Forum: Politik
Interaktive Karte: Fünf Wahrheiten über die Briten-Wahl
AFP

Was für ein Wahltag in Großbritannien: Die Tories triumphieren, dabei war es in vielen Kreisen sehr eng. Wo nur 41 Stimmen den Sieg brachten, warum die Meinungsforscher an den Briten verzweifeln - und fast ganz England blau ist.

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rae.lschmitz 08.05.2015, 21:47
10. Folgen des Cameron-Sieges: Brexit?

Der Brexit wäre für GB ein Gewinn: denn GB wäre nicht lange alleine! GB wäre offen für neue, bessere Bündnisse ; vielleicht sogar für eine EU.2 reloaded. Die Nicht-EU-Staaten Island und Norwegen wären exzellente Partner für eine Nordsee-Allianz mit GB, vielleicht käme sogar die Schweiz dazu. Auch viele (Noch-)EU-Mitglieder könnten dazukommen, auch Frankreich unter Frau LePen in 2017!! Spätestens wenn Frankreich abspringt, ist die EU zwar keineswegs Geschichte, aber die EU unter der derzeitigen Merkel / Hollande / Juncker / Schulz-Form wäre Geschichte.... und ich sowie die meisten User im Netz wären dann nicht unglücklich....

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schriftsetzer 08.05.2015, 21:48
11. @benny_na_lievo #1

Das ist Paranoia. Offensichtlich ist Ihnen entgangen, dass in Deutschland sämtliche Stimmen, die in den Wahllokalen vorab ausgezählt werden, in den Wahlämtern ein zweites Mal nachgezählt werden; das nennt man dann "endgültiges Wahlergebnis". Da in den Wahllokalen selbst die anwesenden Wahlhelfer, etc. verschiedenen Parteien bzw. Interessensgruppen angehören, ist ein Betrug so gut wie ausgeschlossen. Und letztendlich steht es laut Wahlgesetz jedem Wähler frei, bei der Auszählung im Wahllokal anwesend zu sein.
Macht nur keiner, wie meine persönliche Erfahrung als langjähriger Wahlhelfer zeigt. Mein Rat: wer "Wahlbetrug" aufdecken möchte, kann persönlich etwas dagegen tun - als "einfacher" Wähler und mündiger Bürger.

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DerVO 08.05.2015, 21:48
12.

Zitat von 93160
Einmal wird SNP als Nationalisten beschrieben, dann als linksliberal im gleichen Artikel. Nur der Autor wird wissen, warum. Im uebrigen, es sind Wahlen in GB, die kein anderes Volk zu interessieren hat.
Mit einem offensichtlich deutsch geprägten und eindimensionalen Politikverständnis ist das natürlich schwer zu fassen. Und interessieren braucht uns das Wahlergebnis eines anderen EU-Landes natürlich auch nicht. Also immer schön weiter den Müll trennen, dann werden sie die Welt schon retten...

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keinereiner 08.05.2015, 21:56
13.

Zitat von benny_na_lievo
Hat einmal jemand darüber nachgedacht, dass Wahlen auch in dafür unverdächtigen Ländern manipuliert werden können? Und zwar nicht unbedingt von oben gesteuert, sondern durch ehrenamtliche Wahlhelfer? Ohne hier in Paranoia verfallen zu wollen: Was mir hier in Deutschland dazu zu Ohren gekommen ist, stimmt mich jedenfalls nicht gerade vertrauensvoll.
In solchen Wahlsystem wie es in UK oder der USA der Fall ist mit "winner takes it all" ist legaler Wahlbetrug schon sehr lukrativ. In den USA macht man es definitiv. Da werden Wahlkreise einfach verändert. Wenn man weiß in Wahlkreis 10 gewinnt man immer mit 10 % Abstand, im Nachbar Wahlkreis 9 ist aber ein knappes Ergebnis, aber gerade im Randbereich zwischen den Wahlkreisen wählen sie eher die Konkurrenz, dann wird dieser Bereich einfach von Wahlkreis 9 in Wahlkreis 10 verlegt. Dann gewinnt man zwar Wahlkreis 10 nur noch mit 5 % Vorsprung, aber auch Wahlkreis 9 mit 5 % Abstand. Bei "winner takes it all" ist aber ja eh der Abstand egal und nur der Sieg zählt. Soll aber zumindest nach alten Wahlgesetz (das ja vom Verfassungsgericht kassiert wurde) selbst bei uns was bringen können weil zumindest damals Überhangmandate übermäßig berücksichtigt wurden. Keine Ahnung ob die Briten sowas auch machen.

