Forum: Politik
Interner Bericht: Britische Regierung streitet über Brexit-Plan
AP

Eigentlich will Premierministerin Theresa May bis Ende März den EU-Austritt Großbritanniens beantragen. Doch laut einem internen Papier sind sich ihre Minister uneins über die Strategie.

Seite 4 von 9
eckawol 15.11.2016, 12:37
30. Cameron kündigte bei seinem Rücktritt an, dass

für die Brexit - Verhandlungen eine Kommission in London installiert werde ,die sich im Vorwege mit alle für GB relevanten Fragen befasse , bevor es in die Verhandlungen gehe. Nunmehr scheint man in London zu merken, dass der Grad der Planlosigkeit so hoch ist, dass man einen Weg sucht, ohne Gesichtsverlust und ohne Miss achtung des Volkswillen den Brexit abzuwenden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
j.vantast 15.11.2016, 12:39
31. Finanzierung nicht verstanden?

Zitat von KarlT
eher die daheim gebliebenen mitleidsvoll Grüssen, die nun doppelte Kosten haben.Was glauben sie wer den britischen Nettobeitrag in der EU übernehmen wird? Griechenland? Italien? Die EZB? Nein Deutschland. Und wenn Le Pen gewinnt und auch ein Referendum startet, mit france first, dann wars das. Dann darf Deutschland den Rest allein alimentieren.
Scheinbar unterliegen Sie da was die Finanzierung der EU betrifft einem Irrtum. Wenn GB aussteigt heisst das nämlich definitiv nicht, dass Deutschland die fehlende Summe nun zahlen muss.
Sicher, für Deutschland würde es teurer, aber für alle anderen eben auch. Dafür entfallen aber auch alle Zahlungen an GB die bisher geleistet wurden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chrblum 15.11.2016, 12:40
32. Der Brexit ist vor allem eins: unnütz

Zitat von aleamas
Komplex, nervenaufreibend und schwierig: nichts anderes hat jeder ernstzunehmende Fachmann bereits im Voraus gesagt.
So ist es. Aber Sie vergessen da noch ein wichtiges Adjektiv: unnütz. Komplett unnütz. Schädlich ist er auch noch. So langsam dämmert den Brexiteers das (also denen, die es nicht sowieso schon gewusst und deshalb nach der Befragung sofort die Biege gemacht haben). Er wird außerdem unglaublich teuer, bindet Mittel und Ressourcen, die man dringend woanders benötigt und mit denen man viel wirkungsvoller Wähler überzeugen könnte als mit dem Durchziehen des Fetischs Brexit.

Aber ich fürchte, das müssen die Briten erst selbst herausfinden. Sie sind ja bereits dabei. Kontinentaleuropas Rat ist da nicht gefragt, wir sollten ihn auch für uns behalten. Aber unter uns drüber reden muss schon erlaubt sein, wenn das Theaterprogramm so unterhaltsam ist...

Ich (der ich lange drüben gearbeitet habe) habe mit Inselbewohnern Wetten laufen, dass der Brexit nicht kommt. Da bin ich recht zuversichtlich. :-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
laufwumf 15.11.2016, 12:41
33. Ein erbärmlich langatmiger Abschied

Ja, so ist das eben: Wer versucht, rückwärts gewandt nach vorne zu stürmen, der erkennt die Hindernisse auf seinem Weg gewöhnlich erst, wenn er nach dem Stolpern mit dem Hintern platt drauf sitzt. Jetzt erfahren die Brexit-Befürworter in Großbritannien schmerzhaft, dass ihr Nein zu Europa keine Rückkehr zu längst vergangener nationaler Größe bedeutet, sondern dass sie durch das absurde Referendum ihr Land zu einem leicht erpressbaren Klinkenputzer und Bittsteller unter den europäischen Nationen gemacht haben. Und das zu allem Übel auch noch angeführt von einer in sich uneinigen, wenig befähigten Regierung. Muss man hier nun bedauerndes Mitgefühl entwickeln? Hm.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
realplayer 15.11.2016, 12:42
34.

