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Interview mit Außenminister Steinmeier zum Brexit: "Wir erwarten von London einen Fah
AFP

"Ausgewachsene Staats- und Regierungskrise in Großbritannien": Im SPIEGEL-ONLINE-Gespräch spricht Außenminister Frank-Walter Steinmeier über die Folgen des Brexit - und Deutschlands künftige Rolle.

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Kit Kerber 01.07.2016, 15:47
1.

Aufs Tempo drücken halte ich für falsch. Die Briten sind noch nicht raus. Je länger der Austritt herausgezögert wird, desto größer die Chance, daß die Engländer es sich noch einmal anders überlegen.

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wes_forum 01.07.2016, 15:47
2. Wadenbeissen

Tja Herr Steinmeier, Sie waren überrascht über wenig vorbeitet die GB'ler sind. Ich auf jeden Fall bin nicht überrascht wie wenig vorbereitet unsere Administration ist.
Auch sehe ich kein Kollaps an den Börsen oder den Wechselkursen. Ein 3'ter Weltkrieg zeichnet sich auch noch nicht ab. Wirklich schlecht ist das Ryan Air, diese Sklaventreiber zum Festland kommen möchte ... aber ist fast alles "heisse Luft".

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ofelas 01.07.2016, 15:53
3. wer sitzt am Druecker

London kann sich damit soviel Zeit lassen wie es moechte, es ist nicht gezwungen Art 50 umzusetzen.
In dieser Zeit kann London seine Verhandlungsthemen sondieren, die Teams zusammensetzen, und die gesamte EU lahmlegen!

Wenn London will, kann es Jahre dauern bis sie einen Antrag auf den Ausstieg aus der EU stellt.
Das ist das geltende Recht!

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wolfgang63 01.07.2016, 16:03
4. Warum wird hier so gedrängt?

Nach allem, was man lesen kann, ist für den Brexit nicht das Volk, sondern das Parlament zuständig. Das ist an das Referendum nicht gebunden. Insofern ist der Brexit überhaupt noch nicht beschlossen.
Das aktuelle Parlament ist zu 70 bis 80% gegen den Brexit.
Es wird also Neuwahlen geben müssen. Die Kandidaten werden angeben müssen, ob sie für oder gegen den Brexit sind. Die Neuwahl des Parlaments wird wie ein 2. Referendum wirken.
Bis dahin wird überhaupt nichts geschehen. Jede Drängelei ist völlig überflüssig. Selbst die von Merkel befürchtete Hängepartie kann es geben.
UK wird noch mindestens 2,5 Jahre Mitglied der EU sein. Auch damit werden die EU-Gremien leben müssen. Was passiert, wenn UK den ausgehandelten Austrittskompromiss nicht akzeptiert, ist völlig offen.
Die Märkte reagieren sowieso oft maßlos. Bald wird die nächste Sau durchs Dorf getrieben und der Brexit ist kein Thema mehr.
Wichtig wäre die Frage, warum Staaten aus der EU austreten wollen. Das scheint niemanden zu interessieren.

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90-grad 01.07.2016, 16:08
5. Und warum

Zitat von Kit Kerber
Aufs Tempo drücken halte ich für falsch. Die Briten sind noch nicht raus. Je länger der Austritt herausgezögert wird, desto größer die Chance, daß die Engländer es sich noch einmal anders überlegen.
sollte sich Europa in britische "Entscheidungshaft" nehmen lassen?

Leave or remain, das ist hier die Frage.

Es wurde schon viel zuviel britische Innenpolitik zu Lasten der EU gemacht.
Eine weitere Verzögerung GB's bzgl. einer klaren Haltung ist kontraproduktiv.

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blaustift 01.07.2016, 16:10
6. Peinlich

Es ist wirklich peinlich wie deutsche Politiker (der Außenminister!) und Journalisten sich immer wieder auf Großbritannien (eine Insel) beziehen aber das Vereinigte Königreich (United Kingdom: UK) meinen (oder: meinen sollten!).

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suplesse 01.07.2016, 16:11
7. Irgendwie...

werde ich das Gefühl nicht los, dass einige der Damen und Herren im deutschen politischen Zirkus mit demokratischen Ergebnissen nicht umgehen können. Ganz ganz schlecht für Demokraten.
Wie beleidigt werden sie erst nach der nächsten Bundestagswahl sein, wenn sie so weitermachen.

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vaporix 01.07.2016, 16:15
8.

Stell Dir vor, Stuttgart 21 (optional BER) wird fertig und GB ist immer noch in der EU :)

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ka117 01.07.2016, 16:16
9. Raus

Die müssen so schnell wie möglich die EU verlassen.
Der weitere Verbleib innerhalb der EU wäre ein fatales Zeichen und Wasser auf die Mühlen aller Populisten, die zurecht sagen könnten, "das Establishment" oder "die da oben" machen sowieso alles was sie wollen, sogar, wenn "das Volk" klar etwas anderes will.

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