Forum: Politik
Interview mit Bundespräsident Gauck: "Wer hasst, wird in diesem Land nicht die Mehrhe
HC Plambeck

Der Erfolg der AfD, Wut auf Flüchtlinge, Pöbeleien im Internet: Der wachsende Hass in Deutschland macht Joachim Gauck "mitunter fassungslos". Der Bundespräsident fordert lauten Widerspruch gegen Populisten - und schaut mit Sorge nach Washington.

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Herbert Diess 06.11.2016, 13:16
30. Schade dass hier

Solch ein wichtiges Interview mit dem BuPr. zensiert ist.

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henry.miller 06.11.2016, 13:17
31.

Ob man Gauck jetzt in allem was er sagt mögen muss, sei dahingestellt.

Aber er ist ein hochgradig anständiger Mensch, der Zeit seines Lebens für seine Werte eingestanden ist, auch wenn es ihm große Probleme bereitete.

Als Bundespräsident hat er geeint, nicht polarisiert, vielen ist er ein Vorbild. Er ist Authentisch.

Wohltuend in Zeiten, in denen Politik ohne Argumente und voller Hass betrieben wird, in Zeiten in denen der Populismus selbsernannter "Möchtegerneliten" überall hochkriecht.

Dass mittlerweile Fremdenfeindlichkeit und isolationismus allein schon reichen um Parteiprogramme zu formulieren, ist unfassbar.

Inhaltsleere Zeiteb.

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Kit Kerber 06.11.2016, 13:32
32.

Zitat von henry.miller
Ob man Gauck jetzt in allem was er sagt mögen muss, sei dahingestellt. Aber er ist ein hochgradig anständiger Mensch, der Zeit seines Lebens für seine Werte eingestanden ist, auch wenn es ihm große Probleme bereitete. Als Bundespräsident hat er geeint, nicht polarisiert, vielen ist er ein Vorbild. Er ist Authentisch. Wohltuend in Zeiten, in denen Politik ohne Argumente und voller Hass betrieben wird, in Zeiten in denen der Populismus selbsernannter "Möchtegerneliten" überall hochkriecht. Dass mittlerweile Fremdenfeindlichkeit und isolationismus allein schon reichen um Parteiprogramme zu formulieren, ist unfassbar. Inhaltsleere Zeiteb.
Was sind denn selbsternannte Möchtegerneliten?

Ich nehme an, Sie meinen Frau Petry und Herrn Gauland (und nicht die Frauen Roth und Kynast). An welchen Kriterien machen Sie das eigentlich fest? Die Wählerzustimmung kann es nicht sein, denn die AFD dürfte die Grünen schon bundesweit überholt haben.

Lassen Sie es sich gesagt sein: In einer Demokratie gibt es keine "Selbsternennungen", das Volk wählt. Eine "selbsternannte Elite" erkennt man - wenn überhaupt - daran, daß sie eine Wählerentscheidung diffamiert, mißachtet oder am liebsten solange wiederholen läßt, bis sie passt. Der Brexit ist da ein schönes Beispiel.

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Nur ein Blog 06.11.2016, 13:33
33. Der Blick des Nachbarn reicht höchstens durchs Fenster.

Zitat von hotta.spittal
Als Österreicher blicke ich mit Neid zum Nachbarn: Mit Gauck hat Deutschland seinerzeit eine kluge Wahl getroffen. Und als kluger Mann stellt sich BP Gauck nach einer Periode nicht mehr der Wahl. Mein Land wäre glücklich, stünde eine Persönlichkeit wie Gauck demnächst zur Wahl als Bundespräsident.
Das Staatsoberhaupt ist meist eine sehr interne Angelegenheit in einem System wie Deutschland, sozusagen eine persönliche Sache zwischen Bürgern und ihrem Bundespräsidenten und ich denke nicht, dass man aus Ausländer im Ausland das beurteilen kann. Aussenminister, Kanzler und andere die Regierung vertretende Politiker nimmt man wahr.
Ihren Herrn Fischer hätte ich jetzt nicht mal dem Namen nach gekannt in einem Quiz. Den kommenden werde ich kennen - wegen des Wahlkampfes und nicht der Amtsausübung wegen.

Noch nicht mal die Deutschen sind sich einig über die Bewertung von Joachim Gauck, seine Kritiker bestätigen meine Wahrnehmung aus der Nachbarschaft. Aber nachdem es ohne Bundespräsident auch geht, finde ich die Frage zumindest politisch nicht so wichtig.

