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Interview mit Grünen-Chefin Baerbock: "Die EU muss in der Lage sein, Weltpolitik zu m
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Geht der Höhenflug der Grünen bei der Europawahl weiter? Parteichefin Annalena Baerbock will mehr Geld für die EU, hält das Links-Rechts-Schema für überholt - und erklärt, wie sie im Osten Deutschlands punkten will.

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SenYek 08.11.2018, 17:24
40. "Banken nein, Staaten ja" ... Frau Baerbock?

Zu Recht weist Frau Baerbock darauf hin, dass das Bankenkonzept "Gewinne privatisieren, Verluste denn für den Steuerzahler" so nicht weitergehen kann. Aber wenn Staaten durch inkompetente Führung ihre Wirtschaft und Finanzen zugrunde richten (==> Italien, Ungarn), dann wird das durch eine europäische Arbeitslosenversicherung "solidarisch" subventioniert?

Das passt überhaupt nicht zusammen!

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g_bec 08.11.2018, 17:36
41. Wegen des...

Zitat von r_b
... 2 Mistral Schiffe hätte man von Frankreich kaufen können, als diese Rußland nach der Krim-Aktion, verweigert hatte. Mit diesen Schiffen hätte man alle 30 Leo2 Panzer innerhalb von 2-3 Tagen nach Norwegen verfrachten können. Wer kaufte die Schiffe? Ich meine Ägypten und nicht das wohlhabende Deutschland!! Irgendwas, läuft schief indiesem Land. Wenn ich Ansprüche anmelde, muss ich auch selbst bereit und in der Lage sein, handeln zu können. Die USA unter Trump, werden das nicht immer mitmachen und Trumps Kritik an Deutschland ist mehr als verständlich. Sorry, wegen dem längerem Text. ;))
Wozu hätten wir die Mistral-Schiffe kaufen sollen, wo doch die Bundeswehr eigene Seetransporter hat, die sogar fast für lau zur Verfügung stehen? Da würde der Rechnungshof noch lauter schreien.

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kraus.roland 08.11.2018, 19:30
42. Baerbocks Klarsprech empfinde ich..

..als Wohltat! Auch und gerade wenn Einzelheiten zu diskutieren sind. Wer, wie ich, die Auf- und Auszehrung der SPD in Merkels GroKo nur noch betrauern kann, für den ist der Erfolg der Grünen geradezu ein Rettungsanker und, wer weiss, sogar ein Impuls zur Versöhnung mit der Politik. Die Merkel-Jahre mit ihrer Fassade der verschleiernden Ausdruckslosigkeit haben dem Politikverständnis der Deutschen schwer geschadet. Das Gemenge aus Selbstgerechtigkeit und skandalöser Ungenauigkeit im Umgang mit der Wahrheit gleicht schon fast dem Trumpschen Muster. Das gilt es zu bekämpfen, ohne jede Nachsicht! Danke Baerbock!

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hugahuga 08.11.2018, 22:27
43.

Zitat von th.schuler
> Es braucht weder einen europäischen Superstaat, Besser als lauter kleine, bedeutungslose Nationalstaaten. >noch eine europäische Armee, Besser als lauter kleine, teure, ineffiziente Nationalarmeen >noch eine europäische Weltpolitik, Besser als, sagen wir mal, z.B., russische oder USA-Weltpolitik > noch einen Export europäischer Werte in alle Teile der Welt. Kommt drauf an, welche Werte Sie meinen. >Es ist niemandem geholfen, die Fehler der Vergangenheit auf >höherer Ebene zu wiederholden. Welche Fehler meinen Sie >Insbesondere, da die demokratische Legitimation und die >parlamentarische Kontrolle auf der Ebene der EU eher rudimentär ist. Das muß sich bessern, da stimme ich Ihnen zu. > Auch die mediale Kontrolle ist aufgrund einer fehlenden >gemeinsamen Öffentlichkeit und Sprache nicht voll funktionsfähig. Auch dass muss sich bessern - und es ist in den letzten Jahren schon viel besser geworden. >Insgesamt keine guten Voraussetzungen, um eine neue >Supermacht zu etablieren. Ich würde es auch nicht Supermacht nennen, sondern Gegengewicht. Die Voraussetzungen schafft die Politik - wenn Sie will. Das geht natürlich nicht, wenn jede nationale Regierung immer nur ihr nationales Partikularinteresse im Blick hat. Ich wünsche mir eine Regierung, die über ihren deutschen Tellerrand mehr hinausschaut.
Subsidiaritätsprinzip beachten - wir brauchen diesen Tellerrand und mehr noch brauchen wiir unsere nationale Souveränität. Das mag Herrn Soros nicht gefallen, aber darum geht's nicht.

