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Interner Bericht: Britische Regierung streitet über Brexit-Plan
AP

Eigentlich will Premierministerin Theresa May bis Ende März den EU-Austritt Großbritanniens beantragen. Doch laut einem internen Papier sind sich ihre Minister uneins über die Strategie.

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der.tommy 15.11.2016, 12:08
20.

Was haben die brexit-Befürworter nicht alles versprochen! Jede Menge Jobs, keinen Einfluss auf die Wirtschaft, Geld ohne Ende für GB. Und 51% sind diesen rattenfängern tatsächlich auf den Leim gegangen. Dabei hätte nur ein bisschen gesunder Menschenverstand genügt um zu sehen dass das nur lügen waren....oder war den Briten das klar und sie haben trotzdem so gestimmt?

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KarlT 15.11.2016, 12:09
21. Die werden

Zitat von McKlugscheiss
...denn dann könnten die Brexit-Fans ja einfach Artikel 50 auslösen, der EU eine gute Reise wünschen und die potentiellen Handelspartner glücklich machen, die vor 10, Dwoning Street wegen Freihandelsabkommen schon lange Schlange stehen.
eher die daheim gebliebenen mitleidsvoll Grüssen, die nun doppelte Kosten haben.Was glauben sie wer den britischen Nettobeitrag in der EU übernehmen wird? Griechenland? Italien? Die EZB? Nein Deutschland.
Und wenn Le Pen gewinnt und auch ein Referendum startet,
mit france first, dann wars das. Dann darf Deutschland den Rest allein alimentieren.

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Slickka 15.11.2016, 12:24
22. Good night, and good luck.

Zitat von KarlT
Sie haben nicht verstanden worum es den Briten geht. Es geht dabei auch nicht nur ums Geld und Wirtschaft, sondern um Zentrale Themen wie Migration und Unabhängigkeit. Merkels irrsinnige Politik Flüchtlingspolitik in Deutschland hat die meisten Briten derart abgeschreckt, dass sie lieber wirtschaftliche Nachteile in Kauf nehmen als solche Zustände.
Ich stimme Ihnen da nicht zu (ich arbeite seit fast 20 Jahren in GB): das grosse Problem ist ja gerade, das Brexit & die EU politisch als auch in der Bevölkerung eigentlich NUR unter ökonomischen Gesichtspunkten diskutiert wurde; deshalb auch die völlig verblendete Meinung, das die EU sich dann irgendwie rational verhielte und für Erleichterungen sorgte, wenn man nur mit Rückzug drohte. Für die Briten war Europa eigentlich immer nur ein gekünstelter (wenn auch handelsfreundlicher) Fremdkörper. Die Referenzen nach Merkel / DE / Flüchtlingspolitik sind da eher nur Randerscheinung. Mangels Bildung wissen leider die meisten Engländer weder, wo DE ist, was ein Flüchtling ist, noch haben sie auch nur die geringste Ahnung, was es eigentlich mit der EU auf sich hat...nach 350 Millionen die Woche zu schreien ist ja auch einfacher, als sich ernsthaft mit komplexen Problemen auseinanderzusetzen. Ist im Prinzip wie in den USA: die die jetzt am lautesten schreien und die ganzen 'Experten' veralbern, die wird es als erstes und am härtesten treffen wenn Leute wie Farage, Trump, Johnson und May erstmal anfangen, die ihnen dienliche, ganz eigene Interpretation von Volkes Stimme vorzutragen.

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n.a.i.s 15.11.2016, 12:24
23. Das Problem der Populisten

ist, dass nach erfolgreicher Wahl auch substanzielle Konzeptionen erarbeitet werden müssen. Das gilt für die Brexiteers genauso wie für Trump. Letzterer hat im Lichte dieses simplen Zusammenhangs wesentliche Kernthesen seiner Wahlschreierei innerhalb von 5 Tagen selbst pulverisiert, z. B. "build the wall", "lock her up".
Hat man bei Trump dieses verlogene Verhalten natürlich erwartet, tun sich die Brexiteers da schon deutlich schwerer. Für den Start des Brexit nach Artikel 50 braucht es ein Konzept, welches den Umgang mit allen Folgen und den wesentlichen Eventualitäten regelt. Und zwar so, dass für die britischen Bürger kein (allzu großer) Nachteil entsteht. Solange dieses Konzept nicht erarbeitet ist, kann man darüber auch nicht abstimmen. Man könnte aber auch ein Konzept zur Abstimmung vorstellen, welches dann mit Pauken und Trompeten durchrasselt. Nämlich die Spruch- und Lügensammlung, mit der man für den Brexit geworben hat. Das hätte wenigstens noch den Touch von ehrlichem und charakterfestem Verhalten.

