Forum: Politik
Inspiration für Hartz-IV-Debatte: George W. Westerwelle

Guido Westerwelle hat seine Hartz-IV-Attacken von den US-Republikanern abgekupfert: Die spalten mit ihren Tiraden gegen angeblichen Sozialismus seit Jahren die Gesellschaft. Fehlt nur noch ein leuchtendes Gegenbeispiel wie "Joe the Plumber" - wie wär's mit "Claudia, der Kellnerin"?

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Holgilein 16.02.2010, 06:15
110. So isses!

Zitat von Hannes71
... wie sollen sie es denn jemals schaffen, das Chaos, das diese Politikergeneration hinterlässt, jemals halbwegs zu schultern ??
Das sind genau die Fragen, die sich diese Politik-Theatertruppe stellen, und beantworten, sollte.
Alles andere ist nur Nebelkerzenwerferei.

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Christian Wernecke 16.02.2010, 06:56
111. Danke für diese Nebelkerze!

Zitat von sysop
Guido Westerwelle hat seine Hartz-IV-Attacken von den US-Republikanern abgekupfert: Die spalten mit ihren Tiraden gegen angeblichen......
Der Artikel ist ein schönes Beispiel dafür, wie man von einem wichtigen Thema ablenkt, indem man die Gegenseite persönlich herabsetzt. So kommt man in der eigentlichen Debatte, den ausufernden, nicht mehr bezahlbaren Sozialstaat, nicht voran.

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dasbertl 16.02.2010, 07:04
112. Nicht verstanden...

Zitat von chilasi
Exakt ... dies ist der Punkt! Nur glaube ich, hier wurde G.W. bisher völlig mißverstanden: Daß die Hartz-IV-Sätze am alleruntersten Rnde ....
Ich glaube, Sie haben Westerwelle nicht verstanden. Er ist für absolute Deregulierung, GANZ BESONDERS auf dem Arbeitsmarkt, das letzte was er einführen will, ist eine Lohnuntergrenze(sprich Mindestlohn)...

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alien5 16.02.2010, 07:40
113. bemerkung zu den dimensionen

Zitat von Dr_Lecter
Die Sozialausgaben sind natürlich gestiegen. Es ist ja seit 10 Jahren alles mehr als doppelt so teuer geworden. Also auch dieser Posten im Bundeshaushalt. Und man kann noch nichtmal beklagen, dass der Anteil prozentual gestiegen ist. Immerhin sind die Einnahmen nicht im gleichen Verhältnis gestiegen - vor allem, weil Reiche deutlich entlastet wurden. Der Prozentsatz lässt sich aber wieder deutlich senken, wenn man die Millionäre endlich wieder zur Kasse bittet. Immerhin profitieren sie vom Gesamtsystem am deutlichsten.

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alien5 16.02.2010, 07:49
114. bemerkung zu den dimensionen

Zitat von Dr_Lecter
Die Sozialausgaben sind natürlich gestiegen. Es ist ja seit 10 Jahren alles mehr als doppelt so teuer geworden. Also auch dieser Posten im Bundeshaushalt. Und man kann noch nichtmal beklagen, dass der Anteil .....
sozusagen lustigerweise ist in der letzten verfügbaren tabelle der steuereinnahmen (2008) unter der rubrik "vermögenssteuer" ein saldo von minus 7 mio e verbucht.
würde man rein theoretisch und pauschal das gesamte privatvermögen in deutschland (ohne autos und hausrat)von ich-weiss-nicht-mehr-wieviel-zig-billionen mit 5% besteuern, wäre schon nach drei jahren das thema staatsverschuldung, z.zt.1,3 billionen, mehr als vom tisch.
das nur mal so am rande.

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cekay 16.02.2010, 08:00
115. Schön geträumt.

Zitat von vantast
Sie haben doch den schlimmsten Finanzzustand in der BRD erzeugt, nicht die wenigen Hartz4-Optimierer. Insofern sind seine Aussagen maßlos und unredlich, er schont seine Klientel, die mit wenig Anstrengung viel Geld scheffeln, aber nicht einmal bleibende Werte schaffen. Einen Staat hauptsächlich nach den Wünschen des Kapitals zu schaffen, ist zum Scheitern verurteilt, Staat ist mehr, als Profite machen.
Schön geträumt. Warum haben die Landesbanken dann viele Mrd. verbrannt? Warum ist die Rentenversicherung praktisch pleite? Warum wurden schon kommunale Kanalsysteme verhökert? Weil Westerwelle so ein Marktschreier ist? Weil die privaten Banken nicht wirtschaften können? Das Problem ist der ineffiziente aufgeblasene Beamtenstaat. Ich hoffe, dass nicht nur Westerwelle das einsieht, aber hey, der ist ja auch quasi Beamter durch Pensionsansprüche. Da bleibt nur die Flucht ins Ausland. Die Statistiken bestätigen das.