Der Bundespräsident sollte m.E. vor allem eine Integrationsfigur sein und nicht auch noch zusätzlich (Hell- und Dunkeldeutsche) und m.e. unnötig ("Bekenntnis zum oder gegen den nicht mehr existenten Unrechtsstaat DDR) polarisieren.

Es gab deutsche Bundespräsidenten, bei denen ich gedacht habe, wär auch gut für die Eidgenossen, bei Joachim Gauck dachte ich, besser wir haben keinen zustätzlichen Wählerbasher.

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caliper 06.11.2016, 13:38
34.

H. Gauck sollte bei seiner Kritik an einem großen Teil der Bevölkerung diesen Bürgern einmal erklären wie diese denn ihrerseits die Politik der Regierung kritisieren dürfen ohne dass sich der Kritik übende als Hasser brandmarken lassen muss.

Jedenfalls sollten Rechts- und Gesetzesbrüche, darunter das Grundgesetz und europäische Verträge, angesprochen werden dürfen.

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Kit Kerber 06.11.2016, 13:55
35.

Zitat von Nur ein Blog
Das Staatsoberhaupt ist meist eine sehr interne Angelegenheit in einem System wie Deutschland, sozusagen eine persönliche Sache zwischen Bürgern und ihrem Bundespräsidenten und ich denke nicht, dass man aus Ausländer im Ausland das beurteilen kann. Aussenminister, Kanzler und andere die Regierung vertretende Politiker nimmt man wahr. Ihren Herrn Fischer hätte ich jetzt nicht mal dem Namen nach gekannt in einem Quiz. Den kommenden werde ich kennen - wegen des Wahlkampfes und nicht der Amtsausübung wegen. Noch nicht mal die Deutschen sind sich einig über die Bewertung von Joachim Gauck, seine Kritiker bestätigen meine Wahrnehmung aus der Nachbarschaft. Aber nachdem es ohne Bundespräsident auch geht, finde ich die Frage zumindest politisch nicht so wichtig. Der Bundespräsident sollte m.E. vor allem eine Integrationsfigur sein und nicht auch noch zusätzlich (Hell- und Dunkeldeutsche) und m.e. unnötig ("Bekenntnis zum oder gegen den nicht mehr existenten Unrechtsstaat DDR) polarisieren. Es gab deutsche Bundespräsidenten, bei denen ich gedacht habe, wär auch gut für die Eidgenossen, bei Joachim Gauck dachte ich, besser wir haben keinen zustätzlichen Wählerbasher.
Das Amt des BP ist reiner Luxus. Man könnte es streichen und viel Geld sparen, das an anderer Stelle viel, viel dringender benötigt wird. Statt "Populismus" anzuprangern, sollte sich Gauck einmal fragen, wie viele Menschenleben in Afrika durch eine Gratis-Reise nach D gerettet werden könnten, wenn es ihn und sein Amt nicht gäbe. Man käme da auf eine erstaunliche Zahl. Aber Wasser predigen und Wein saufen, das ist unserer Elite mittlerweile zu einer solchen Selbstverständlichkeit geworden, daß sogar einfachste und menschlichste Fragen völlig ungehört an ihr abprallen. Die Österreicher haben meiner Meinung nach wenig Grund, uns Deutsche zu beneiden. Schon gar nicht für unseren BP. Wenn Kurz über gesellschaftliche Probleme spricht, insonderheit über die Fragen der Immigration, dann hat das jedenfalls weit mehr Hand & Fuß, als wenn Gauck eine seiner betäubenden Sonntagsschlaufen abspult.

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Nur ein Blog 06.11.2016, 13:57
36. Die Ungebildeten und die einfachen Antworten ...

Zitat von Freifrau von Hase
"es fehlt die Erhlichkeit in der Politik - und auch in den Medien. Der Populismus ist die Antwort darauf." Nein. Der Populismus ist der Versuch, für komplexe und nicht bzw. nur sehr schwer zu lösende Probleme einfache Antworten anzubieten. Er richtet sich ja auch vor allem eher an "Ungebildete", die mit den komplexen Zusammenhängen in einer globalisierten Welt zunehmend überfordert sind.
Die Antworten, die die "Gebildeten" gerne haben und geben, sind im Wesentlichen:
mehr Souveränität an Europa abgeben.
Europäische Lösung
mehr europäische Werte, Undemokraten klare Kante zeigen
Globalisierung (nicht etwa Welthandel) ist gottgegeben und zwar aufs Komma so, wie die überzeugten Europäer und Europapolitiker das vorsehen.
Einsatz für den deutschen Steuerzahler

Vor allem sie zufrieden damit, wenn ihnen ihre bevorzugten Politiker sagen, sie verständen komplexe Probleme nicht und sollten sie des halb den Politprofis überlassen. Alternativlos, nicht lösbar! komplex - mehr lassen die selbstrefentiellen Demokraten nicht von sich hören - natürlich noch: nicht lösbar bei diesen politischen Gegnern und Europzerstörern.

