Forum: Politik
Integration statt Parallelität: Türken rein!
DPA

Türkischer Wahlkampf in Deutschland? Vergesst Verbote und Polizeieinsätze. Kümmert euch lieber um mehr Integration und schafft die doppelte Staatsbürgerschaft wieder ab.

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maria_tonath 17.03.2017, 13:11
500. Doppelpass ?

Integration ist nicht vom Doppelpass abhängig, sondern von seiner Einstellung dem Land gegenüber in dem er lebt. Es gibt mehr als genug Menschen ohne Doppelpass, die es einfach nicht schaffen in ihrer neuen Heimat Fuss zu fassen, weil sie zu sehr in der Vergangenheit leben, anstatt ihren Blick auf die Zukunft richten.
Das ist auch das Problem mit Erdogans Anhängern.
Sie sehen nur, was in der Türkei in jahrzehntelanger Arbeit aufgebaut wurde, aber nicht, daß Ihr Präsident dabei ist alles wieder zu zerstören und da die in anderen Ländern lebenden Menschen ja auch nicht persönlich betroffen sind, haben sie auch nicht den richtigen Überblick.
Integration bedeutet nicht, darauf zu warten alles in den Schoß gelegt zu bekommen, sondern selbst dazu beizutragen, daß sie in der Gesellschaft aufgenommen werden.
Sich zu isolieren, sich weigern die jeweilige Sprache des Landes zu lernen das sie aufgenommen hat ist nicht gerade von Vorteil.
Außerdem sollten sich die Bekenner von Erdogans Politik mal genau anhören, was ihr Präsident so an Hasstiraden denen gegenüber verbreitet, die nicht nach seiner Pfeife tanzen.
Wer diesem Menschen seine Zukunft anvertraut legt anscheinend nicht besonders viel Wert auf Freiheit und Demokratie.
Was ist von jemandem zu halten der einerseits um finanzielle Hilfe bittet, aber genau dieselben Menschen diffamiert und auf das übelste beschimpft.
Erdogan befindet sich immer noch im Trotzalter und glaubt mir Schreien und toben sein Ziel erreichen zu können.
Er beruft sich bei seinen Auftritten auf den Stolz der Türken und vergisst dabei ganz, daß auch andere Menschen über Stolz verfügen.

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rideandsmile 17.03.2017, 13:12
501.

Zitat von fördeanwohner
Ich hoffe mal, der Forist reagiert nicht darauf, was Sie geschrieben haben. Mir ist nicht klar, was für ein Problem Sie genau haben, wenn Sie jemanden so angehen. Der Forist hat wohl kaum von Ihnen eingefordert, dass Sie ihn als besseren Menschen sehen. Der Verweis auf die türkische Ehefrau soll nur dazu dienen anzuzeigen, dass er besser bescheid .......
Ja, vielleicht weiß er über Türken so gut bescheid, wie die Leute, die eine thailändische Frau haben, über Thailänder.
Ich geb Ihnen sogar Recht, Ressentiments sind wenig hilfreich, wieso zur Hölle ist das Bild von den Türken so negativ geprägt in Deutschland ?

Die Deutschen haben ihren Teil nie dazu beigetragen, das die sich besser integrieren können, denn dazu würde es erstmal gehören, das man mit denen auf Augenhöhe spricht und denen den Respekt entgegenbringt, den man für sich selbst fordert.

Das war aber nie der Fall, ja ja, die Ausnahmen.....

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tomlex27 17.03.2017, 13:13
502.

Zitat von mapcollect
Ein großer Teil (wahrscheinlich sogar der größte) der hier lebenden Türken ist stolz auf ihre Nationalität und ihre Kultur. Sie wollen keine Deutschen werden. Integration funktioniert für einen bestimmten Teil der Zuwanderer einfach nicht weil sie es nicht wollen. Das muss man irgendwann einfach mal akzeptieren.
...dann sind diese wohl im falschen Land. So einfach ist das, und dass müssen diese Türken dann auch mal akzeptieren. Es geht hier auch nicht um wollen, es geht ums müssen.
Das ein Großteil obwohl schon in der dritten Generation weder vernünftig Deutsch schreiben noch sprechen kann, daran scheint man sich anscheinend gewöhnt zu haben. Das türkische/ muslimische Eltern grundsätzlich und in der Breite auch nie an schulischen Elternabenden teilnehmen anscheinend auch, vom Sportunterricht für Mädchen mal ganz abgesehen. Dies ein kleiner Auszug zum Thema Nichtintegration.
Es ist ganz einfach, wer auf Dauer in ein Gastland zieht hat sich den dortigen Sitten zu fügen, und hat nicht das Recht Parallelwelten hochzuziehen.
Mal eine andere Frage, bekommen Sie das eigentlich nicht mit?

