Forum: Politik
Integrationspolitik: FDP will Einbürgerungen schon nach vier Jahren

Ausländer sollen nach dem Willen der FDP schneller Deutsche werden können: Die FDP-Bundestagsfraktion plädiert dafür, die Mindestaufenthaltsdauer für die Einbürgerung von Migranten von acht auf vier Jahre zu halbieren. Man wolle damit "Offenheit und Aufnahmewillen" signalisieren.

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Bongard 14.09.2010, 09:54
20. Liebe FDP Mitglieder

Dieser Vorsitzende führt euch in die Bedeutungslosigkeit. Es ist jetzt Zeit aufzustehen und das zu ändern. Wenn nicht jetzt eine Veränderung kommt, dann seid ihr als Partei lange weg vom Fenster.
Oder findet ihr bei drei Prozent könnte man sich einrichten?

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toskana2 14.09.2010, 09:56
21. phantastisch

Zitat von sysop
Ausländer sollen nach dem Willen der FDP schneller Deutsche werden können: Die FDP-Bundestagsfraktion plädiert dafür, die Mindestaufenthaltsdauer für die Einbürgerung von Migranten von acht auf vier Jahre zu halbieren. Man wolle damit "Offenheit und Aufnahmewillen" signalisieren.

Toll!
Deutschland schafft sich ab
...davor schaftt es die FDP!

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Christian Wernecke 14.09.2010, 10:01
22. Nicht mehr zu verstehen

Am mangelnden Integrationswillen gerade vieler türkischen Migranten wird eine Halbierung der Mindestaufenthaltsdauer kaum etwas ändern. Vielmehr wird der Anreiz, nach Deutschland einzuwandern, noch einmal verstärkt. Diese Politik ist nicht mehr zu verstehen.

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bakunicus 14.09.2010, 10:05
23. na endlich ...

... zeigt die FDP wieder ein liberales profil mit realitätssinn.
sarrazin hin oder her, deutschland ist seit 40 jahren ein einwanderungsland.
dass die "deutschland schafft sich ab fanatiker" damit immer noch geburtsschmerzen haben ist das syndrom ihrer realitätsverweigerung.
und ihnen sei an dieser stelle noch mal gesagt, dass man ein land nicht besitzen kann.
deutschland gehört nicht den authochtonen deutschen, sondern allen seinen einwohnern.
und das sind seit 40 jahren auch die gastarbeiter und migranten.

zu einem einwanderungsland gehört aber auch ein faires angebot an die zuwanderer; die verkürzung der einbürgerungszeit ist dazu ein wichtiger schritt.
bravo !

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Besser-als-gutmensch 14.09.2010, 10:06
24.

Zitat von sysop
Ausländer sollen nach dem Willen der FDP schneller Deutsche werden können: Die FDP-Bundestagsfraktion plädiert dafür, die Mindestaufenthaltsdauer für die Einbürgerung von Migranten von acht auf vier Jahre zu halbieren. Man wolle damit "Offenheit und Aufnahmewillen" signalisieren.
Schon drollig welche krude Ideen Parteien im Todeskampf so von sich geben. Ich muss die FDP enttäuschen, Migranten wurden schon von Grünen, FDP und Union als Wählerpotenzial entdeckt. Da wird kaum einer die FDP wählen. Es hilft halt nicht immer was sein Fähnchen nur nach dem Wind zu stecken anstatt Politik zu machen. Man sollte bei 40% Nichtwähler auch überlegen, ob unter den ehemaligen Stammwählern nicht mehr Potenzial als bei den neuen Zielgruppen schlummert.

Wo soll denn der Anreiz liegen, wenn man alles erleichtert bekommt? Sind acht Jahre Wartezeit für jemanden der aus Überzeugung deutscher Staatsbürger werden möchte zu lange? Würden sich etwa Schüler mehr anstrengen, wenn es Abi nach vier Jahren (vielleicht noch für alle) geben würde?

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Besser-als-gutmensch 14.09.2010, 10:13
25.

Zitat von bakunicus
zu einem einwanderungsland gehört aber auch ein faires angebot an die zuwanderer; die verkürzung der einbürgerungszeit ist dazu ein wichtiger schritt. bravo !
Einige Foristen werden nicht müde darauf hinzuweisen wir seien ein EInwanderungsland. Wenn es dann aber nach dem verhalten eines klassischen Einwanderungslandes geht (Punktesystem, Auswahl der Besten), dann sind wir plötzlich wieder keins. Ich glaube, ihr Ziel ist kein Einwanderungsland, sondern Deutschland als Sozialamt der Welt. Starten Sie doch eine Initiative zum Verschenken der Staatsbürgerschaft. Die Grünen unter fischer haben das mit Visa ja bereits getan.