Nun gibt es kein Problem, so komplex es auch sei, das sich nicht in einfache, allgemeine Worte fassen liesse. Man muss nicht jedes Detail verstehen, um zu verstehen, worum es grundsätzlich geht. Wäre dem so, wären die Ungebildeten so grundsätzlich unverständig, bräuchte es kein Bildungswesen.

Mit einfachen Anworten zufrieden meinen Sie im Grunde nichts weiter als: besser überhaupt keine Antwort als ein "einfache Antwort". Lassen wir die Profis walten. Woher Sie die Kompetenz nehmen, über die Kompetenz der Kompetenten, der Experten und Demokraten zu entscheiden, erschliesst sich nicht per se.

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reiner_unfug 06.11.2016, 14:01
37. Auch Selbstverständlichkeiten müssen heute erklärt werden

Zitat von Freifrau von Hase
"alles Kritische im Netz als Haß zu definieren" das macht doch gar keiner. Aber Hass und Menschenfeindlichkeit muss man auch benennen dürfen. Und da trauen sich viele "Kritische User" dann auch wieder nicht, zu ihrer Meinung zu stehen. Wer auf Flüchtlinge schießen möchte, ist eben ein Menschenfeind und da gibt es auch gar nichts zu beschönigen.
Kein Grenzbeamter "möchte" auf Menschen schießen. Der legitime Auftrag eines Grenzbeamten ist es, illegale Grenzübertritte zu unterbinden. Punkt. Grenzübertritte unter Gewaltanwendung des oder der Grenzverletzer muss als letztem Mittel der Wahl auch mit Gewalt begegnet werden, weil ansonsten die zu schützende Grenze nicht mehr existiert und zu einer Farce wird.

In ihrer Logik ist jeder Polizist, der mit Waffengewalt einen Amokläufer stoppt, ein Hasser und Menschenfeind. Das ist falsch. Der Polizist schützt ein größeres Gut, nämlich den Rechtsfrieden, die Ordnung und die Sicherheit der Allgemeinheit, die höher zu anzusehen ist als das leibliche Wohl, die individuelle Freiheit und das Menschenrecht auf Selbstverwirklichung.des Amokläufers.

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Nur ein Blog 06.11.2016, 14:06
38. Problem gelöst ...

Zitat von caliper
... Jedenfalls sollten Rechts- und Gesetzesbrüche, darunter das Grundgesetz und europäische Verträge, angesprochen werden dürfen.
Die EU definiert sich als Wertegemeinschaft und nicht mehr als Vertragsgemeinschaft. Recht und Gesetz sind sekundär und werden von den "gemeinsamen europäischen Werten" "überlagert".

Natürlich dürfen sie gegen Gesetzesverstösse anzuschreiben - nur interessiert das niemanden mehr als andere Folklore von unverbesserlichen Kleinstaatlern.

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mundi 06.11.2016, 14:08
39. Erklären statt schimpfen

Wenn sich Bürger und Parteien gegen eine Islamisierung aussprechen oder sogar demonstrieren, so Herr Bundespräsident, sollte man sie nicht als Pack bezeichnen und ihre Sorge nicht als Hass interpretieren, sondern ihnen geduldig, wie ein Pastor seinen Schäfchen, die Vorzüge der Islamisierung erklären.

Ergriffen und mutig wurde von der deutschen Bundesregierung, "Je suis Charlie", in Paris und Berlin für Meinungsfreiheit demonstriert.
Im Alltag zuhause, wird die Meinungsäußerung der PEGIDA, „wir sind gegen eine Islamisierung“, von derselben Regierung beschimpft und verleumdet. Gegen freie Meinungsäußerung organisiert man Gegendemonstrationen!! Die vorauseilende Unterwürfigkeit wird auf Dauer nichts nutzen.
Unsere Muslime demonstrierten in Berlin für Meinungsfreiheit. Es ist ehrenwert.
Gilt die Meinungsfreiheit auch für die Gegner der Koranlehre?
Würden unsere Muslime es wagen, auch in einem islamischen Land für Meinungsfreiheit zu demonstrieren?

Der Islam wie auch die Scientology sind keine richtigen Religionen.
Sie sind eine Mischung von Spiritualität und Politik.
Der politische Teil ist verfassungsfeindlich. Darf darüber nicht geredet werden?

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