Forum: Politik
Integration: Deutsche Smarties
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Die Rechten drängen an die Macht. Was in Österreich möglich war, droht auch uns. Trotz Özil in Mekka und Boateng auf der Schokolade. Das Gefühl ist bunt - aber die Wirklichkeit ist düster. Und die AfD dominiert die Politik.

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McTitus 26.05.2016, 19:00
1. Ich finde die Idee absolut genial!

Ferrero hat ja eine gewisse Tradition beim Unterstützen
der Deutschen Nationalmanschaft, in dem diese für Nutella Werbung macht,
oder in Duplos Abziehbildchen von Spielern versteckt waren!

Da ist es doch ein Geniestreich, das Originalmarkenzeichen durch Kinderbilder derjenigen zu ersetzen, die schon immer mit dem Schokoladen- und Nusscremehersteller zusammen gearbeitet haben!

Jérome Boateng, Ilkay Gündogan und Lukas Podolski gehören zu Deutschland.

Und wem das nicht passt, ist ein Kleingeist und der Realität entrückt! So einfach ist das!

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h.weidmann 26.05.2016, 19:03
2.

"Politischer Inhalt wurde durch taktischen Opportunismus ersetzt,
..."

Richtig, Herr Augstein, vor langer Zeit ...

Und keinen hat's wirklich gestört, im Gegenteil, man hat die Opportuniste(i)n immer wieder gewählt.

Ich werde das nie verstehen.

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charlie1111 26.05.2016, 19:05
3.

Im großen und Ganzen kann ich dem Kommentar zustimmen, nur die Begründung ausschließlich im Neo Liberalismus zu suchen ist mir zu wenig. Man sollte nicht vergessen, das Millionen von Deutschen in einer Diktatur sozialisiert wurden, die genau diese Spießigkeit, Nationalismus und Miefigkeit beinhaltete. Eigentlich ist die AfD die inhaltliche Nachfolgerin der SED die eben auch eher national denn sozialistisch war. Nicht ohne Grund laufen die Wähler der Linken scharenweise zur AfD über. Vor 25 Jahren zu glaube man müsse nur die Mauer öffnen und es kämen moderne und demokratische Menschen war der größte Integrationsfehler der uns jetzt auf die Füße fällt denn die soziale Evolution benötigt oft mehr Zeit als die Biologische.

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fördeanwohner 26.05.2016, 19:11
4. -

Vieles, was Augstein hier schreibt, sehe ich ähnlich.
Was jedoch die Integrationsgesetzgebung angeht, muss ich ihm widersprechen.
Die Erfahrung hat doch gezeigt, dass Menschen, die es theoretisch nicht müssen, weil sie in einer Parallelgesellschaft leben können, eben kein Deutsch lernen und auch wenig von dem mitkriegen, was sozusagen Tagesgeschäft hier ist. Wenn jemand gar nicht weiß, dass z.B. Angela Merkel Regierungschefin ist, stattdessen nur Erdogan kennt, obwohl er seit Jahrzehnten in Deutschland lebt, dann bedeutet das, dass wir etwas gegen diese Ignoranz tun müssen. Wir haben es doch jetzt schwarz auf weiß, dass Menschen im Allgemeinen zu bequem sind.
Das sollte man nicht ignorieren. Es ist außerdem von Vorteil, etwas zu fordern. Der Witz ist doch, dass Migranten selbst das gar nicht kritisieren. Es sind die links-intellektuellen "Aktivisten", die ein Problem aus etwas machen, das eigentlich keines wäre.
Denkt doch einmal an die Migranten dabei und nicht an Eure komischen Dogmen!

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DMenakker 26.05.2016, 19:14
5.

Wer hat es uns denn eingebrockt? Diejenigen, welche die Marktwirtschaft nicht im Gerigsten verstanden haben und glauben, wer 25 k netto im Jahr verdient würde sich gerne als Lohnsklave einer "menschenverachtenden Politik" bezieichnen lassen, oder derjenige, der noch vor nicht allzu langer Zeit plakatiert "Liebe Ausländer, lasst uns mit diesen Deutschen nicht alleine"?

Nur weil eine Gruppe durchgeknallter Politiker glauben in Deutschland ihren Traum vom immerwährenden Multikulti realisieren zu müssen ( eines Tages werden wir vom real existierenden Multikulturalismus reden )?

Nein lieber Herr Augstein. Der böse Kapitalismus ist es, warum jeder hierher will. Hier gehts den Leuten nämlich gut. Aber diese Oberlehrerhafte, von dem Linken Bereich der Politik aufoktryotierte Bild von allen mit allen macht den Leuten Angst. Verstanden haben sie es sowieso nicht, weil es zudem auch nocEh grottenfalsch gemacht war. Richtig wäre ein vernünftiges Einwanderungsgesetz mit Zuzugskriterien, Kontingenten etc. gewesen. Eben eines, das auch jeder als sinnvoll ansieht.