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albgardis 16.02.2010, 08:06
116. Das wird ja immer doller hier!

Zitat von pfeifffer
Ferner könnte es helfen, , anstatt nur dumm rumzusabbeln, , sodaß niemand Hartz IV in Anspruch nehmen müßte.
(Hervorhebung von mir)

Wie kommen Sie denn auf die abstruse Idee, dass Politiker "Jobs" (also: Arbeitsplaetze) schafften? Wie soll das denn gehen, bitte? Sie koennen nur Gesetze erlassen, die die Wirtschaft in die eine oder andere Richtung draengen, aber selbst Arbeitsplaetze schaffen koennen die wohl kaum.

Interessant jedoch, dass dieses Argument offenbar im Ernst vorgebracht wird. Da braucht man sich dann natuerlich auch nicht mehr zu wundern, wieso die Debatte um Transferleistungen so laeuft, wie sie eben laeuft...
Vielleicht sind Sie ja in der DDR sozialisiert worden und haben nur vergessen, dass die vor 21 Jahren unterging. Es kann ja sein, dass dort die "Jobs" von der Politik geschaffen wurden, aber Sie sollten doch selbst gemerkt haben, dass der Staat pleite geht, wenn er einfach drei Leute pro Arbeitsplatz beschaeftigt. Und mit Menschenhandel lief es ja auch nur ein paar wenige Jahre lang, das kann also auch keine Loesung sein...

Zitat von pfeifffer
DANN hätte sich nämlich die gesamte Debatte erledigt.
Ja, genau, so wie in der DDR. Siehe oben. Dann haette sich nicht nur die Debatte erledigt!
Mann Mann Mann...
(*kopfschuettelnd weggeh*)

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cekay 16.02.2010, 08:08
117. Die Wahrheit gibt es schon lange nicht mehr, weil für die Beamten viel zu unbequem!

Zitat von ralgoe
Was soll das hysterische Geschrei aus rot-rot-grüner Ecke? Westerwelle sagt doch nur die Wahrheit. Der der in diesem Land noch arbeiten geht, ist doch über kurz oder lang der Depp .....
Es gibt vieles, dass im Ausland schon viel besser geregelt ist als in D. Aber der Deutsche Beamtenstaat zeigt sich extrem Lernfeindlich. Und worauf läuft es hinaus? Immer mehr Schulden bei den Chinesen in der Hoffnung, dass unsere paar Kinder und Einwanderer plötzlich reich werden?

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VorwaertsImmer 16.02.2010, 08:18
118. Kurt Beck & Münte?

Jetzt tun auf einmal die Linken so als hätte es nicht die gleichen Stimmen im eigenem Lager gegeben:
Kurt Beck, der zu einem Punk gemeint hat: Waschen, rasieren, dann kriegste auch wieder einen Job"
Müntefering: Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen.

Diese Aussagen haben sicherlich auch schon einmal republikanische Politiker in den USA gemacht. Sind Beck und Münte deshalb Republikaner?

Beck, Westerwelle,Münte haben alle das ausgesprochen was viele Denken. Nur ist es eben ein Tabuthema, so in etwa wie in den 60er Jahren der Sex. Man bekommt ähnich verklemmte Reaktionen wie damals wenn man dieses Tabuthema anspricht.
Wichtig ist dass das Thema jetzt verfeinert wird. Die Arbeitswilligen dürfen nicht in einen Topf hineingeworfen werden mit den Arbeitsunwilligen.
Wer 10 Jahre Erwerbsbiografie hat ist sicherlich nicht arbeitsunwillig. Wer mit 25 immer noch nie etwas gearbeitet hat und dann noch Arbeit ablehnt - nun denn....

Klar, Westerwelle hätte es vornehmer formulieren können. Aber vornehmer wahren Beck und Münte auch nicht. Und wäre die Diskusion sonst in Gang gekommen?

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cekay 16.02.2010, 08:19
119. Worst Case???

Zitat von Parzival v. d. Dräuen
Noch klingt Westerwelle wie der große Divideur. Aber die Fragen, die er aufwirft, werden europaweit die Regierungen beschäftigen, wenn Flasche leer. Momentan muß der Wohlfahrtsstaat .....
Richtig! Der Deutsche Beamtenstaat ist ja selbst im Best Case noch nicht einmal fähig einen ausgeglichenen Haushalt hinzulegen. Ein Staat der seine Finanzen nicht im Griff hat ist schlimmer als eine Bank die pleite geht! Die Finanzen der Eurozone von Griechenland bis Deutschland werden der Wirtschaft in Europa mehr schaden zufügen als jede Bankenkrise.

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