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dfgtr 08.05.2015, 22:07
14. Stadt vs Land

Fast alle Ballungsgebiete sind rot, und Feld und Wald blau auf der Karte. Zwei der einsamen roten Inseln im Sueden sind uebrigens Oxford und Cambridge. Exeter im Suedwesten ist auch eine der top Universitaetsstadte.

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rae.lschmitz 08.05.2015, 22:16
15. Folgen der Wahl: Brexit???

Der Brexit wäre für GB ein Gewinn: denn GB wäre nicht lange alleine! GB wäre offen für neue, bessere Bündnisse ; vielleicht sogar für eine EU.2 reloaded. Die Nicht-EU-Staaten Island und Norwegen wären exzellente Partner für eine Nordsee-Allianz mit GB, vielleicht käme sogar die Schweiz dazu. Auch viele (Noch-)EU-Mitglieder könnten dazukommen, auch Frankreich unter Frau LePen in 2017!! Spätestens wenn Frankreich abspringt, ist die EU zwar keineswegs Geschichte, aber die EU unter der derzeitigen Merkel / Hollande / Juncker / Schulz-Form wäre Geschichte.... und ich sowie die meisten User im Netz wären dann nicht unglücklich....

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spon-facebook-10000531708 08.05.2015, 22:18
16. Grossbritannien

der Sieg der Konservativen, der in Schottland konterkariert wurde durch den Sieg der SNP und in Nordirland durch die lokalen Parteien (Sinn Fein, DUP, SLDP) wird die Risse im Gefuege des Vereinigten Koenigreiches verstaerken. Das Plebiszit ueber den Verbleib Grossbritanniens in der EU wird wie Dynamit fuer das Vereinigte Koenigreich werden: Schottland wird dann mit wohlmeinender Duldung durch die EU ausscheren und auch in Nordirland wird die Sprengkraft zu gross. Sinn Fein, DUP und die SLDP koennten sich auf einen nordirischen Uebergangsstaat einigen, der unter Beibehaltung der aktuellen Strukturen in der EU bleibt und vielleicht auch die britische Krone (das ist ein dicker Frosch fuer Sinn Fein) beibehaelt. Ob Wales bei England bleibt, haengt von der Entwicklung der neuen schottiischen Nation ab.
Grossbritannien wird dann keine Grossmacht mehr sein.

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FalcoMarcus 08.05.2015, 22:27
17.

David Cameron ist nicht Premierminister von Großbritannien, er ist nur noch Premierminister von England. Das war er vorher auch schon. Was hat er also gewonnen?

Es wird deshalb auch keinen "Brexit" geben sondern, wenn überhaupt, nur einen "Engxit". Nur 11 Millionen von 47 Millionen wahlberechtigten haben die Konservativen gewählt. In Schottland haben die Konservativen nur 15%, in Wales nur 27%, in Nordirland stehen sie gar nicht zur Wahl.

In Wirklichkeit gibt es nur eine britische Partei in Großbritannien und das ist Labour. In Schottland haben sie dafür die Quittung erhalten. Die Schotten hassen London, hassen Westminster, hassen die Konservativen mehr als die Briten die EU nicht mögen. Wie will der wenig durchsetzungsfähige Cameron (der jetzt nicht durchsetzungsfähiger wird) das überwinden?