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chrome_koran 14.09.2010, 10:15
26. Diese ganze Debatte...

...setzt voraus, dass alle Leute nur darauf brennen, deutsche Staatsbürger zu werden. Dem ist nicht so. Viele Leute wollen es einfach nicht - auch wenn sie seit Jahren im Lande leben und schaffen. Wer mag schon, von der "Mitte der Gesellschaft" mit netten und menschenachtenden Bezeichnungen wie "Paßdeutscher" versehen zu werden. Die Ausländer, von denen ich (aus persönlicher Erfahrun) spreche, sind btw. die am besten "integrierten" und fühlen sich hier längst zu Hause - sie sehen einfach nur kein Bedürfnis nach einem deutschen RFID-Personalausweis. Ist ja auch nur ein Stück Papier. Wozu soll's gut sein, um alle paar Jahre wieder Kreuzchen in Kästchen machen zu dürfen? Mache ich als dt. Staatsbürger auch nicht immer und schon gar nicht gern...

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winterfichte 14.09.2010, 10:27
27. schlafen alle?

die cdu sagt heute, dass ihr parteianteil der konservativen bei 7% liegt. mehr nicht! daher gibt es im moment auch keine bestrebungen konservativer sein zu wollen.

für eine cdu, die so links wie noch nie steht, scheint eines nicht logisch: früher hatte sie schon mal gut über 40%, heute 23% im umfragen. welche gruppe ist also in der cdu nicht mehr vertreten?

und was macht die fdp jetzt? will sie sich auch noch weiter künstlich reduzieren???

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heidehans 14.09.2010, 10:27
28. Die lernen nichts, die Politiker

Zitat von sysop
Ausländer sollen nach dem Willen der FDP schneller Deutsche werden können: Die FDP-Bundestagsfraktion plädiert dafür, die Mindestaufenthaltsdauer für die Einbürgerung von Migranten von acht auf vier Jahre zu halbieren. Man wolle damit "Offenheit und Aufnahmewillen" signalisieren.
Die Parallelgesellschaft der politischen Klasse lernt eben nichts.
Sie lernt insbesondere nichts von dem, was das Volk -längst nicht mehr nur die "Stammtische"- denkt und will.
Auf die Art und Weise wird entweder die Partei der Nichtwähler gestärkt oder eine radikale Partei ermöglicht.

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bakunicus 14.09.2010, 10:34
29. globalisierung & einwanderung

Zitat von Besser-als-gutmensch
Einige Foristen werden nicht müde darauf hinzuweisen wir seien ein EInwanderungsland. Wenn es dann aber nach dem verhalten eines klassischen Einwanderungslandes geht (Punktesystem, Auswahl der Besten), dann sind wir plötzlich wieder keins. Ich glaube, ihr Ziel ist kein Einwanderungsland, sondern Deutschland als Sozialamt der Welt. Starten Sie doch eine Initiative zum Verschenken der Staatsbürgerschaft. Die Grünen unter fischer haben das mit Visa ja bereits getan.
wenn es nach mir geht, dann sollte man in der tat alle grenzen abschaffen.
ich bin aber nicht so doof zu glauben dass das zur zeit möglich ist.

aber ganz ab von solchen utopischen betrachtungen, leben wir in einer globalisierten welt.
waren, dienstleistungen und arbeitsplätze wandern um die ganze welt.
also gebietet die logik zwingend, dass die menschen und ihre familien, die arbeitnehmer das auch tun müssen.

und natürlich nehmen sie auch ihre kultur und probleme mit.
aber zu glauben, dass eine wirtschaftliche globalisierung nicht auch eine kulturelle globalisierung nach sich zieht ist dermaßen naiv, dass ich kaum noch worte dafür finde.

wenn die menschen aber nun schon gezwungen sind auszuwandern und arbeit und zukunftschancen zu folgen, dann sollte man ihnen keine steine in den weg legen.

einwanderung steuern ist sicher auch richtig.
ein soziales kontingent muß aber auch darin enthalten sein.
mind. für all die menschen, die durch den klimawandel oder raubbau für europäischen wohlstand ihre existenz verloren haben.

bakunicus

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