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Berg 15.11.2016, 12:26
24.

Zitat von KarlT
eher die daheim gebliebenen mitleidsvoll Grüssen, die nun doppelte Kosten haben.Was glauben sie wer den britischen Nettobeitrag in der EU übernehmen wird? Griechenland? Italien? Die EZB? Nein Deutschland. Und wenn Le Pen gewinnt und auch ein Referendum startet, mit france first, dann wars das. Dann darf Deutschland den Rest allein alimentieren.
Da nun so massiv in ganz GB gezweifelt wird, ob das Referendum überhaupt und sein Ergebnis gut für die Inseln sind, können wir uns in D und in allen anderen EU Staaten erstmal zurücklehnen und ansehen, wie so ein Austritt real abläuft und was er bringt. Noch ist GB nicht ausgetreten - es SOLL erstmal. Und wir anderen brauchen uns nicht zu beeilen, ebensolche Zweifel in unsere Länder zu entfachen.

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j.vantast 15.11.2016, 12:29
25. Bekannte Vorgehensweise

"Wenn Du nicht überzeugen kannst, dann verwirre." Das scheint zur Zeit die Maxime der Briten zu sein. Dass die britische Regierung den Bürgern und der Wirtschaft mit diesem Eiertanz erheblichen Schaden zufügt scheint aber nicht sonderlich zu interessieren. Niemand investiert in einen Wackelkandidaten. Der Brexit allein würde GB schon erheblichen Schaden zufügen. Aber diese Hin und Her macht es noch viel schlimmer.

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HerrPeterlein 15.11.2016, 12:29
26. Verzögerung bedeutet Unsicherheit

Jede Verzögerung des Brexit bedeutet eine Verunsicherung. Wer investiert, wenn er nicht absehen kann, was in 2-3 Jahren ist? Wie soll man sich dann auf solche Situation einstellen? Dieses geht nicht, was dazu führt dass schrittweise die Unternehmen woanders investieren. Ein Brexit bedeutet nun mal Brexit, verbunden mit dem Aufbau von Handelshindernissen. Die USA unter Trump werden kaum ein Handelsabkommen mit den Briten abschließen, warum sollten sie?

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mantrid 15.11.2016, 12:30
27. Selbst-Lüge

Analog der Trump-Wahl, wollte das Wählervolk "denen da oben" einfach nur mal zeigen, was sie von ihnen hält. Mit einem knappen Scheitern des Referendums wären alle glücklicher gewesen, sebst die EU-Gegner. Das Vereinte Königreich ist global gesehen ein wirtschaftlicher Zwerg und eben kein Empire. Dazu hat man sich deindustrialisiert und auf die Dienstleistungsgesellschaft gesetzt. Dumm nur, da sich diese jederzeit in sehr kuzrer Zeit auch in andere Länder verlagern lassen. Call-Center, Steuerkanzleien usw. könenn mangels Sprachbarriere auch nach Indien usw, umziehen. Uns Deutsche schützt zumindest unsere Sprache ein wenig und unsere Industrie ist immer noch relativ stark.

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CyberDyne 15.11.2016, 12:30
28. Merkwürdig!

Zwischen "uneins über die Strategie" und "ohne jeden Plan" klafft doch eine bedenkliche Lücke!

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Fragen&Neugier 15.11.2016, 12:35
29.

Zitat von der.tommy
Was haben die brexit-Befürworter nicht alles versprochen! Jede Menge Jobs, keinen Einfluss auf die Wirtschaft, Geld ohne Ende für GB. Und 51% sind diesen rattenfängern tatsächlich auf den Leim gegangen. Dabei hätte nur ein bisschen gesunder Menschenverstand genügt um zu sehen dass das nur lügen waren....oder war den Briten das klar und sie haben trotzdem so gestimmt?
Die meisten Brexiteers haben mit kurz- und mittelfristigen wirtschaftlichen Einbussen gerechnet.

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