Forum: Politik
Interne Regierungsdokumente: Schwere Fehler bei Anordnung des Atom-Moratoriums
DPA

Nach der Fukushima-Katastrophe musste ein Teil der deutschen Kernkraftwerke auf Anordnung der Bundesregierung vom Netz. Dabei hat es nach einem Bericht des SPIEGEL massive Patzer gegeben.

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tatsache2011 27.02.2015, 18:24
20. Sie fühlen sich sicher ?

Zitat von benbenben64
... Ups, ich seh da grad ein Riesenzsunami auf mich zukommen: Hier im Badischen Rheintal...und ein Erdbeben hat grad, mit der Stärke 14,9 , ... Unglaublich welch ein Käse manchmal von solchen foristen verzappft wird...
in der Nähe des französischen Kernkraftwerks Fessenheim?

"Aufgrund der Positionierung der sicherheitstechnischen Systeme weit unterhalb des Niveaus des Rheinkanals besteht Überflutungsgefahr für das gesamte Anlagegelände."

"2014 Am 9. April wurden durch die unsachgemäße Befüllung eines Wasserreservoirs mehrere Bereiche des Kraftwerks mit Wasser überflutet.

Dabei wurden Sicherheitssysteme zerstört und
die Steuerstäbe waren zeitweise funktionsunfähig,
sodass die Leistung des Reaktors nur noch mittels Einleitung von Bor kontrolliert werden konnte."
Zitate aus http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Fessenheim#Risiken

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CommonSense2006 27.02.2015, 18:41
21. Wichtigtuerei

Eines Subalternen.
Ich glaube in meinem ganzen Leben nicht, dass es eine "rechtssichere" Anordnung hätte geben können, mit der man laufende Anlagen hätte abschalten können. Die hatten allesamt eine gültige Betriebsgenehmigung und es hat sich an den Voraussetzungen und Umständen nichts geändert, man konnte die nicht entziehen und die Anlagen auch nicht abschalten.
Ich bin sehr für den Atomausstieg, aber den Preis muss man jetzt zahlen.
Ist übrigens viel, viel billiger als die versemmelte Griechenland-Rettung ;-)

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tatsache2011 27.02.2015, 18:52
22. Sichere AKWs ?

Zitat von pitterw
...bildet es sich heraus: Da wurde aus rein politisch-opportunistischen Gründen eine völlig unnötige Fehlentscheidung getroffen und das offenbar auch noch mehr als dilletantisch. ... Demnächst werden wir aber wohl wieder einen Teil unseres Strombedarfs aus einem neugebautem Kernkraftwerk in der Ukraine beziehen. Nun ja
"Zwölf deutsche Kernkraftwerke sind bei einem EU-weiten Stresstest durch Sicherheitslücken aufgefallen. Mängel gab es vor allem bei den Erdbeben-Warnsystemen."
Zitat aus
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/eu-stresstest-sicherheitsluecken-bei-zwoelf-deutschen-akw-a-858881.html

Wer wird denn ein neues AKW in der Ukraine bauen?
Neue AKW in Finnland und Frankreich wird und wird nicht fertig und kostet und kostet ....

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Cordelia 27.02.2015, 18:52
23. Wieso Untersuchungsausschuss...

...und dann wieder Parteienstreit?

Die Demonkratie in Deutschland wird immer mehr aus der Mitte heraus gefärdert.
Dieses Beispiel sorgt wieder für Politik-Verdrossenheit und die tollen Player im Kabinett Merkel.
Hauptsache stamme Parteisoldaten, persönliche Integrität und Fachwissen sind unwichtig.

Armes Deutschland !?

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tatsache2011 27.02.2015, 19:04
24. Klärung

Zitat von Cordelia
Wieso Untersuchungsausschuss ...und dann wieder Parteienstreit? Die Demonkratie in Deutschland wird immer mehr aus der Mitte heraus gefärdert. Dieses Beispiel sorgt wieder für Politik-Verdrossenheit und die tollen Player im Kabinett Merkel. Hauptsache stamme Parteisoldaten, persönliche Integrität und Fachwissen sind unwichtig. Armes Deutschland !?
Ein Untersuchungsausschuss kann klären, weshalb

"... überging der zuständige Abteilungsleiter im Bundesumweltministerium die eigentlich für die Bundesaufsicht über die Atomkraftwerke verantwortliche Arbeitsgruppe.
Diese hatte eine gegen Schadensersatzforderungen der Atomkonzerne juristisch abgesicherte Anordnung entworfen."
Siehe Artikel

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grobsangriff 27.02.2015, 19:30
25.

