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Interaktive Karte: Fünf Wahrheiten über die Briten-Wahl
AFP

Was für ein Wahltag in Großbritannien: Die Tories triumphieren, dabei war es in vielen Kreisen sehr eng. Wo nur 41 Stimmen den Sieg brachten, warum die Meinungsforscher an den Briten verzweifeln - und fast ganz England blau ist.

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willibaldus 11.05.2015, 13:12
90.

Es erübrigt sich über Demokratie oder nicht zu diskutieren. Die Modalitäten der Wahlen in verschiedenen Ländern sind verschieden.

Die einen wollen ihre Volksvertreter von ihren Wählern direkt in das Parlament geschickt haben und wenn sich für eine Idee nicht genügend Charismatiker finden, gibt es auch keine Sitze im Parlament dafür.
Seit Jahrhunderten bewährt in verschiedenen Ländern.

Die anderen bevorzugen eine Mischung aus direktgewählten Charismatikern und Fachleuten aus Parteiorganisationen um in den Ausschüssen des Parlamentes wenigstens etwas Fachwissen zu haben.
Noch nicht so alt, hat aber auch seine Vorteile.

Beide Wahlsysteme haben Vorteile und Nachteile.

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leoaul 11.05.2015, 14:12
91.

Alle Diskussion über den Ausgang und die damit verbundene Sitzverteilung läuft doch eigentlich darauf hinaus, ob etwas nur dann demokratisch ist, wenn es auch sachlich richtig ist, oder ob es auch demokratisch ist, wenn Emotionen und der öffentliche Meinungsmainstream das Ergebnis maßgebend beeinflussen. Speziell in England und Schleswigholstein kommt dann noch der Minderheitenschutz bzw. deren Sonderrechte hinzu. Gibt es eine vorrangig sachliche Demokratie oder doch auch eine entscheidende Emotionsdemokratie? Die Frage ist dann nur noch, inwieweit sich beide Formen ergänzen dürfen. Dass dann auch noch Minderheiten eine demokratische Entscheidung auf den Kopf stellen können, ist eine besondere demokratische Unverständlichkeit.

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