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Innenministerium: De Maiziere zweifelt Seehofers Eignung an
DPA

Eine harmonische Übergabe geht anders: Noch-Innenminister Thomas De Maiziere hat in einem Interview die Eignung seines möglichen Nachfolgers angezweifelt. Auch an der Neuausrichtung des Ressorts ließ er kein gutes Haar.

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claus7447 25.02.2018, 13:50
1. Wo er recht hat...

Hat er recht.

Aber Horst braucht für Bayern und sich ja etwas herausgehobenes. Abwarten, vielleicht kommt es noch ganz anders. Das Fell des Löwen ist noch nicht verteilt.

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karldrescher 25.02.2018, 13:55
2. Arroganz

Ich bin absolut kein Anhänger von Seehofer und schon gar nicht der CSU. Der Kommentar des (geschäftsführenden) amtierenden Innenministers De Maiziere hingegen spiegelt die fast schon typische Arroganz vieler Juristen, oder vielleicht sogar allgemein vieler Akademiker wider, die einem "nur" Verwaltungs-Betriebswirt die Führung eines Ministeriums nicht zutrauen. Ein Ministerium wird ja von zahlreichen Experten, die meisten davon sicher Akademiker, getragen, die das nötige Fachwissen repräsentieren. Der leitende Minister hingegen sollte meiner Meinung nach auch gewissermassen die Bevölkerung repräsentieren, die ja in ihrer Mehrheit keine Akademiker sind. Seine Eigenschaften sollten daher eher auf sogenannten soft skills, wie Kommunikationsfähigkeit, Führungsstärke, etc. beruhen. Ob Seehofer diese Eigenschaften ausreichend repräsentiert, ist eine andere Frage. Aber ihn allein aufgrund fehlender juristischer Ausbildung zu disqualifizieren halte ich für fragwürdig.

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wannbrach 25.02.2018, 13:55
3.

De Maiziere war ja nicht gerade erfolgreich in seinem Amt und vielleicht ist das auch der Grund warum er nicht ins neue Kabinett berufen wurde.

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josh1234567890 25.02.2018, 14:02
4. Gut gesprochen...

In allen Punkten kann ich ihm nur zustimmen. Es ist unverständlich und peinlich, dass man in Seehofers Alter nicht von der Macht lassen kann und nicht wahr haben will, wann der Karriere Zenit überschritten ist. Als Nicht-Jurist wird Seehofer die meisten seiner ihm zukünftig fachlich zugeordneten Aufgaben kaum verstehen, aber den Anspruch hat er vermutlich eh nicht. Trotzdem wünsche ich dem Horst Erfolg. Insbesondere BKA BAMF und Bundespolizei benötigen einen verlässlichen, starken Innenminister als Fachaufsicht...

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elubitsch 25.02.2018, 14:02
5. Herr de Maiziere, fassen Sie sich doch mal.....

...an die eigene Nase und ziehen Sie ein Resumee, was Sie eigentlich in Ihrer Amtszeit zuwege gebracht haben. Mir fielen jetzt nur farblose Statements und andienerische Ergebenheitsadressen in Richtung Merkel ein. Klare Aussagen waren von Ihnen doch nie zu bekommen. Da ist mir der "Erfahrungsjurist" Seehofer lieber, der wenigstens von vorneherein den CSU-Standpunkt in den die Bürger derzeit bewegenden Fragen klar macht.
Die Qualifikation als Jurist (bin selber einer) bedeutet noch lange nicht, daß man damit alle Aufgaben erfüllen kann. Ein guter Minister hat Manager seines Ministeriums zu sein, Anstöße zu geben, deren Ausarbeitung er aber seinen Fachabteilungen und -Referaten übertragen wird. Einer meiner Rechtslehrer (es war der spätere Rektor der LMU, Prof. Andreas Heldrich) hat in den 70ern mal zu uns Studenten gesagt: "Wenn Sie bei einer Fallösung nicht mehr weiter wissen, dann fragen Sie erst Ihre Putzfrau, die hat noch gesunden Menschenverstand". Mehr Funktionäre mit gesundem Menschenverstand würde ich mir auch in der Bundesverwaltung wünschen und weniger akademisch durchgeistigte Ideologen. Kann es sein, daß die allzu lange Regierungszugehörigkeit Sie arrogant gemacht hat?

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scratchpatch 25.02.2018, 14:27
6. Wo er recht hat,...

