Forum: Politik
Instabile Lage: Bundesregierung stoppt offenbar Waffenexporte nach Saudi-Arabien
DPA

Für die deutsche Rüstungsindustrie ist Saudi-Arabien einer der wichtigsten Kunden. Doch nun sollen laut einem Zeitungsbericht vorerst keine Waffen mehr in das Königreich exportiert werden - wegen der unsicheren Lage in der Region.

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rudi.waurich 25.01.2015, 10:17
20. Das verstehe

wieder mal, wer will. In einer gänzlich instabilen Region ist Saudi die einzige verläßliche Komponente, abgesehen von den Emiraten, die aber gegen IS, Al Qaida, Taliban, Al Nusra und Co. wenig ausrichten können.

Das in der Saudi nach der Scharia recht gesprochen wird, sollte jeder wissen, der dort Unrecht begeht. Hat seine Vorteile.
Dann das uralte Argument - Wenn Deutschland die Waffen nicht liefert, liefert sie jemand anderes.

Pekunia non olet, ob's manchen geschätzten Mitforisten passt oder nicht.
Zum Glück regt sichj noch niemand auf, wenn der Rest der deutschen Investitionsgüter - Industrie nach Saudi liefert. Ich kann nach wie vor nur eins empfehlen - einfach mal hinfahren, und ein paar Jahre mit Saudi's arbeiten. Dann werden die meisten feststellen, daß das ganz normale Leute sind.

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joG 25.01.2015, 10:20
21. just solche Verbündete .....

....die Einen Nichtraucher länger unterstützen, wenn es in der Gegend unruhig wird braucht man. Das ist der beste Grund bisher für Japan die deutschen Unterseeboote nicht zu kaufen.

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eikone 25.01.2015, 10:24
22. Verbrecher

endlich fängt jemand an sich von diesen Verbrechern zu distanzieren. weiter so. .

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walter_e._kurtz 25.01.2015, 10:28
23. nix lächerlich

Zitat von Spanier.cs
Die Gesetze von Saudi-Arabien sind also erst jetzt bekannt geworden? Das ist absoluter Populismus: man verkauft denen so lange Waffen, wie es halbwegs außerhalb der Öffentlichkeit passiert und sobald die Öffentlichkeit das bemängelt, distanziert man sich davon. Entweder man steht dazu, oder lässt es. ...
So langsam kommen auch unsere Politiker darauf, daß man über den Hebel Waffenexporte möglicherweise Veränderungen anschubsen kann, gerade auch in Saudi-Arabien.
Die Saudis gelten als einer der wichtigsten "Exporteure" des Wahabismus und stützen hier in Europa diverse extremistische Strömungen, wie z.B. die Salafisten.
Anläßlich der letzten, aktuellen Ereignisse (Charlie Hebdo) und dem Lieferstopp könnte also durchaus ein Zusammenhang bestehen. Denn was hinter den Kulissen zw. dt. Regierung und dem saudischen Königshaus abgeht, davon wird man uns höchstens mit Verzögerung in Kenntnis setzen.
Sollte dem tatsächlich so sein, ist der Exportstopp absolut begrüßenswert!
Und ich glaube auch, daß die Amerikaner nochmals sehr genau prüfen werden, wem sie da Waffen liefern. Die haben, abgesehen vom Terrorismus, einen weiteren Grund, Druck auf die Saudis auszuüben; den Amis brechen nämlich die Einnahmen aus dem eigenen Ölgeschäft weg, so daß derzeit schon Kredite für die teuren Fracking-Felder nicht mehr bedient werden können.

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richard.ernst 25.01.2015, 10:30
24. Bio statt Leo

USA, England und Frankreich werden sich bei Angela für die neuen Rüstungsaufträge aus Saudi-Arabien bedanken!
Unsere staatlich alimentierten Gutmenschen bevorzugen Bio- statt Waffenexport und die Arbeitsplätze gehen pleite oder noch besser in den Ruhestand. Die restliche Welt lacht sich krank...