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the_truth___ 08.11.2018, 23:18
44. was für ein Frauenbild....im 21. Jhd

Zitat von santoku03
"Parlamente spiegeln unsere Gesellschaft. Und wir erleben derzeit ja vielerorts, dass selbstverständlich geglaubte Frauenrechte plötzlich wieder in Frage gestellt werden. Vor 100 Jahren wurde das Frauenwahlrecht eingeführt, aber im Bundestag ist nur jede dritte Abgeordnete weiblich." Gibt es tatsächlich ein "selbstverständlich geglaubtes" Recht darauf, im Parlament zu sitzen?
Das es immer noch Frauen gibt, die meinen, durch Quoten können sie sich emanzipieren?

Liebe Emanzen, das ist ein Trugschluss.

Die Fähigsten sollen in den Bundestag und nicht die, denen ein Schniepel fehlt.

Ihr macht euch mit diesen Kommentaren so lächerlich.

Das ist Gleichberechtigung von vorgestern.

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man 09.11.2018, 09:18
45. Bevor man von

einer EU Arbeitslosenvers. spricht sollte m. E. zunächst das EU Steuerrecht vereinheitlicht werden. Die Grünen haben vielleicht nette Ideen, aber wenn´s ans umsetzen geht, geht es nur um Geld und das holt man am einfachsten von der Masse da unterscheiden sich die Grünen nicht von anderen Parteien. Und wie die Grünen die Nationalen Interessen (und der Industrie) von anderen EU Staaten in ein System einbinden wollen, dass kann Fr. Baerbock noch Hr. Habeck noch nicht mal im Ansatz erklären.

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hoernomat 09.11.2018, 09:59
46. @45 man - Anderer Denkansatz?

Zunächst einmal sind die Grünen absolut für eine Europäisierung des Steuerrechts und Diskussionsbereit über die Reihenfolge der Umsetzung bei gleichzeitiger Klarheit der Ziele: Europäische Integration.
Sie verweisen auf die "nationalen Interessen" - die Grünen haben schlichtweg verstanden, dass es im nationalen Interesse ist, in einen europäischen Staat aufzugehen, in den wir uns Schritt für Schritt hineinintegrieren müssen.
Also nur dann müssen, wenn wir langfristig unseren Wohlstand und unsere Prosperität sichern wollen - denn in einem Zeitalter wirtschaftlicher und militärischer Blöcke mit den USA, Russland, China und Indien - zwei von diesen mit einer milliardenstarken Bevölkerung, welche wächst, versorgt und ernährt werden möchte... in einem Zeitalter, indem diese Blöcke Claims abstecken (wie China im Südchinesischen Meer oder dem Landkauf von Ackerböden in Afrika) sind unsere Nationalstaaten viel zu lächerlich klein und schwach um auch nur Ansatzweise auf Augenhöhe verhandeln zu können.
Ein Block von 500 Millionen relativ solventer Kunden in einem einheitlichen Wirtschaftsraum mit der Fähigkeit zur Selbstverteidigung ist da etwas ganz Anderes. Nur stellen wir gerade fest, dass der Wirtschaftsraum alleine zu einer enormen, sozialen Schieflage führt und die etwas einfacher Gestrickten behaupten, man könne diese Probleme durch Renationalisierung und nationale Souveränität lösen... was sachlich schlichtweg falsch ist.
Das Gegenteil ist der Fall - wir können diese Schieflage nur gemeinsam lösen, da uns sonst ein "Steuerwettbewerb" untereinander kaputt macht - und da schließt sich der Kreis zu Ihrer Aussage, welche ich ausdrücklich unterstütze:
Wir brauchen genauso wie eine einheitiche Solzialgesetzgebung auch ein einheitliches Steuerrecht in der EU, so schnell als möglich... und anscheinend müssen wir besser erklären, dass genau das unser nationales Interesse ist, um langfristig unseren Wohlstand zu sichern.