Aber jetzt sind wir in einer Situation ähnlich der DDR kurz vor der Auflösung. Die DDR hat sich als total entnazifizierten Staat verstanden. Leider hat sie nicht verstanden, dass man so etwas auch mit Inhalten füllen muss und hat letzendlich eine dunkelbraune Kloake hinterlassen. Im Westen glaubte man, ohne Sinn und Verstand der Zuwanderung das Wort zu reden, niemals sich auf Argumente einlassen zu müssen ( die wären ja wieder aus der bäh Ecke ), die Predigt ex Cathedra würde reichen und plötzlich sitzt man wie das Kaninchen vor der Schlange und schaut sich die Ösi Präsidentenwahlen an.

Eigentlich hätte man es vorher wissen müssen. Aber das hätte nachdenken erfordert, und nachdenken ist automatisch mit der Aufgabe des Anspruches die absolute und einzig selig machende Wahrheit zu besitzen verknüpft. Und das geht mal gar nicht. Schon gar nicht wenn man Augstein heisst.

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roughneckgermany 26.05.2016, 19:19
6.

Die Deutsche Flagge ist ebenfalls bunt und von daher ist die Frage schon ab da beantwortet.

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postatspiegel 26.05.2016, 19:24
7. Klar, man könnte Heulkrämpfe bekommen.

Wenn man sieht, wie schnell es zurück geht, wenn man sieht, wie wenig wir gelernt zu haben scheinen und wenn man sieht, wie richtig Viele diesen Rechtsruck finden. Weil man in den letzten Jahren so weit nach links gerutscht sei.
Hä? Welches Links die wohl meinen? Das, in dem alle gerechten Lohn für gleiche Arbeit bekommen? Oder jenes, in dem es keine Ausbeutung mehr gibt?
Keine Ahnung, ich jedenfalls kann es nicht als Richtungswechsel sehen, wenn die ausgrenzenden Überzeugungen eines Herrn Seehofen es nicht mehr automatisch zur allgemeingültigen Regierungsmeinung schaffen.
Ich bin der Überzeugung, dass wir in den 80gern viel zu früh aufgegeben haben, als Häuser besetzt wurden, weil Immobilienhaie auf Kosten von Obdachlosen Geschäfte gemacht haben. Heute ist so was kaum noch vorstellbar. Die politische Linke auf der Straße ist verschwunden und hat einer unappetitlichen Rechten Platz gemacht. Es gibt keinen studentischen Gegenentwurf zu dieser Bewegung. Niemand nimmt den Platz auf dem Feld der Diskussionen ein und besetzt die relevanten Themenbereiche.
Und die Politik muss daneben stehen und zusehen, wie ohnmächtig sie eigentlich ist, wenn das Volk verlernt hat, für Humanität zu kämpfen. Selbst verschuldet, denn jahrzehntelang wurde es dafür verfehmt und verfolgt.
Einkesselungen, Strafverfolgung, Polizeigewalt. Das waren mehrheitlich die Reaktionen auf Demonstrationen gegen Ausbeutung und Faschismus. Die Quittung bekommt die Politik jetzt serviert, auch weil man viel zu lange gebraucht hat, um zu begreifen, dass rechte Demos mindestens genauso gefährlich sind. Nein, das sind sie nicht. Sie sind viel gefährlicher, weil sie dumpfe, rassistische Meinungsbilder propagieren.

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brotherandrew 26.05.2016, 19:24
8. Da haben ...

... Sie, Herr Augstein, mal wieder ihren Lieblingsfeind aus der Mottenkiste geholt, die angeblich "gesellschaftsvernichtende Politik des Neoliberalismus".

Ich nehme an, die ist für Sie an allem Schuld.Wohl dem, der sich auf einem einfachen Weltbild ausruht.

Die Frage ist aber nicht "braun oder smarties", sondern die Frage ist, wie man vernünftig mit den Migrationsströmen weltweit umgehen kann. Vernünftig heißt, daß man auch darauf achten muss, dass die Gesellschaften der Einwanderungsstaaten nicht überfordert werden. Leider verurteilen Sie pauschal die Gesetze, die die GK dazu erläßt und halten als angebliche Alternative am überholten links-grünen Multikultikonzept fest.

Die Realität ist komplizierter und vielschichtiger als das, was Sie uns dazu anbieten, Herr Augstein.

Was für mich ausdrücklich NICHT heißt, daß es Sinn macht, AfD zu wählen.

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stimmtschon 26.05.2016, 19:28
9. Schon immer ein Abschotten

Die Integrationsbemühungen des Staates haben sich schon seit dem Anwerbestopp für Gastarbeiter nur noch eher um das Abschotten gedreht. Wirkliche integration kann tatsächlich nicht gelingen, wenn der Staat etwas von den Geflüchteten verlangt, wofür er selbst die Voraussetzung nicht erfüllt. Schon erstaunlich, dass sich die Politik im vergangenen Jahr voller Hingabe um das Schicksal von Flüchtlingen gekümmert hat. 2016 ist die Stimmung eine ganz andere. Leider habe ich das Gefühl, dass diese Phase nun deutlich länger anhalten wird.

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