Für die schottischen Nationalisten kann es nichts besseres geben als das Referendum. Sie brauchen dann kein zweites Unabhängigkeitsreferendum mehr. Mehr als 50% in Schottland und ein klares Votum für den Verbleib in der Union mit Europa (bei gleichzeitiger Beendigung der Union mit England) erfüllen den gleichen Zweck.

Nicht unterschätzt werden darf auch das wiederaufbrechen der Gewalt in Nordirland. Die Katholiken werden es als Chance sehen sich mit den katholischen Brüdern im Süden endlich zu vereinigen.

Was, wenn das Referendum knapp scheitert, weil eine überwältigende Mehrheit in Schottland und Wales dagegen stimmt, während eine kleine Mehrheit in England dafür ist und die im Süden der Insel vielleicht 60% holt. Nicht die EU muß sich vor einem Referendum fürchten. Die Briten müssen sich selbst vor der verbrannten Erde fürchten, die das hinterlassen kann.

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musca 08.05.2015, 22:28
18. Brexit ...Grexit..

Zitat von rae.lschmitz
Der Brexit wäre für GB ein Gewinn: denn GB wäre nicht lange alleine! GB wäre offen für neue, bessere Bündnisse ; vielleicht sogar für eine EU.2 reloaded. Die Nicht-EU-Staaten Island und Norwegen wären exzellente Partner für eine Nordsee-Allianz mit GB, vielleicht käme sogar die Schweiz dazu. Auch viele (Noch-)EU-Mitglieder könnten dazukommen, auch Frankreich unter Frau LePen in 2017!! Spätestens wenn Frankreich abspringt, ist die EU zwar keineswegs Geschichte, aber die EU unter der derzeitigen Merkel / Hollande / Juncker / Schulz-Form wäre Geschichte.... und ich sowie die meisten User im Netz wären dann nicht unglücklich....
Diese Ausdrücke geistern rum...

Wobei die EU einen Grexit ( nicht nur das, sondern Griechenland nicht nur raus aus der Eurozone - sondern mit gleich aus der EU auch raus ) besser vertragen könnte als den "Brexit".

Was Griechenland derzeit aufführt, da sind die Engländer sogar noch harmlos.

Großbritannien ist trotz des Briten-Rabatt einer der grossen Nettozahler dieser Union, dieses Staatenbundes europäischer Länder.

Vielleicht sollte man die EU auch endlich mal allgemein anfangen zu reformieren ????

Oder besser erst mal wieder auflösen wenn das nicht geschafft wird ...zurück zu EFTA und EWG ??

Den "europäischen Gedanken " den finde ich was sehr gutes - nur mit der Umsetzung happert es.

Brüssel ist daran leider nicht unschuldig, erzwingen kann man aber so eine Art EU kaum - ( weder auf der vorgelagerten Insel) noch im "Festlandeuropa", eine "europäische Union" welche tatsächlich häufig gegen die europäischen Völker regiert.

Der europäische Gedanke bleibt grundsätzlich ein guter - nur endlich mal besser umsetzen , Brüssel macht viel falsch.

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syssifus 08.05.2015, 22:33
19. Nicht nur

Zitat von Pandora0611
Und sie hat die Tories mit absoluter Mehrheit gewählt. Das ist ein guter Tag für England. Jetzt gibt es 2017 ein Referendum über den Verbleib in der EU. Das ist gelebte Demokratie. In Deutschland ist so etwas nicht möglich, hier sind Volksabstimmungen gesetzlich verboten. Uns wurde auch der Euro aufoktroyiert. Die EU in seiner heutigen Form ist ein Monster. Zu Zeiten der EWG was sie noch überschaubar.
Nicht nur die EU ist ein Monster,unsere Politiker nicht weniger.Bei fast jeder Entscheidung der deutschen Regierung habe ich den Verdacht,die wären fremdgesteuert,so offensichtlich wieder sprechen diese dem Volkswillen.

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