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serbskisokol2 09.11.2018, 11:01
47. Nee, LINKS muß man nicht sein, aber menschlich!

Zitat von parisien
Man muss also "links" sein, um die Vermögensverhältnisse in D als ungerecht und veränderungswürdig anzusehen? Nö, man muss sich eigentlich nur an den Menschenrechten , an den Erkenntnissen der Aufklärung und- jetzt halten Sie sich fest - und an dem christliche Gebot der Nächstenliebe orientieren, um die extreme Ungleichheit der Vermögensverhältnisse und ihre Folgen für viele Menschen zu verdammen . Ob das "links" ist, lasse ich mal dahingestellt.
Darf ich bitte zu dem sehr interessantem Beitrag sowie dem Artikel auch meine Meinung sagen? Ich bin quasi schon rein altersmäßig und von Natur aus links, da, wo das Herz ist. Auch herkunftsmäßig, als damalig DDR-Bürger, deren Idealen verbunden (die leider in der Konsequenzen nur Ideale blieben), nix reich oder gar superreich, Kein "Vermögen" Grundbesitz,Mittelstand, Bürger 08/15 gewissermaßen. Aber mich bewegt bei all diesem noch etwas andere, wenn ich das bei der Gelegenheit mal "loslassen" darf:
Wie geht es nun gesamtgesellschaftlich weiter? Das habe ich mich beim Lesen so manchen im Forum gestellten Problems und dessen Beantwortung gefragt.Stimmen denn noch Begriffe von damals? Gibt es sie noch, die sogenannten "Volksparteien" (CDU/SPD)? Oder war das einmal, heute nicht mehr. Damit dann auch gleich die Einordnung rechts links, bzw. (kräftig) rot für LINKE (vormals SED/PDS), (schwach rot) für SPD und Schwarz (für CDU)?Nur für Deutschland, oder Europa, Amerika, weltweit? Manchmal habe ich den Eindruck, daß die GRÜNEN stark im Kommen sind, schon bezogen auf die Natur, Erhaltung der Ressourcen, Tier-und Pflanzenarten etc., beachtend die Klima-Auswirkungen vorallem dieses Jahr, globale Erwärmung uam.? Eine Mischung von GRÜN und LINKE wäre nicht schlecht, das eine mehr beachtend, das andere dabei nicht außer acht lassen(bezahlbare Wohnungen, gerechte Löhne von den man leben/wohnen kann)- Und dann schon wieder nächste Fragen, ist das nun weltweit oder nur für Deutschland? Ein-Zwei- Drei und x-viele Parteien-Systeme? Ich bekam sogar den Eindruck bei einer Hart-aber-fair Sendung von Frank Plasberg am 5.November, man könne auch über zivilisiert und nachdenkenswerte gebrachte Äußerungen vom stellvertretenden Bundessprecher der AfD Herrn Georg Pazderski sinieren. Nichts von "aufeinanderlosgehen" wie draußen. Einfach mal deren sprichwörtlichen Fremdenhass/die Migrationsfeindlichkeit ausgenommen und reduziert auf die tatsächl. Versäumnisse/Fehler der Politiker. Einfach so nebenbei einmal in deren ganz offiziellen Statements/Leitprogramm(sofern vorhanden) nachblättern?

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man 09.11.2018, 12:16
48. @46hoernomat

Siehe den letzten Satz und die Haltung der Mitgliedstaaten. Ich persönlich habe, vorausgesetzt es geht demokratisch und finanziell gerecht für uns einfaches Volk zu, nichts gegen die United States of EU.

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Bondurant 09.11.2018, 12:38
49.

Man wird schon ängstlich, wenn man diese Phrasen hört und ab und zu konkrete Einsprengsel, die nichts Gutes verheißen:

Da müssen wir auch finanziell bereit sein, die Lücken zu schließen, die beispielsweise der Brexit reißt.
"Wir" ist gut. Frau Baerbock meint den deutschen Steuerzahler. Aber EUROPA is' ja so toll, da kann man eigentlich auch sein letztes Hemd geben, is' doch immer noch besser als der olle Nationalstaat. Wie man ja an der Armut und Not in der Schweiz sieht.
Ich sach' ja: mit Annalena und Robert ab zum Ponyhof.

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