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Bondurant 17.03.2017, 13:15
503. Man muss schon sehen

Zitat von stmnoreg
Die Kultur in der ich aufgewachsen bin, kann ich nicht ablegen wie ein altes Kleidungsstück.
dass es sich dabei um ein persönliches, individuelles Problem handelt. Warum sollte den Staat Ihre oder irgendjemand anderes Befindlichkeit per se interessieren? Wenn die "Kultur, in der ich aufgewachsen bin" den Sitten und Gebräuchen Ihres Aufenthaltslandes zuwiderläuft, müssen Sie sich eben zurückhalten. Das ist ganz einfach menschlich, so ein Problem. Da hat man keinen Anspruch, dass einem das abgenommen wird.

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JerryKraut 17.03.2017, 13:25
504.

schreibt der Focus. Meine Antwort: Gern! Wundern wird sich die Türkei, wenn sie alle Türken, die in der EU leben, keinen Pass eines EU-Landes und keine Integrationswilligkeit (v.a. Anhänger Erdogans vermute ich) vorweisen können, zurücknehmen muß. Vielleicht als Retourkutsche für ausgewiesene Kühe, könnte ja z.B. die jüngst von Erdogan schwer beleidigte Niederlande auf die Idee kommen, pro Monat 15.000 Türken nach Hause zu schicken.

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GoranBaranac 17.03.2017, 13:25
505. Ihr 1.Fehler: Ausländer müssen zu Inländern werden.

Nein. Sie müssen Deutsche werden. In den USA werden Sie mit der Einbürgerung Amerikaner, nicht "irgendwiedazugehörigermitdiversenMigrationshinter gründendieabernichtwiedieWASPsseinwollen". In Kanada Kanadier. In der Mongolei Mongole. Wenn Sie sich schon weigern dem Zusammengehörigkeitspool einen Namen zu geben können Sie er ganz sein lassen.

Ihr 2.Fehler: Sie sprechen über Integration. Was soll das sein? Diese jämmerlichen Kurse in Staatskunde (mit idiotischen Fragen wie "Gehört das Elsaß zu Deutschland?") und ein paar Deutschstunden? Diese Integration muss Einwanderer bei dem Gefühl packen hier willkommen zu sein, es hier besser zu haben, hier mitwirken zu können und am Ende - wieder beim 1. Punkt zu landen: Deutsche zu sein. Meine "biodeutschen" Kollegen wissen um ihre Herkunft - der eine weiß, dass seine Vorfahren aus Belgien eingewandert sind, der andere von einem spanischen Urgroßvater. Trotzdem definieren sie sich als Deutsche weil sie sich hierhergehörig fühlen und nicht meinen in Granada/Brüssel/Konya sei alles besser. Und das müssen die heutigen Migranten (ja, auch ich) ebenso.
Wenn Sie glauben "Inländer" zu sein reicht um eine gute und friedliche Zukunft zu gestalten kann ich Ihnen zur reelen Abschätzung der Zukunft dieses Landes die SPON-Artikel zum Zerfall Jugoslawiens aus dem letzten Jahr wärmstens empfehlen. "Wir" waren auch (Zitat) "multiethnisch, multireligiös, multikulturell". Aber das Konstrukt das uns verband war künstlich. Genauso wie Ihr (um Gottes Willen und auf keinen Fall deutsches) "Inland".

Das Ende diese Experiments werden Sie auch in Ihrem eigenen Magazin nachlesen. Hoffentlich können Sie anschließend gut schlafen.

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Justitia 17.03.2017, 13:29
506.

Zitat von rideandsmile
Die Grenzen des Rechtsextremismus sind fließend, für mich ist gefühlt mindestens die Hälfte nationalistisch eingestellt, damit ist der See "umgekippt". Seit dem Mauerfall geht das so, das viele Deutsche glauben "wir sind jetzt wieder wer" und das Sie mein Lieber damit Probleme haben das zu erkennen, das wundert mich absolut nicht, sie dürfen sich mit vielen Kollegen in die Schlange stellen. Kein dauerndes Grau mehr, keine immerzu hängenden Mundwinkel bei den Deutschen, wird schön sich im eigenen Land zu befinden und Integration einzufordern von den hundertausenden Deutschen die sich in Portugal befinden.....wird witzig werden. Ach ja, das Sie ne türkische Frau haben, macht sie für mich auch nur zu so ner Art Rosinenpicker, adelt Sie nicht und macht Sie zu keinem besseren Menschen.
Richtig, die Grenzen des Rechtsextremismus sind fliessend. Die Grenzen, zu meinen, in einer anderen Welt als der realen Welt zu leben, sind auch fliessend. Sie mein lieber, haben diese Grenze ganz offensichlich überschritten und leben in einer gefilterten Welt. Sie filtern nämlich alles heraus, was nicht in Ihre Ressentiments und Voreingenommenheit gegen die deutsche Gesellschaft hineinpasst. Sie flüchten nun und reden sich ein, in Portugal würde alles besser werden. Viel Glück dabei, das werden Sie nämlich brauchen, um über die vorhersehbare Enttäuschung hinweg zu kommen.