Und diese Regierungsvertreter wollen uns einreden, Dass sie bei TTIP durchblicken. Die können nicht einmal bis drei zählen. Der Fall Pofalla zeigt deutlich, dass man entweder dumm wie ein Brot oder korrupt sein muss, um sich gut bezahlte Pöstchen zu sichern.

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vagabondix 27.02.2015, 19:36
26. wie wär's, den Schadenersatz bei den Wählern dieser Versager zu holen?

Zitat von ympertrymon
... dem verantwortlichen Mitarbeiter fristlos kündigen und anschließend Schadenersatz geltend machen. Und sollte es Absprachen zwischen Politikern und Kraftwerksbetreibern gegeben haben, Schadenersatz bei den Politikern einfordern. Es kann ja wohl nicht sein, dass auch dafür wieder der Steuerzahler bluten muss ...
Das wäre doch auch eine Form direkter Demokratie.

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m a x l i 27.02.2015, 19:39
27. Übersetzung

----------
Auf Nachfrage der Grünen-Politikerin Sylvia Kotting-Uhl erklärte das Kanzleramt, es habe "telefonische oder persönliche Kontakte" zwischen Kanzleramt und AKW-Betreibern "nach Aktenlage" nicht gegeben.
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Dann darf ich diesen Politikersprech mal ins Deutsche übersetzen:

Variante 1: Es hat intensive Kontakte per email gegeben, und die sind auch alle fein säuberlich in unseren Akten abgeheftet.

Variante 2: Es gab umfangreiche telefonische und persönliche Kontakte; aber wir haben natürlich darauf geachtet, dass in den Akten keine Spuren davon zurückbleiben - wir sind ja nicht blöd!

Variante 3: Es gab solche Kontakte, und das wurde auch alles in die Akten aufgenommen. Nur ist die Aktenlage so, dass die entsprechenden Akten zur Zeit in der Besenkammer liegen, wo wir sie leider nicht finden können.

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tatsache2011 27.02.2015, 20:40
28. Variante 4

Zitat von m a x l i
---------- Auf Nachfrage der Grünen-Politikerin Sylvia Kotting-Uhl erklärte das Kanzleramt, es habe "telefonische oder persönliche Kontakte" zwischen Kanzleramt und AKW-Betreibern "nach Aktenlage" nicht gegeben. ---------- Dann darf ich diesen Politikersprech mal ins Deutsche übersetzen: Variante 1: Es hat intensive Kontakte per email gegeben, und die sind auch alle fein säuberlich in unseren Akten abgeheftet. Variante 2: Es gab umfangreiche telefonische und persönliche Kontakte; aber wir haben natürlich darauf geachtet, dass in den Akten keine Spuren davon zurückbleiben - wir sind ja nicht blöd! Variante 3: Es gab solche Kontakte, und das wurde auch alles in die Akten aufgenommen. Nur ist die Aktenlage so, dass die entsprechenden Akten zur Zeit in der Besenkammer liegen, wo wir sie leider nicht finden können.
Variante 4: Es hat eine briefliche Abstimmung gegeben,
" ein Schreiben des damaligen RWE-Chefs Jürgen Großmann an Bouffier vorangegangen sei. Großmann habe ausdrücklich darum gebeten, dass der Hesse seine Position schriftlich darlegt.
Auch der damalige Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) habe RWE einen solchen Brief aus Hessen zugesagt."
Zitat http://www.welt.de/regionales/hessen/article136420088/Umstrittener-Briefwechsel-zwischen-RWE-und-Bouffier-wegen-Biblis.html

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goghvin 27.02.2015, 20:40
29. falsch

Zitat von chico 76
Diese Quasi-Enteignung erfolgte ohne technischen Grund. Bei Enteignungen gibt es Schadenersatz, zumindest in Demokratien.
das ist keine Enteignung.
Es ist ein vollkommen normaler Vorgang, daß Maschinen stillgelegt werden müssen, wenn diese nicht mehr neuen Vorschriften entsprechen.
Für die Entsorgung muß man dann selber aufkommen.

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