Mir wäre de Maiziere auch viel lieber gewesen und sicher hat ihn Merkel nicht freiwillig aufgegeben. Seine Kompetenz steht ja wohl außer Frage und auf mich machte er auch immer einen sehr ausgelasteten Eindruck. Es scheint immer schwieriger zu werden, die CSU bei der Stange zu halten. Das große bayerische Getöse und diese überdimensionalen Forderungen (im Vergleich zu den Wählern, die sie bundesweit vertreten), finde ich extrem unsympathisch. Nachdem zuletzt ganz Deutschland Landwirtschafts- und Verkehrsminister ertragen musste, die auf Wunsch der CSU vergeben wurden und ganz offensichtlich nicht nach Qualifikation, ist es nun der Innenminister. Ich fürchte auch, dass Seehofer gerne mit markigen Worten vor den Kameras auftreten wird, aber die Arbeit müssen dann wohl andere machen. Eigentlich kann sich Deutschland so etwas nicht leisten.

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yvowald@freenet.de 25.02.2018, 14:31
7. Seehof3er ist Verwaltungsjurist

Zitat von karldrescher
Ich bin absolut kein Anhänger von Seehofer und schon gar nicht der CSU. Der Kommentar des (geschäftsführenden) amtierenden Innenministers De Maiziere hingegen spiegelt die fast schon typische Arroganz vieler Juristen, oder vielleicht sogar allgemein vieler Akademiker wider, die einem "nur" Verwaltungs-Betriebswirt die Führung eines Ministeriums nicht zutrauen. Ein Ministerium wird ja von zahlreichen Experten, die meisten davon sicher Akademiker, getragen, die das nötige Fachwissen repräsentieren. Der leitende Minister hingegen sollte meiner Meinung nach auch gewissermassen die Bevölkerung repräsentieren, die ja in ihrer Mehrheit keine Akademiker sind. Seine Eigenschaften sollten daher eher auf sogenannten soft skills, wie Kommunikationsfähigkeit, Führungsstärke, etc. beruhen. Ob Seehofer diese Eigenschaften ausreichend repräsentiert, ist eine andere Frage. Aber ihn allein aufgrund fehlender juristischer Ausbildung zu disqualifizieren halte ich für fragwürdig.
Auch Verwaltungs-Betriebswirte müssen ein Hochschulstudium absolvieren.
Ich selbst bin Diplom-Verwaltungswirtin innerhalb der Bundesverwaltung.
Dazu mußte ilch bei der Einstellung die Hochschulreife nachweisen und habe ein duales Studium an der Fachhochschule des Bundes für Öffentliche Verwaltung durchlaufen.
Heute heißt diese Studienreinrichtung "Hochschule des Bundes für Öffentliche Verwaltung " mit Sitz in Brühl im Rhein-Erft-Kreis.
Horst Seehofer hat ein ähnliches Studium im Freistaat Bayern absolviert und war vor Übernahme politischer Ämter beim Landratsamt in Ingolstadt tätig.
Wir haben vornehmlich auch Vorlesungen in Verfassungsrecht gehörtt.
Sind wir deshalb keine "Juristen"?

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Skyscanner 25.02.2018, 14:35
8. Beide sind und wahren

für das Amt nicht geeignet. De Maiziere hat nur auf Anweisung unserer Mama Merkel gehandelt und somit bald gegen sämtliche Gesetze missachtet bzw. verbogen. Das gleiche wird auch Seehofer machen, damit uns ein weiter so erhalten bleibt. Seehofer ist doch der Handtaschenträger von Mama Merkel, sonst hätte Mama Merkel Seehofer den Posten nicht gegeben. Im Grunde ist es doch egal wer den Posten begleitet, ändern wird sich im Amt des Innenministers nichts.

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einwerfer 25.02.2018, 14:41
9. Juristen

stellen mit Abstand die größte Berufsgruppe im Bundestag (nicht Lehrer, wie der [Jurist] Graf Lambsdorf einst ätzte). Fast zwei drittel unserer Minister und Staatssekretäre sind Juristen und dennoch werden viele mehr oder weniger schnell mit solider Mehrheit durch den Bundestag gepeitschte Gesetze vom BVerfG verworfen. 'Mutti' und die 'rollende Null' verehren die 'schwäbische Hausfrau', betreiben also Betriebswirtschaft auf der Ebene einer Volkswirtschaft. Nun fehlt uns nur noch ein Bundeskanzler*in der/die Jurist und Betriebswirt in einem ist, und alles wird gut.

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