Ihre Aussage zu den hunderttausenden Deutschen in Portugal haben wohl nur Sie selbst verstanden. Sie flüchten also vor allem verhassten Deutschen in eine grosse deutsche Community in Portugal, bei der alles Deutsch ist und Sie sich nicht in die portugisiesische Gesellschaft integrieren müssen? Aber schön, dass Sie uns über Ihr unlogisches und inkonsequentes Verhalten auf dem Laufenden halten.

RIchtig, was meine Frau angeht, da bin ich ein Rosinenpicker, denn ich habe mir die in meinen Augen beste, charaktervollste, intelligenteste und hübscheste Frau (Rosine) herausgesucht. Falls Sie es anders gemeint haben sollten, dann kann ich auch darin keine Logik erkennen. Meine Frau hat es jedenfalls geschafft sich zu integrieren, sich hier wohl und anerkannt zu fühlen, einen türkisch/deutschen Freundeskreis zu haben, sich nicht für Religion zu interessieren und das Leben zu geniessen. Vieles davon können Sie ja ganz offensichtlich nicht von sich behaupten.

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maria_tonath 17.03.2017, 13:32
507. Familienbande.

In der Türkei sind die Familienbündnisse besonders stark ausgeprägt.
Da bestimmt der Patriarch und alle müssen sich danach richten.
Das ist auch der Grund weswegen die Türken auf Demokratie keinen gesteigerten Wert legen. Wer will schon selbst denken müssen, wenn es jemanden gibt, der das für sie übernimmt.
Da für Erdogans Anhänger die Türkei ohnehin das beste Land der Welt ist, warum sollen sie dann irgendwelche Gepflogenheiten eines anderen Landes übernehmen ?
Nur, warum sie dann in Deutschland leben, anstatt in der Türkei hat wohl mit den Sozialleistungen zu tun.
Nehmen ja.
Geben nein.

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karin_mainz 17.03.2017, 13:34
508.

Zitat von drfredanton
Integrations statt Parallel-Kultur, das ist die Lösung! Deshalb ist die Beherrschung der deutschen Sprache als wichtigstes Integrationsmittel zu fördern. Mit der Sprachbeherrschung steigt auch die Chance, am Arbeitsmarkt etwas zu finden. Auch von Islamwissenschaftlern wird heute immer wieder beklagt, dass der Islam bisher keinerlei Reformation erfahren hat wie der christliche Glaube in Deutschland. Aber nur ein reformierter Islam ist mit dem Grundgesetz kompatibel. Deshalb ist eine Säkularisierung der Migranten eine ganz wichtige Integrationsaufgabe.
Möglichkeiten die deutsche Sprache zu lernen gibt es in Deutschland zu genüge, wer es will schafft das auch.

Ich weiß nicht welche Islamwissenschaftler genau Sie meinen und welche Reform Sie im Sinn haben...?

Eine Trennung zwischen Religion und Staat z.B. ist im Islam theologisch gar nicht denkbar (und das wissen auch gute Islamwissenschaftler).
Im Gegensatz zum Christentum wo eine Trennung zwar gegen den Widerstand der Kirchen durchgesetzt wurde aber immerhin theologisch begründbar ist (Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist und Gott was Gottes ist), fehlt dieses im Islam, dieser ist immanent.

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karin_mainz 17.03.2017, 13:40
509.

Zitat von Dramaturg
...dann gäbe es in Deutschland unter den einfachen Deutschen und Türken sicherlich den einen oder anderen Disput über die beabsichtigte Verfassungsänderung in der Türkei. Doch eines wäre auch klar: Derartige Gefechte, wie sie jetzt unter den Politikern auf beiden Seiten geführt werden, um sich im eigenen Land zu profilieren, würden ausbleiben. Man würde nach so einem Disput auseinandergehen und denken: Sollen die doch machen. - Und genau diese Einstellung ist richtig! Klingt simpel? Ist es auch.
Gefechte auf beiden Seiten?
Ich (oder besser Sie) scheine unter Wahrnehmungsstörungen zu leiden.

Ist es nicht so, dass die eine Seiter extremst verbal "rabaukalisiert" und die deutschen Politiker sich mehr als zurückhaltend zeigen und dafür hier in bereits vielen Foren deutliche Kritik erfahren mussten?

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