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Peter Eckes 25.01.2015, 10:38
25. Wer ein Ende der Beziehungen

zu Saudi-Arabien fordert, muß auch ein Ende der Beziehungen zu den USA fordern. Wenn ich die Wahl habe, hingerichtet zu werden indem mir ein erfahrener Henker mit einem Schlag den Kopf abschlägt oder indem mir ein dilettantischer Arzt einen unerprobten Giftcocktail spritzt der mich lähmt und innerhalb einer Stunde langsam und qualvoll ersticken lässt, dürfte die Wahl klar sein.
Und wer sich mal ein Video der Stockschläge (nicht Peitschenhiebe!) für Raif Badawi angekuckt hat, der weiß das die Strafe eher symbolischer Natur ist.

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rocatheo 25.01.2015, 10:42
26. BRD im Strukturwandel

Die Heuchelei ist kaum zu überbieten. Die Politik greift den FC Bayern an, weil man in Riad ein Freundschaftsspiel ausgetragen hat. Im Gegensatz dazu liefern seit Jahren deutsche Politiker diesem Regime Waffen aller Art. Einem diktatorischem System, das Frauen studieren läßt , sie aber zu blöd seien Auto zu fahren. Darüber öffentlich kritisch zu sein dazu hört man kein Wort. Wenn unser Volk auf die Strasse geht werden sie als Nazi beschimpft, sehr seltsam. Gegen unser System darf man nicht demonstrieren, wo leben wir denn? Art. 20, 4 GG, Art. 146 GG, Art. 133 GG, Art. 120 GG, Art. 38 GG

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chrisof 25.01.2015, 10:49
27. Showdown in

das Problem sind in Saudi-Arabien das immense Waffenarsenal, das man sich in D, F, GB etc.zusammengekauft hat und das nun in die Hände des IS-Staates und der El-Kaida Jemen zu gelangen droht, die auf Mekka und Medina zuziehen wollen.Trotz der gigantischen Grenzbefestigungen der Saudies (900 km) gegenüber dem Irak wird die Verteidigungsbereitschaft derselben als eher gering angesehen. Im Jemen hat es auch einen Regimechange gegeben, der die US-Amerikaner sogar Ihre Drohneneinsätze hat einstellen lassen.

Für die US-Amerikaner stellt sich nun die Frage, wer auf der arabischen Halbinsel Ihr "Fußvolk" spielen soll. Kurden sind weit und breit nicht zu sehen.
Freunde des Westens werden immer rarer in der Region. Wahrscheinlich wird man versuchen die sich an die Macht geputschten Militärs in Ägypten in das Chaos zu ziehen und aus der Luft weiter "dankbare Ziele" anvisieren.

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hausierer 25.01.2015, 10:51
28. scheinheiliges Getue

die Kritik an den Saudis mag berechtigt sein und jeder weiß dass die eine Justiz aus dem Mittelalter anwenden, aber bei den übrigen islamischen Staaten sieht es nicht viel anders aus...wenn die kein Öl hätten würde sich sowieso niemand für die interessieren...auf der anderen Seite verfügen die Saudis über absolute finanzielle Power um den arabischen Raum " in Schach " zu halten, zusammen mit unseren ölgeilen Verbündeten..wenn unsere Regierung jetzt über einen Waffenstopp nachdenkt, dann wurden sie vermutlich mal wieder von unseren " Befreiern " zurückgepfiffen, weil die selber liefern wollen, um ihren Staats Haushalt zu sanieren....überhaupt scheint hier keiner so richtig wahrzunehmen, daß die Amis ihr marodes Wirtschaftssystem immer besser in den Griff kriegen und es bei uns " Europäern " immer mehr den Bach runter geht...Zufall ?? Aber leider dürfen wir nicht souverän entscheiden und schon gar nicht handeln...wenn nichts mehr hilft um uns im Zaun zu halten, kommt man wieder mit angeblichen Zulieferungen für Giftgasanlagen..sowas kann man auch nur mit Duckmäusern wie uns veranstalten...

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SchnurzelPuPu 25.01.2015, 10:52
29. Keine Waffenlieferung an Staaten, die die Menschenrechte nicht einhalten

so sollte man das klar definieren. Also auch nicht nach China oder in die USA. Die Todesstrafe ist klar eine Menschenrechtsverletzung. Da kann es keine Diskussion geben. Da muss man auch nicht argumentieren, dass Unschuldige per Justizirrtum ermordet werden. Auch Mörder darf man nicht töten. Steinigen ist aber noch etwas anderes - das ist Barbarei.
Wie wäre es mal mit einem Handelsembargo? Aber den Iran nicht vergessen.

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