Brexit - der dauert so lange - die EU ist dann längst auseinander gefallen und es gibt wieder die EWG mit eigenen Währungen. Hatte damals doch gut funktioniert wäre der unsäglich Euro mit seiner Nichtmöglichkeit einzelnen Länder abwerten lassen zu können nicht gekommen. Warum haben die Länder vor der Währungsunion immer unterschiedliche Abwertungen gehabt? Ist doch klar dass diese Differenzen jetzt von allen getragen werden müssen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
herbert 15.11.2016, 12:43
35. England pokert hoch und die EU ist zu schwach

Die Brexit Politiker in England wollen nun die Vorteile der EU behalten und somit wird alles in die Länge gezogen.
Die EU Besetzung mit Juncker und Schulz sind mit der Brexit Angelegenheit überfordert.

Letztlich glänzt England mit super Verträge und ist alle EU Probleme los.

In ein paar Jahren werden alle EU Länder diesen Brexit haben, da die EU und der Euro in der jetzigen Form nicht überleben kann.

Genau das haben die Engländer erkannt !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wannbrach 15.11.2016, 12:48
36.

Der Brexit wird kommen weil die Tory Politiker es als ihre heilige Aufgabe sehen. Das ist auch der Grund warum Theresa May den Austritt nicht debattieren wollte im Unterhaus und auch keine Abstimmung zulassen. Dies ist der Grund für die Klage vor dem High Court und die Gegenklage vor dem Supreme Court im Dezember.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
KarlT 15.11.2016, 12:52
37. Blödsinn,

Zitat von HerrPeterlein
Jede Verzögerung des Brexit bedeutet eine Verunsicherung. Wer investiert, wenn er nicht absehen kann, was in 2-3 Jahren ist? Wie soll man sich dann auf solche Situation einstellen? Dieses geht nicht, was dazu führt dass schrittweise die Unternehmen woanders investieren. Ein Brexit bedeutet nun mal Brexit, verbunden mit dem Aufbau von Handelshindernissen. Die USA unter Trump werden kaum ein Handelsabkommen mit den Briten abschließen, warum sollten sie?
die Schweiz ist auch nicht in der EU und hat mit China
letztes Jahr ein Freihandesabkommen abgeschlossen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Pless1 15.11.2016, 12:56
38.

Zitat von der.tommy
Was haben die brexit-Befürworter nicht alles versprochen! Jede Menge Jobs, keinen Einfluss auf die Wirtschaft, Geld ohne Ende für GB. Und 51% sind diesen rattenfängern tatsächlich auf den Leim gegangen. Dabei hätte nur ein bisschen gesunder Menschenverstand genügt um zu sehen dass das nur lügen waren....oder war den Briten das klar und sie haben trotzdem so gestimmt?
Den Briten wurde jahrzehntelang bei allem, was in GB nicht lief die EU als Schuldiger verkauft. Bei sämtlichen Erfolgen hat sich aber Downingstreet als Sieger dargestellt. Dass das irgendwann mal verfangen würde war zu erwarten.

Zudem: Den Briten wurde ja immer wieder eingetrichtert, dass das Brexit-Lager praktisch keine Chance auf den Sieg hat. Warum also "denen da oben" nicht mal einen Denkzettel geben?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
_Mitspieler 15.11.2016, 13:03
39. Verheerende Performance

May und ihre Regierung liefern ein verheerendes Bild der völligen Orientierungslosigkeit und Überforderung ab. Eigentlich könnte man sich als Resteuropäer hierbei getrost zurücklehnen und als passiver Beobachter staunend betrachten, was sich da auf der Insel tut. Denn die Briten schaden sich durch die Verunsicherung ihrer Bürger und der Wirtschaft massiv selbst. Und zwar umso mehr, je länger diese Tragödie dauert. Wären da nicht die Kollateralschäden zulasten der anderen noch-EU-Partner. May betreibt eine rasche EU-Mitgliedschaft der Türkei, verhindert gesamteuropäische Verteidigungsstrukturen, gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Nissan widerrechtlich geldwerte Garantien zulasten der britischen Steuerzahler usw.. Solange die Briten sich nur selbst schaden, ist das zwar bedauerlich aber aus Sicht Resteuropas unvermeidbar. Wenn sie jedoch ihre Noch-Partner derart düpieren und ungeachtet des geplanten Ausstiegs unverfroren parallel zu den anstehenden Trennungsverhandlungen verbrannte Erde produzieren, sollten diese die daraus entstehenden Schäden mit auf die Scheidungsrechnung setzen. Das wäre keine Bestrafung sondern lediglich angemessene und klinisch reine Interessenvertretung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 9