie versuchen, sich rauszuwinden.
Sie behaupten ernsthaft, man könne nicht "beweisen", dass die eine Arbeit 50 Euro die Stunde und die andere nur 5 Euro die Stunde wert ist?

Ich bitte Sie.

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person012 21.02.2013, 12:37
105. .

Zitat von cabeza_cuadrada
Es liegt an unserem, sicher nicht perfekten, Rentensystem. (Generationenvertrag) Es gibt nun mal Menschen, die mangels (Aus)Bildung und Fähigkeiten keine "höheren" Arbeiten verrichten können. Und jetzt jedem Pförtner, Fensterputzer, Fließbandarbeiter usw. mindestens 2500€ im Monat zu zahlen NUR damit er Rente statt Grundsicherung erhält, führt meiner Meinung nach nicht zum Ziel. Wober die Grundischerung wahrscheinlich nicht geringer ist als die Rente. So ist das nun mal. Aber in unserem Staat wird keiner fallen gelassen. Und das ist auch gut so. Die Grundsicherung hilft Menschen die sich nicht selbst helfen können. So ist es gedacht, dass es oft ausgenutzt wird lassen wir jetzt mal weg.
Dass Qualifikation automatisch Arbeit mit guter Bezahlung bringt, ist leider nicht der Fall. Ich kenne viele Leute, mit abgeschlossenem Studium oder Ausbildung, die aufstocken müssen.
Abgesehen davon machen Fensterputzer oder Pförtner oder Fließbandarbeiter eine Arbeit, die ja wohl auch etwas wert ist! Es sind sogar "Knochenjobs". Nur weil jemand nicht jahrelang studiert hat, hat er aber doch wohl trotzdem das Recht, von seiner Arbeit vernünftig leben zu können!

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bjbehr 21.02.2013, 12:39
106. Güllners "Wahrheiten"

Es muss einfach nochmal gesagt werden: Die Grafik der politischen Landkarte im Februar 2013 veranschaulicht sehr deutlich, wie "falsch" die gestrige Forsa-Umfrage zu sein scheint...

Forsa-Umfrage: SPD verliert in der Wählergunst - SPIEGEL ONLINE

Wie immer dieses Institut auf 43 % Prozent für die CDU gekommen sein mag, bleibt ihr Geheimnis. Ich vermute jedoch, sie hat die Bundesrepublik mit Bayern verwechselt und die CDU mit der CSU.

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verpiler 21.02.2013, 12:40
107.

Zitat von sysop
Die von der SPD geführte Mehrheit im Bundesrat will eine einheitliche Lohnuntergrenze von 8,50 Euro durchsetzen - gegen die schwarz-gelbe Bundesregierung. Das Gesetz ist nach einem Zeitungsbericht fertig ausgearbeitet, doch das Vorhaben dürfte scheitern.
Es ist, wie es ist. Wenn es mir zu teuer wird, zahle ich nicht mehr Geld, sondern verzichte dankend. Deshalb wird der Mindestlohn die Arbeitnehmer der betroffenen Branchen größtenteils in die Arbeitslosigkeit zwingen. Und das betrifft auch die, die nicht unmittelbar vom Mindestlohn betroffen sind. Denn diese fallen dann hinten runter.

Ein Mindestlohn kann daher nur dort sinnvoll sein, wo genug Geldreserven für eine Umverteilung innerhalb der Firma bestehen, bzw. wo die Konsumentenrente größer als die Auswirkungen des Mindestlohns auf den Güterpreis ist.

Es bleibt dabei: Rot-Rot-Grün führt Deutschland in die Armut.

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hardliner1 21.02.2013, 12:41
108. Deutsche nicht

Zitat von Ghanima22
Das schafft er aber wirklich nur mit deutschen Arbeitnehmern. An jedem anderen Ort der Welt, bleibt die Stelle solange unbesetzt, bis er einen anständigen Lohn bietet.
Deutsche Arbeitnehmer? Wer arbeitet in D für sehr niedrige Löhne? Sind das nicht Schlachter (Metzger) aus Polen oder Rumänien? Deutsche Metzger arbeiten nicht für Dumpinglöhne, wie sie in so manchem Schlachtbetrieb bezahlt werden.

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cabeza_cuadrada 21.02.2013, 12:43
109. es zählt natürlich die richtige Qualifikation

Zitat von person012
Dass Qualifikation automatisch Arbeit mit guter Bezahlung bringt, ist leider nicht der Fall. Ich kenne viele Leute, mit abgeschlossenem Studium oder Ausbildung, die aufstocken müssen. Abgesehen davon machen Fensterputzer oder Pförtner oder Fließbandarbeiter eine Arbeit, die ja wohl auch etwas wert ist! Es sind sogar "Knochenjobs". Nur weil jemand nicht jahrelang studiert hat, hat er aber doch wohl trotzdem das Recht, von seiner Arbeit vernünftig leben zu können!
Mal eben irgendwas studieren führt nicht zwangsläufig zum Erfolg. Und das der Lohn an der (knochen)härte des Jobs angepasst werden sollte kann nicht wirklich ihr ernst sein!

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